2 oder 3 Jahre KiGa?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ballroomy 22.02.11 - 14:46 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohn ist bisher noch mit mir zu Hause. Er könnte in den KiGa gehen, sobald er 3 Jahre alt ist. Einen Platz hat er bekommen, wir müssen uns diese Woche entscheiden.
Ich finde er ist noch sehr klein (ist jetzt 2,5). Ob es besser für ihn ist im Kindergarten zu sein, als zu Hause? Dort sind 20-25 Kinder in der Gruppe. Also ziemlich viel Lärm.
Hier zu Hause beschäftigt er sich viel alleine, er kann sich sehr lange konzentrieren. Ob er das bei dem Lärmpegel auch noch kann?
Ich selbst hatte immer viel Spaß im Kindergarten, aber mein Bruder hat es gehasst. Er durfte dann auch meistens zu hause bleiben.
Ich muss nicht arbeiten gehen, ich kann also frei entscheiden.

Gibt es hier Kinder, die erst mit 3,5 oder 4 Jahren in den KiGa gekommen sind? Warum habt Ihr Euch dafür entschieden?

Grüße
ballroomy

Beitrag von schullek 22.02.11 - 14:49 Uhr

hallo,

ich würde es versuchen und ihn, wenn du die möglichkeit hast, einfach nur mittagskind sein lassen. das sind dann max. 3-4h am tag, das überfordert nach der eingewöhung nicht wirklich.
und wenn er es nicht wirklich mag nach einer weile, kannst du ihn ja immer noch rausnehmen.
du bist in einer super situation. du kannst, musst aber nicht. da wäre ich auch gerne!

lg

Beitrag von sam239 22.02.11 - 15:49 Uhr

Hi,

mein erster Sohn war auch sehr sensibel und konnte sich zuhause sehr gut beschäftigen.

Deshalb habe ich ihn erst mit 3,5 Jahren in den Kiga gebracht. Was soll ich sagen, selbst das war noch zu früh für ihn. Ihm war es viel zu laut mit 18 anderen Kindern und er wollte noch fast 1 Jahr lang lieber zuhause bleiben. Erst mit 4 Jahren und 3 MOnaten hat er sich langsam wohl gefühlt. Einmal hat er mir gesagt, dass er ja schon soooo früh in den Kiga musste und immer weinen musste. Das hat mich sehr getroffen.

Wenn es für Dich kein Problem ist, würde ich ihn zuhause lassen. Wenn du irgendwann merkst, dass er zuhause nicht mehr ausgelastet ist, dann schick ihn in Kiga.

LG SAM

Beitrag von ballroomy 22.02.11 - 16:01 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Um mich herum sagen alle, er sei einfach noch nicht so weit. (Physiotherapeutin, Oma, Freunde...) Er empfindet 2 Stunden in der Spielgruppe schon als super anstrengend. Wenn diese bei uns stattfindet, zieht er sich oft zurück und legt sich einfach in sein Bett. Oder er bittet mich mit ihm spazieren zu gehen...
Da ich selbst so viel Spaß hatte im KiGa (ich bin mit 2 schon gegangen) möchte ich ihm halt nicht etwas vorenthalten. Zumal alle anderen Mamas hier ihre Kinder schon mit 12 Monaten abgeben. (zumindest kommt es mir so vor) Aber er ist eben ganz anders, als ich war. Mmh, werde ihn dann denke ich mal noch zu Hause lassen. Mit 3,5 oder 4 Jahren ist er dann vielleicht so weit.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von sam239 22.02.11 - 16:49 Uhr

Hi,

ich würde an Deiner Stelle auch warten.

Mein Großer war auch so, dass er sich bei Spielenachmittagen mit 2 Freunden, oft zurückgezogen hat.

Und jetzt kommt ja eh der Sommer, dann kann man auch selbst wieder viel mehr draußen unternehmen. Und gelegentlich könnt ihr Euch ja mit anderen Kindern privat treffen, um ihn so daran zu gewöhnen.

Lg SAM

Beitrag von melmystical 22.02.11 - 16:00 Uhr

Ich denke, das kommt auf das Kind an.

Wenn du sagst, dass dein Kind eher ruhig ist und sich gut und gerne alleine beschäftigen kann, dann kann er auch noch zu Hause bleiben.

Mein Sohn wird im August in den Kiga kommen, dann ist er 3 Jahre und 7 Monate alt. Ich bereue diese Entscheidung total. Ich werde ihm zu Hause überhaupt nicht mehr gerecht. Er langweilt sich und will ständig beschäftigt werden. Ich schaffe meinen Haushalt oder Besorgungen kaum noch, weil er nur spielen will. Wenn er unterwegs Kinder sieht, möchte er immer hinterher rennen, das bricht mir wirklich das Herz, aber ich habe eher keinen Platz für ihn bekommen.

Beitrag von jeanny.82 22.02.11 - 16:32 Uhr

Hey Ballroomy,

bei uns ist es so das mein Sohn am 1.09.10 seinn ersten Kigatag hatte...
Am 24.11. ist er vier geworden.
Er hat vorher keinen Platz bekommen :-(
Sehr doof.
Da er 2012 schon in die Schule kommt, hat er somit nur zwei Jahre.
Er hätte ruhig drei gehen können...
Da er sehr weit ist schadet es ihm aber auch nicht, dass er dann schon geht.

Wenn ich die Chance bekommen hätte wäre er gegangen, als er noch keine drei war, aber leider ging das nicht.

Viel Glück bei der Entschiedung.
LG Jeanny + Lars(der sich nun schon darauf freut nach den Sommerferien Vorschulkind zu sein)

Beitrag von grinsekatze85 22.02.11 - 17:35 Uhr

Hallo Ballroomy!#winke

Mein Sohn geht jetzt im August 2011 in den KiGa, mit 3,5 Jahren und wir finden das es für uns vollkommen okay so ist.
Wir sind so erzogen worden, das die Mütter mind. 3 Jahre zuhause das Kind erziehen und die Kinder dann erst in den KiGa gehen.

Wir haben das Glück, das ich nicht arbeiten muss, also nutze ich natürlich auch die Zeit aus und genieße die Zeit mit meinem Sohn.
Mein Mann und ich hatten das aber schon während der Schwangerschaft so gesagt und für uns gab es keine Nachteile dadurch.
Unser Sohn beschäftigt sich auch alleine, kann aber auch mit Kindern spielen und teilen;-) und auch so, sehe ich kein Unterschied zu Kindern, die schon früher im KiGa waren.

Mir wäre das einfach zu lange gewesen wenn er schon mit 2 Jahre bis 6,5 Jahre im KiGa gegangen wäre und meinem Mann auch.
Viele können unsere Entscheidung verstehen und es gibt auch viele, die das nicht verstehen können.
Aber wenn ihr damit klar kommt, dann macht es so, wie es für euch das Beste ist.

Garkein KiGa wäre für uns auch nicht in Frage gekommen, da ich schon finde das der KiGa wichtig ist, aber so sind es halt 3 Jahre KiGa anstatt 4 oder sogar 5 Jahre. Denke das reicht auch!!

LG
grinse#katze

Beitrag von silsil 22.02.11 - 20:07 Uhr

Hallo,

ich kann mich im Grunde Grinsekatze anschließen.

Meine Tochter wurde Ende Juni 3 und kam im September in den Kindergarten. Für uns war es der richtige Zeitpunkt und ich sehe es auch bei uns in der Gruppe. Die Kinder
die erst im Laufe des KiGa-Jahres 3 wurden haben sich bis auf 1 Ausnahme recht schwer getan.

Ich würde nach deinem Gefühl gehen. :-)

lg
Silvia

Beitrag von grinsekatze85 22.02.11 - 20:33 Uhr

#blume

Ja ich sehe das auch immer wieder, auch im Freundeskreis, haben wir momentan ein Fall.

Die Kleine kam mit gerade 2 Jahren in den KiGa und bekam im Okt gleich ein Geschwisterchen, warum sie dann in den KiGa musste #kratz keine Ahnung. Die Mutter war ja eh da. Aber egal müssen die auch wissen.

Und die Kleine hat bis jetzt richtige Schwierigkeiten im KiGa.#schmoll

Beitrag von zahnweh 23.02.11 - 00:41 Uhr

Hallo,

was sagt dir denn dein Bauchgefühl?
Wie reagiert er bisher auf andere Kinder(gruppen)?


Bei meiner war es so:
wir waren in zwei Krabbelgruppen. Eine kleine: sie fand es so richtig toll und war begeistert, wenn ich es auch nur erwähnte. Wollte am liebsten sofort los.

Und eine größere auf engem Raum. Die fand sie furchtbar und schrie bald NEIN, wenn ich sagte, dass wir gehen. Hab ich dann auch bald gestrichen.

Auf andere Kinder geht sie sehr offen zu und freut sich sehr über Kinderkontakt. Bis zu 5 Kinder sind kein Problem. Aufwärts kommt es darauf an.

Mit 2,5 Jahren hätte sie in den Vorkindergarten bringen können. Alle redeten auf mich ein, dass ich es tun sollte. Habe sie aber nicht angemeldet. Mit 2,5 Jahren war sie definitiv noch nicht soweit. SIe fremdelte in der Zeit auch und Mama war der sichere Hafen.
Zur Krabbelgruppe sind wir auch weiterhin und sie fand es toll.

Dann um den 3. Geburtstag herum machte sie einen enormen Entwicklungsschub. Sie erzählte ganz viel vom Kindergarten, in den sie gehen wollte und sie wollte am liebsten sofort hin, wurde sauber (also angefangen hat sie schon mit 18 Monaten, aber nun traute sie sich auf die Toilette und nun ging es auch außer Haus). ...

Am ersten Tag im Kindergarten rannte sie einfach so los. (das hätte sie mit 2,5 Jahren nie gemacht)
Am nachmittag war sie völlig erschöpft, aber sie wollte sofort wieder hin.

Am zweiten Tag sollte ich eine Stunde dabeibleiben. Dann war ich abgemeldet (war ich zwischendurch schon).

Am dritten war ich kränklich und brachte sie nur. Sie bliebe und war begeistert.

Von der Erzieherin hab ich erfahren, was ich vermutet hatte: Lärm mag sie gar nicht und sie weicht diesem auch aus. Sie beobachtet sehr viel aus ihrer sicheren Ecke heraus. Besonders um die Hauptzeit, wenn alle, die an dem Tag kommen, da sind. Bringe ich sie früher oder hole sie später blüht sie noch mehr auf, weil dann sehr viel weniger los ist.

Sie musste sich erst noch an den Lärm gewöhnen und ist hin und wieder platt. Aber sie mit fast 40°C Fieber in den Ferien zu Hause zu lassen, war schon fast wie eine Strafe für sie. Sie stand wankend vor mir "ich will aber in dne Kindergarten!!" dann schniefend "morgen darf ich aber wieder!"

Ich selbst habe den Kindergarten gehasst.

Wo ist der Unterschied zwischen uns beiden.
Ich selbst war schon immer mehr ein Einzelgänger und konnte mit gleichaltrigen nichts anfangen. Da ich vor dem Kindergarten auch kaum Chancen dazu hatte mit Jüngeren Kontakt zu haben, war mir das auch ein bisschen Fremd. Mit größeren hatte ich immer viel Kontakt. Nur mit Jüngeren/im Gleichen Alter ging oft etwas unter. Der Kindergarten war eine totale Umstellung.

Der Kindergarten kam plötzlich. Ohne Vorwarnung. Angemeldet und dann musste ich da hin, keine Eingewöhnung.

Ich war insgesamt sehr zurückhaltend und kontaktscheu.

Mit den Erzieherinnen kam ich gar nicht klar und mit den Regelungen im Kiga auch nicht (Mädels dürfen nicht in die Bauecke, Basteln müssen Mädchen, aber nicht die eigentlichen Sachen, das machen die Erzieher allein, kleine dürfen die Großen nicht stören innerhalb einer Gruppe)...

meine Maus ist sehr kontaktfreudig. Kannte auch schon vor dem Kindergarten andere Kinder und suchte sich aus, mit wem sie mehr gespielt hat und mit wem weniger (eher streiten um die gleichen Objekte, aber das tat ihr gut). Sie geht auch auf andere Kinder zu.

Wir haben uns alle Kindergärten gemeinsam angeschaut!! Sie fühlte sich in einem trotz Fremdelphase sehr wohl. :-)
Ab 2 3/4 Jahren sind wir einmal pro Woche zur Abholzeit hingelaufen und sie hat ganz bewusst miterlebt, wie die Kinder abgeholt werden. Wieder und wieder und immer wieder.
So hat sie auch gleich die Erzieherinnen kennen gelernt vom Sehen her.

Und dann mit 3 Jahren wollte sie selbst hin. Bis ca. 2 Jahre 11 Monate hatte ich noch meine Zweifel. Dann kam der Entwicklungssprung.

Es ist oft sehr anstrengend für sie. Aber sie liebt es und es war für sie der perfekte Zeitpunkt.
Länger hätte ich bei ihr nicht warten dürfen, sie früher bringen wäre aber auch nicht gut gegangen.

Beitrag von lemmchen 23.02.11 - 10:39 Uhr

Hallo,

mein Großer kam in den Kindergarten da war er 3 J. und 8 Monate. Im nachhinein viel zu spät. Bei uns sind die unter 3 Plätze aber so schlecht zu kriegen das mir gar nichts anderes übrig blieb.

Hab mir dann jetzt beim Kleinen gedacht, ok, melde ihn an als U3 Kind und dann geht er mit 2 1/2 und nicht erst mit 3 1/2 J. Tja schade aber auch, ich hab keinen Platz bekommen und somit wird er erst mit 3 1/2 in den Kiga gehen, oder wir haben besonders viel Glück und ab nächsten Februar (dann ist er 3) verlässt ein Kind den Kiga und mein Kleiner kann den Platz dann haben.

Entscheide danach was gut für dein Kind ist. Meine beiden spielen soooo gerne mit anderen und sind so offen da wurde mir schon nach dem 2. Tag Eingewöhnung vom Großen "befohlen" wieder nach Hause zu gehen er wollte unbedingt über Mittag bleiben. Und so ist es noch heute.

LG