Hilfe bekommen aber wo?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von gruendel99 22.02.11 - 09:04 Uhr

Hallo,

ich habe mir bei euch schon ein wenig Rat und Zuspruch geholt und hoffe, ihr könnt mir hierzu auch weiterhelfen.

Meine 16jährige Tochter ist seit dem Schulwechsel wirklich verändert. Leider ins Negative, das eine baut das andere auf und durch ihren Abfall in der Schule ist sie unzufrieden, isst mehr, erhält keinen Zuspruch mehr, wird ungnädig, etc. ich hatte dazu schon mal hier gepostet.
Nun habe ich weiter geforscht. Das Verhältnis Papa - Tochter ist sehr stark gestört, er tolleriert die Pubertät nicht, fordert viel von ihr und ist auch ganz schön verletzend in seinen Äußerungen ihr gegenüber. Er sieht sich eher als gestressten Puber-Vater und ich habe festgestellt, dass ich - seit dem ich nun versuche die Ursachen für ihr Verhalten zu finden - glaube dort erst einmal beginnen zu müssen. Der stolze Papa ist nun ganz schön streng.
Weiß jemand wo man vielleicht Hilfe von Außen bekommt? Was muss man tun oder wohin wendet man sich? Ich denke man sollte nicht gleich zu einem Psychologen rennen, aber ich schaffe den Spargat zwischen beiden nicht mehr, es besteht immer ein brodelnder Vulkan kurz vor dem Ausbruch, weil sich jeder unvertanden fühlt.
Ich möchte es gerne von dritter Seite besrochen haben, so etwas wie eine Familiensitzung oder Therapie. Hat jemand damit Erfahrung?

Ich hoffe es ist nicht zu lang und unverständlich geschrieben.
Zuerst dachte ich sie wird rebellisch aber nun denke ich, wenn es so weitergeht, wird sie uns entgleiten und aus dem Haus getrieben, was ich gar nicht will und mein Mann sieht es so nicht und braucht denke ich Zuspruch von Außen.

Vielen Dank.
LG Bea

Beitrag von asimbonanga 22.02.11 - 10:32 Uhr

Hallo

<<<Das Verhältnis Papa - Tochter ist sehr stark gestört, er tolleriert die Pubertät nicht, fordert viel von ihr und ist auch ganz schön verletzend in seinen Äußerungen ihr gegenüber. Er sieht sich eher als gestressten Puber-Vater und ich habe festgestellt, dass ich - seit dem ich nun versuche<<<

Ich würde mit Tochter und Mann zu einer Familienberatungsstelle gehen.

L.G.

Beitrag von gruendel99 24.02.11 - 14:19 Uhr

Hallo,
ich habe im Netz etwas recherchiert und habe heute jemanden vom für uns zuständigen Jugendamt gesprochen. Die Dame war sehr nett und meinte auch, hier wäre wohl eine Familienberatung ratsam. Wir haben zu dritt einen Termin bei ihr und werden sehen wie es läuft.
Im Moment ist Funkstille aber das ist ja keine Dauerlösung. Mein Mann meint, wenn es so ist, dann muss er es auch aussprechen, das ist aber m.E. viel zu hart und ihre Reaktion darauf, Frustfuttern, wegbleiben etc. hilft uns auch nicht weiter. Wir werden das jetzt angehen.

LG

Beitrag von asimbonanga 24.02.11 - 15:35 Uhr

Schön.
Das hilft bestimmt auch die Sichtweise des gestressten Pubi-Vaters etwas zu hinterfragen.Fachliche Meinungen bewirken oft eine positive Änderung.

L.G.

Beitrag von viv66 22.02.11 - 20:07 Uhr

Hallo,
vielleicht kann man dir hier helfen?
http://www.diakonie-potsdam.de/701/Jugend_%C2%BB/Familienberatung.html
lg viv

Beitrag von doremi05 03.03.11 - 21:30 Uhr

Ich habe diese Woche den guten Rat bekommen, jeden Abend aufzuschreiben "was war heute gut". Seit ich das mache faellt mir viel mehr auf, und das unserer Kinder, um das ich mir z.Zt. Sorgen mache, war heute so fröhlich, ich hatte fast das Gefuehl es merkt, dass sich mein Blick gewandelt hat.
Das ist auf jeden Fall etwas leicht umzusetzendes, konkretes und wirksames, dass du und dein Mann tun könntet.
LG doremi