Elternzeit und Hausbau?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von klein-nici 23.02.11 - 02:06 Uhr

Hallo Ihr,

ich bräuchte mal eure Meinung. Mein Mann ist total heiß darauf von unserer 3 Zimmer Wohnung in ein eigenes Haus zu ziehen. Bei einem Kind, das fast da ist und einem zweiten das sicher noch kommen soll auch nachvollziehbar. Aber:

Würdet Ihr mit nur 10 % der Kaufsumme als Eigenkapital und zur Zeit nur einem Einkommen das Risiko eingehen, oder habt es schon gemacht?

Vielleicht wisst Ihr ja auch was die Bank dazu sagt, finanzieren die sowas? (Zur Erklärung: ich habe auch eine Festanstellung, möchte aber nach 2 Jahren Elternzeit doch gerne schnell ein 2. Kind)

Danke für eure Erfahrungsberichte!

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 03:47 Uhr

hallo,
erfahrung nein hab ich nicht. aber wollt ihr wirklich bauen?? man hört ja nicht wirklich gutes dabei. die firmen gehen pleite oder sind betrüger und pfuschen dann nur!

und wenn man selbst baut, oder fast alles selbst macht. dann dauert das ja auch ziemlich lang. und gerade dann wenn du schwanger bist oder dann das kind da ist.

ich kann euch nur raten, überlegt es euch sehr gut! aber es gibt ja auch schon fertige häuser die man kaufen kann. vielleicht ist da ja schon das passende für euch dabei. und umbauen (also wände rausreissen, oder wand einziehen) geht ja doch immer noch schneller und einfacher.

denk ich mir zumindest so. den stress mit eigenbau. ich persönlich würde es nicht machen.

aber ich drück euch die daumen, dass es klappt.

achso, wenn ich kinder hätte würd ich mir auch überlegen ein haus zu kaufen und dort einzuziehen!

Beitrag von susannea 23.02.11 - 08:09 Uhr

Je nach Einkommen und Stelle deines Mannes machen die Banken das, wir hatten generell nur einen Verdiener.

Aber ich würde mir das mit den 2 Jahren Elternzeit und dann ein 2. Kidn überlegen, denn genau so würdest du ja sehr wenig Elterngeld erhalten. UNd genau das könntet ihr ja gut gebrauchen. Oder gehst du evtl. Teilzeit zwischendurch arbeiten?

Beitrag von zwiebelchen1977 23.02.11 - 08:33 Uhr

Hallo

Kommt azf das Einkommen deines Mannes an. Und auf den Kaufpreis.

BIanca

Beitrag von wemauchimmer 23.02.11 - 08:39 Uhr

Also, im Wesentlichen ist das eine Vollfinanzierung (100%) denn Euer Eigenkapital wird überwiegend für die Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler...) draufgehen.
Da gibt es Banken, die das machen, es ist relativ teuer (hoher Zinssatz) und es hängt v.a. vom Einkommen Deines Mannes ab.
Also wenn die Familienplanung nicht abgeschlossen ist, wird doch gerne nur mit dem Gehalt des Mannes gerechnet.

Und ganz ehrlich, es spricht schon einiges dafür, den ganzen Such- und Kauf-/Bau- und Umzugsstreß hinter sich zu bringen, bevor die Kinder da sind. Denn dann wird es ganz bestimmt nicht einfacher.

Andererseits wird die Bank Euch schon fragen, warum Ihr so wenig Eigenkapital habt. Ihr müsst ja im Fall des Hauskaufs auf lange Sicht eine hohe Belastung tragen können.

Geht nüchtern an die Sache ran und macht es nur, wenn Ihr sicher seid, die Rate einigermaßen locker schultern zu können.
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Also bei uns war es so, wir wohnten in einer 2Zimmer Wohnung und sind dann "schwanger" in unser Haus gezogen. Allerdings hatten wir wesentlich mehr Eigenkapital, so an die 40%. Meine Frau ist nach den Geburten bisher immer nur ca. 1/2 Jahr zuhause geblieben, dann hat sie wieder teilzeitgearbeitet. Weniger aus Geldmangel, vielmehr weil es auf Dauer nicht sehr erfüllend ist, mit einem Baby die ganze Zeit zuhause herumzusitzen. Das kann man aber nicht verallgemeinern.
Die Finanzierung ist so ausgelegt, daß ich sie mit meinem Gehalt alleine tragen könnte. Allerdings wären dann keinerlei Extras wie Urlaub usw. mehr drin.
Insofern ist es fraglich, daß Du wirklich im Fall eines Hausbaus eine zweijährige Elternzeit als 100%-Hausfrau realisieren kannst. Es geht halt nunmal damit einher, daß man sich ein bisschen nach der Decke strecken muß. Das bedeutet, wenn das Elterngeldjahr rum ist, wird eher wieder gearbeitet, weils sonst einfach alles zu eng ist, auch wenns vielleicht irgendwie gehen würde.

Auf der anderen Seite verging mit den Kindern bisher kein Tag, wo ich nicht froh und dankbar dafür war, in einem Haus zu wohnen und nicht in einer Wohnung. Wenn z.B. zu dem Streß, den Du selber mit einem nachts brüllenden Säugling hast, dann noch der Streß mit den Nachbarn dazukäme... Hölle.

LG

Beitrag von catch-up 23.02.11 - 08:45 Uhr

Hallo!

Wir sind in der fast gleichen Situation, wie ihr! Wir wollen auch bauen und haben ein kleines Kind (9 Monate alt) und wollen in den nächsten Jahren noch ein Zweites haben! Ich bin auch noch in Elternzeit.

Aufgrund der jetzt niedrigen Zinsen, würden wir am liebsten auch gleich anfangen! Allerdings geht das nicht, weil mein Mann noch nur einen befristeten Arbeitsvertrag hat! Bevor der nicht unbefristet ist, bauen wir nicht!

Nun haben wir uns dazu entschlossen, die light-variante zu wählen! Wir kaufen nun erst einmal ein Grundstück und bauen dann in 1-2 Jahren!

Ich kann dir nur sagen, solang du in Elternzeit bist, wird es sehr schwer werden einen Kredit zu bekommen! Dein Elterngeld zählt nämlich nicht zum Einkommen! Ihr bräuchtet dann einen Bürgen!

Ansonsten, wenn eure finanzielle Situation sehr gut und sicher ist und ihr euch die Raten leisten könntet, warum dann nicht?

Wir freuen uns jedenfalls auf unser Häuschen! #huepf

Beitrag von miau2 23.02.11 - 13:05 Uhr

Hi,
wir haben nicht gebaut, sondern gekauft (bezugsfertige Übergabe, also nichts mehr zu tun als einzuziehen, und zum Kaufzeitpunkt war das Haus fast fertig - hat alles prima geklappt, auch zeitlich), und das unter Berücksichtigung von nur einem Einkommen. Unser EK war auch nicht mehr.

Je nach Einkommen, Sicherheit vom Arbeitsplatz, Kaufpreis (und Wert des Objekts, der kann natürlich abweichen vom Preis)... machen die Banken das durchaus, und es gibt auch keinen Grund, der dagegen spricht.

Vielleicht haben die sogar lieber Finanzierungen, wo nur ein verdiener, der aber mit prima Einkommen und einem praktisch bombensicheren Arbeitsplatz gegengerechnet ist als eine, wo zwar vielleicht zwei Einkommen, aber beide eher niedrig und/oder unsicher einzuschätzen sind...

Hängt halt alles von den Zahlen ab, kann man einfach nicht pauschal sagen.

Bauen wollten wir nicht, war uns zu unsicher - wir wollten ganz gerne eine Sicherheit über die Kosten haben, und die hatte unsere Variante im Gegensatz zum Bauen (auch wenn viele mit "Festpreisen" und "garantierten Terminen" werben - wenn man genau hinguckt, bleibt da noch viel Spielraum, damit es sehr viel teurer und sehr viel später bezugsfertig werden kann).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von juliane1978 24.02.11 - 09:57 Uhr

Hallo,

es ist jetzt zwar schon wieder 6 Jahre her, aber auch wir haben mit nur einem Gehalt uns ein Haus gekauft. Allerdings haben wir uns ein fertiges, neues Objekt ausgesucht. Bauen wäre uns zu aufwendig gewesen.
Zu dem Zeitpunkt war ich mit dem 1. Kind bereits ein Jahr zu Hause und das 2. war unterwegs. Es war auch klar, daß ich die kompletten 3 Jahre Elternzeit nach der Geburt des 2. Kindes nehme und dann höchstens halbtags arbeite. Eigenkapital war da, aber ich weiß nicht mehr wieviel es ausmachte.

Uns wurde damals gesagt, man soll nicht mehr als 1/3 des Einkommens für die Raten hernehmen.

Dir jetzt aber im speziellen einen Tip zu geben ist schwierig. Wo lebt ihr? Was kostet das Haus? Wie hoch ist der Lebensunterhalt dort? Wie hoch ist der Verdienst? Wie viel sind 10% EK? Ich würde an Euerer Stelle einfach mal zur Bank gehen und mich beraten lassen. Bei Euerer Zukunftsplanung aber auf jeden Fall nur mit dem Gehalt deines Mannes. Macht Euch auch mal schlau, ob ihr besonders geförderte Darlehen bekommt. Wir haben damals vom Landkreis zwei sehr günstige Darlehen bekommen.

LG,
Juliane