endstadium krebs

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von red-83 21.02.11 - 19:52 Uhr

wielange dauert ein endstadium beim hirntumor?
und was hat man für symptome?

Beitrag von moni5555 21.02.11 - 20:27 Uhr

http://www.krebs-kompass.org/

Beitrag von arkti 21.02.11 - 20:57 Uhr

Die Frage ist etwas doof.
Dafür gibt es keine "Regeln".

Die Frage zu den Symptomen ist auch nicht besser.

Beitrag von myimmortal1977 21.02.11 - 23:56 Uhr

Die Symptome sind vielfälltig. Kommt auch immer drauf an, welche Hirnregionen betroffen sind. Je nachdem wo der Tumor sitzt, wird es neurologische Ausfälle, Hirninfarkte, epileptische Anfälle geben KÖNNEN!

Die Betroffenen sterben auf unterschiedlichste Art und Weise. Nur WANN jemand tatsächlich sterben wird, kann Dir noch nicht mal ein Arzt sagen.

Es gibt eindeutige Hinweise, wenn der Tod unmittelbar bevor steht. Das kann von wenigen Sekunden/Minuten bis ca. 3 Tagen gehen.

Mein Vater hatte Hirnmetastasen. Diese lösten tonisch klonische epileptische Anfälle aus. Ca. 8 Stunden später trat er seine letzte Reise an.

Für die Betroffenen kann man nur wünschen, dass es sehr schnell und schmerzlos geht!

Dir alles Gute, Janette

Beitrag von nine-09 22.02.11 - 08:21 Uhr

Lass mich kurz nachdenken.
Also mein Papa starb 1989 an einem inopperablen Hirntumor.
Ich war da erst 8 Jahre,aber mitbekommen habe ich das er von jetzt auf gleich Umgefallen ist. Dann stand er wieder auf. Mein Vater wurde einmal operiert,danach hatte er noch zwei Jahre zu leben. In den letzten Tagen wars wohl so das er nichts mehr mitbekommen hat,so hats mir meine Mama erzählt die damals Hoch schwanger an seinen Bett saß. Wie es kurz vor seinem ableben war weiß ich nicht,ich hoffe das die Ärzte ihm was gegeben haben damit er keine schmerzen hatte :(.

Bei meinem Opa zeigten sich neurolodiche ausfälle,er merkte einen Tag das er seine Arme nicht im Griff hat und an anderen Tagen konnte er nichtmal aufstehen. Er hatte einen Wandertumor,er wurde operiert,mit Erfolg,trotzdem starb er 3 Tage später nach der OP :(.

LG Janine die als Kind nicht mehr mit ins KH durfte als es bei ihrem Papa zu Ende ging

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 08:23 Uhr

kann man so nicht sagen.
Meine Mutter hatte ein Glioblastom. sie hatte wohl 2 wochen bevor sie starb gewusst dass wir uns nicht mehr bewusst sehen werden, sie hat mir die Wange gestreichelt und mir gesagt dass sie mich lieb hat.
zu dem zeitpunkt hab ich mir allerdings noch nichts dabei gedacht. 2 wochen später dann der anruf der Palliativ station, wir sollen vorbei kommen.
meine Mama, war fast 2 Tage nicht mehr ansprechbar bis sie starb und ihr Tod war friedlich. Keine Schmerzen, keine Anfälle. sie hat einfach aufgehoert zu atmen.
Aber.. sie musste warten bis die Sonne rauskam.

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 08:44 Uhr

Das ist wirklich eine unnötige Frage, finde ich. Was erwartest du? Eine genaue Terminangabe?

Ich habe schon sehr viele Manschen sterben sehen, davon auch einige mit einem Hirntumor. Keiner starb wie der andere, weil jeder Tod individuell ist.
Schulmedizinisch hängt der Verlauf vom Sitz des Tumor und von seiner Größe ab. Da gibt es dann 1001 mögliche Symptome, die man alle oder gar keines davon bekommen kann.
Psychologisch denke ich, dass auch ganz viel von der Persönlichkeit des Sterbenden abhängt und davon, wie man ihn begleitet.

Mein Eindruck war aber immer, dass Schmerzen bei Hirntumoren nicht im vordergrund stehen. Die Patieten trüben ein und dämmern weg. Für Angehörige waren die psychischen Veränderungen immer mit das schwerste.

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 09:51 Uhr

naja... ich finde die frage nicht unnötig. jeder der einen lieben menschen an krebs verloren hat, will doch wissen was auf ihn zu kommt. so dass man sich vll seelisch darauf vorbereiten kann (auch wenn das im endeffekt unmöglich ist)
ich hatte die selbe frage auch gestellt. und hab auch die selben antworten bekommen wie der TE. und letzten endes war es nicht schlimm, außer dass es uns den hinterbliebenen sehr weh getan hat.
Aber dennoch... die seele und der Verstand moechten sich vorbereiten koennen ohne nachher komplett nackt und geshcockt dazustehen

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 10:08 Uhr

Ich denke aber, dass das nicht geht. Schon gar nicht über ein Forum.

Solche Fragen konnte ich noch nicht mal im Krankenhaus beantworten, wo ich Patieten und Angehörige oft sehr gut kannte, und wollte es auch gar nicht können.
Man kann sich als Angehöriger an den Symptomen festhalten ,aber das bringt keinen weiter, weil Symptome so individuell sind wie der Mensch, der sich hat.
Gegen Symptome kann man in der Regel etwas tun., Es gibt Medikamente gegen Schmerzen und sogar gegen Angst. Man kann sich ans Bett setzen und einfach da sein, um einige Symptome klein zu halten.

Ansonsten kann man nur warten und annehmen. Dann ist man auch nicht "nackt" oder vollkommen geschockt, wenn es so weit ist.

Ich weiß, dass das nicht so leicht ist wie es sich anhört, aber das ist das, was ich in all den Jahren gelernt habe. Trauer wird "leichter" und weniger verzweifelt, wenn man sich "fügt", die Situation annimmt. Wenn man bewusst begleitet ohne in jedem Moment zu denken, WANN es denn so weit sein wird.

Ich hatte mal einen Lieblingspatienten, der war alt, hatte eine Leukämie, wurde voll therapiert, konnte aber einfach nicht mehr leben. Er wusste das, seine Ärzte und seine Familie wollten das nicht sehen. JEDEN Tag kam sein Sohn erst ins Dienstzimmer zu uns, um die aktuellen Blutwerte zu erfragen. Der war selber IBS-Pfleger. Irgendwann war mir das zu doof und ich habe ihm gesagt, er solle doch ins Bett gucken und seinen Vater fragen, dann wüsste er besser Bescheid als wenn ich ihm jetzt mitteilte, wie das aktuelle Blutbild wäre.
Der Patient selber hat dann bald weitere Therapien abgelehnt und ist sehr bewusst gestorben. Sein Sohn hatte ganz große Schwierigkeiten damit.

Was nutzt es der TE, wenn sie sämtliche Hirndruckzeichen kennt? Sie wird Angst vor jedem weiteren Symptom haben und sich nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren können. Und dann wird es schwer auszuhalten.....

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 10:14 Uhr

na klar, ich stimme dir auch 100% zu. in allem was du sagst. aber wenn man erst die diagnose bekommt (ich hab es übrigens über google erfahren, dass Glioblastom sterben bedeutet) dann hat man angst, und stellt sich solche Fragen.

wir zb. wollten irgendwann nur noch dass unser Mutter gut versorgt war (wir konnten sie nicht nach hause holen, da sie stark übergweichtig war ) und die pflege war schwierig, es ist viel böses Blut geflossen, zwischen Ärtzen, Pflegern und uns. bis wir endlich das Glück hatten und sie auf eine Palliativ station verlegen lassen konnten.
NAtürlich irgendwann nimmt man es an, ist traurig aber ersucht die zeit, wie lange sie ist schön zu gestalten. für meine mom hieß das den enkel so oft es geht zu sehen. Bücher vorgelesen zu bekommen und Musik zu hören.
Aber das ging auch erst, als wir wussten, ok jetzt geht es langsam bergab. der erste anfall hat sie bettlägrig gemacht. danach war uns klar, dass was jetzt auch immer kommt wir alle da sein müssen.
Aber vorher ist ein stadium wo man sich als Angehöriger einfach fragt was passiert jetzt, wie geht es weiter...

angst vor dem Unbekannten. als medizinisches Personal geht man wahrschienlich anders damit um, als zb als Junger Mensch, so vll sogar noch die uroma lebt. wo sterben nur in filmen passiert. aber niemals in der realität.

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 10:31 Uhr

Deshalb bin ich am Ende meiner "Krankenhauslaufbahn" auf einer Palliativstation gelandet:-D (Mittlerweile mache ihc das nicht mehr)

Es ist aber so oder so schwer, direkt nach Diagnosestsellung zu sagen, wie es weitergehen wird, weil es niemand weiß. Ich als Krankenschwester habe dann immer den schlimmsten aller möglichen Abläufe im Kopf, aber nicht, weil ich den Betroffenen sofort abschreibe, sondern weil ich gewappnet sein will und dann gewappnet bin. Ich würde den Gedanken in meinem Kopf aber niemals nie nicht dem Betroffenen mitteilen, weil er nicht stimmen muss. Wenn mein Horroszenario nicht eintrifft, dann freue ich mich. Wenn es eintritt, kann ich damit umgehen. Wenn doch alles ganz anders kommt als gedacht, dann geht es auch irgendwie.

Als Krankenschwester bekommst du während der Ausbildung das praktische Rüstzeug, alles andere lernt man -manchmal mühsam- mit den Jahren.

Meine volle Zustimmung hast du aber darin, dass die Begleitung der Schwerstkranken und besonders ihrer Angehörigen hier oft unter aller Kanone ist. Ärzte in Deutschland lernen Sterbebegleitung genauso wenig wie alle anderen. In Skandinavien ist das anders. Ich habe oft erlebt, dass Ärzte genauso davon gelaufen sind wie Angehörige.
Deshalb ist mein Rat, wenn man eine möglicherweise todbringende Erkrankung in der Familie hat, immer der Gang zu einer Hospizinitiative oder Palliativstation oder Hospiz oder Home-Care-Ärzten oder oder oder, damit man früh genug eine Alternative zur reinen Schulmedizin hat.

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 10:41 Uhr

ja das stimmt. wir hatten das glück eine ganz wunderbare palliativ station gefunden zu haben. die schwestern und ärzte gingen so respektvoll mit meiner Mutter um. und es war das erste mal in 2 moanten dass sie richtig gelagert wurde. und selbst wo sie nicht mehr ansprechbar war, hat die schwester sie jedes mal ganz ehrlich fürsorglich begrüßt und genau erklärt was sie jetzt machen.
wohingegen sie im kkh gegen ihren willen ne magensonde bekommen sollte, und der arzt sie dauersedieren wollte. denn ein schlafender schwerer Patient ist ein besserer patient als ein wacher schwerer Patient.

ich hab großen Respekt vor Menschen die im Hospiz oder auf einer Palliativstation arbeiten und ihre Menschlichkeit und Fröhlichkeit nicht verlieren.

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 10:48 Uhr

Darf ich mal fragen, wo du herkmmst? So in etwa?

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 10:55 Uhr

meinst du wegen meiner Mutter? sie war in Göppingen. und auf der palliativ in geislingen

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 11:18 Uhr

Ja, meinte ich. Es kam mir gerade alles so bekannt vor und ich dachte, vielleicht wärt ihr in meiner alten Heimat gewesen. Wart ihr aber nicht.
So und ähnlich haben wir nämlich auch gearbeitet. Ich hatte eine allerbeste Lieblingskollegin, die die beste Krankenschwester der Welt ist. An die musste ich denken....

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 11:23 Uhr

na jetzt ist die frage wie ihr gearbeitet habt? magensonde gegen den willen? oder auf eine ehrliche art fürsorglich? :)

so wir müssen einkaufen gehen. unser kühlschrank ist leer

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 11:34 Uhr

Magensonde gegen den Willen gab es auf der Neurologie. vor 20 Jahren. Keine ahnung, ob die immer noch so drauf sind.

Auf der palliativstation gab es eher nie eine Magensonde. es sei denn, die Patieten kamen schon mit einer. die haben wir dann aber nie genutzt, außer vielleicht zur Medikamentengabe. Magensonden sind in 98% der Fälle so was von überflüssig.

Beitrag von barzoli 22.02.11 - 13:17 Uhr

Hallo,

ich finde diese Frage ebenfalls schwierig, allerdings schreibst Du hier einen Satz, der Mich aufhören lässt.

"Ich als Krankenschwester habe dann immer den schlimmsten aller möglichen Abläufe im Kopf, aber nicht, weil ich den Betroffenen sofort abschreibe, sondern weil ich gewappnet sein will und dann gewappnet bin"

Ein Hirntumor ist ein Chamäleon, das weisst Du.
Wenn ein Patient aufgrund eines Hirntumors stirbt, passieren oft Dinge, die die Angehörigen nicht verstehen und befremdlich sind.

Meine Tochter (4) leidet an einem bösartigen Hirntumor und gesetzt des Falles, ich muss irgendwann neben ihr am Bett sitzen dann wäre es mir wichtig zumindest annähernd zu wissen, was mit ihr passiert, ich währe "gewappnet" und darauf vorbereitet und das würde es mir leichter machen damit umzugehen.

Aus diesem Grunde finde ich die Frage abslut berechtigt und wichtig, schon alleine aus dem Grund ( und das solltest Du als Kranken- und Palliativschwester wissen) dass jeder anderst damit umgeht und diese indiviuelle Art und Weise ist zu akzeptieren.

Gruss Barzo

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 14:36 Uhr

Wenn ich bei euch Krankenschwester wäre, würe ich dich informieren, wenn ich sehe, dass etwas eintreten wird und ich würde versuchen, dir zu erklären, warum das so passiert. Ich würde versuchen, dir zu erklären, wie sich das Symptom auf deine Tochter auswirken wird. Dabei könnte ich dir natürlich nur sagen, was ich aus Erfahrung weiß. Ich kann nie genau wissen, wie es deiner Tochter wirklich geht, aber man kann in der Regel erkennen, ob jemand Schmerzen oder Luftnot hat -auch wenn dieser jemand bewusstlos ist.

Ich würde dir niemals sagen, was alles passieren könnte, weil normalerweise nicht alles eintritt, was eintreten kann. Im Übrigen kannst du das alles im Internet lesen. Das hätte aber alles nichts mit deiner Tochter zu tun.
In der Pflege war ich sehr bemüht, dass es immer nur um den im Bett vor mir geht. Vollkommen egal, was dem Patienten mit der ähnlichen Diagnose im Nebenzimmer widerfahren ist. Vollkommen egal, wie die Angehörigen zwei Zimmer weiter mit Krankheit und Tod umgehen. Jetzt, hier, dieser eine Patient mit seiner ganz eigenen Familie mit seinen ganz individuellen Symptomen.

Wenn ich gesehen habe, dass jemand im Sterben liegt, dann habe ich bzw. haben wir das natürlich gesagt und auch erklärt, woran wir das sehen und wir haben erklärt, was in dem akuten Sterbeprozess passieren wird, damit eben nicht helle Panik ausbricht, wenn der Sterbende z.B. anfängt zu "brodeln". Aber was nutzt dieses Wissen, wenn ich das ein halbes Jahr vorher erzähle? Damit löse ich doch erst recht Ängste aus. Wenn es so weit ist, kann ich informieren. Dann sieht jeder, was ich meine. Dann verstehen fast alle, dass das jetzt eine traurige Situation ist, aber dass z.B. das "Brodeln" dazu gehört, das es ein physiologischer Vorgang ist. Vorher macht man auch schnell die Pferde scheu. Schon deswegen, weil bei Diagnosestellung NIEMAND weiss, was passieren wird, wie der Verlauf sein wird.

Diese Informationen haben wir in jedem Stadium der Krankheit gegeben. Wenn sich etwas verändert hat, haben wir versucht zu erklären, warum das jetzt so ist und welche Konsequenzen das mögicherweise haben wird. Ich kann aber nicht bei Diagnose "Hirntumor" alle Szenarien abspulen. Wozu soll das gut sein? Für wen? Ich habe tausend Geschichten im Kopf, bin aber von keiner persönlich betroffen, d.h. ich habe noch keinen mir nahen Menschen verloren. Soll ich dir alle Geschichten erzählen, wenn wahrscheinlich nur ein Bruchteil dessen auf euch zutreffen wird? Ich habe auch sehr schöne Geschichten erlebt. Im Sterben und in Krankheit. Würdest du mir die glauben? Jetzt, wo deine Tochter betroffen ist?

Ja, jeder geht anders mit solchen Dingen um. Deshalb kann dir trotzdem vorher niemand sagen, was kommen wird. Man kann sich nicht auf alles vorbereiten. Ich denke mittlerweile, dass es bei solchen Erkrankungen sehr wichtig ist, im Moment zu leben und sich mit den richtigen Leuten zu umgeben. Der Rest ergibt sich und man kann Stück für Stück damit umgehen. Es ändert sich doch täglich was, wenn man betroffen ist.

Ich für mich als Pflegende benötige die ganzen Szenarien und Erfahrungen, um professionell mit Veränderungen umgehen zu können. Ich kann nicht verzweifeln, wenn Angehörige das tun. Das wäre kontraproduktiv. Ich kann mitfühlen, aber ich darf nicht mitleiden. Ich muss das von außen betrachten. Das gelingt nicht immer so leicht, ist dann auch okay, aber das macht eine gute Begleitung aus. Oder nicht?

Sollte ich mal persönlich betroffen sein, dann brauche ich auch jemanden mit Erfahrung. Meine nutzen mir dann nichts mehr. Dann brauche ich Begleitung.

Gruß
Susanne

Beitrag von barzoli 22.02.11 - 15:06 Uhr

Hallo,

natürlich kann mir das vorher keiner sagen, aber wenn ein Angehöriger diese Antworten braucht, dann soll er sie bekommen.
Und wenn es demjenigen hilft,in diesem Moment eben nicht zu verzweifeln sodern den Moment bewusster und ohne Angst zu erleben.
Das ist meiner Meinung nach gerade dann wichtig, wenn die Angehörigen jemanden schon Jahrelang pflegen und in gewisserweise Mündig sind was das Fachwissen betrifft.

Ich wollte immer möglichst viel wissen einfach um auf den worst case vorbereitet zu sein.

Natürlich glaube ich dir, dass es schöne Geschichten gibt... ich habe diese in meiner Zeit auf der onkologie am eigenen Leibe erlebt, sie waren trotzdem schön auch wenn dort Kinder sterben.

Grüsse
Barzo

Beitrag von golm1512 22.02.11 - 15:56 Uhr

Bei der Sache mit dem Antworten widerspreche ich dir gar nicht. Ich denke nur, dass man nicht alle Informationen auf einmal braucht, weil man damit gar nichts anfangen kann.

Viel wichtiger ist, dass man immer wieder ins Gespräch kommt und den gegenwärtigen Zustand beschreibt und bespricht. Es nutzt gar nichts, im Erstgespräch, wenn vielleicht noch gar nicht viele Krankheitszeichen da sind, das ganze Worst-Case-Spektakel abzuspulen.

Wir haben versucht. jeden Patienten und jeden Angehörigen im richtigen Moment richtig aufzuklären. Die, die es nicht hören wollten, haben das alles wieder verdrängt, andere konnten diese Informationen für sich nutzen. Fragen haben wir natürlich auch beantwortet, aber alles hat seine Zeit. Informationen und Fragen ergeben sich im Laufe der Zeit. Keiner weiß von Anfang an, was geschehen wird.

Die Frage der TE fand ich deshalb unnötig, weil niemals jemand sagen kann, dann und dann wird das und das passieren und nach drei Tagen ist alles vorbei. Geht nicht. Zum Glück!

Ich habe übrigens in mienem Katastrophendenken ganz oft "Das schafft der/die nicht" oder "Au weia, das wird fix gehen" und hatte damit Unrecht. Sollte ich demjenigen sagen: "Nach meiner Erfahrung haben Sie nicht mehr viel Zeit?" Oder sollte ich dem Patienten zutrauen, dass er seine Erfahrungen machen und damit umgehen kann? Eigentlich wissen die Betroffenen in der Regel sehr gut Bescheid. Das können sie vielleicht nicht sofort in Worte fassen, aber im Grunde merken die sofort, was Sache ist. Denen kann ich gar nichts erzählen. Das wäre in den meisten Fällen auch ziemlich überheblich. Wir können nur zusammen warten.

Gruß
Susanne

Beitrag von schwilis1 22.02.11 - 20:18 Uhr

ich glaube bis zu einem gewissen punkt sucht man nach diesen Antworten. aber dann kommt irgendwann der Augenblick, so war es bei mir, dass ich wusste was passiert, dass gerade das brodeln oder röcheln oder was auch immer was es heißt.
es war mir egal warum und wie und weshalb. in dem Moment war ich nur bei meiner mom, und hab ihr gesagt, dass es in ordnung ist wenn sie geht, dass wir sie vermissen werden und lieb haben, aber dass sie lang genug gekämpft hat (sie hatte den erstenhirntumor vor 20 jahren) und sich nun ausruhen darf.

irgendwann kommt der Punkt wo man nur noch akzeptiert und da ist. warum auch immer. der da oben wird es wissen.
obwohl.. manchmal bin ich mri da nicht so sicher.
naja egal
irgendwann spielt das warum und wie lange keine rolle mehr