KV möchte oft die Wochenenden tauschen, was tun?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von melliweini 22.02.11 - 17:17 Uhr

Hallo, lebe von meinem ex nun ca 1,5 jahre getrennt und wir haben 2 kids, 2 und 4.
er hat die kids jedes 2. we.
es war letztes jahr schon oft der fall, das er die we's tauschen wollte, weil er irgendwelche privaten veranstaltungen hatte. habe es immer eingewilligt, obwohl ich ihm auch gesagt habe, das ich wenn ich die kinder am we hab, auch nicht einfach sagen kann, hey, ich hab was vor, nehm du die kinder. der würde mir nen vogel zeigen. habe ihm gesagt, er soll in seinen kalender reinschreiben, an welchen we's er die kinder nicht hat und so seine termine planen.
jetzt kam er schon wieder mit nem zettel an. nur diesmal habe ich ehrlich gesagt keine lust mehr 'ja' zu sagen, ich muss mich auch an regeln halten und außerdem haben mein freund und ich an diesem we im juni schon was geplant. ja er könne da in keinem fall, er hätte gebucht und dann sollten die kinder halt zu seinen eltern. aber das will ich nicht, weil die beiden da nicht gerne sind und mein großer sagt mir das auch immer wieder.
meine mama bot mir dann schon an, sie würde die beiden nehmen, aber das kanns doch nicht sein, oder?

Mir geht es gegen den strich, das er einfach so sagen kann, nö, da hab ich was vor, da kann ich nicht. damit ist er fertig.

und wenn ich im letzten jahr nachgegeben habe, dann nur, weil ich nicht wollte, das die 2 bei einem vater sitzen, der eigentlich keinen bock hat, weil er ja nicht auf seine party gehen konnte.

Mein Freund meint, ich würde mir von dem KV zuviel gefallen lassen.

Wie handhabt ihr das?

LG und DANKE



Beitrag von ppg 22.02.11 - 18:28 Uhr

Also die Tauschwünsche sind nicht kurzfristig sonder schon auf ein halbes Jahr im vorraus - ich finde da spricht nichts dagegen wenn Du ihm entgegenkommst. Bedenke, Du tust das nicht für ihn, sondern in erster Linie für die Kinder, damit der regelmäßige Kontakt zum abwesenden Elternteil erhalten bleibt.

Und wenn es eben an besagtem Juni - Wochende bei Dir nicht geht, dann geht es eben nicht.

Da würde ich jetzt kein Fass aufmachen und die ganze bisherige Handhabung in Frage stellen.

Es ist immer ganz großer Mist, wenn neue Partner anfangen sich in Absprachen reinzuhängen, die nur die betroffen Eltern etwas angehen. Ich würde mir eine solche Einmischung von meinem Freund verbitten! Er profitiert schließlich sehr davon, wenn der Umgang zwischen den Ex - Partnern harmonisch abläuft.

Ute

Beitrag von melliweini 22.02.11 - 19:17 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Ich finde nur, da hätte er mich fragen müssen, BEVOR er bucht. und nicht einfach davon ausgehen, das es schon geht.
Richtig, ich tue das für die kinder. obwohl er ja mittlerweile noch nicht mal mehr fragt, ob wir tauschen, sondern nur sagt, da kann ich nicht. und wenn ich dann sage, dann tauschen wir aber, fängt er an zu maulen, weil er ja kaum zeit für sich hat...

er könnte die kids jederzeit holen, ich bringe und hole sie ja auch immer.

Alles in allem komme ich ihm sehr entgegen, mehr als ich eigentlich müßte.

Alles zu Liebe der Kinder.

Beitrag von ppg 22.02.11 - 19:44 Uhr

Alles in allem komme ich ihm sehr entgegen, mehr als ich eigentlich müßte.


Du mußt das anders sehen, ein "mehr als ich müßte" kann es bei der Frage nicht geben.

Klar sollte er vorher mal fragen, und klar kannst Du ihm sagen, wenn er rummault, das er die Kinder auch gar nicht nehmen muß , sondern "darf".
Das es ein schnell vergängliches Privileg ist, das die Kinder ihre Zeit mit den Eltern verbringen möchten.

Aber laß deinen Freund da außen vor: Es gibt immer nur mehr Stress als nötig wenn sich neue Partner ( männl. oder weiblich ) anfangen in die Elternbeziehung einzumischen.

Ute

Beitrag von janamausi 26.02.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

er muss dich doch nicht fragen, wenn er einen Urlaub etc. bucht #schock

Mein Ex und ich haben vor paar Jahren den Umgang gerichtlich klären lassen. In der Umgangsvereinbarung heißt es, dass wenn ein Umgangstermin wg. einem anderen Termin, Urlaub etc. ausfällt, dass mein Ex mir mind. 4 Wochen vorher Bescheid sagen muss (anders herum genauso).

Ich finde es auch nicht schlimm wenn er fragt, ob ihr ein Umgangswochenende tauschen könnt (machen mein Ex - mit dem ich mich mittlerweile sehr gut verstehe - genauso). Was ist denn daran schlimm, wenn man nichts vorhat das Umgangswochenende zu tauschen?

Dein Ex sagt dir so früh Bescheid, dass er da nicht kann, Du hast etwas vor aber deine Mutter könnte auf die Kinder aufpassen. Dann passt doch alles, wo ist das Problem?

LG janamausi

Beitrag von saskia73 23.02.11 - 07:16 Uhr

Hallo,

ich weiß sowas ist ärgerlich.

Ich möchte es einfach rechtzeitig wissen, wenn ein WE ausfällt. Bei uns war es letztes Jahr auch so und dann hat der KV geschaut, dass die Kinder bei seiner Mutter bleiben konnten.

Auch mein Kleiner sagt mal, dass er nie mehr zu Oma oder Opa möchte, aber er geht trotzdem bereitwillig wieder hin.

Der KV muss die Kinder nicht nehmen. Ich bin zwischenzeitlich soweit, dass ich mich um jeden Tag freue, wo die Kinder ihren Papa sehen können und wenn es mal an nem WE nicht klappt.....sein Problem, wenn er die Kinder nicht sehen möchte. Glaub mir, sie merken sich das.

LG Saskia

Beitrag von parzifal 23.02.11 - 10:25 Uhr

"Mir geht es gegen den strich, das er einfach so sagen kann, nö, da hab ich was vor, da kann ich nicht. damit ist er fertig."

Ich denke er fragt ob ein Tausch möglich ist?

Du hast doch die Entscheidung zuzustimmen oder abzulehnen?

Wo ist dann das Problem?

Abzulehnen obwohl ein Tausch ohne jedes Problem für Dich möglich ist verstehe ich rationell nicht.

Du hast doch keinen Nachteil. Der andere aber einen Vorteil.

Wenn jemand aber etwas ablehnt nur um einem anderen etwas nicht zu gönnen spricht man allgemein von Neid oder Egoismus.

Wenn Dir ein Tausch nicht passt dann lehne doch die Anfrage ab.

Ablehnen um des Ablehnens willens ist aber Kindergartenniveau.

Gruß
parzifal



Beitrag von parzifal 23.02.11 - 14:41 Uhr

Korrektur:verstehe ich rational nicht

Beitrag von a11ure 25.02.11 - 15:22 Uhr

Ich kann Dich gut verstehen und denke, Entgegenkommen muß beidseitig sein und findet auch irgendwann Grenzen.

Die Regeln dienen ja dazu, dass man sich nicht permanent abstimmen muß und seine Pläne nach dem anderen zu richten hat - und seien wir realistisch - das ist bei Ex-Partnern mitunter nicht so einfach auf der Sachebene möglich.

Es reicht schon, wenn einer fühlt, dass es primär zu seinen Lasten geht, um eine Klärung notwendig zu machen. Sonst gärt das und ist auch nicht im Sinne der Kinder.

Kindergartenniveau kann auch heißen, dass man den Kalender nicht richtig lesen kann oder aber andere private Dinge zu oft wichtiger sind als die Zeit mit den eigenen Kindern und faire Absprachen.