Wegen Streitereien seit 5 Wochen keinen Sex - Kindergarten oder

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von so 21.02.11 - 18:20 Uhr

Guten Abend,

ich bin echt so langsam mit meinem Latein am Ende.

Kurz zur Vorgeschichte...
Mein Mann wurde (ohne jeglichen Grund) lieblos. Zeigte keine Liebe mehr, keine Zärtlichkeiten und hatte überhaupt keine Lust was mit mir allein zu unternehmen. TV und PC sind für ihn anscheinend wichtiger.

Nach ungefähr 2 Monaten wurde ich langsam deprimierter und frustrierter.

Jetzt haben wir seit 5 Wochen keinen Sex mehr, weil er sagte: Er mag mit mir nicht schlafen, weil wir in letzter Zeit öfters streiten. (Muss dazu sagen: Streitthema ist, dass ich ihm öfters sage, dass ich so unglücklich bin und mir der Sex fehlt)

Also irgendwann muss auch mal gut sein oder. Ich bin ja nur frustriert, weil ich mich nicht mehr von ihm geliebt fühle. Sex gehört für mich dazu.

Ist das nicht verständlich?

Würde mich über Antworten sehr freuen. Danke

LG

Beitrag von morena78 21.02.11 - 18:28 Uhr

hallo,

das tut mir natürlich sehr leid für dich.
kam das plötzlich oder ehr schleichend? steckt vielleicht eine andere frau dahinter?

lg

Beitrag von so 21.02.11 - 18:47 Uhr

Hallo,

das kam eher schleichend. Ich habe ihn offen und ehrlich gefragt, ob es eine andere Frau gibt. Er verneint es. Er sagte, er wäre so, weil ich wie ein frustrierter Hausdrache sei.

Aber irgendwann kann ich ihm nicht mehr freudestrahlend entgegenblicken wenn er nur noch emotionslos und lieblos ist. Und ich soll jetzt selber dran schuld sein. Na danke auch

Beitrag von morena78 21.02.11 - 18:52 Uhr

ich kann dich gut verstehen und würde mich an deiner stelle auch nicht darüber freuen. aber versuch doch einfach mal über deinen schatten zu springen (der klügere gibt nach) und geh auf ihn zu. sei liebevoll und aufmerksam. nicht gleich an den hals schmeißen und ihn vernaschen wollen, einfach nur nett und freundlich sein. ihr dreht euch sonst immer weiter im kreis.

Beitrag von so 21.02.11 - 19:02 Uhr

Das ist eine super gute Idee.

Die habe ich 4 Tage durchgehalten. Allerdings habe ich dann am Abend des vierten Tages gefragt, warum er denn immer noch so sei.

Da wurde er pampig und motze nur rum: Warum ich denn schon wieder mit dem Thema anfange. Ich fragte ihn dann, wie lange ich ihm denn Honig ums Maul schmieren müsste, um ein bissl Liebe zu erhaschen. Daraufhin sagte er, dass wir jetzt wieder von vorne anfangen müssen. Weil ich es ja wieder zur Sprache gebracht habe.

Ich halte das langsam nicht mehr aus.

Beitrag von morena78 21.02.11 - 19:11 Uhr

na toll ;)

vielleicht hättest du nicht fragen sollen, sondern einfach abwarten bis er von allein ankommt.

Beitrag von so 21.02.11 - 19:21 Uhr

Abwarten ist ja nicht meine Stärke.

Nur wie lange hält man das denn aus. Er ist jetzt noch ca. 2 Monate daheim dann für eine sehr lange Zeit weg. Ich finde, die Zeit sollte man gut nutzen.

Beitrag von windsbraut69 22.02.11 - 07:33 Uhr

Deine Ungeduld ist verständlich, Du erreichst damit aber das Gegenteil dessen, was Du tatsächlich möchtest.

Versetz Dich mal in seine Lage. Er ist momentan offensichtlich sehr genervt von Dir und fühlt sich natürlich bedrängt.
Möchtest Du dazu gezwungen werden, jemandem "Liebe zu zeigen", wenn Dir gar nicht danach ist.

Gruß,

W

Beitrag von gustav-g 21.02.11 - 18:42 Uhr

"Ist das nicht verständlich? "

Ich verstehe dich.

"Mein Mann wurde (ohne jeglichen Grund) lieblos"

Das glaube ich nicht. Er ist dir eine Erklärung für sein Verhalten schuldig. Wenn er dazu nicht fähig ist, braucht er eine Psychotherapie oder du einen anderen Mann.

Beitrag von so 21.02.11 - 18:51 Uhr

Guten Abend,

wir haben so oft über den Grund gesprochen. Weiß er nicht bzw. ich sei selber schuld, weil ich öfters das Thema anschneide bzw. langsam frustriert ihm gegenüber trete. Ist ja auch kein Wunder.

Nur er hat sich verändert und wurde so bockig. Und nach ca. 2-3 Monaten ist klar das der Partner sich dann auch verändert.

So ein Kindergarten

Ich hatte es vor zwei Wochen nicht mehr ertragen und fing an meine Koffer zu packen. Was sagte er: Nimmst du die Kinder mit????

Beitrag von elofant 21.02.11 - 19:43 Uhr

Warum packst Du dann nicht mal seine Koffer??

Beitrag von so 21.02.11 - 19:52 Uhr

Warum tu ich das nicht?? Ich liebe ihn. Vielleicht sollte ich das wirklich mal tun.

Ich will ihn wachrütteln, nur er lässt sich nicht rütteln.

Er ist beruflich bedingt seit Sonntag weg und kommt erst Freitag wieder.

Ich habe ihm gerade eine Mail geschrieben, in der ich ihm meine Gefühle erläutert habe. Das ich mich nicht geliebt fühle und er mich damit quält.

Da kommt dann von ihm zurück. Da sprechen wir am WE drüber. Ich sagte dann, das ich nicht noch so einen Tag mitmache und er mir die Fragen beantworten sollte (ob und warum er mich liebt, und mit welchen Gesten er mir zeigt, dass ich mich geliebt fühle)

Er kann es mir nicht sagen, ob er es heute noch hinbekommt.

Es kann doch nicht sein, dass ein Partner dem anderen sagt, ich fühle mich nicht mehr geliebt von dir und der andere sich dann nicht bemüht.

Beitrag von elofant 21.02.11 - 20:24 Uhr

Du musst ihn ja nicht vor die Tür setzen, wenn Du ihn liebst.
Aber mit den "Ketten rasseln" würd ich schon.

Wenn er bis Freitag eh nicht da ist, hast Du doch noch genügend Zeit. Pack ihm ein paar Klamotten zusammen und wenn er kommt, könnt ihr entwder reden o. er geht. Zuminest wür ihc ihm die Pistole auf die Brust setzen.

Per Mail o. Telefon würd ich das Thema gar nicht mehr anschneiden. Du hast schon eine Abfuhr bekommen. Den Rest würd ich persönlich machen.


Beitrag von leenchen82 21.02.11 - 19:42 Uhr

Hallo, also für mich macht das eher den Eindruck das dein Mann sich schon innerlich von dir getrennt hat. Denn durch sein Verhalten versucht er ja erst gar nicht was an eure Situation zu ändern. Du bist die "Böse" und kannst dich eigendlich abstrampeln wie du willst. Das alles interessiert ihn eher einen "Scheiss". Ich glaube der hat auf dich und die Kinder keinen Bock mehr!
:-(

Beitrag von so 21.02.11 - 19:46 Uhr

Hallo,

das habe ich mir auch schon gedacht. Wenn es so wäre, warum hat er dann nicht den Arsch in der Hose um mir das zu sagen. Ich habe ihn gefragt ob er sich trennen möchte. Er verneinte das.

Dann könnte er doch sagen, das er sich trennen will. Ok es wäre sehr schlimm für uns, aber dann bräuchte ich mir nicht ständig einen Kopf machen. Ich will nur wissen, wo ich dran bin.

Beitrag von leenchen82 21.02.11 - 19:53 Uhr

Das ist es ja. Ich denke mal er hat keinen Arsch in der Hose. Und wenn du dich von ihm trennst ist er ja fein aus dem Schneider und nicht Schuld daran das du dich getrennt hast. Auch wenn er sagt, nein er möchte sich nicht trennen, glaube ich das er das im grunde doch möchte. Ist schwer. Ich kann auch völlig falsch liegen aber das alles deutet eher auf eine Trennung hin.:-(

Beitrag von so 21.02.11 - 20:08 Uhr

Stimmt alles, was du sagst.

Nur wieso macht er denn dann noch eine Paartherapie mit. Bzw. redet vom Haus kaufen. Urlaub planen. Macht man das, wenn man sich insgeheim trennen möchte?

Mensch, wir haben erst letztes Jahr geheiratet, unsere Kinder sind 4 und 1 Jahr. Ich könnte grad losheulen.

Beitrag von leenchen82 21.02.11 - 20:23 Uhr

Ihr macht eine Paartherapie? Wann fängt die an? Nee das macht man eigendlich nicht, wenn man sich trennen möchte. Also dann ist sein Verhalten mehr als merkwürdig!#kratz Es muss doch einen Auslöser dafür gegeben haben, oder? Wenn dir nach heulen zumute ist, dann heule. Vielleicht wird er dann mal wach und sieht wie sehr er dich mit seinen Verhalten verletzt!!:-(

Beitrag von so 21.02.11 - 20:46 Uhr

Die Therapie hat schon angefangen. Wir waren bislang 3 mal dort. Ich kann heulend vor ihm stehen, und ihm sagen das er mich so sehr verletzt. Er kann mich dann nicht mal mehr in den Arm nehmen.

Ich glaube langsam, dass was im Einsatz passiert ist, was ihn sehr beschäftigt ODER weil er bald wieder in den Einsatz muss. Weil sonst gab es keine großen Ereignisse bei uns, die was ausgelöst hätten. Je mehr ich darüber nachdenke, könnte es ja auch sein. Das er wieder Angst hat so viel zu verpassen, wenn er weg ist. Das letzte mal musste er 10 Tage nachdem unser Sohn geboren wurde, weg.

Beitrag von leenchen82 21.02.11 - 20:57 Uhr

Einsatz? Das ist er bei der Bundeswehr? Im welchen Einsatzgebiet war er? Das würde einiges erklären. Was er erlebt und gesehen hat, hat dann wohl eher weniger mit dir zu tun. Vielleicht ist er nicht in der Lage das Erlebte zu verarbeiten und wirkt jetzt so gefühlskalt?

Beitrag von so 21.02.11 - 21:48 Uhr

Er war in Afgh. und muss jetzt in 2 Mon. wieder hin. Ich denke langsam auch das es wohl eher daran liegt.

Beitrag von quasiratlos 22.02.11 - 08:39 Uhr

Also ganz ehrlich:
ich denke es hat GAR NICHTS mit dir zu tun.
Wenn er bei der Bundeswehr ist und in Afghanistan im Einsatz war, dann kann es sehr gut sein, dass er irgendwas einfach nicht verdauen kann.
Seine Reaktionen oder eben Nicht-Reaktionen wirken wie "ich hab ein Problem und kann mit dir nicht drüber sprechen, möchte in Ruhe gelassen werden um damit klar zu kommen".

Das ist nicht fair, aber du weißt nicht, was er erlebt hat bzw. kannst vielleicht auch froh sein, dies nicht zu erfahren, evtl. will er dich ja schützen?

Meine Mum hat eine Wohnung an einen Amerikaner vermietet, der war auch in Afghanistan und hat lange Zeit gebraucht, um wieder "normal" zu werden...er hat mit totalen Gefühlsausbrüchen zu tun gehabt, als ihm meine Mum nur gesagt hat "Welcome home" ist er in Tränen ausgebrochen.
Das ist zwar sehr viel extrovertierter, aber im Grunde genommen dasselbe.

Normalerweise gibt es doch bei der Army oder Bundeswehr Psychologen bzw. speziell geschulte Ärzte....

Zumindest würde ich dir raten, dir psychologische Hilfe (nur für dich) zu holen, sei nett und freundlich zu deinem Mann, aber sag ganz klar,(und ruhig!!!) dass auf Dauer für dich so eine Beziehung nicht lebbar ist.

Alles Gute wünsch ich dir!

Beitrag von badguy 21.02.11 - 23:40 Uhr

Ohne jeglichen Grund!

Ja nee, ist klar, alles hat Gründe. Auch wenn dir das nicht gefällt. Keiner ist allzeit nur der Reagierende. Such die tatsächlichen Gründe und machs dir nicht so einfach wie in deinem Posting.

Beitrag von holy_cow 22.02.11 - 01:27 Uhr

Hola
Du pauschalisierst!
Der "ideale Mensch" muss sich nicht zum streiten provozieren lassen.
Real kann man fast jedem Menschen einen Streit aufzwingen und den Anderen in die Ecke treiben.
Die Aussage, dass beide daran beteiligt sind, ist daher grenzwertig fuer mich.
In deinen Augen sind immer beide Personen gleichermaßen schuld?

Also nur die Anwesenheit der zweiten Person genuegt ja schon und wenn man zusammen lebt, schliesst es das miteinander leben schliesslich ein.
Natuerlich kann man so weit gehen und behaupten, ihr habt nie zusammen gepasst und weil du diese Beziehung eingegangen bist, traegst du deinen Teil an der Situation.
Ganz einfach!
Ich gebe dir Recht, alles Handeln erzeugt eine Reaktion, bezw. eine Konsequenz und die kann sehr unterschiedlich aussehen.

Wenn mein Partner mich links liegen laesst, mir Liebe entzieht, dann ist die Reaktion darauf, dass ich es hinnehme oder etwas dazu sage, es reklamiere.
Das er mir Liebe entzieht muss nicht zwangslaeufig eine Reaktion auf etwas sein.
Menschen koennen sich ganze Geschichten im Kopf ausdenken und dementsprechend glauben, ihre Wahrnehmung ist die einzig Richtige und daraus ergibt sich das Recht zu handeln.

Nun gut, die Gruende muessen nicht zwangslaeufig auch bei ihr zu suchen sein.
Er kann sich einfach entliebt haben und neu verliebt. Vielleicht treibt ihn sein schlechtes Gewissen, so abweisend zu ihr zu sein und somit ihr ein Gefuehl der Mitschuld zu geben?!

Saludos


Beitrag von badguy 22.02.11 - 11:36 Uhr

Ja, das stimmt, ich pauschaliere.

Ein idealer Mensch streitet ohne Provokation? Mir persönlich sind Menschen lieber, die eine gewisse Ruhe bewahren. Mein Vater ist ein HB-Männchen, meine Mutter in gewissem Rahmen auch. Fährt vor einer Baustelle jemand bis vorne durch (so, wie es sein sollte) sollte er nicht vor meinem Vater reinziehen, der sich schon vor 2 km eingeordnet hat. Mir ist ein solches Wesen zuwider.

Real kann man sicherlich auch den friedlichsten Menschen so lange provozieren, bis er ausrastet, nur wie oft ist so etwas der Fall? Z. B. in einer Beziehung.

Eine Beziehung ist doch immer ein Wechselspiel von Aktion und Reaktion. Um in eine bestimmte Situation zu geraten, braucht es im Normalfall beide Partner.

Die Ursachen hier können sehr vielfältig sein, rein theoretisch, ich betone therotisch, ich möchte hier keinem etwas unterstellen, könnte es so sein, dass er ne andere hat oder sie einen anderen und er hat es raus bekommen. Zwei extreme Ansätze.

Wenn immer ein Mensch betont, dass er natürlich keine Schuld trägt, wie hier (und das nicht nur 1x) ist meine Skepsis geweckt. Ganz einfach.

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