bohrinsel? ja oder nein?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 03:42 Uhr

hallo,
mein mann hat sich für die bohrinseln beworben. hier bei uns erhält er leider keine arbeit. wenn nur über zeitarbeitsfirmen und dann auch wirklich nicht. ja wir melden uns. dann ruft er einige tage später an, ja die firma hat sich noch nicht gemeldet, ob sie jemanden brauchen / wann es losgeht. ich melde mich wieder. und dann hörst du die nächsten 2 wochen nichts!

also hab ich ihn den vorschlag gemacht auf eine bohrinsel zu gehen. 3 wochen arbeit 2 wochen frei. je nachdem wie der turnus ist.
im internet fanden wir ja nun genug infomaterial.

nun hat er per mail schonmal hingeschrieben. ja am 1. märz soll er in hamburg sein. wenn er interesse hat, einfach auf diese mail antworten. hat er gemacht. 2 bis 3 tage später erschien wieder eine mail, die bewerbungsunterlagen werden zugeschickt, sowie infobroschüre und die adressen, wo man sich bewirbt.

natürlich kostet das ganze auch geld. aber das stand schon im internet.

bewerbung wurde fertig gemacht und auch am montag gleich abgeschickt. dürfte hoffentlich heute auch schon da sein (niederlande) und dass sie sich ganz schnell melden.

meine mutter natürlich, statt sich zu freuen, endlich geht es vorwärts. nein. das kostet ja geld über 50 bis 60 euro (wir haben 37 euro bezahlt)
und dann kriegst du noch nicht mal ne zusage. da stellen die keinen ein!!!

ja meine mutti ist eine richtige frohnatur!!! bis dahin war ich total happy! endlich mal ne firma die wirklich gleich reagiert und nicht erst sagt, ja ich melde mich und dann hörst du nichts wieder von denen.

nun mach ich mir ja doch gedanken, dass es nichts wird. obwohl mein mann gemeint hat, laut der mai suchen die ja dringend leute!!

hat jemand von euch erfahrung mit dem ganzen?? stehen die chancen wirklich so schlecht?? oder auch nicht schlechter oder besser als anderswo? geldschneiderei bzw. verschwendung? oder gute investition?

noch dazu muss ich sagen, mein mann hat immer gearbeitet. er ist vielleicht mal für 2 3 monate daheim. höchstens! er hat immer gleich wieder arbeit gehabt. er sucht und bewirbt sich auch selbst. es ist nicht so, dass er sich daheim auf der faulen haut ausruht!!

danke fürs zuhören und sorry für das viele bla bla bla.

ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen!!!

Beitrag von bi_di 23.02.11 - 04:43 Uhr

Da muss ich Deiner Mutter aber recht geben. Das ist unseriös.
Personalvermittler werden von dem bezahlt, der sie beauftragt. Sucht also eine Firma Leute, würden sie den Personalvermittler bezahlen.

Diese Leute verkaufen einfach nur frei zugängliche Adressen. Das ist so, als würdest Du damit werben, Models ganz gross rauszubringen und ihnen dann die Adressen ein paar Modelagenturen verkaufen. Gerne ergänzt um einen teuren, unqualifizierten Lauf- und Schminkkurs, den die hoffnungsvollen Bewerberinnen besser auch noch bezahlen.

Der Termin in Hamburg wird vermutlich nix anderes sein: Ein teures 'Lauftraining' für Bohrinselaspiranten.

Grüsse
BiDi

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 05:53 Uhr

danke für die antwort. hoffe ja echt dass es nicht so ist.

es hieß ja ist festeinstellung. arbeitsbeginn am 1. märz. nun heißt es abwarten. bewerbungen sind ja nun draußen. jetzt kann ich echt nur abwarten.

adressen für bohrinseln zum bewerben hab ich keine im internet gefunden. zwar jede menge seiten und infos aber nichts mit bewerben. nur dass man bewerbungsunterlagen anfordern kann, eben kostenpflichtig....

Beitrag von weltenbuergerin2 23.02.11 - 04:57 Uhr

Ich sehe das wie deine Mutter. Ihr werdet abgezockt.
"natürlich kostet das ganze auch geld."
Das ist überhaupt nicht natürlich bei einer normalen Stellenausschreibung.
"ja meine mutti ist eine richtige frohnatur!!!"
Deine Mutter ist Realistin und nicht so naiv wie du und dein Mann.
Warum wechselt dein Mann so oft den Job?

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 05:51 Uhr

warum mein mann sooft den job wechselt? weil es meist nur befristet ist. hier gibt es keine festen einstellungen. bzw. nur über zeitarbeitsfirmen regional und wenn die keine aufträge haben wird eben gekündigt.

naja, jetzt kann ich es eh nicht mehr ändern mit dem bewerben.
wir haben ja nach adressen im internet gesucht, aber keine gefunden.
wie soll man sich denn dann auch bewerben?

ja vielleicht sind wir naiv. wir werden es sehen. aber danke für die antwort.
hab es mir zwar auch schon gedacht, wollte es wohl aber nicht wahr haben. denn schließlich muß doch auch mal was klappen!

Beitrag von rosaundblau 23.02.11 - 06:23 Uhr

Guten Morgen!

Vielleicht versucht Ihr Euch mal bundesweit zu bewerben. Wenn es in Eurer Region keine Arbeit gibt, müsst Ihr dort hinziehen wo es Jobs für Euch gibt.

vg rosaundblau

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 08:29 Uhr

ja. haben wir uns auch schon überlegt. aber wer will schon wirklich weg?
ist nicht so, dass wir es nicht wollen.

noch dazu hab ich hier echt eine spitzenarbeit und auch ziemlich guten verdienst. schon deshalb möchte ich nicht wirklich wegziehen wollen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Beitrag von trollmama 23.02.11 - 06:45 Uhr

Hallo!
Das Geld hättet Ihr sinnvoller ausgeben können!
Von dieser Firma bekommt Ihr vielleicht nur noch Adressen von den Firmen, die Off-Shore arbeiten, aber mehr auch nicht.
Okay, evtl. wird Euch noch gesagt, daß einer der Voraussetzungen dort zu arbeiten ein Sicherheitskurs ist, der i. d. R. vom Arbeitnehmer selbst bezahlt werden muß - und der kostet zwischen 600 Euro - 1000 Euro.
Der Turnus 2 Wochen arbeiten - 3 Wochen frei hört sich gut an. Aber dieser Turnus ist fest! Das bedeutet, daß Ihr damit rechnen müßt, daß Dein Mann Weihnachten und/oder Silvester auf der Bohrinsel verbringt. Mal so eben Urlaub in dieser Zeit einreichen geht nicht!
Leider hast Du kein Wort über die Qualifikation Deines Mannes geschrieben. Gesucht werden vor allen Dingen Ingenieure oder qualifizierte Mitarbeiter mit Off-Shore-Erfahrung. Den Versprechungen, daß dort auch händeringend unqualifiziertes Personal gesucht wird, brauchst Du keinen Glauben zu schenken - die Jobs sind sehr begehrt, die Gesellschaft kann sich aussuchen, wenn sie dort hinschicken will.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von trollmama 23.02.11 - 07:12 Uhr

Hab' noch etwas vergessen: Wie sieht das Englisch Deines Mannes aus! Spricht er gut? Auf der Bohrinsel ist die Arbeitssprache englisch.
Hier sind noch 2 Firmen bei denen Dein Mann persönlich anrufen und nachfragen kann:

Conocophillips Hamburg (Adresse mußt Du selbst raussuchen) oder

http://www.statoil.de/de/Careers/vacancies/Pages/WorkOnAnOilPlatform.aspx

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 08:27 Uhr

da verschiedene berufe vor ort arbeiten wird auch dementsprechend gesucht. und er hat auch die voraussetzungen dafür. das dürfte ja kein problem sein.

schlosser, metallbauer, schweißer und und und. das kann er ja alles und hat es gelernt.

und noch dazu will er ja sich auch weiterbilden!

englisch kann er, zwar nicht supergut. aber das lernt man ja dann auch schnell, wenn man es dauernd sprechen muss.

mit dem festen turnus ist auch klar. und da ich eh zu feiertagen, wochenenden ferien und so arbeiten muss, kann ich mich damit arrangieren.

Beitrag von trollmama 23.02.11 - 09:23 Uhr

Sag mal, hast Du es immer noch nicht kapiert?
Das Unternehmen, welches Euch die Unterlagen geschickt hat, wird alles mögliche erzählen ('da werden händeringend Leute gesucht'), damit Ihr das Geld für diese (wertlosen) Unterlagen rausrückt!
Seriöse Ölfirmen rekrutieren ihre Leute ganz anders!
Und dann überlege mal ganz stark, warum Du einem Unternehmen Geld bezahlen mußt, welches sooooo händeringend nach Leuten sucht? Das Unternehmen würde die Unkosten für die Rekrutierungsfirma decken, damit es an Arbeitskräfte kommt und nicht umgedreht!
Mensch, Du bist 30 Jahre, Dein Mann bald 40 Jahre! So langsam solltet Ihr aufhören an Märchen zu glauben.
Ich hatte Dir 2 Firmen genannt, die Off-Shore Arbeit anbieten. Wenn die Deinen Mann haben wollen, dann nehmen sie ihn auch - ohne, daß Ihr dafür bezahlen müßt!
Ach ja, habt Ihr das Geld für den Sicherheitskurs schon zusammen und Euch erkundigt wo der stattfindet?

Beitrag von lena1309 23.02.11 - 09:43 Uhr

Hallo,

Schlosser und Metallbauer sind keine 2 verschiedenen Berufe.
Metallbauer ist die neue (wenn man es nach so vielen Jahren noch so nennen kann) Bezeichnung für den früheren Schlosser.
Und hier ist es noch wichtig, in welchem Bereich er die Ausbildung hat.
Und ist er zusätzlich noch eine ausgebildete Schweißfachkraft mit Zertifikat oder handelt es sich um die Erfahrung, die er innerhalb seines normalen Berufsalltages erworben hat? Das sind alles gravierende Unterschiede.
Im Metallbereich werden händeringend gut ausgebildete Fachkräfte gesucht, wenn er also über die richtig fundierten Ausbildungen verfügt, die mit Briefen und Zertifikaten belegt werden können, muss er kein Geld für Bewerbungen ausgeben.
Dann nehmen ihn auch seriöse Firmen mit Kusshand.

LG
M.

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 07:41 Uhr

Deine Mutter hat Recht.
Das ist völlig unseriös.
Warum kostet eine Bewerbung "natürlich" Geld???

Spart Euch das Geld für die Fahrt.

Gruß,

W

Beitrag von josephine2003 23.02.11 - 07:52 Uhr

Has du jemals erlebt, dass eine seriöse Bewerbung Geld (außer die Auslagen für die Erstellung) kostet?

Mitarbeiter sucht man nach Qualifikation, nicht danach aus, ob sie Geld überweisen können

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 08:31 Uhr

hab überall im netz gesucht. ohne bewerbungsunterlagen von denen, die kostenpflichtig sind, hast du keine chance. zumindest hab ich nichts gefunden.

selbst einige haben gepostet auf anderen seiten, hier schau mal, da sehr seriös. kann ich empfehlen. hab nachgeschaut. genau die gleiche seite, die ich auch so gefunden hab!

nun muss ich mich überraschen lassen!

wollt halt hier nur mal wissen, wer damit erfahrung gemacht hat!

Beitrag von kati543 23.02.11 - 08:48 Uhr

Ich habe noch nie gehört, dass eine seriöse Agentur Geld von Bewerbern verlangt hat. Das macht wirklich niemand. Die seriösen Agenturen werden von den Unternehmen bezahlt. Was du bekommen wirst ist eine Liste von Bohrinseln die es gibt (was man auch selber herausfinden kann). Aber keinesfalls was die wann suchen.

Beitrag von kati543 23.02.11 - 08:50 Uhr

Ach ja...hättet ihr den einfacheren (kostenlosen) Weg gewählt und mal bei der Jobbörse des Arbeitsamtes geschaut, wüßtet ihr, wo ihr euch bewerben könntet. Die haben doch tatsächlich dort auch Gesuche drin für Bohrinseln.

Beitrag von kathi.net 23.02.11 - 09:07 Uhr

"natürlich kostet das ganze auch geld. aber das stand schon im internet."

Sorry, aber Stellenangebote, bei denen man noch Geld mitbringen muß, sind in meinen Augen nicht seriös.#kratz

Ich denke, du wirst von der Firma - wenn überhaupt etwas - eine Absage bekommen. Geld ist bezahlt, Bewerbung in der Rundablage - tolles Geschäftsmodell. Und das ohne etwas tun zu müssen. #schwitz

LG Kathi

Beitrag von schwarzesetwas 23.02.11 - 09:50 Uhr

Mal abgesehen davon, dass ihr teures Lehrgeld bezahlt habt:
Weisst Du eigentlich von den Gefahren zzgl. Lagerkoller usw. in die sich Dein Mann begibt?

Arbeiten auf einer Bohrinsel ist sehr gefährlich - meinen Mann würde ich niemals dort arbeiten lassen.

Lg
SE

Beitrag von paulchen_ploen 23.02.11 - 09:55 Uhr

Hallo Du,

klar sieht soetwas erst einmal unseriös aus.
Muss es aber nicht sein.

Bei ausländischen Arbeitsgebern ist es häufig so, dass du als Bewerber die entstehenden Kosten zu tragen hast.

Bei uns hier (Schleswig-Holstein) arbeiten viele im nahen Dänemark und auch da ist es so, dass bei jeder Bewerbung um die 50,00 Euro fällig werden. Damit holt der potentille Arbeitsgeber sich unter anderem Informationen der Krankenkasse etc. ein.

Oder nächstes Beispiel: Meine Tochter hat sich für ein Auslandsschuljahr in die USA beworben.Da wurden nur für die Bewerbung und Prüfung Ihrer Unterlagen gleich mal 150,00 Euro fällig....und ja...es hat geklappt. Sie fliegt mitte Juli für 12 Monate in die Staaten.

Ich drücke Euch die Daumen!!!!

LG Birte

Beitrag von lena1309 23.02.11 - 10:00 Uhr

Hallo,

bei Firmen in den Niederlanden ist es aber keine so klare Sache, dass man Vorkosten hat. Gerade hier im Grenzgebiet werden solche Kosten nicht erhoben, weil man eben weiß, dass in Deutschland so eine Vorgehensweise als "nicht seriös" angesehen wird.

Und da sie die Unterlagen ja in die Niederlande geschickt hat, heißt es eben, vorsichtig sein und nicht zu blauäugig an die Sache ran gehen.

LG
M.

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 18:12 Uhr

danke für deine liebe antwort. eine kollegin von mir, mit ihr hab ich erst heute darüber gesprochen, hat sich damals auch auf der bohrinsel beworben. als krankenschwester. auch sie musste das geld für die bewerbungsunterlagen bezahlen. und sie hätten sie auch genommen. hat sich aber aus anderen gründen dagegen entschieden.

ich hoffe ja auch dass es was wird!!

Beitrag von bruchetta 23.02.11 - 10:38 Uhr

Es ist bei Bohrinseln so üblich, dass man für die Kontakte € 37,-- bezahlt.
Anders kommt man nicht an die Adressen.

Ich sehe eher ein Problem bei der Arbeit an sich. Das ist der totale Knüppeljob und Dein Mann ist 3 Wochen weg.

Ich würde mich eher damit anfreunden, mich deutschlandweit zu bewerben und dann ggfs. umzuziehen, als auf eine Bohrinsel zu gehen!

Beitrag von trollmama 23.02.11 - 12:26 Uhr

Ich habe KEINE 37 Euro bezahlt und der TE trotzdem 2 Adressen nennen können......

Beitrag von phoeby1980 23.02.11 - 18:15 Uhr

da ich auch im schichtsystem arbeite und am wochenende. ist das nicht ganz so shclimm. habe shcon im team gesprochen, dass ich fast die 3 wochen durcharbeite und dann nach möglichkeit mehr frei habe in den 2 wochen. bis jetzt, probeplan, möglich.

ich werd sehen. auch mein mann muss sehen, ob ihn das liegt. ist klar.
und wenn er sagt nach ein paar monaten, ist doch nicht seins, dann kann er ja immer noch aufhören. aber er hat es wenigstens versucht!