Reizüberflutung durch viele Kinder in der KITA??? brauche Rat

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von monroe25 22.02.11 - 08:47 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

hatte schon in der Vergangenheit geschrieben das uns die KITA angesprochen hatte das unser Sohn ( 2 Jahre) sehr aufgedreht ist und wir ihn mal vorstellen sollen.

Da er ein KISS-Kind war, haben wir ihn jetzt nochmal in Köln untersuchen lassen, waren beim Ohrenarzt und zur Kontrolle beim Augenarzt (er trägt eine Brille). Alles war aber super und die Ärzte meinten, er wäre ein kräftiges, aufgewecktes Kerlchen. Wir sollten uns keine Gedanken machen. Ich sehe das im Grunde genommen genauso, er ist hbalt aktiv und bewegt sich gern, hat aber genauso seine Ruhephasen in denen er malt, bücher anschaut usw. Also nichts unnormales.

Er ist für sein Alter sehr gross (1 m) und hat grosse Füsse (Größe 29). die Ärzte meinten auch das die großen Kinder halt schon mal "tollpatschiger" erscheinen weil sie Ihre Größe anders ausbalancieren als kleine Kinder und auch halt schon mal über die grossen Füsse stolpern. Aber das sei völlig normal.

Hatten dann auch nochmal mit der KITA gesprochen und die sagten uns dass ihnen aufgefallen sei, das unser Sohn unruhiger wird je mehr Kinder im Raum sind. Als ob das wie ne Reizüberlfutung sei, die er nicht verpackt bekommt.

Hat jemand mit sowas Erfahrungen bzw. hatte so etwas bei seinem Kind?

Ich bin so unsicher, für mich ist er ein ganz normales Kerlchen, das bestätigten uns ja auch die Ärzte. Aber ich mache mir Gedanken das die KITA vielleicht doch recht hat und wir da die Kontrolle verpassen oder er es schwerer hat.

Liebe Grüße und DANKE
Julia

Beitrag von mimibite 22.02.11 - 09:18 Uhr

Hallo Julia,

jedes Kind ist anders und aus der Ferne kann man da schwer etwas beurteilen. Wenn Du eine adäquate Antwort willst, dann lass Dir vom Kinderarzt eine Überweisung ins SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) geben. Da arbeiten Kinderärzte, die sich psychologisch und neurologisch bestens auskennen und Dir sagen können, ob mit Deinem Kind alles in Ordnung ist. Meistens haben die im Kindergarten keine Ahnung und wollen "schwierige Kinder" von der Backe haben - lass Dich also nicht verrückt machen!

Alles Gute!
Mimi

Beitrag von twins 22.02.11 - 09:58 Uhr

Hi,
vielleicht solltest Du jetzt mal in den Faschingsferien drauf achten, wenn viele Kinder zu Hause bleiben und die Gruppe ist kleiner, ob er sich dann anders verhält. Das ist vielleicht eine Möglichkeit abzuklären, ob er eher ein Kind für kleinere Gruppen ist.

Aber wie schon die Vorrednerin geschrieben hat, manche Kigas wollen Kinder nach Schema F und alles anderes bedeutet Unruhe und Arbeit.

Unsere Sohn haben sie mal mit 1,5 jahren vorgehalten, das er Verhaltensauffällig sei, weil er seiner Zwillingsschwester in der Krippe immer die Spielsachen weggenommen hat.....#rofl...er ist aber ganz normal eher eine ruhigere Ausgabe von einem Jungen...

Grüße
Lisa

SPZ wäre ich vorsichtig, wenn wirklich nichts anliegt, die prüfen Dein Kind auch über Jahre, nur um irgendeine Diagnose zu stellen - fand ich damals als super unmöglich. Wir sind dann auf die Frühförderstelle Aufmerksam gemacht worden und da wurden unsere Kinder auch geprüft und zwar im Sinne des "Kindswohl" und nicht der Krankenhaus-Bilanz!

Beitrag von buzzelmaus 22.02.11 - 10:40 Uhr

Hallo Julia,

ich denke nicht, dass Euer Sohn ein 'auffälliges' Kind ist. Manche Erzieherin hätte in meinen augen doch einen anderen Beruf wählen sollen.

Was ich mir allerdings gut vorstellen kann ist, dass Dein kleiner großer Mann mit vielen kindern überfordert ist. da ist jedes kind einfach anders, aber generell läßt sich schon sagen, dass es für die kleinen sehr anstrengend ist, sich einen platz in einer großen Gruppe zu erobern. Das muss fast täglich neu ausgefochten werden udn wird erst mit der Zeit besser.

Ich wollte Emily deshalb als Kleinkind unbedingt zu einer Tagesmutter geben, wo max. nur 4 andere Kinder zusammen mit Emily betreut werden. So wollte ich ihr die Möglichkeit geben, von Mamas Einzelbetreuung zu einer kleinen Gruppenbetreuung zu wechseln. Dennoch hat sie sich im Kindergarten anfangs doch etwas schwer getan. Es hat 1 Jahr gedauert, bis sie ihren Platz gefunden hatte. und jetzt gehört sie schon zu den großen und wird nächstes Jahr mit 7 Jahren eingeschult. Sie kann also jetzt im Kindergarten noch jede Menge Erfahrungen als GROßE sammeln. Denn jetzt hat sie ihren Platz gefunden.

Ich weiß nicht, ob für Euch ein wechseln zu einer Tagesmutter noch Sinn macht. Aber beim Anschauen verschiedener Krippen in unserem Ort ist mir immer der große Lärm, das Gewusel und die - schon irgendwie normale - Hektik aufgefallen. Es herrscht einfach immer Trubel in einem Kindergarten - da müssen sich Kinder erst dran gewöhnen.

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona *05.08.05