Alleinerziehend - richtiger Partner?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von marlis- 21.02.11 - 22:55 Uhr

Hallo! Ich brauch mal ein paar Meinungen dazu was eine Partnerschaft überhaupt ausmacht und wie sehr man an seinen Idealen/ Wunschvorstellungen kleben sollte/ kann/ darf/ muss??


Bin seit 1Jahr Alleinerziehend (5 Jahre) und habe seit ein paar Monaten

eine neue Partnerschaft. Irgendwie scheine ich aber nicht so

richtig zufrieden zu sein. Ich wünsche mir so sehr eine Partnerschaft, die

dann auch zu einer neuen Familie zusammenwächst. So richtig!

Ich will nicht alleinerziehend sein und einen Freund haben. Ich will eine

Familie mit allen Konsequenzen! Ich weiß schon dass es dafür etwas

früh ist, aber meine Prognose fällt eher pessimistisch aus.

Im Moment habe ich nämlich eine Beziehung mit einem Mann mit dem das

mit der Familie nichts zu werden scheint....

Ich bin total verunsichert. An was messe ich meine Beziehung? Muss

immer alles perfekt sein? Können nicht manche Sachen andere wieder

wett machen? Sollte nicht aber eigentlich wenigstens am Anfang alles

rund laufen, oder ist das naiv?

Ein paar Einschätzungen von Ex-Alleinerziehenden (und allen die was

dazu zu sagen haben natürlich) wären super!

Lebe ich in einer Traumwelt und will irgendwas was es sowieso nicht

mehr für mich gibt?

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 23:48 Uhr

Konkret helfen kann ich nicht.

Ich weiß nur, wenn Männer die gleich hohen Anforderungen an ihre Partnerin stellen würden wie umgekehrt wäre die Menschheit nur einen winzigen Bruchteil so groß wie jetzt.

Der Mann muss mind. die gleiche soziale Stellung haben möglichst aber höher.

Er muss die Familie versorgen können, selbst wenn die Frau dies finanziell könnte.

usw. usw

Beitrag von kleinemimi 22.02.11 - 00:21 Uhr

Hallo,

bin seit vier Jahren alleinerziehend.

Eine kurze Partnerschaft hatte ich und da ich mir nicht sicher war und er auch eher wie ein drittes Kind war, habe ich das beendet.

Für mich steht Gefühl an erster Stelle, dann wie er mit den Kindern klar kommt, aber erst viel viel später und natürlich spielen auch Position und finanzielle Sicherheit eine Rolle, aber nicht bezüglich "aushalten" sondern "mir nicht auf der Tasche liegen".

Ich denke, wenn Du jetzt schon Zweifel hast, ist es nicht der Richtige.

Erst entscheide ich mit dem Herz, dann schau ich ob die Vernunft in Einklang kommt.

LG Mimi

Beitrag von blaue-rose 22.02.11 - 07:25 Uhr

Hallo Marlis,


ich denke mal eine perfekte Beziehung wird es nicht geben. Es werden immer mal wieder kleiner Probleme auftreten. Wichtig ist es das ihr es schafft dann diese Probleme zu lösen um sie nicht vor euch her zu schieben.

Aus welchen Gründen meinst du wird es mit einer Familie nichts werden?


Liebe Grüße

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 08:23 Uhr

Hallo! Danke schonmal.


Mir geht es darum dass so Familiengeschichten - Dinge die mir wichtig sind - nicht wirklich klappen. Sich mit Freunden treffen (er scheint nicht wirklich zu meinen Freunden zu passen), am Sonntag mal auf den Spielplatz gehen oder im Wald spazieren gehen (er würde es gerne wollen, ist ihm aber zu langweilig oder zu kalt oder was weiß ich).

Ansonsten ist schon auch vieles super. Er versteht sich super mit meinem Sohn, macht viel Quatsch mit ihm, aber er ist einer von der Sorte wo das wohl nur klappt wenn er auch die Lust und die Energie dazu hat (soviel zum Thema Verantwortung)

Er bietet mir auch Unterstützung an, abends auf ihn aufzupassen damit ich ausgehen kann und reden können wir auch sehr gut.
Er sagt er kann halt nicht immer alles geben. Ist auch Lebenslauf und Karankheitsbedingt (immer mal ein paar Tage schwere Depression, ansonsten aber die Lebenslust und der Optimismus in Person! Sehr angenehmer, lustiger Zeitgenosse)

Also in der Zusammenfassung, was mit Angst macht sind: seine Belastbarkeit, Verantwortung und Zukunft (hätte schon gern irgendwann nochmal ein Kind und kann glaube mit der Beziehung hänge ich alleine dran...)

Aber sind solche Träume das Maß an der Beziehung?

Beitrag von blaue-rose 22.02.11 - 08:33 Uhr

Hallo marlis,



ganz so verkehrt scheint er ja nicht zu sein und wenn er zeitweise unter Depressionen leidet kann sein Verhalten wirklich damit zusammen hängen.

Ich habe den Verdacht bekommen das er eventuell manisch depressiv sein könnte. Ich möchte hier aber keine Diagnose stellen da es mir nicht zu steht.

Hast du dich denn mit ihm schon einmal über deine Sorgen unterhalten? Vielleicht erkennt er die Probleme aus seiner Sicht nicht.

Ist er wegen der Depressionen in Behandlung?


Liebe Grüße

Beitrag von xxtanja18xx 22.02.11 - 08:23 Uhr

Was mein Wunsch war:

Mein Partner MUSS zu mir und meinen Kindern stehen...mit allem drum und dran...Er soll kein Vater ersatz sein...Aber mit dazu gehören.
Es darf kein Ich und Du geben sondern nur ein wir....

Was ich bekommen habe:

Einen Partner, der sich Liebevoll um die Kinder kümmert, der Die Jungs auch zum Training, Logo oder sonst wo hin fährt.
Er bringt die Kinder auch oft ins Bett, Kocht hilft im Haushalt.
Für Ihn sind wir eine Familie mit allem drum und dran.
Er ist ein Vater für die Kinder, erzieht mit.Für Ihn ist es ganz selbstverständlich
Er macht sich Gedanken für die Kindergebrutstage und nimmt sich da Urlaub.
Bei Ihm stehen die Kids genauso weit oben, wie bei mir.

Jetzt gibt es bald ein Geschwisterchen, weil er alles nochmal von anfang an erleben möchte :-)

Ich bin Ihm dafür sehr dankbar!!!

Lg und viel Glück

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 08:41 Uhr

Schön zu hören! Dann gibt's ja doch noch hoffnung! Bin ganz neidisch ;-)

Aber genau so wie du es erzählst, so wünsch ich es mir - ich frag mich aber ob das realistisch ist und ob ich nicht lieber zufrieden sein soll mit dem was ich hab?

Beitrag von xxtanja18xx 22.02.11 - 10:36 Uhr

Hmm...Vielleicht braucht dein Partner noch ein wenig Zeit?

Bei uns brauchte es auch ein paar Wochen, bis die Jungs richtig verstanden haben, das Er auch was zu sagen hat....und dann ging es von allein...

Bei uns ist und war der Vorteil, das die Jungs Ihn schon ein paar Jahre kannten bevor wir zusammen kamen...

Vielleicht wartest du einfach noch ein wenig ab und guckst wie sich das alles entwickelt.
Wenn es bei uns Heute noch so wäre, wie bei dir jetzt, wäre ich sehr unzufrieden und würde die Beziehung wohl beenden...Aber das ist nunmal einfacher gesagt, wenn man nicht in dieser Lage ist.

Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen, das du das bekommst, was du Dir wünscht :-)

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 08:38 Uhr

Hallo! Danke schonmal.


Mir geht es darum dass so Familiengeschichten - Dinge die mir wichtig sind - nicht wirklich klappen. Sich mit Freunden treffen (er scheint nicht wirklich zu meinen Freunden zu passen), am Sonntag mal auf den Spielplatz gehen oder im Wald spazieren gehen (er würde es gerne wollen, ist ihm aber zu langweilig oder zu kalt oder was weiß ich).

Ansonsten ist schon auch vieles super. Er versteht sich super mit meinem Sohn, macht viel Quatsch mit ihm, aber er ist einer von der Sorte wo das wohl nur klappt wenn er auch die Lust und die Energie dazu hat (soviel zum Thema Verantwortung)

Er bietet mir auch Unterstützung an, abends auf ihn aufzupassen damit ich ausgehen kann und reden können wir auch sehr gut.
Er sagt er kann halt nicht immer alles geben. Ist auch Lebenslauf und Karankheitsbedingt (immer mal ein paar Tage schwere Depression, ansonsten aber die Lebenslust und der Optimismus in Person! Sehr angenehmer, lustiger Zeitgenosse)

Also in der Zusammenfassung, was mit Angst macht sind: seine Belastbarkeit, Verantwortung und Zukunft (hätte schon gern irgendwann nochmal ein Kind und kann glaube mit der Beziehung hänge ich alleine dran...)

Aber sind solche Träume das Maß an der Beziehung?

Beitrag von flesh 22.02.11 - 10:33 Uhr

Woran scheinst du denn zu erkennen, dass das nichts wird?

Mit dem KV war ich 4 Jahre zusammen und war mir zum Zeitpunkt der Zeugung sicher, dass das ewig hält. Hat es nicht. ;-)

Vor einiger Zeit habe ich jemanden kennengelernt. Im Internet, 600km weit weg von hier, noch weiter weg stationiert. Jemand der jedes Wochenende Party macht und das Geld mit vollen Händen für SchnickSchnack rauswirft, vor seinem 35 Geburtstag keine Kinder will usw...

Als wir uns kennenlernten hab ich mich verliebt, er sich offensichtlich auch. ;-) Er hat nach ein paar Monaten eine Versetzung hierher beantragt. Inzwischen haben wir noch ein gemeinsames Kind. Meinen Großen behandelt er wie ein eigenes und wird von ihm Papa genannt. Wir sind eine stinknormale Familie.

Als ich ihn kennenlernte hab ich nicht die Vernunft entscheiden lassen. Ich dachte mir, dass ich über die Zukunft nun ja auch nicht besser bescheid wüsste als damals beim KV mit dem ich lange zusammen war.

Wenn du ihn liebst, lass es laufen. ...sag ich. :-)


Grüße, Tanja

Beitrag von marlis- 22.02.11 - 11:33 Uhr

mmh. klar so kann es auch laufen wär ja auch schön!!
ich habe einfach Angst davor immer Rücksicht nehmen zu müssen (bin leider auch bisschen der Typ der das kann) und habe eben große Angst vor der geringen psychischen Belastbarkeit. da sind schon ganz schön tiefsitzende probleme die sich über das Leben hinweg manifestiert haben (er ist 43, ich 33).

bin halt ein gebranntes Kind was das angeht. der KV hatte ähnliche Probleme, allerdings lief da weitaus weniger an Kommunikation und Aktivitäten etc. Darüber kann ich nicht klagen!

Aber Verlässlichkeit ist was anderes, wenn von jetzt auf nachher ne depressive Phase kommt und nix mehr mit ihm anzufangen ist. Das zieht mich auch runter!

Schwierig, schwierig! Und er macht sich ja selber auch noch Vorwürfe.

Beitrag von urbia-Team 22.02.11 - 12:29 Uhr

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