Alleinerziehend - richtiger Partner?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von marlis- 21.02.11 - 22:54 Uhr

Hallo! Ich brauch mal ein paar Meinungen dazu was eine Partnerschaft überhaupt ausmacht und wie sehr man an seinen Idealen/ Wunschvorstellungen kleben sollte/ kann/ darf/ muss??

Kurze Einleitung:

Bin seit 1Jahr Alleinerziehend (5 Jahre) und habe seit ein paar Monaten

eine neue Partnerschaft. Irgendwie scheine ich aber nicht so

richtig zufrieden zu sein. Ich wünsche mir so sehr eine Partnerschaft, die

dann auch zu einer neuen Familie zusammenwächst. So richtig!

Ich will nicht alleinerziehend sein und einen Freund haben. Ich will eine

Familie mit allen Konsequenzen! Ich weiß schon dass es dafür etwas

früh ist, aber meine Prognose fällt eher pessimistisch aus.

Im Moment habe ich nämlich eine Beziehung mit einem Mann mit dem das

mit der Familie nichts zu werden scheint....

Ich bin total verunsichert. An was messe ich meine Beziehung? Muss

immer alles perfekt sein? Können nicht manche Sachen andere wieder

wett machen? Sollte nicht aber eigentlich wenigstens am Anfang alles

rund laufen, oder ist das naiv?

Ein paar Einschätzungen von Ex-Alleinerziehenden (und allen die was

dazu zu sagen haben natürlich) wären super!

Lebe ich in einer Traumwelt und will irgendwas was es sowieso nicht

mehr für mich gibt?

Beitrag von dodo0405 21.02.11 - 23:42 Uhr

Ganz ehrlich ich bin seit 4 Jahren alleinerziehend und finde nicht dass zu einer Familie zwangsläufig ein Mann dazu gehört. Zumal ich meine Tochter schützen möchte und dieser Schutz über allem steht.

Beitrag von aquene 22.02.11 - 07:55 Uhr

Huhu,

es kommt wohl immer auch darauf an, wie gut man alleine kann.
Ich bin nicht gerne ohne Partner.....ich finde ein Leben mit Partner an der Seite wesentlich lebenswerter, spannender, schöner....usw.

Was mir aber auch nicht dabei hilft....es gibt Zeiten, da denke ich mir, ich werde wohl alleine bleiben bis mein Sohn erwachsen ist.

Natürlich setzt man andere Prioritäten sobald Kinder da sind, dann misst man das auch mehr daran, ob der Partner gut mit den Kindern klarkommt, ob das Kind den Partner mag...ob er Verantwortung übernehmen kann für eine Familie....und ich glaube, genau da ist das Problem.
Es ist eine sehr grosse Verantwortung, und ich denke, bis Jemand bereit ist diese zu übernehmen (vor allem wenn er noch keine eigenen Kinder hat), das dauert schon eine Weile...bzw. ist wohl eher selten.

Ob alles perfekt sein muss.....das glaube ich jetzt nicht. Ich mag diese Perfektion nicht.
Wenn du allerdings jetzt schon Zweifel hast, musst du halt für dich gucken, wie gross und bedeutend die sind.
Kommt darauf an, was in deinen Augen nicht rund läuft, wie wichtig genau das für dich ist..usw.

Ich drück dir die Daumen....

LG

Beitrag von stormkite 22.02.11 - 07:59 Uhr

Na ja, ich bin seit 5 Jahren alleinerziehend, und habe seit 4 Jahren einen Freund. Nein, keine neue Familie. Hat mich zeitweise sehr traurig gemacht, dass das so gar nicht klappen wollte - aber inzwischen nicht mehr.

Mein Leben könnte kaum besser laufen: Meine Kids - inzwischen Teenager - sind aus dem gröbsten raus, beruflich läufts gut, ich hab einen netten Freundeskreis, und fürs Wochenende einen Mann zum kuscheln und lieb haben. Wenn er mit jeden Tag zwischen den Füßen stünde, wär ich längst ausgetickt.

Männer (zumindestens meiner) brauchen eine Menge an Aufmerksamkeit und tragen nicht zur Arbeitsentlastung bei. Ein Hobby also, das ich in vorsichtiger Dosierung genieße.

Kite

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 08:35 Uhr

Hi!

Ich denke auch dass sich der Wunsch verändert wenn mein Sohn größer wird. Dann ist das mit dem Zusammenwachsen zu einer Familie ja auch anders, weil da ein ganz anderes Bewusstsein für die Zeit vor/ nach der Trennung der Eltern da ist.

Aber jetzt zählen halt noch andere Sachen und meine Freizeitaktivitäten sind halt doch oft Kindersachen wie auf dem Spielplatz rumhängen oder zusammen im Wald spazieren gehen usw. Ich mache das gern und habe auch viele Freunde mit Kindern und wir haben auch unseren Spaß/ Austausch dabei!

Aber er scheint da nicht so reinzupassen. Ihm ist das irgendwie zu langweilig. Er ist auch nicht so super belastbar (immer mal ein paar Tage schwere Depression, aber dann ists auch wieder gut. eigentlich ist er ein heiterer sonnenschein.)

Ja und da frag ich mich - ist mir das zu wenig? Wenn ich kein Kind hätte oder es schon teenie wäre würde ich da bestimmt anders drüber denken - aber sollte ich das nicht jetzt auch schon können?

Dazu kommt noch dass ich mir eigentlich schon irgendwann mal noch ein Kind wünsche und das kann ich mir mit dem Mann nicht wirklich vorstellen.

Herzlichen Dank euch!

Beitrag von karo_austria 23.02.11 - 23:05 Uhr

Hallo!

Also - ich kann dich wirklich gut verstehen.
Auch ich stand vor 3 Jahren vor einem ähnlichen Problem.
Ich stand mitten in der Trennung und lernte einen Mann kennen, der mich einerseits beeindruckte (ich kann dir nicht mal sagen warum) auf der anderen Seite nicht mal "mein Typ" war.

Und obwohl soooo vieles gegen uns gesprochen hat, habe ich mich schlussendlich in diesen Mann verliebt (er war halt sehr hartnäckig ;-) ).
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch verheiratet und die ganze Schlammschlacht stand noch vor mir. Ich war Mutter von 3 Kindern und er hatte bis dahin noch nie eine längere Beziehung, keine Kinder und war auch nie wirklich welche gewohnt. Und schließlich wohnten wir 180 km voneinander entfernt (haben uns aber im realen Leben kennengelernt).

Wir haben für unsere Beziehung gekämpft - und es war wirklich ein Kampf.
Nicht nur, dass meine Kinder mit der Situation Scheidung an sich lange nicht klarkamen (allen voran meine Älteste) auch von seiner Familie kamen arge Reaktionen. Einerseits DAS Vorurteil "Geschiedene mit Kindern" und andererseits pflegte er damals seine an Alzheimer erkrankte Mutter und seine Geschwister hatten Angst, dass wenn er zu mir ziehen sollte, die Pflege an ihnen hängen bleiben würde.

Von allen nur erdenklichen Seiten kam also Widerstand.
Trotzdem schien es anfangs mehr als perfekt - immerhin sahen wir uns immer nur zum WE, wenn mein Mann die Kinder hatte. So richtig schön nur Liebespaar. Irgendwann lernte er zwar auch die Kinder kennen - aber den richtigen Familienalltag lernte er erst richtig kennen als ich vor 1 1/2 Jahren mit den Kindern in seine Heimatgemeinde zog bzw. vagen Einblick, wenn er mich mal länger als 3 Tage bei mir zu Hause besuchte.

Weißt du - ich denke, dass es für den außenstehenden Partner sehr schwer ist, in diese Allianz aus Mutter/Vater und den Kindern reinzufinden - eine Gemeinschaft, die schon seit Jahren besteht und die eben gerade bei Mutter und Kindern nicht nur aus Verantwortungsgefühl sondern vor allem auch durch unsere Hormone eine immerwährende Verbindung darstellt.
Sich da einfach wirklich aus ganzen Herzen zu integrieren - das braucht viel Vertrauen und Gefühl - Dinge, die man teilweise einfach erst mit der Zeit aufbauen kann - und das Ganze gilt dann auch für alle Seiten.

Was jetzt das Thema Familie angeht: ich weiß nicht - im Prinzip wohnen wir wie eine Familie zusammen - ABER ich sorge allein für meine Kinder - egal ob wirtschaftlich oder auch verantwortungsmäßig. Mein Partner unterstützt mich zwar wo er nur kann (Kinder mal beaufsichtigen, abholen und bringen, Mithilfe im Haushalt) und er leistet SEINEN finanziellen Beitrag zur Abdeckung seiner Kosten - aber er ist weder ein Stiefvater noch trägt er in irgendeiner Form die Verantwortung für die Kinder (außer in Aufsichtsdingen).

Ich muss hier auch anmerken, dass auch mein Partner an Depressionen leidet - er ist zwar medikamentös gut eingestellt - aber es gibt auch immer wieder schlechtere Tage - dann "grantelt" er halt mal rum und kann sich selbst nicht leiden - er ist halt ein alter Brummbär - so typisch "harte Schale - weicher Kern". Und er macht auch gar keinen Hehl daraus, dass er mit Kindern nicht sooooo gut kann. Er akzeptiert sie, spielt auch manchmal den Kasperl für sie und sie können auch wirklich viel von ihm haben - aber er will auch wieder seine Ruhe haben. Dann geht er halt ins Schlafzimmer fernsehen - oder wenn´s ihm zu bunt wird, fährt er in sein Elternhaus zu seinem Bruder (Mutter ist inzwischen verstorben).

Hier sind wir bei dem Punkt: wie viele Abstriche, bin ich bereit zu machen???
Mein Freund trinkt nicht, geht nicht weg - wenn dann nur mal auf einen Kaffee oder so. Also habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn er mal ein paar Stunden zu seinem Elternhaus rüberfährt und dort die Ruhe genießt. Ich verstehe das!

Ich habe herausgefunden, dass mir (34) mittlerweile andere Dinge wichtig sind, als noch vor 10 Jahren bzw. bei meinem Exmann damals.
Ich bin viel reifer geworden - genieße das was ich habe und lasse ihm soweit seinen Freiraum (den er nicht mal nutzt zB zum Fortgehen mit Freunden #klatsch). Er ist eben auch kein Jüngling mehr (45). ;-)
Das dürfte bei euch zB auch ein Punkt sein, wo ihr unter Umständen etwas auseinander driftet: er lebt das Leben eines Junggesellen und möchte noch etwas Action - du bist mittlerweile im Alltag einer Familie angekommen und kannst auch mal gemächlichere Dinge genießen.

Trotz allem habe auch ich manchmal das Bedürfnis, diese Beziehung, wie du es nennst, zu einer FAMILIE zusammenwachsen zu lassen (nochmals heiraten!?!?!?!? #schein#schwitz#freu)
Das wäre eigentlich noch das einzige, was zu einer Familie fehlen würde.


Naja - was noch nicht ist - kann ja noch werden!
Oder: Gut Ding braucht Weile!

Und deswegen:
Lass deinem Schatz und auch dir und deiner Tochter einfach Zeit - und wenn er nicht immer am Familienleben teilhaben möchte, so sei einfach ein bisschen verständnisvoll - er liebt dich und hat sich soweit auf dich und deine kleine Familie eingelassen. Er muss ja nicht sofort das ganze Programm mit euch spielen - und wer weiß - irgendwann kommt vielleicht sogar bei ihm der Wunsch nach etwas "gemeinsamen" auf...

Alles Liebe und viel Glück

Petra,
die heuer das 1. Mal gemeinsam mit Partner UND Kindern in den Urlaub fahren wird!

Beitrag von asimbonanga 22.02.11 - 09:54 Uhr

<<<Männer (zumindestens meiner) brauchen eine Menge an Aufmerksamkeit und tragen nicht zur Arbeitsentlastung bei. Ein Hobby also, das ich in vorsichtiger Dosierung genieße.
<<<

Sehr treffend formuliert.#rofl

Wenn es nicht wirklich sehr gut passt, sollte man das so handhaben.

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 08:43 Uhr

Danke schonmal!!


Mir geht es darum dass so Familiengeschichten - Dinge die mir wichtig sind - nicht wirklich klappen. Sich mit Freunden treffen (er scheint nicht wirklich zu meinen Freunden zu passen), am Sonntag mal auf den Spielplatz gehen oder im Wald spazieren gehen (er würde es gerne wollen, ist ihm aber zu langweilig oder zu kalt oder was weiß ich).

Ansonsten ist schon auch vieles super. Er versteht sich super mit meinem Sohn, macht viel Quatsch mit ihm, aber er ist einer von der Sorte wo das wohl nur klappt wenn er auch die Lust und die Energie dazu hat (soviel zum Thema Verantwortung)

Er bietet mir auch Unterstützung an, abends auf ihn aufzupassen damit ich ausgehen kann und reden können wir auch sehr gut.
Er sagt er kann halt nicht immer alles geben. Ist auch Lebenslauf und Karankheitsbedingt (immer mal ein paar Tage schwere Depression, ansonsten aber die Lebenslust und der Optimismus in Person! Sehr angenehmer, lustiger Zeitgenosse)

Also in der Zusammenfassung, was mit Angst macht sind: seine Belastbarkeit, Verantwortung und Zukunft (hätte schon gern irgendwann nochmal ein Kind und kann glaube mit der Beziehung hänge ich alleine dran...)

Aber sind solche Träume das Maß an der Beziehung?

Beitrag von lichtchen67 22.02.11 - 08:47 Uhr

Schwierige Fragen, die Du Dir da stellst.... Ich erzähle mal von mir.. ich war 17 Jahre verheiratet, Familienleben, 1 Kind. Dann war ich fünf Jahre Single, Alleinerziehend allerdings mit einem schon älteren teenie.

Nun habe ich seit fast 3 Jahren eine neue Beziehung... kein Familienleben mehr in dem Sinne und da sind wir sehr froh drüber, beide. wir haben unsere eigenen wohnungen und wollen auch nicht zusammen ziehen. Mein Partner hat zwei Kinder, die sind alles zwei Wochen bei uns, ansonsten sind wir nur für uns zuständig und genießen das auch so wie es ist. Familie und "Brutaufzucht" war gestern, war mit meinem Ex-Mann, das hier ist nun ein anderer Abschnitt meines Lebens.

Deine Beziehung misst Du am Besten am Grad Deiner Zufriedenheit, deines Glücklichseins. Eine Beziehung haben nur um eine Beziehung zu haben und nicht allein zu sein sollte kein Grund sein, mit einem Mann zusammen zu sein. Es muss in meinen Augen nicht alles perfekt sein, aber doch vieles.... und ja, am Anfang sollte es rund laufen, Probleme kommen nämlich später von ganz alleine. Grad in den ersten Monaten sollte man wirklich nicht schon zweifeln......

Du schreibst aber sehr theoretisch, keine Ahnung wie Dein Freund sich wirklich verhält. Aber nach ein paar monaten zusammensein würde ich erstmal auch sagen, gib ihm doch eine Chance da hineinzuwachsen.. zumal wenn er selber vielleicht keine Kinder hat, das ist doch dann alles neu für ihn....

Lichtchen

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 11:45 Uhr

Zufriedenheit und Glück. Das sind auch für mich immer die Worte die mir Kopf herumtanzen. Und noch Zuversicht.

Wenn ich zufrieden und glücklich wäre würde ich denke ich nicht zweifeln.

Ich weiß schon dass es erst eine kurze Zeit ist (bzgl. Chance geben, ihm Zeit lassen). Aber es gibt halt so Bedingungen die mir auch mit der Zeit unveränderbar scheinen. Wie eben die mangelnde psychische Belastbarkeit, die eine Unzuverlässigkeit mit sich bringt. Da sind sehr tief sitzende Probleme am Start die sich so mit den Jahren aufgebaut haben (ich 33, er 43)!

Das ist ja mein Dilemma. Der Mann wäre so super wenn meine Lebenssituation und meine Ansprüche an mein Leben und mein Kind anders wären. Wenn man nicht so große Erwartungen an den Partner stellen will und muss, sondern jeder sein Leben lebt und man sich einfach nur gegenseitig bereichert! Aber so kann ich das mit Kind nicht sehen.

Er ist witzig, interessiert, offen, lässt mir alle Freiheiten, ist große emtotionale Unterstützung, ist unkompliziert in seinen Ansichten und und und

Beitrag von asimbonanga 22.02.11 - 13:15 Uhr

Hallo,
seine Stimmungsschwankungen und seine mangelnde Belastbarkeit, vielleicht auch seine Rückzüge ( er will nicht gerne raus gehen ) bringen dich zum nachdenken.
Auch hier würde ich sagen, es ist zu früh für grundsätzliche Entscheidungen.
Beobachte wie sich das auf dich auswirkt, ob es dich z.B. auf Dauer runter zieht.
Generell solltest du dir die Frage nach deiner Belastbarkeit und Stärke stellen.
Ich war auch einige Jahre alleinerziehend und hatte grundsätzlich den Anspruch: mit Mann muss es mir besser gehen als ohne, sonst bleibe ich alleine ( bzw. habe lieber ein Verhältnis )
Und ja anfangs sollte es schon grundsätzlich sehr gut laufen, bevor man über eine Familienplanung nachdenkt.

L.G.

Beitrag von super_mama 22.02.11 - 14:10 Uhr

Hallo,

ich möchte und muss Dodo da gleich vorab Recht geben: "... finde nicht dass zu einer Familie zwangsläufig ein Mann dazu gehört" !

Für mich war das plötzlich Alleinerziehend sein damals erst ein Schock und dann eine Bereicherung an der mein Sohn un dich nicht nur gewachsen, sondern auch zusammengewachsen sind. Wir waren zwar immer ein gutes Gespann ;-), aber seitdem sind der Kleine und ich ein eingeschworenes Team #verliebt

Ich habe damals sehr schnell bemerkt das ich zwar eine Familie möchte für den Kleinen und mich, diese aber nicht zwangsläufig traditionell sein muss, sprich; zur Familie gehört nicht umbedingt ein Vater/Mann in meinem Leben.

Als ich wieder bereit war für etwas neues (sehr schnell um ehrlich zu sein), haben er (mein Freund) und ich erst einmal geschaut wie es mit uns klappen kann, ob überhaupt (!). Dann durfte er meinen Kleinen kennenlernen und erst nach Monaten, als ich merkte JA er ist da, er mag dableiben, es läuft gut, wuchsen wir nicht nur als Partner fester zusammen, sondern fingen auch an als Familie zusammen zu wachsen, aber sowas braucht Zeit und es ist MIST eine Familie aus etwas machen zu wollen wo eine Partnerschaft noch nicht einmal wirklich da ist !

Lass dir Zeit, finde zu dir, zu deiner Tochter und finde heraus was DU von einem Mann erwartest und dann geh es ruhig an. Kommst du einem Mann direkt mit "ich will eine Familie mit dir sein" wirst du kaum einen finden der es dann ernst meint. Entweder verjagst du ihn damit direkt oder er spielt mit um von dir zu bekommen was er will und haut dann ab ... dann hast nicht nur du ein gebrochenes Herz, sondern vorallem und viel schlimmer auch dein Kind !

Also, schiess den Kerl in den Wind wenn es schon anfangs mies für euch 2 läuft, schnapp dir deine Tochter, fahr ins Hallenbad und macht euch eine schöne Zeit bis DER MANN kommt, der es würdig ist das ihr ihn in eure Familie aufnehmt !!!

Beitrag von ascholze 23.02.11 - 14:49 Uhr

Also ich lebe seit Jahren in einer Partnerschaft, die so gut funktioniert, dass ich es mir ohne Mann nicht mehr vorstellen kann. Deswegen kann ich Deine Wuensche gut verstehen. Nun muss diese sicherlich nicht perfekt sein, aber schon als Nichtmutter sagte mal einer, dass wenn eine Beziehung mehr als 50% Mist ist, so sollte man es lassen. Die Latte haengt mit Kind sicherlich noch hoeher.

Auf der anderen Seite denke ich auch, dass man es von einem Mann oder auch von einer Frau nicht erwarten kann, von Anfang an sich als Teil einer Familie zu fuehlen, erst recht, wenn er bzw. sie selbst keine Kinder hat. Ich selbst war frueher totaler Kinderfeind, ich haette wahrscheinlich ewig gebraucht, um in diese Rolle reinzuwachsen. Dein Schatz hat immerhin Spass daran, sich mit Deinem Kind zu beschaeftigen, da gibt es doch immerhin schon Hoffnung. Sicherlich gibt es bei ihm auch die Unsicherheit, dass wenn er sich fruehzeitig schon ins Familienleben und damit in die Verantwortung einspannen laesst, dass er dadrin dann gefangen ist. Nach ein paar Monaten weiss man doch oftmals noch gar nicht sicher, ob die Beziehung von Dauer sein wird, und dann soll man gleich ne Entscheidung bzgl. Familienleben treffen? Schwierig.

Gib ihm noch ein paar Monate Zeit, dann wirst Du sehen, wo der Karren hinfaehrt. Ich meine aber, dass nach einem Jahr die Wuerfel gefallen sein sollten - dann aber auch mit allen Konsequenzen.

Beitrag von claudichma 23.02.11 - 15:35 Uhr

Statistisch gesehen ist die Quote der Kinder, die an Kindesmisshandlung durch den neuen Partner der Mutter leiden oder gar sterben, erschreckend hoch! Wenn ein Kind verletzt wird oder vermisst gemeldet, und die polizei erfährt, dass der Partner der Mutter nicht der Kindsvater ist, sind sie sofort in höchster Alarmbereitschaft.

Nun, warum ist das so? Das ist so, weil viele Männer generell schon "keinen Nerv" auf und keine Geduld für Kinder haben, und wenn sie dann auch noch ihren Alltag mit Kindern verbringen müssen, die nicht ihre Eigenen sind (zu denen sie dann eben auch nicht in dieser bedingungslosen Liebe verbunden sind, die man als leibliche Eltern nun mal fürs eigene Kind empfindet), kann es in angespannten Situationen schneller eskalieren, dass der Partner dann eben viel schneller genervt ist oder ausrastet als man selbst.

Warum sage ich dir das? Ich sage dir das, weil du selbst Zweifel hast, ob dein Partner auch familientauglich ist, und da ich der Meinung bin, dass man solche Probleme ernst nehmen und nicht schön reden darf. Du wirst mit einem Partner, der auf gut deutsch keinen Bock auf dein Kind hat, über kurz oder lang nicht glücklich werden und auch keine Familie gründen können. Das Kind wird immer als Störfaktor aus seiner Sicht dazwischen stehen.

Ganz ehrlich: Von so einem Mann würde ich mich trennen, und zwar schnell, bevor ich noch zu viele Gefühle an ihn verschwende. Meine Kinder sind mir das wichtigste und höchste Gut auf dieser Welt, und wenn ich nicht den Richtigen dafür finden würde, wären sie mir einfach viel zu wertvoll, da irgendwelche halbgaren Kompromisse einzugehen, womöglich noch auf ihre Kosten.

Aber ich bin halt auch ein Typ, ich brauche keinen Mann zum Glücklichsein, denke sogar manchmal, ohne wäre so manches einfacher. ;-) Solange die Kinder klein sind und einen noch so brauchen, würde ich nichts erzwingen, und wenn sie mal älter sind und eigene Wege gehen, man selbst dadurch freier ist, ist man doch immer noch jung genug, sich um die Zweisamkeit zu kümmern.

LG
Claudia