Waldorfschule

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von isa-bel.le 21.02.11 - 18:42 Uhr

Hallo,

meine Tochter kommt jetzt im Herbst in die Schule.
Sie ist eine kleine Künstlerin...
sie malt und singt und tanzt den ganzen Tag. Zum Geburtstag wünscht sie sich Farben...keine Barbie Puppen oder so.

Ich überlege gerade, ob es vielleicht Sinn machen würde, sie in die Waldorfschule zu geben, habe aber auch meine Bedenken.
Sie ist sehr intelligent ( die Kindergärtner wollten sie schon ein Jahr früher in die Schule geben) und ist aber andererseits sehr verspielt..

Was haltet ihr von Waldorfschulen?
Ist hier vielleicht jemand, der sein Kind in einer solchen Schule hat?

mit freundlichen Grüßen,
Isabelle

Beitrag von perserkater 21.02.11 - 18:50 Uhr

Hallo

Hier wurde ja schon viel geschrieben:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=search&bid=-1&s=waldorf

Und hier kannst du es noch mal nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldorfschule

Ich komme mit dem Konzept von Rudolf Steiner so gar nicht zurecht, dass wäre definitiv nichts für meine Kinder. Wenns klappt geht mein Sohn in eine Schule mit Jena-Plan Konzept.

LG

Beitrag von isa-bel.le 21.02.11 - 18:52 Uhr

ach so, ja, und noch was zu uns.

Meine Tochter wächst ja ohnehin in nicht unbedingt sehr einfachen Verhältnissen auf. Sie ist umgeben von Studenten ( also viele Erwachsene) weil wir noch in einem Studentenwohnheim wohnen, müssen eventuell auch bald umziehen da wir hier nur insgesamt 3 Jahre wohnen können und dieses Pensum nächstes Jahr aufgebraucht sein wird.

Die Schule in die sie gehen soll ( laut Sprengel ) ist eine sehr gute, in der viele reiche Kinder sind. Aber wir sind nicht reich... ich weiß nicht, ob es so schön für sie ist da eher die Außenseiterin zu sein.
Noch dazu, kann ich mir eine Wohnung in dieser Gegend, wenn wir aus dem Wohnheim ausziehen, eher nicht leisten. Es gibt hier schon Stadtviertel, von denen man aus den Schulen nichts gutes hört...
Da weiß ich nicht, ob eine Waldorfschule nicht besser ist, da wir in die halt auch Sprengelunabhängig fahren dürfen... auch wenn der Schulweg dann weiter ist...ich muss ja sowieso auch immer in die Nähe weil die Waldorfschule in der Nähe meiner Universität ist.

Ich denke nicht dass sie Stoffmäßig Probleme hat. Ich kann mich halt nur an meine eigene Volkschulzeit erinnern...und daran habe ich keine guten Erinnerungen...
All meine schöne Phantasie und meine Zuversicht und mein Vertrauen ans Leben habe ich dort ziemlich schwer eingebüßt und gegen Leistungszwang, Selbstzweifel und dem Gefühl, nie genug und nie dazuzugehören eingetauscht.

Meine Tochter ist jetzt in einem städtischen Kindergarten und eines der beliebtesten Mädchen dort, was mich persönlich freut- wie schon gesagt, bei mir war das nicht so. Sie kann sich anscheinend durchsetzen..
Aber bei Waldorfschülern und Kindergartenkindern fällt mir immer besonders auf, wie lieb und angenehm die sind... und was für Rotzlöffel teilweise die anderen. geschlagen oder gespuckt und gemobbt wird an Waldorfschulen einfach seltener...

hm..ich wäre wirklich sehr dankbar für einen Erfahrungsbericht.

lg
Isabelle

Beitrag von sneakypie 21.02.11 - 20:18 Uhr

>>Aber bei Waldorfschülern und Kindergartenkindern fällt mir immer besonders auf, wie lieb und angenehm die sind...<<

Da darfst du natürlich nicht vergessen, dass sich an Waldorfschulen eine relativ homogene Klientel sammelt: die gebildete (obere) Mittelschicht. Und deren Kinder tendieren erziehungsbedingt meist weniger dazu, zu schlagen und zu quälen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Aber in erster Linie kommt's wohl darauf an, ob du dich mit den Lehren Steiners identifizieren kannst und die ja doch (im Vergleich zu staatlichen Schulen) recht umfangreiche Elternarbeit leisten möchtest.

Gruß
Sneak

Beitrag von isa-bel.le 22.02.11 - 00:34 Uhr

Lieben Dank für die Antworten,

ich habe mich nochmal durch die ganzen Angebote durchgelesen und mit dem Vater meiner Tochter darüber gesprochen...

ich denke ich werde die Schule nicht wechseln müssen, wenn wir hier umziehen..und in der Stadt bleiben...und die Schule in die sie kommt hat eh einen sehr guten Ruf...

ihr Vater meint sie schafft das...

ich vertraue ihr auch...

danke nochmal für die anzreize...auch an diejenigen, die in den alten Beiträgen zu dem Thema gepostet haben...

lg,
Isabelle

Beitrag von barbarelle 22.02.11 - 09:14 Uhr

Hallo Isabelle,

noch ein Aspekt, den du berücksichtigen kannst. Ich kenne viele Waldorfschüler und die Kinder kommen wirklich aus reichem Hause.

Allerdings investieren die Eltern zusätzlich (weil das Geld ja da ist) unsummen in Private Lerninstitute (ich arbeite seit neuestem in einem) damit die Kinder überhaupt ein Abi schaffen.

So einfach und romantisch wie Waldorf oft verklärt wird ist es nicht. Oftmals lernen die Kinder nicht wirklich viel, können natürlich sich sehr kreativ beschäftigen und machen aussergewöhnliche Dinge, die in einer Regelschule nicht gelehrt werden ... aber richtig fit für ein Studium werden
sie dann mit teurer Nachhilfe und Einzelunterricht gemacht.

Nur zur Info.

LG
B.

Beitrag von nisivogel2604 22.02.11 - 10:24 Uhr

Ich kenne mittlerweile viele Waldis mit Abi und keiner davon bekam private Lernhilfe oder sowas. #kratz

Beitrag von barbarelle 22.02.11 - 10:35 Uhr

Natürlich gibt es davon auch welche ;-). Ich kenne halt nur diejenigen, deren Eltern entweder Privatlehrer beschäftigen oder die Kinder einfach noch zusätzlich in ein Lerninstitut einschreiben ... das sind nicht wenige.