Meinung zu Situation

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von amrot 22.02.11 - 13:11 Uhr

Hallo,

eine gute Freundin von mir steckt in einer ziemlich schwierigen Situation, zu welcher ich gerne Eure Meinungen und vielleicht sogar Ratschläge einholen möchte.

Von vorne, ich versuche es kurz zu machen:
Die Mutter und der Vater des nunmehr 6Jährigen haben sich vor über 3 Jahren getrennt und da auch beide von Anfang an das Sorgerecht hatten (nicht verheiratet) haben sich beide gleichermaßen um die Betreuung gekümmert. Zeitlich genau eingeteilt und aufgeteilt. Bei beiden Elternteilen hat das Kind ein voll eingerichtetes Kinderzimmer.
Die Trennung kam auf Grund des überaus cholerischen Verhaltens des Mannes zu Stande. Dies ggü. Kind und Mutter bis hin zu leichten Handgreiflichkeiten. Psyschische Unterdrücken etc.
Der Vater zahlte der Mutter bis vor Kurzem Unterhalt, um, wie er selber sagte, das Wohl des Kindes zu sichern (Mutter studiert). Jedenfalls hat er überrraschend udn nach sehr kurzer Zeit eine neue Frau geheirtat und ist mit ihr und ihren Kindern zusammengezogen. Alles in einem Zeitraum von etwa 3 Monaten. Ab da begann er oder eine Art psychischen Druck. Sie verlangten Möbel zurück, die ehemals aufgeteilt worden waren und er strich den Kindsunterhalt, seiner Meinugn nach rechtmäßig. (Eine Sozialberaterin erklärte ihr, er müsse wohl einen gewissen beitrag zahlen, um eben das Kindswohl zu sichern). Das alles nach und nach, so dass die Mutter immer wieder in Geldnot geriet udn einfach nie zur Ruhe kam. Das Kind bekam viel davon mit, wie immer und ist mittlerweile auch sehr durch den Wind. Weint, sagt, dass es Angst hat, der Papa würde es der Mama wegnehmen, sagt es will auf jeden Fall bei der Mama bleiben und zeigt eindeutig psychische Auffälligkeiten. Schon immer auf Grund des Vaters (im Kiga gab es diverse Gespräche, da die Erzieherinnen das ganze alarmiert beobachteten) und nun um so mehr.
Unser Eindruck in den letzten Monaten war eindeutig, dass der Vater das Aufenthaltsbestimmungsrecht für sich anvisiert. Die Frage war nur, wann würde er Schritte unternehmen.
Dies beginnt nun. Per Brief teilte er ihr mit, dass er es für besser hielte, dass das Kind ab nun die meiste Zeit bei ihm und seiner neuen Familie leben würde.
Nach eingehender Beratung hat sie freundlich aber bestimmt geantwortet, dass sie es für besser hält, dass das Kind seinen Lebensmittelpunkt ab jetzt vor allem bei ihr hat. Nun gehen sie zu einem Vermittler. Allerdings sind wir uns sehr sicher, dass dies nur der Auftakt ist, der Vater vor Gericht gehen wird. Auich sie ist bereit udn will es nun zum Wohle des Kindes klären. Auch sie würde die notwendigen Schritte einleiten.
Die Mutter ist nicht bereit, das Kind quasi an den Vater zu übergeben. Auch wenn sie das wollte, wäre es ihre Pflicht bei seinem Benehmen dem Kind ggü. dies nicht zu tun. So unsere Position.
Was sind Eure Erfahrungen in ähnlichen Situation? Welche Tipps und Ratschläge habt ihr für die Mutter?
Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach vor Gericht gehen. Was kann sie vorher schon beachten etc.?

lg,

amalie

Beitrag von susanne85 22.02.11 - 13:42 Uhr

hallo

das kind zeigt erste veränderungen.. der kiga spricht sogar darauf an macht sich sorgen

der mann ist cholerisch
das kind hat angst

ganz ehrlich!
rechtsanwalt und nur noch minimierten umgang würde ich zulassen. teilen never ever..
wenn das ganze vor gericht geht befragen sie evtl. auch kita und nachbarn, wenn rauskommt das der vater so ist wie ihr erzählt, bekommt die mutter das

solange die mutter nicht eine ernsthafte gefahr darstellt, wird sie das aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen

lg

Beitrag von amrot 22.02.11 - 13:55 Uhr

Davon gehen wir eigentlich auch aus. Fakt ist, der Vater hat sich immer gekümmert und das Kind liebt ihn. Aber auch misshandelte Kinder (wobei ich soweit nicht gehen würde) lieben ihre Eltern.
Der Vater ist sehr intelligent, was die Sache natürlich nicht leichter macht.
Das Sorgerecht wird ihm mit Sciherheit nicht abgesprochen, wobei das ja gar nicht das Ziel sein wird.
Und wir glauben, dass der Vater, wenn er sich tatsächlich größere Chancen ausmalen würde auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht, dann hätte er das bereits in die Wege geleitet und nicht erst versucht es untereinander zu bereden.
Aber die Mutter wird sich auf einen harten kampf einstellen müssen, da der Vater sicher alle Register ziehen wird.
Zu ihrem Glück gibt es einige Zeugen die sein Verhalten ggü. dem Kind bezeugen können.
Danke für deine Antwort!

lg,

amalie