Erfahrungen mit Wärmepumpen?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von miss-bonjovi 21.02.11 - 12:32 Uhr

Hallo!
Ich hoffe ich bin hier richtig! Ich hab mal ne Frage. Wir wollen neu bauen, da wir unser zweites Kind erwarten. Jetzt stellt sich für uns die Frage welche haeizart? Luftwärmepumpe? Oder Erdwärme mit Tiefenbohrung? Ich weiß, dass die Anschaffung der Erdwärme teurer ist. Aber die Verbrauchszahlen sind ja zumindest lt. Hersteller gringer!
Meine Frage:
Hat denn jemand schon Erfahrungen mit diesen beiden?
Wieviel qm beheitzt Ihr und was für monatliche Stromkosten enstehen euch damit?
Ich würde mich freuen, wenn ich zahlreiche Antworten bekäme!
Danke euch schonmal!
LG
missBonjovi

Beitrag von queenofrain 21.02.11 - 12:39 Uhr

Hallo,

wir haben eine Erdwärmeheizung mit Tiefenbohrung. 2 x 92 m für 450 zu beheizende m². Momentan heizen wir damit ca. 300 m² und kommen auf ca. 70 € Stromkosten monatlich.

Gekostet hat die Anlage (Watterkotte) 28.000€ vor 5 Jahren. Seid wir gedämmt haben, sind unsere Stromkosten echt genial.

Beitrag von miss-bonjovi 21.02.11 - 12:41 Uhr

Wow wahnsinn. Und bei dem Strom ist alles bei? Also heizung, Warmwasser und Haushaltssrom auch?

Beitrag von queenofrain 21.02.11 - 13:41 Uhr

....das wäre dann zuviel des guten aber warmwasser und heizung ist drin. normaler verbrauchsstrom geht extra.

allerdings haben wir für die pumpe 2 zähler. je nach stromanbieter gibt es einen tarif mit hoch- und niedrigphasen.

hatte eben vergessen: obwohl wir erst letzten august gedämmt und verputzt haben, haben wir in den wintern davor nie gefroren. glauben ja viele. allerdings muss man fussbodenheizung mögen und vertragen. großartig andere möglichkeiten für die heizkörper hast du ja nicht oder nur sehr teuer.
tauschen würde ich aber nicht mehr wollen.....

Beitrag von miss-bonjovi 21.02.11 - 14:25 Uhr

Also das ist doch das was ich hören wollte! :-p
Ich denke bei den steigenden Preisen bei ÖL und Gas ist diese Alternative ne super Variante. Und bei der Luftwärme hab ich schon viel gelesen, dass die Stromkosten dann mindestens doppelt so hoch sind, was bei steigenden Strompreisen auch keine "richtige" Alternative ist!
Ich danke dir!!!! #liebdrueck
LG Sabrina

Beitrag von dentatus77 21.02.11 - 21:37 Uhr

Hallo!
Wir sind in der gleichen Situation wie ihr, wollen auch bauen, im Baugebiet liegt kein Gas, also brauchen wir ne Alternative.
Allerdings sind wir uns ziemlich sicher, dass im Untergrund Basalt ist, da wird die Bohrung Unsummen verschlingen, darum scheidet die Tiefenbohrung für uns aus. Absorbermatten u.ä. scheiden auch aus, wir wollen keine endlose Grasfläche sondern auch den einen oder anderen Baum pflanzen. Also bleibt nur Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eben ein Gastank.
Der Chef meines Mannes hat ne Luft-Wärmepumpe und meint, ab -7° würde die elektrisch zuheizen, das passiert dir bei Erdwärme nicht, und damit ist der Verbrauch auch niedriger. Das hängt aber wohl auch stark von der Dämmung ab und von der Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung.
Und es ist eben wirklich die Frage, wie der Untergrund ist, wie tief man bohren muss und wie viele Bohrungen man braucht. Denn bei der Erdwärme sind die Bohrungen das teuerste. Wenn man da viele / tiefe Bohrungen braucht, werden die Anschaffungskosten so hoch, dass es sich von den Kosten her kaum noch amortisieren kann. Und dann frag ich mich auch noch, was passiert, wenn die Sonde vielleicht mal kaputte geht. Man hat ja noch nicht so lange Erfahrungen, und so eine Wärmepumpe amortisiert sich mitunter erst nach 15 Jahren. Was, wenn die Heizung dann schon wieder kaputt ist?
Das will alles gut überlegt sein, darum tendieren wir momentan wirklich stark zur Gastherme.
Liebe Grüße!

Beitrag von queenofrain 22.02.11 - 09:04 Uhr

Hi,

ich antworte Dir hier mal:
Die gleichen Fragen hatten wir erst auch. Allerdings hat die Heizungs-/Bohrfirma das Bohrrisiko komplett übernommen. Zuerst waren 3 Bohrungen a 84 m geplant. Als die erste Bohrung erfolgt war, kam eine Geologin und hat sich das Bohrgut angeschaut und da wir - glücklicherweise- Schiefer und Wasser unter uns haben, hat sie die Bohrungen in die 2 a 92 m geändert. Außerdem gibt es eine Garantie (ich meine lebenslang) auf die Sonden. Falls Ihr ein Baugrundstück gekauft hat, gibt es auch meistens ein Bodengutachten dazu. Fragt einfach mal nach. Dann habt ihr schon mal eine genauere Aussage über den Boden.

Wir haben mit 24er Steinen gebaut und vor einem halben Jahr 16er Dämmung + Putz aufgebracht. Davor haben wir gut 3 Jahre in einem ungedämmten Haus gewohnt und die Heizung hat es geschafft. Vorlauftemperatur unserer Heizung 22-23 °C im Winter. Warmwasser ca. 50 - 55 °C. Allerdings haben wir dafür auch noch einen Elektroheizstab, der sich zuschaltet, wenn der Rücklauf der Fussbodenheizung nicht ausreicht.

Bis jetzt haben wir nur einmal Kühlflüssigkeit für die Sonden auffüllen lassen. Hoffe, das bleibt.
Wirkungsgrad der Wärmepumpe liegt bei 5,x. Also echt super.

Wir haben übrigens darauf geachtet, dass Bohrung, Sonden und Heizung aus einer Hand kommen. Waterkotte hat dafür eine eigene Bohrfirma, so dass man im Garantiefall nicht 1000 Ansprechpartner hat und einer die Schuld auf den anderen schieben kann.

Wo wohnst Du? PLZ?

LG

Alexandra

Beitrag von miss-bonjovi 22.02.11 - 11:03 Uhr

Ich wohne in 06449 Aschersleben! das liegt in Sachsen Anhalt! Also ich weiß von einigen, die hier schon Bohrungen in der Gegend gemacht haben und keine "überraschungen" erlebt haben, was mich ganz milde stimmt.

Ach mensch, das ist alles nicht so einfach, aber alle eventualitäten kann ich nirgens ausschließen. Ich denke auch bei gas und öl kann noch einiges schief gehen. Ich bin mir in den beiden Fällen nur ziemlich sicher, dass die beiden Dinge nicht billiger in der Beschaffung werden. Wenn ich mir die Entwicklung beim Öl ansehe wird mir schlecht!

Ich danke erstmal ganz lieb für deine Antwort. Vieles ist noch Fachchinesicsch für mich in dem Bereich. Ich weiß, dass unser Haus dann (wir haben ja noch nicht gebaut) auch ne 24 er Wand hat und wenn ich richtig informiert bin, ne 12er Dämmung! Die Firma heißt Müller Massivhaus mit denen wir eventuell bauen wollen.

Diese Firma Waterkotte wurde mir schonmal empfohlen. Das muss ich mir mal merken! Ich danke für eure Hilfe, ich bin da echt irgendwie überfordert! :-)

LG Sabrina

Beitrag von queenofrain 22.02.11 - 09:07 Uhr

Nachtrag:

Hier haben wir uns damals informiert, leider war er teurer als unser Heizungsunternehmen vor Ort, die die gleichen Leistungen angeboten haben.

http://www.tpq.de/

Der macht es m.M.n. bundesweit.

Wärmepumpen meine ich. :-p

Beitrag von freesoul1285 23.02.11 - 16:13 Uhr

Hallo,
wir haben 2008 gebaut und haben eine Luft-Wasser-Wärmepumpensystem mit Solaranlage.
Sinn macht das ganze nur wenn man größtenteils mit fußbodenheizung arbeitet. Ansonsten ist die vorlauftemperatur zu hoch um eine wärmepumpe rentabel einsetzen zu können.
Also wir haben im jahr 2009 65 Euro stromkosten auf die wärmepumpe gehabt, also warmwasser, raumluftumwälzung und heizen. und das für 220qm raum mit studio-ausbau im og.
Die kosten müssten allerdings gesunken sein, da wir mitte 2010 die solaranlage installiert haben, warmwasserbereitung mit heizungsunterstützung.
Allerdings heizen wir ca. 2 abende die woche mit einem schwedenofen (raumluftunabhängig muss der sein bei wärmepumensystem mit kontrollierter wohnraumbelüftung - die würde ich übrigens jedem empfehlen, ist wirklich genial)
Technische probleme hatten wir seither keine, nur einmal, allerdings war da etwas falsch angeschlossen, hatte also nichts mit der heizung sondern mit dem unvermögen des monteurs zu tun.

Wir haben uns wegen der anschaffungskosten für diese variante entschieden. bis sich das ammortisiert hätte brauchst du ne neue heizung.

wenn du sonst noch fragen hast, melde dich einfach.
gruß,
free