Doch noch Musikschule?

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von cornichon 22.02.11 - 00:09 Uhr

Hallo,

Muss mal etwas ausholen;-)
meine 2 Mädels sind 8 (fast9) und 11. Die Kleine spielt seit kurzem Geige, d.h. sie ist dabei, es zu lernen:-) Der Wunsch von ihr ein Instrument, und ganz speziell dieses, bestand auch schon recht lange. Muss auch dazu sagen, das früher, als ich noch keinen Vollzeitjob hatte, ich mir bzw. meinen Kindern die Musikschule nicht hätte leisten können. Die Mädels haben auch noch andere Hobbys. Die Kleine geht zweimal die Woche zum Turnen und nun noch Musikschule. Tja und die Große geht einmal die Woche zum Reiten und zweimal zum Volti. Allerdings fällt das Reiten mit 1mal Volti zusammen auf einen Tag (Samstag). Vermutlich wird das in Zukunft aber nicht so bleiben. Im dümmsten Fall hätte sie dann eben 3 verschiedene Termine pro Woche. Nun zum Problem. Die Große möchte nun auch ein Instrument lernen, am liebsten Keyboard. Erst hab ich gesagt, daß dies nicht geht, weil es sonst zu viel für sie werden könnte. Sie ist auf dem Gymnasium,5. Klasse...HA; Lernen für Tests etc. das übliche halt. Doch irgendwie fühl ich mich mies und ungerecht. Der Wunsch ein Instrument zu lernen war ja auch bei ihr in der Vergangenheit schon da, da gings eben nicht, aus den genannten Gründen. Nun könnte ich... und die Kleine geht ja nun auch zum Unterricht, und die Große soll nun wieder verzichten.
Was mach ich denn nun, bzw. wie würdet ihr entscheiden. Dagegen spräche, wie schon gesagt die 3 anderen Termine pro Woche (momentan ist es gefühlt nur einer, da die beiden anderen ja am WE sind)
Dafür spricht, das sie trotzdem gern möchte (auch wenn sie nicht quengelt und eher einsichtig ist), insgesamt ausdauernd und zielstrebig ist und mit zu den Klassenbesten gehört. Also das die Schule drunter leiden könnte, ist wohl momentan nicht zu befürchten.
Allerdings neigt sie schon dazu, sich viel zuzumuten, alles mitmachen zu wollen.
Wie würdet ihr entscheiden?
Die anderen Termine stehen nicht zur Diskussion, auf die Pferde würde sie nie verzichten.

LG
cornichon

Beitrag von 3wichtel 22.02.11 - 08:00 Uhr

Anfangen mit Musikschule!!!

So leicht wie als Kind lernt man ein Instrument nie wieder. Und selbst wenn sie es dann irgendwann doch zu viel findet: Ein Jahr könnt ihr locker schaffen, vor allem, wenn die Termine noch nicht geändert sind. Und nach einem Jahr hat sie mindestens schon mal die Grundlagen, kann Noten lesen, etc.

Und vielleicht gefällt ihr die Musik ja auch so gut, dass sie freiwillig das Reiten auf 1x pro Woche reduziert?

Gerade, da die anderen Termine ja alle "nur" mit Pferden zu tun haben, fände ich das total toll, wenn sie jetzt mal ihre Interessen erweitert und mal "was ganz anderes" macht.

Wirkt sonst doch recht einseitig.

Beitrag von h-m 22.02.11 - 08:25 Uhr

Also ich fände es zu viel. Denn sicher will sie sich ja auch mal "einfach so" mit Freundinnen treffen etc. Wann entscheidet sich denn, ob die anderen Termine verlegt werden? Ich würde mit der Entscheidung wenigstens so lange noch warten, bis man da sicher sein könnte.

Beitrag von leiahenny 22.02.11 - 08:33 Uhr

Natürlich anfangen - wenn Kinder etwas lernen wollen, sollte man ihnen die Chance eröffnen. Den Termin streichen kann man immer noch, ein Musikinstrument begleitet einen vielleicht ein Leben lang. Außerdem solange sich das Kind nicht überfordert fühlt, wo ist das Problem. Meistens sind es die Eltern die ihren Kindern einfach nichts zutrauen und nicht verstehen auch lernen kann spielen sein, wenn Kinder es wollen.

Beitrag von tinamaria32 22.02.11 - 10:59 Uhr

hallo,
meine Tochter wird jetzt 11 Jahre und geht auch in die 5. Klasse Gym.
Sie hatte auch schon immer Lust Klavier zu spielen.

Bevor wir uns eins anschaffen, haben wir ihr zu Ostern 2010 ein gebrauchtes Keyboard gekauft. Und hat daheim gespielt für sich, ohne Lehrer.
Auch war es uns wichtig das Sie den Sprung auf eine weiterführende Schule schafft, bevor sie mit dem Klavier anfängt.

Wir dachten uns auch damals, sie hat 2 mal die Woche Leichtathletik ,und dann das Gym mit den IFA Stunden ab September,ob das mit der Musikschule nicht zuviel ist.

Erst hatten wir uns erstmal angeschaut , wie es auf dem Gym klappt und siehe da , läuft gut, also haben wir sie seit Dezember 2010 in der Musikschule angemeldet und es klappt super .

Sie kommt zwar erst um 14Uhr nach Hause ,isst , macht ihre Hausaufgaben + vorbereiten auf den nächsten Tag . Dann 2 mal die Woche ihr Leichtathletik, dann 1 mal die IFA Std. aber es geht.


Ich würde deine Tochter an der Musikschule anmelden, es sind ja nur 1 Std ,nehme ich an die Sie dort ist.
Und das üben zu Hause je 15 min am Tag.

lg Tina-Maria

Beitrag von oper 22.02.11 - 13:24 Uhr

Natürlich anfangen!
Es gibt genügend Studien darüber, dass Musikinterricht bzw Instrumentalunterricht die Schulleistungen eher verbessert als verschlechtert.
Ich habe früher Ballett, Klavier und Gesang/Chor gemacht und war auf dem Gymnasium, kein Problem. Und wenn sie es auch noch will ist es doch toll!
LG,Natali

Beitrag von ballroomy 22.02.11 - 16:59 Uhr

Ich würde ihr den Wunsch erfüllen!
Ein Instrument lernen ist so toll. Wenn sie nicht alles schafft wird sie das schon merken. Dann kann sie immer noch mit einem Hobby wieder aufhören.