Ihr Sohn ist unterernährt! Die tausendste!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von sarie. 22.02.11 - 16:54 Uhr

Huhu #winke

wir waren heute beim Kinderkardiologen und sein erster Satz war: "Ihr Sohn ist unterernährt!"
Mausmann ist 71cm lang und 7,3 Kg leicht.
Ich kann es nicht mehr hören! Mein Gott! Soll ich Ihm den Brei mit ner Spritze und nem Schlauch reinzwingen?
Er isst nun mal so wenig! (insg. 280g Brei am Tag sonst nur MUMI)
Er ist ständig in Bewegung, krabbelt gaaaaaaaaanz viel und zieht sich zum stehen hoch!
Ich biete ihm viel Essen an! Er isst kaum etwas!
Sein Papa ist auch eher untergewichtig, und unser Mausmann ist das Ebenbild seines Vaters.
Außerdem war er grade Krank und hat nur MUMI getrunken eine Woche lang.

Jetzt heißt es wieder: 10 Tägig am besten wöchentlich zum KIA und kontrollieren lassen. Sonst steht nachder U6 das Jugenamt vor unserer Tür!
Wenn das Gewicht nicht mehr wird, muss er ins KH. Wahrscheinlich hat er irgendwas #kratz

Wir waren erst November/Dezember im KH und da hat alles nicht gebracht.!!! (http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=2936169&pid=18570465)

Was soll ich tun?
Ich weiß nicht mehr weiter!

Habt Ihr Tipps? Könnt ihr mich aufbauen?

LG

Sarie

Beitrag von berry26 22.02.11 - 17:11 Uhr

Hi,

ist er denn sonst gesund?

Ich kann dir nur von meinem Bruder erzählen. Er war als Baby und Kleinkind immer zu dünn! Man schickte ihn 3x ins KH und machte was weiß ich nicht alles für Untersuchungen. Im Endeffekt hat nichts etwas gebracht. Als Baby war er noch ein schlechter Esser und mit 2-3 Jahren entwickelte er sich zum lebenden Scheunendrescher. Es wurde immer alles nach seinen Wünschen gekocht aber geholfen hat es nicht. Er blieb untergewichtig bis zur Pubertät.

Heute ist er ein junger Mann der einen arm "fressen" kann und nen ordentlichen Bauchansatz und Hintern hat...;-)

Manche Kinder sind eben einfach sehr schmal und bleiben das auch. Wichtig ist doch nur das sie gesund und fit sind.

LG

Judith

Beitrag von karra005 22.02.11 - 17:40 Uhr

Ich kann das verstehen. Meine Maus wog mit 6 Monaten 6080g bei 64cm bei der U5. Das sind laut Ärztin 3% über dem Untergewicht.
Ihr gehts aber soweit gut, sie ist fit und gesund und altersgerecht entwickelt. Die Ärztin sieht da noch kein handlungsbedarf.
Wie bist du oder der Vater denn so als Baby gewesen? Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich als Baby auch so war. und teilweise gar nicht essen wollte als kleines Kind. Ich war bis zur Einschulung Untgewichtig und wurde deswegen fast nicht eingeschult.

Es ist einfach manchmal so ohne dass das Kind irgendwas hat. Meine Mutter hat mich dann mit Süßigkeiten vollgestopft und dann wurde ich schnell, noch in der Grundschule übergewichtig, was ich heute noch bin inkl. SD-unterfunktion die mir das abnehmen schwer macht.

Beitrag von nisivogel2604 22.02.11 - 17:53 Uhr

Wenn es deinem Kind gut geht und es sich normal entwickelt, dann würde ich deisen ganzen Spaß überhaupt gar nicht mitmachen. Du bist doch nicht die Aufziehpuppe des Kias. Und die Ernährungsberaterin hat ihren Schein wohl in einem Samstagabend Seminar gemacht.#klatsch

Beitrag von qrupa 22.02.11 - 18:47 Uhr

Wenn man sich mal die WHO Kurven für stillkinder ansieht udn nicht nach den U heft Kurven geht, dann liegt dein kleiner mann ziemlich genau auf der 3% Kurve. Kein Schwergewicht, ganz sicher nicht, aber das bedeutet nicht mehr als das lediglich 3% aller GESUNDEN Babys in seinem Alter noch leichter sind. Von daher würde ich mich also schonmal nicht verrückt machen lassen, denn Untergewicht ist das noch nicht!
Und wenn abgeklärt ist das organisch soweit alles in Ordnung ist, dann gibt es erst Recht keinen Grund sich kirre machen zu lassen. Da würde ich wohl eher den Arzt wechseln und mir einen suchen der da etwas entspannter mit umgeht. Da würde mich auch das Jugendamt nicht schrecken, denn außer dass sie sehen dass du ein fittes und altersgerecht entwickeltes Baby hast dass nur einfach leichter ist als der Durchschnitt werden die auch nicht feststellen, wenn sie denn tatsächlich kommen sollten.

Beitrag von haruka80 22.02.11 - 19:45 Uhr

Hallo,

mein SOhn war auch immer schon schlank, bei der U5 und U6 mußten wir zu Wiegekontrolle 4 Wo später, ob er überhaupt zunimmt (zw U5 und U6 lagen auch nur 1kg, aber 8cm). Unser Ki.Arzt war immer zufrieden, dass er überhaupt zunimmt, es hieß, wenn es mal komplett stagniert ode er abnimmt, müsse man die Blutwerte checken, grad weil bei mir n Schilddrüsenproblem vorliegt. Mein Mann und ich sind beide sehr schlank, unser Ki.Arzt kennt uns auch beide und sagte, nachdem er meinen Mann das 1. Mal gesehen hatte: Na, bei dem Papa muß ich mir keine Sorgen machen (mein Mann wiegt 80kg auf 2m).

Wurden denn schonmal die Blutwerte bestimmt? Wie ist es denn überhaupt mit der Zunahme? Nimmt er stetig zu oder ist das n Kampf? Nimmt er ab, ist er oft krank?Wie isst das Kind, was kann man verändern?

Sowas sollte ja alles abgeklärt werden, bevor mit KH oder Jugendamt gedroht wird-es sei denn, der Arzt vermutet, dass ihr ne GEfährdung für ihn seid.


Ich muß ehrlich sagen, ich würde mir das von nem anderen Arzt nochmal anhören und den fragen, was es für Alternativen gibt oder ob der mal nen Bluttest macht, bevor es heißt: ab ins KH.

L.G.

Haruka

Beitrag von meandco 22.02.11 - 20:49 Uhr

erstmal: #liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck setzt dich hin, und entspann dich erst mal!

dann:
meine tochter - damals 13 monate: 70 cm, 7300 g ...

das gleiche lied: unterernährt, sie verhungert (sie schreit nur nicht weil sie schon zu schwach ist #augen), sie wird dumm ...
zu guter letzt stand die künstliche ernährung aufgrund der genau der gleichen geschichte wie dir (krank und nur mumi und das wenig, dazu durchfall und isst keine karotten - künstliche ernährung weil sie keine karotten mag :-[:-[:-[:-[) im raum ...
und das bei einem kind, das in allen entwicklungsbereichen (außer eben das wachstum und das gewicht) anderen kindern ihres alters um ein halbes jahr voraus war #aerger

damit war für mcih der ofen aus. ich war völlig mit den nerven runter, fertig mit mir und der welt und hab nur noch geheult - die kleine hat die welt nicht mehr verstanden, und erst recht das essen verweigert ...

gsd hatte ich vorher schon erfahrungen mit ärzten eingeholt #pro (caritas beratungsstelle, diverse stillberaterinnen, leute die eben mit solchen kindern zu tun haben könnten und einen unterstützen!). dabei hatte sich das angebot auf der uniklinik in der nähe auf 2 namhafte ärzte reduziert. das eine war eine gastrologin (also erst mal nur aufs körperliche ...) und das andere ein psychosomatiker (der zwar alles körperliche untersuchen lässt und einbezieht aber auch zb kommunikation zwischen mutter und kind überprüft ob es eventuell missverständnisse gibt, etc). beide wurden mir als sehr kompetent beschrieben und dass sie immer auf das wohl des kindes achten und sehr realistisch sind.
ich hab mich dann erst mal für die gastrologin entschieden, da ja künstliche ernährung im raum stand und ich bei ihr schneller nen termin bekommen hab ...

dann war der erste termin da (in der zwischenzeit bin ich wenn ich was brauchte zum hausarzt gegangen #cool) und siehe da: die spezialisten für abgemagerte kinder fragt mich, was wir denn hier wollten?????? #kratz die kleine ist nämlich voller selbstvertrauen alleine reinmarschiert nach dem motto: so, jetzt bin ich da, was machen wir tolles?
danach hat sie die geschichte aufgenommen - also wirklich die ganze leidensgeschichte. und sich die werte aus unserem wiegepass (war gsd die ganze zeit wöchentlich wiegen, so dass sie nen genauen überblick hatte wie was sich ausgewirkt hat und wann welche lebensmittel eingeführt wurden und ob es danach knicke in der kurve gab ....). sie war darüber sehr froh, weil sie einige dinge mal klar ausschließen konnte und uns beruhigt heimschicken kann, da wir sowieso die blutergebnisse abwarten müssten.
bin da schon mit nem guten gefühl heim #freu hat sich einfach richtig angefühlt und die frau hat mir wirklich das gefühl gegeben, dass soweit mal alles io ist und ich erst mal beruhigt sein kann, weil ein abgemagertes kind schaut anders aus. und, im übrigen entsprach ihre größe genau dem gewicht - also 50er-percentile!!!!! keine bedenken, sollte ein arzt sich aufregen - ab ins kh, aufnehmen lassen, sie steht auf ihren papieren und übernimmt alles weitere ... hab mich richtig beschützt gefühlt #herzlich
danach hatte ich noch 2 termine mit ihr (blut war ergebnislos, zöliakie konnte nicht ausgeschlossen werden aber da der gewichtsverlauf unauffällig war hat sie noch mal gewartet und dann nach einem halben jahr entwarnung bis auf weiteres gegeben ...) und einen mit einer ernährungsberaterin. im gegensatz zu allen ärzten davor die sagten, dass sie zu wenig bekommt und verhungert, hat sie sofort einleitend gesagt, dass sie das mit den ernährungswerten durchgerechnet hat was sie isst und das locker reicht #pro soviel also dazu #aerger
seit sie 20 monate ist, gilt sie als normales gesundes kind - und wenn wer was anderes meint, darf ich den gerne zu ihr schicken, sie kümmert sich darum. genauso, wie wenn ich das gefühl brauche, sie bräuchte doch wieder hilfe ...

mein tipp also an dich:
such dir ne nette elternberatungsstelle wo du wöchentlich wiegen kannst, dann hast du nen genauen gewichtsverlauf. frage bei stillberatungen, etc wo du auf beraterinnen triffst die den eindruck machen zu unterstützen nach, ob die gute ärzte diesbezüglich kennen. schau ob du ne psychosomatische in der nähe findest, die sind gut, hab ich nur gutes gehört, von denen die den weg gegangen sind. und geh nur noch zu hochspezialisierten leuten, die die ganz schweren fälle haben, die sehen kinder wie die unseren entspannter an, als die die selten mit sowas konfrontiert sind ...

wenn du fragen hast oder einfach etwas aufbauende worte ... einfach melden!

lg
me

Beitrag von meandco 22.02.11 - 21:08 Uhr

ach ja ...

zu eurer ernährungsberaterin kann ich nur eines sagen:
#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

hat die überhaupt schon mit so nem kind zu tun gehabt? das hätte sie bei meiner gerne versuchen können - sie hätte kein g mehr zu den mahlzeiten gegessen als sonst auch. hätte also erfolgreich und im hohen tempo abgenommen bei dieser glorreichen diät #cool

lg
me

Beitrag von sarie. 22.02.11 - 23:22 Uhr

Vielen Lieben Dank für die aufbauenden Antworten!

Ich werde demnächst mal Rücksprache mit meiner KIÄ halten und dann weitersehen!
Unsere liebe homöopathische KIÄ sieht das recht entspannt und führt das Gewicht auf den Papa und seinen Herzfehler und dadurch entstandenen Infekte zurück.


Mal sehen wie sich alles entwickelt!

Noch mal VIELEN DANK!

LG

Sarie

Beitrag von maylu28 23.02.11 - 09:19 Uhr

Hallo Sarie,

mein Sohn Liam ist auch so ein Fliegengewicht und hatte mit 1 Jahr 7500g und war 72 cm groß, also nur unwesentlich schwerer und größer als Deiner mit 10 Monaten...er hat auch eine Vorhofdefekt...

Bei uns sind alle Gott sei dank sehr entspannt, wegen seinem Gewicht und der Kardiologe sagt auch, dass es sehr gut vom Herzfehler kommen kann, aber es kann auch einfach Veranlagung sein....ich war auch immer sehr untergewichtig als Kind...

Versuch Dich zu entspannen und hör auf Deinen guten Kinderarzt...es wäre mir neu und würde mich sehr wundern, wenn wir unsere Kinder mästen dürfen wie die Gänse (Schlauch rein und gut ist, oder was) meine Güte....unser Kinder holen sich schon das was sie brauchen und solange sie fit sind und rumrennen...ist doch alles gut...

Ich hab so lange probiert, ihn zum Essen zu zwingen und hab eigentlich nur das Gegenteil erreicht und wir hatten immer Zoff am Tisch, das ist nicht schon und gefällt niemanden...dann hab ich das Buch "Mein Kind will nicht essen" empfohlen bekommen und war absolut begeistet, seit dem sind die Essenzeiten wieder entspannter....

Lass Dich lieb drücken,

liebe Grüße,
Maylu

Beitrag von lumidi 23.02.11 - 07:01 Uhr

Hallo,

meine Nichte ist auch ein Leichtgewicht. Sie ist jetzt 2,5 Jahre alt und wiegt so um die 12-13 Kilo. Der KiA meinte schon zu meiner Schwägerin, sie solle ich Cola geben, damit sie zunimmt. Sie ist eine ganz schlechte Esserin. Meistens möchte sie nur Krabbenchips.

Aber was soll man machen? Das Essen reinzwängen, damit die Kleinen ne Essstörung entwickeln?

Ich würde an deiner Stelle auch weiterhin nach Bedarf stillen und Brei anbieten. Und wenn das Jugendamt vor der Tür steht, dann kannst du die ja fragen, ob denen auch Essen reingezwängt wurde, wenn die es nicht wollten?!

Bei sowas fällt mir nichts mehr ein. Ich würde den KiA wechseln. Jedes Kind ist anders. Man kann die Kleinen doch nicht an irgendwelchen Kurven festmachen.

Alles Gute für euch!

Lumdid

Beitrag von line81 23.02.11 - 07:44 Uhr

Hi,

nur mal so am Rande mit 2.5 Jahren 12/13 Kg sind ein ganz normales Gewicht was Deine Nichte hat!

LG Line

Beitrag von meandco 23.02.11 - 08:26 Uhr

ditto - 12/13 kg sind normal!

meine ist jetzt 3 1/2 und hat 11 kg, kein aufreger mehr für ärzte ...

deine schwägerin kann ganz beruhigt sein - und sich eventuell nen anderen kia suchen, sowas ist sinnlos übertrieben (außer sie ist extrem groß - dann kommt das hier zum tragen: http://www.who.int/childgrowth/standards/cht_wfh_girls_p_2_5.pdf)

lg
me

Beitrag von lilly7686 23.02.11 - 08:37 Uhr

Hallo!

Also sooooo dünn kann dein Kleiner nicht sein.
Ja, er ist an der untersten Perzentile. Aber das ist okay.

Ich würde sagen, wichtig ist die Gewichtsentwicklung allgemein.
War dein Kleiner immer schon so?
http://www.stillkinder.de/pdf/cht_wfl_boys_p_0_2.pdf
Druck dir das mal aus und trage alle Daten ein. Also ab Geburt bis jetzt sämtliche Mess-Daten zu Gewicht und Länge.

Wenn dein Kleiner nicht massiv abfällt irgendwann und sonst gesund und munter ist (und das scheint er ja zu sein, wenn er krabbelt und sich hoch zieht), dann würd ich mich nicht verrückt machen lassen.

Vorallem: lass dich nicht zum Abstillen überreden! Denn das machen Ärzte in der Situation gerne mal, um kontrollieren zu können, wie viel dein Sohn trinkt. Dabei ist gerade in solch einer Situation die Muttermilch das Wertvollste, was du deinem Sohn bieten kannst.

Also: Ruhe bewahren, lass dem Arzt seinen Willen und geh wöchentlich wiegen UND MESSEN!!! Es ist wichtig, dass immer auch gemessen wird! Notfalls besteh bitte drauf. Denn nur wenn immer beide Daten vorliegen, kann man sagen, ob es passt. Denn oft nehmen Kinder zwar in der Länge zu, aber nicht im Gewicht oder umgekehrt.

Alles Liebe!

Beitrag von meandco 23.02.11 - 08:56 Uhr

;-)

du musst doch nicht wöchentlich messen ... 1 x im monat bis alle 2 monate reicht. allerdings gehört das wirklich dazu - lässt sich aber auch kein arzt nehmen ...

und: es ist leicht reden, einfach weiterzumachen und nix zu tun. leider werden die ärzte immer penetranter - und die drohung mit künstlicher ernährung ist meist für die schon recht spät, da stehst du schon an der klippe dass der maßnahmen einleitet die dir nicht gefallen würden.

ich würd daher bei meinem rat bleiben: erst mal weitermachen, wiegetermine wahrnehmen und umhören nach guten ärzten auf dem gebiet, dann den wählen, der dir sympatisch ist und von dem bestätigen lassen dass das kind io ist #pro dann können die anderen ärzte (grade bei anderen erkrankungen immer gefährlich) gar nix machen dagegen ..

lg