Verzweifelter Wunsch nach einem zweiten Kind

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von einsameinsel 22.02.11 - 14:05 Uhr

Hallo,
ich habe vor einigen Wochen schonmal einen Beitrag geschrieben.
es geht darum das ich wegen einer Hormonellen krankheit (die ich hier nicht weiter erklären möchte) nicht mehr lange Zeit habe schwanger zu werden.

Erst hieß es das dauert noch ein paar Jahre aber nach der letzten Blutuntersuchung ist herausgekommen das dieBlutwerte stetig schlechter werden:-(

Die Ärztin riet mir wenn der Kinderwunsch da ist dann würde sie mir raten jetzt schwanger zu werden weil es später vielleicht nur noch durch schwere hormonelle medikamente ginge wenn überhaupt.

Mein Mann war gegen ein zweites Kind .Wir haben eine kleine Tochter.Sie war ungeplant.Davor hatte ich nie einen Kinderwunsch umso überrollter war ich von diesem starken Gefühl nach einem zweiten kind.Doch mein Mann blockt abWir haben schon mehrmals drüber gesprochen und in unserem letzten Gespräch sind wir so verblieben das ich ihm meine ganzen Gefühle ausgeschüttet habe wir aber zu keinem gemeinsammen Nenner kamen.

Er geht gar nicht auf mein gesundheitl. Problem ein.
er hat keinen blassen Schimmer wie ich mich fühle.
Er muss doch merken das es mir schlecht geht.

Unsere Beziehung leidet extrem darunter.
Ich bin sehr enttäuscht von meinem Mann.

Ich habe in vielen Dinge zurückgesteckt.Aber in diesem Punkt will ich das einfach nicht.
Es ist ein Wunsch der aus tiefsten Herzen kommt und wenn ich daran denke das ich die chance jetzt verpasse und vielleicht bald nie wieder schwanger werden kann wird mir ganz anders.

Ich weiss nicht was ich machen soll.
Ich hab ernsthaft schon an eine Therapie gedacht das ich vielleicht über diesen Kinderwunsch hinweg komme.

Wie würdet ihr in meiner Situation handeln.

Ich würd mich sehr über liebe Antworten freuen

Lg

Beitrag von heliozoa 22.02.11 - 14:17 Uhr

Hallo,

ich kann Dich sehr gut verstehen! In einer ähnlichen Situation war ich auch schon mal. Und ich will Dir jetzt auch gar nicht sagen, was ich gemacht habe, da Du Deinen eigenen Weg finden musst.

Ich rate Dir, Dir sher bewusst darüber zu werden, wie wichtig der KiWu für Dich ist. Dazu wäre eine Therapie bestimmt hilfreich, aber wenn der Schritt eine Therapie zu machen momentan noch zu groß ist, dann kannst Du es auch selbst schaffen! Und ich denke nicht, dass Du eine Therapie brauchst um über den KiWu hinwegzukommen, sondern um herauszufinden, woher dieser starke KiWu kommt und wie wichtig er für Dich ist. Und das liegt dann auf der einen Waagschale.

Und auf der anderen Waagschale liegt das, was Du jetzt in diesem Moment hast. Hier leigt die Konsequenz, die Du ziehen musst, wenn Du weitere Kinder haben möchtest, Dein Partner jedoch nicht. Was würde eine Trennung bedeuten? Für Dich....für Euer Kind....für Deinen Mann?

Und dann musst Du Dich entscheiden, und zwar voll und ganz. Egal für was Du Dich entscheidest, Du musst dahinter stehen!!! Sonst wirst Du immer irgendwo unzufrieden sein und das wird sich auf alle Lebensbereiche auswirken.
Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass Dir die Zeit im Nacken sitzt. Vielleicht wäre es echt das beste psychologische Kurzzeithilfe zu suchen. Also nicht ne langwierige Analyse, die sich über Jahre hinzieht, eher so etwas wie Krisen Intervention.

Wie Du Dich auch entscheidest....es gibt hier kein richtig oder falsch.....es muss sich nur für Dich richtig anfühlen.

LG Eva

Beitrag von lexi-74 22.02.11 - 14:25 Uhr

Ich kann dich so gut verstehen...

Mein Mann wollte immer nur ein Kind. Ich wollte nie ein Einzelkind, da ich selbst 3 Geschwister habe, die ich nicht missen will. Meine Geschichte kannst Du in der VK nachlesen.

Trotz unseres Kompromisses (siehe VK) ist mein Kinderwunsch natürlich nach wie vor sehr stark und bei ihm nach wie vor kaum vorhanden. Er ist cool und sagt: wie´s kommt ist´s gut... Während ich gerne alle Möglichkeiten ausschöpfen würde.

Für mich bricht jeden Monat eine Welt zusammen, und er kann mich nur kaum trösten. So wie andere Paare zusammen "trauern", sich aufbauen... das fehlt mir auch total.

Aber zu Dir: Wir haben sehr viel geredet. Lange Gespräche. Recherchen im Internet, Viele Tränen meinerseits. Bis er einigermaßen verstehen konnte wie´s in mir aussieht...

Mein Vorschlag war: 1 Jahr üben

Kompromiss: 8 Monate üben