Zwei Wochen...und ich bin echt am Ende!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von herbstregen 22.02.11 - 20:50 Uhr

Hallo zusammen!

Ben Luca wurde am 05. Februar geboren...die Tage im Krankenhaus hat er fast gar nichts getrunken. Ich hatte mir zwar von den Schwestern beim Anlegen helfen lassen (hab das irgendwie allein nicht hinbekommen), aber mittlerweile weiß ich, dass er dort quasi gar nicht gesogen hat. Als wir den ersten Tag zu Hause waren hat mein Kleiner nur geschrien. Das mit dem Anlegen hat immer noch nicht geklappt...also haben wir aus lauter Verzweiflung ein Fläschchen mit Pre-Milch gegeben. Das hat er sich sofort weggemümmelt und war anschließend total zufrieden! Tags drauf hab ich mir eine Pumpmaschine aus der Apotheke besorgt und seitdem gebe ich Mumi und Pre-Milch. Wenn ich alle drei-vier Stunden abpumpe komm ich auf maximal 30-50 ml. Das reicht meinem Kleinen längst nicht mehr aus! Ben meldet sich momentan fast alle zwei Stunden und putzt ca. 70 ml weg!
Ich hab mit dem Stillen ja nicht locker gelassen und siehe da...seit knapp drei Tagen klappt das Andocken reibungslos! Ich freu mich sehr darüber, aber nur leider bekomm ich ihn nicht satt! Meine Brustwarzen glühen wie die Hölle und als ich gerade gepumpt hab kamen auch wieder nur 70 ml (ich hab zuletzt vor 6 Stunden gepumpt).

Oh man...ich möchte sehr gern stillen...ess regelmäßig und ausgewogen...trinke viel und quäl mir auch den Stilltee weg. Meine Hebamme sagt, dass das schon noch wird aber mir fehlt jetzt echt sowas wie ein Leitfaden. Wie lange soll ich ihn wie oft anlegen??? Wieviel soll ich dann zufüttern? Darf ich nach dem Stillen auch Pre-Milch zum Sättigen geben? Meine eigene Milch reicht ja nicht.

Heute ist einfach wieder so ein Depri-Tag an dem ich echt nur heulen könnte! Ich weiß nicht weiter...mag mein Baby nicht mehr weinen hören! Am Liebsten würde ich alles aufgeben und nur noch Fertignahrung geben...aber nur aus dem Aspekt immer genau zu wissen, dass Ben satt wird!

Habt ihr Erfahrungen oder Tipps für mich?

Danke schon mal im Voraus! #danke

Beitrag von krommy78 23.02.11 - 00:00 Uhr

;-)oh man das kenne ich kenne das gut genug...oh man hab ich geheult,wenn ich jedesmal mein kind angelegt hatte...aber jetzt ist sie fast 5 monate und ich stille noch...das ist ganz normal...sei froh das deine brustwarze nicht blutig ist...das war echt schlimm gewesen...waren fast 2 monate gewesen wo ich mein kind zusätzliche milch gegeben haben aber nur einmal am tag gegeben und immer am abend dann hat mein kind durchgeschlafen...frag deine hebame ob sie kühlcreme für deine bruswarze hat...das hilft echt...und trink mal malzbier das produziert auch milch...gib bitte nicht auf...ich habe das auch durchgemacht und mein kind geht es auch prima...wo ich voll stille...mach dir keinen stress du schafst es...drück und leide mit dir

Beitrag von delicacy80 23.02.11 - 07:38 Uhr

Morgen,

also ich habe selber nur eine Woche gestillt, aber einer Freundin ist es ähnlich ergangen wie dir.
Ich teile es nicht ganz, zu sagen geb nicht auf.
Wenn er nun mal nicht satt wird und dann unzufrieden ist, solltest du schon beifüttern.
Was ist schlimm daran?
Du sagst selber er hat sich die Pre Milch weg geputzt! Also still wie es geht und Rest Pre!
Es gibt Frauen, da klappt es einfach nicht ganz so gut mit dem stillen. War bei meiner Freundin auch so.
Sie hat dann irgendwann erkannt, daß sie sich und ihrer Tochter auch keinen Gefallen damit tut, wenn sie "unbedingt stillen will".

Wenn dein Baby satt ist, ist es zufrieden und du automatisch auch!
Zudem ersparst du dir den Druck den du dir selber machst...

Beitrag von lilly7686 23.02.11 - 07:55 Uhr

Guten Morgen!

Erst mal herzlichen Glückwunsch zur Geburt und #liebdrueck

Was du machen solltest, ist eine Stillberaterin in deiner Nähe zu kontaktieren. Sie soll sich deine Anlegetechnik ansehen, ob du korrekt anlegst.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Als erstes lässt du das Pumpen sein. Schaff die Pumpe zurück in die Apotheke und lass sie dort. Du brauchst sie nicht! Beim Pumpen kommt sehr viel weniger Milch raus, als dein Baby trinken kann, wenn es direkt an der Brust trinkt.

Dann lässt du die Fläschchen weg. Pack sie in ne Kiste, stell sie in den Keller und schreib bloß nicht auf die Schachtel drauf, dass die da drin sind ;-)

Und zu guter Letzt ziehst du dich nackig aus, nimmst dein Baby, das bis auf die Windel ebenfalls nackig ist, und schmeißt dich gemütlich mit ihm ins Bett. Und dort bleibst du die nächsten zwei Tage. Viel kuscheln, viel Stillen, viel Nähe genießen und viel Einander-Kennenlernen.
Lass dir das Essen ins Bett bringen, wenn das nicht geht, lass dir Pizza und Pasta oder was auch immer du für einen Lieferservice in der Nähe hast, bringen.
Trink 4-6 Tassen Stilltee pro Tag (nicht mehr!). Sonst Wasser nach Durst (also zwing dich nciht zum Trinken).

Es kann ganz schön hart sein, jetzt die Milchproduktion wieder auf Trab zu bringen. Aber es klappt!
Du wirst vermutlich jetzt 2-3 Tage am Dauerstillen sein, aber es lohnt sich! In ein paar Tagen hast du genug Milch und dein Kleiner wird ganz ohne Flasche und Milchpulver satt werden ;-)

Alles Liebe!

Beitrag von simse1975 23.02.11 - 08:01 Uhr

Hallo,

dem kann ich mich nur anschließen! Ich würde auch anlegen, anlegen und immer wieder anlegen. Das wird eine harte Zeit aber es wird sich einspielen!
Durch wunde gereizte Brustwarzen müssen (glaube ich) alle am Anfang durch. Aber es lohnt sich wirklich, wirklich durchzuhalten.
Ich stille nun seit 4 Monaten voll und es ist sooooo schön, so praktisch und so billig!
Wenn du nicht allzu fertig bist, dann würde ich es versuchen. Du wirst es nicht bereuen!

LG
Simse

Beitrag von jumarie1982 23.02.11 - 08:17 Uhr

#pro #pro #pro

Beitrag von nele27 23.02.11 - 10:09 Uhr

Moin,

meine Stillberaterin (afs natürlich :-)) rät zur Steigerung der Produktion stillen UND Abpumpen. Nur Pre sopllte man natürlich weglassen.

Also immer nach dem sillen pumpen und falls da was kommt, soll der Mann das abends mit Flasche/Becher/Spritze füttern.

LG, Nele

Beitrag von mishodzi 23.02.11 - 07:58 Uhr

hallo, meine Louisa habe ich auch 2,5 Wochen zugefüttert, weil sie etwas zuviel abgenommen hatte. Nachdem sie endlich über ihr Geburtsgewicht drüber war, habe ich einfach ein komplettes Wochenende mit ihr ins Bett gekuschelt ( herrlich bei dem Wetter) und sie trinken lassen wie oft sie wollte. Jetzt läuft es, sie hat in einer Woche des voll stillens knappe 300 Gramm zugenommen.
Malzbier trinke ich reichlich. Ansonsten könntest du dir noch Milchbildungskugeln machen ( einfach googeln). Das sind zumindest wahre Energielieferanten wenn du mal wieder dauerstillen musst ;-)

lgm mit der zufrieden schlafenden Louisa auf der Brust #verliebt

Beitrag von berry26 23.02.11 - 09:15 Uhr

Hallo,

schau dir mal die Seite an!
Da findest du eigentlich die wichtigsten Informationen übers Stillen.
http://www.uebersstillen.org/startd.htm

Ansonsten solltest du dir eine Stillberaterin suchen, wie dir ja bereits geschrieben wurde.

Das wichtigste was du wissen musst, ist:
Gestillt wird IMMER nach Bedarf. Egal ob alle 3-4 Stunden oder alle 20 Minuten!
Zufüttern ist Kontraproduktiv! So kann sich deine Brust nicht an den Bedarf deines Babies anpassen! Zudem riskierst du eine Saugverwirrung!
Wenn du starke Schmerzen beim Stillen hast, dann liegt es sehr warscheinlich an deiner Anlegetechnik! Stillen kann zwar am Anfang etwas unangenehm sein aber richtige Schmerzen darf es nicht verursachen.

LG

Judith

Beitrag von nelchen84 23.02.11 - 10:15 Uhr

Genau so geht es mir auch!

Trink Malzbier oder Erdinger alkoholfrei! Das fördert wie sau! Hat bei mir auch geholfen! Prost!!!

LG
Nele

Beitrag von nele27 23.02.11 - 10:27 Uhr

Hi,

habe auch zu wenig Milch und daher ne Stillberaterin gesucht. Hier ihre Tipps:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3020562&pid=19120001&bid=36

Und dann natürlich schnell die Pre weglassen...

Du schaffst das! Bei mir geht es schon sehr aufwärts!

LG, Nele

Beitrag von maylin84 23.02.11 - 10:55 Uhr

Prinziep ist eigentlich ganz einfach! (dachte ich zumindest)

Nachfrage und Angebot! Öfter pumpen, länger pumpen und mehr Mililiter pumpen! Nicht nach Zeit pumpen!!! Und alle 6 Std. mache ich jetzt zum abstillen, das ist für dich viel zu wenig!!!

Ich habe das ganze auch 3 Wochen durchgezogen, weil ich unbeding stillen wollte..ging ein paar Tage ganz gut und dann hatte ich ein nur noch weinendes Kind zuhause. Meine Milch wurde leider nicht mehr, obwohl er alle 2 Std. gestillt wurde!

Also ran an die Brust! Mehr mehr mehr! Ich hoffe bei euch klappt es dann besser! Alles Gute!

aNika

Beitrag von maerzschnecke 23.02.11 - 11:19 Uhr

Meine Emilia hatte im KH auch zuviel abgenommen und nur wenig Milch aus meiner Brust bekommen. Ich musste ab dem 3. Tag zufüttern. Auch zuhause hat die Milch nicht gereicht, obwohl sie gut andockte. Bei mir kam aber der Milcheinschuß durch den Streß und den Schlafmangel sehr zögerlich und spät.

Mir hat die Hebamme dann Bockshornkleekapseln empfohlen. Eine Kapsel täglich und die Milch läuft ;-). Ansonsten brauchst Du viel Ruhe, genug Nahrung (reichhaltig essen), Malzbier oder -kaffee fördern die Milchmenge ebenso.

Ich konnte so nach ein paar Tagen Zufüttern aufhören und meine Kleine ist satt geworden.

Leg Dein Kind so oft an, wie es sich mit Hunger meldet. Ich hatte auch schon Tage, da hing das Kind 2 Stunden am Stück an der Brust. Je öfter Du anlegst, desto mehr Milch wird gebildet. Klar ist es kein Spaß, wenn über Stunden an der Brust gesaugt wird, aber es wird besser.

Für die Brustwarzen kann ich Dir die Kompressen und die Salbe Multi-Mam empfehlen. Außerdem Luft an die Brustwarzen lassen nach dem Stillen (Speichel des Kindes zzgl. Muttermilchreste helfen auch beim Heilen).

Wenn Dein Kind viel schreit, könnte es auch sein, dass es durchs Zufüttern Blähungen bzw. Bauchweh hat. Es muss nicht zwingend Hunger sein, weshalb er schreit.

Beitrag von herbstregen 24.02.11 - 15:31 Uhr

Oh wow vielen Dank für die vielen Antworten!

Also meine Hebi hat mir Multi-Mam Kompressen dagelassen und die sind super. Ich hab einen 3/4 Tag nicht mehr angelegt und jetzt sind die Warzen wieder wie neu ;-).
Ich lege den Kleinen nach Bedarf an...ganz schön stressig...immer wieder alles zurecht basteln, so dass er gut anliegt...egal!
Trotzdem bekommt er spät abends noch ein Fläschchen von seinem Papa. Naja...zumindest bis gestern...danach hat er (obwohl er satt sein MUSSTE) noch immer nach der Brust gesucht - ich hab ihn angelegt und er war nach fünf Minütchen süppeln total zufrieden und hat fast drei Stunden geschlafen. Werde heute die Flasche weg lassen.

Auch lege ich ihn jetzt etwas anders an, als man es mir im KH gezeigt hat und ich finde das viel besser (jetzt: Bauch an Bauch).

Im Grunde bin ich jetzt auch viel entspannter...ihr müsst wissen, dass ich ein kleiner Perfektionist bin und ich unruhig werde wenn die Wohnung nicht pikobello ist oder sich die Dreckwäsche türmt. Da hab ich ganz bewusst meine Einstellung geändert, um mir nicht selbst noch mehr Stress zu machen!

Supergut tut uns der tägliche Spaziergang mit unserem Hund...danach gibt`s n Stück Kuchen und lecker Stilltee (buäh...den mag ich echt nicht)...und wir kuscheln alle zusammen (Hundi liegt vor dem Sofa und wir drauf :-D).

Ich werde auf jeden Fall durchhalten denn jetzt siehts ja so aus, als würde es klappen...hoffe, dass ich so schnell nicht nochmal einen "Heultag" hab!

Euch noch einen schönen Tag! #winke