Ich habe Angst um mein Kind

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von 123angst123 22.02.11 - 09:26 Uhr

Hallo

Ich weiss das dieser Beitrag nicht hier her gehört aber ich möchte gerne anonym bleiben.

Ich bin alleinerziehend ,mein Sohn ist 10 Jahre alt, er hat keinen Kontakt zu seinem Vater noch hat er eine männliche Bezugsperson ,ausser sein Opa aber er wohnt weiter weg.

Es geht darum das er in der Schule als gehauen wird und geärgert wird. Gestern hat ihn eine Junge gestumpt ,das er hingeflogen ist sein Knie und die Hose ist kaputt.Bin denEltern kann man nicht reden das sie nicht so deutsch können und dieser Junge sowiso das liebste Kind ist auf Erden.

Mein Sohn hat auch kaum Freunde, er ist immer so lieb zu den anderen.Leider ist er zu gutmütig.Ich habe ihm erklärt das er sich nicht alles gefallen lassen soll. Naja es fällt ihm schwer.

Er hat kaum Selbstbewusstsein, er möchte auch nicht in ein Verein.

Ich weiss nicht was ich machen soll, ihm fehlt auch ein Mann imHaus.

Wie soll man ein Kind erziehen ohne Vater, mir tut das alles so weh,ich möchte nur das beste für mein Kind.

Wie kann ichmein Sohn stärken,klar bin ich für ihn da.Das gute ist das er trotzdem ein fröhliches Kind ist.

Umso älter er wird und mehr Angst habe ich um ihn.

Verzweifelte Grüsse

Beitrag von asimbonanga 22.02.11 - 09:42 Uhr

Hallo,
ich kann sehr gut verstehen, das du dir große Sorgen machst um deinen Sohn.
Auch wenn er von sich aus nicht auf die Idee kommt, solltest du ihm dringend Kontakte verschaffen.Wie wäre es mit Selbstverteidigung, Judo o.ä.-das stärkt sein Selbstbewußtsein und er ist mit Gleichaltrigen zusammen.Es ist fast schon egal in welchem Verein du ihn anmeldest, das kann auch Tischtennis o.ä. sein.Hauptsache er bekommt irgendwo eine Anbindung.
Ich würde außerdem das Gespräch mit dem Lehrer suchen, er kann die Situation entschärfen, damit dein Sohn nicht in der Opferrolle bleibt.
Ermuntere ihn, das er Freunde einlädt und sich mit ihnen trifft.Es gilt zu verhindern, das er sich weiter zurück zieht.

L.G.

Beitrag von medina26 22.02.11 - 09:42 Uhr

Hallo,

das ist natürlich eine schwierige Situation. Warum möchte er denn nicht in einen Verein? Dort könnte er sein selbstbewusstsein stärken, lernen sich zu wehren und Freunde finden.

Frag ihn doch ob er nicht einfach mal in einer Probestunde zuschauen und eventuell mitmachen will? Ich denke er ist zu schüchtern und traut sich nicht. Dieses Angstgefühl wird ihm aber schnell vom Trainer genommen.

Oder du ladest einfach ein Kind aus eurer Umgebung mit der Mutter zu euch ein und er kann mit dem Kind in seinem Zimmer spielen!?

Beitrag von ephyriel 22.02.11 - 10:46 Uhr

Für´s erste könnte es vieleicht Helfen wenn du eine kleine Kinderparty machst?

Da kann er sich ein Thema aussuchen oder auch nicht und so 3-4 Kinder einladen die im symphatisch sind.

So bekommt er erst mal den Anschluss an die Kinder in seiner Klasse.

Dann würde ich ihn zu Probestunden in einen Verein bringen. Bleib da erst mal dabei und hilf ihm sich ein zu finden.
Gute wäre es auch wenn Du mit dem Trainer reden könntest um was es so geht bei deinem Sohn (Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, soziale Kontakte...).

Und red auch noch mal mit dem Klassenlehrer. Denn wenn er gemobbt wird, ist das eine extreme seelische Belastung für ihn. Ein Klassengespräch kann dem ewtl. auch entgegenwirken.

Ermutige ihn sich nicht klein zu machen. Er ist jemand! Er ist liebenswert! Er hat es verdient geachtet und gemocht zu werden...

Ewtl. hilft ihm auch eine Kindertherapie?

Alles erdenklich Liebe und Gute

Billa

Beitrag von redwoodjohaudiduu 22.02.11 - 10:51 Uhr

"Das gute ist das er trotzdem ein fröhliches Kind ist." !!!

Das ist doch ein riesengroßes Potential!

Unterstütze ihn in seinen Stärken und Fähigkeiten.

Ist er eventuell hochsensibel?

http://www.zartbesaitet.net/

Beitrag von rhenus11 22.02.11 - 14:45 Uhr

Hallo Verzweifelte,

bedauernswerte Situation, in der Dein Sohnemann da steckt und es muss eine Mutter unglaublich schmerzen, dieser tatenlos zusehen zu müssen.

Ich denke, Du darfst nicht tatenlos bleiben und zulassen, dass sein Selbstbewußtsein weiter schwindet und Deine Ängste um ihn wachsen.

Wäre es mein Sohnemann, würde ich mit ihm einen Eltern/Kind Selbstbehauptungskurs besuchen und anschließend einen gleichartigen Selbstverteidigungssport wählen.

Absicht ist es dabei nicht, dass er zum Schläger ausgebildet wird sondern, dass Du ihm zum einen, den Einstieg in einen Verein erleichterst, zum anderen stärken dergleichen Kurse ganz ungemein das Selbstbewußtsein.
Dabei würde ich ihn gar nicht groß um seine Zustimmung bitten, sondern gegefalls auch lügen, in dem ich vorgäbe, dass es in erster Linie ich (also Du) bin, der eines solches Kurses bedürfte.

Ggf. werdet ihr beide Vereinsmitglieder und Mama trainiert bei den Großen und Dein Junge in seiner Altersgruppe.
Ihr würdet beide neue Leute kennen lernen, Euch gemeinsam fit halten und vor allem würde Dein Sohn innerlich mit und an seinen Fähigkeiten wachsen.

Meine Tochter (11) macht seit fünf Jahren Wing Tsun und stellt eine echte Gefahr für alle Zeitgenossen da, die sich erdreißten sollten, die Ebene der verbalen Kommunikation verlassen zu wollen. Mein Mittlerer (5) macht seit einem Jahr Judo und kann es gar nicht erwarten, endlich sechs zu werden, um dann seiner Schwester nacheifern zu dürfen. Dabei ist er eigentlich ein eher schüchternes Kind und mein Jüngster 2 3/4 heult permanent, weil er "nur" zum Kinderturnen darf/kann.

Davon abgesehen, kann Dein Junge Schwimmen? Wenn nicht, lass ihn einen entsprechenden Kurs besuchen, auch dort lernt er neue Leute kennen und erwirbt eine Fähigkeit, die nicht nur überlebenswichtig sein kann, nein, er kann damit auch sein Ego stärken.

Wie auch immer, unternimm etwas, dass er ein fröhliches Kind bleibt und Du keine Angst mehr um ihn haben musst. Lebe ihm vor, wie er sich helfen kann.

Alles Gute Euch beiden!


rhenus