Vollzeitbetreuung - ich glaube den Quatsch nicht mehr

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von gotschie 23.02.11 - 09:27 Uhr


Hallo,

ich habe gerade den Beitrag über die Vollzeitbetreuung im Kindergarten gelesen und ehrlich gesagt, glaube ich den ganzen Quatsch nicht mehr.

Keiner erzählt mir, dass die Kinder nicht darunter leiden, wenn sie von 07.00 bis 17.00 Uhr da sind....

....es gibt nur Kinder, die stecken es vielleicht besser weg


Das Familienleben bleibt definitiv auf der Strecke. Die Erziehung kommt dann von der Erzieherin und nicht mehr vom Elternhaus. Schade, dass dies der Stadt auch noch zu unterstützen will.

Es ist gut, dass es Vollzeitbetreuung gibt, für die Ausnahmen, die keine andere Betreuung haben und Vollzeit arbeiten "müssen".

Mußte einfach mal raus.

Gruß
Gotschie

Beitrag von sonne_1975 23.02.11 - 09:31 Uhr

Meine Kinder werden nicht Vollzeit betreut, ich arbeite nur 2,5 Tage pro Woche, d.h. 5 mal vormittags und 2 mal nachmittags bei der Oma.

Es gibt aber Kinder, die langweilen sich zu Hause. Sie werden im KiGa viel besser gefördert, sie können da viel besser spielen, haben da Freunde.

Bei meiner Freundin geht die Tochter schon das 2.Jahr voll in den KiGa (davor Krippe) und sie will abends nicht mit nach Hause. Sie muss ganz später abgeholt werden, wenn die anderen Kinder schon gegangen sind. Sonst will sie noch da bleiben und spielen.

Mein Sohn ist genau so, er schimpft, wenn ich ihn (oder die Oma) schon unter den ersten abhole, ich muss unter den paar letzten kommen. Ist allerdings auch nur 13 Uhr.

LG Alla

Beitrag von sparrow1967 23.02.11 - 09:35 Uhr

>>
Bei meiner Freundin geht die Tochter schon das 2.Jahr voll in den KiGa (davor Krippe) und sie will abends nicht mit nach Hause. Sie muss ganz später abgeholt werden, wenn die anderen Kinder schon gegangen sind. Sonst will sie noch da bleiben und spielen. <<

WÜrde mir als Mutter zu denken geben- ganz ehrlich.
Das Kind fühlt sich im Kiga mehr zuhause als daheim....oder die Eltern sind langweilig.

Junior freut sich aufs Knderhaus- und er freut sich auf zuhause- weil er weiß, dass wir nachmittags immer irgendwas machen oder er draussen mit Freunden spielen kann.

sparrow

Beitrag von sonne_1975 23.02.11 - 09:43 Uhr

Ja, es liegt auch an der Mutter. Sie weiss nicht, wie sie mit der Kleinen spielen soll. Aber mein Kind langweilt sich zu Hause nicht, er will nachmittags gar nicht in den KiGa (er könnte nach dem Mittagessen nochmal hin), trotzdem will er später abgeholt werden, weil er noch spielen will.

Würde es bei uns eine durchgehende Betreuung über Mittag geben, würde er da gerne bleiben. Nur dieses nach Hause hetzen, essen und wieder zurück, das mögen wir beide nicht.

Beitrag von sparrow1967 23.02.11 - 09:50 Uhr

>>trotzdem will er später abgeholt werden, weil er noch spielen will. <<

logisch- man reißt sie ja mitten aus nem Spiel, wenn man plötzlich in der Tür steht. ;-)

Beitrag von sonne_1975 23.02.11 - 09:52 Uhr

Ne, plötzlich ist es nicht. Die Abholzeit ist ab 12.30, da spielen sie nicht mehr, sondern sind entweder draussen, oder sitzen im Kreis und spielen etwas, wo die Kinder leicht rauskönen. Ich soll erst 12.50 oder so kommen, wo die meisten weg sind.

Beitrag von mabo02 23.02.11 - 12:09 Uhr

Bei uns ist das aber auch so.
Wenn ich schonmal früher Feierabend mache, ist mein Sohn sogar noch sauer, obwohl wir Nachmittags noch oft was unternehmen und auch Spaß zusammen haben.

Für mich zeigt es einfach nur, dass er sich im Kindergarten wohl fühlt und das ist uns sehr wichtig, da er dort nunmal die meiste Zeit der Woche verbringt.

Beitrag von steinchen80 23.02.11 - 09:34 Uhr

und... fühlste dich jetzt besser nachdem du deine geistigen Ergüsse hier abgeladen hast ?

Dann wünsche ich dir noch einen wunderbaren Tag und frage mich ganz ersthaft ob du nichts wichtigeres zu tun hast dir Gedanken üner anderer Leute Kinder zu machen.
Schön für dich wenn deine nicht in Vollzeitbetreuung sind, was die anderen machen kann dir doch herzlich egal sein.

Steinchen

Beitrag von hanni123 23.02.11 - 09:34 Uhr

Welchen Beitrag?

Beitrag von zwergnummer3 23.02.11 - 09:37 Uhr

Hallo,

was möchtest du damit jetzt bewirken?
Man kann auch evtl. über den Tellerrand schauen! Das tut nicht weh und öffnet Horizonte;-)!

LG#sonne

Beitrag von meandco 23.02.11 - 09:37 Uhr

wow ... ein kleiner scheeball #schwitz

aber: bin deiner meinung, dass es nicht so gut ist wie ne gut funktionierende familie ... allerdings gibt es auch kinder für die es besser ist in so ner einrichtung betreut zu werden als zu hause vernachlässigt zu werden.

wir gehen hier ja immer vom optimalzustand einer gut funktionierenden familie aus!

so, und damit mach ich mal den weg frei für die lawine #schein

lg
me

Beitrag von mabo02 23.02.11 - 12:07 Uhr

Gerade in einer gut funktionierenden Familie können die Kinder gut mit der Vollzeitbetreuung umgehen, da die quantitativ wenige Zeit qualitativ gut genutzt wird.

Beitrag von kruemlschen 23.02.11 - 09:37 Uhr

Schön, wenn Du Dich jetzt besser fühlst.

Diese arrogante und unqualifizierte Meinung haben in Europa zumeist nur Deutsche, in den meisten Ländern stellt sich die Frage "Vollzeit oder Teilzeit" gar nicht, da ist es normal das beide Elternteile Vollzeit arbeiten und somit die Kinder Vollzeit fremdbetreut werden.

Wie viele leidende und unglückliche Kinder kennst Du denn?
Und wie viele Erwachsene oder Jugendliche kennst Du die bereits im Kleinkindalter Vollzeit fremdbetreut wurden und aus heutiger Sich sagen können sie wären unglücklich gewesen und haben gelitten?

Wie kommst Du dazu so unverschämt zu behaupten die Erziehung bei Vollzeitfremdbetreuung kommt mehr von den Erziehern als vom Elternhaus?

Ich merk schon, einfach mal ein bisschen stunk verbreiten... Hauptsache Du hast Deine unqualifizierte Meinung zum Besten gegeben #gaehn

K.

Beitrag von sparrow1967 23.02.11 - 09:49 Uhr

>>Wie kommst Du dazu so unverschämt zu behaupten die Erziehung bei Vollzeitfremdbetreuung kommt mehr von den Erziehern als vom Elternhaus?<<

Wenn das Kind 5 Tage die WOche von 8-17Uhr fremdbetreut wird...ähm...dann wird die Erziehung wohl mehr bei den Erziehern liegen.

>>Diese arrogante und unqualifizierte Meinung haben in Europa zumeist nur Deutsche, in den meisten Ländern stellt sich die Frage "Vollzeit oder Teilzeit" gar nicht, da ist es normal das beide Elternteile Vollzeit arbeiten und somit die Kinder Vollzeit fremdbetreut werden.<<

Und? Muß man dem nacheifern oder kann man auch dafür einstehen, dass man es besser findet den Kindern ein Elternhaus MIT Betreuung zu geben ohne als arrogant bezeichnet zu werden?
Es gibt Familien, da MÜSSEN beide arbeiten - da gehts ums Überleben.
Es gibt aber auch Familien, da müssen sich auch die Mütter selbst verwirklichen und können damit nicht warten, bis die Kinder groß genug sind. Da wird der Kigaplatz- koste es was es wolle- mal voll augebucht, weil Mama sonst die Decke auf den Kopf fällt oder sie nicht weiß, was sie mit den Kindern anreißen soll...


Meine persönliche Meinung.

>>Hauptsache Du hast Deine unqualifizierte Meinung zum Besten gegeben
<< es gibt keine unqualifizierte Meinung. Jeder hat nun mal seine Ansicht.



sparrow

Beitrag von sonne_1975 23.02.11 - 09:55 Uhr

##
Es gibt aber auch Familien, da müssen sich auch die Mütter selbst verwirklichen und können damit nicht warten, bis die Kinder groß genug sind.
##

Sorry, aber wenn man gerade nicht an der Kasse war, ist in den meisten qualifizierten Berufen der Zug abgefahren, wenn die Kinder gross genug sind. Und leider gibt es sehr viele Berufe, wo man keine 10 Jahre Teilzeit arbeiten kann.

Beitrag von schnee-weisschen 23.02.11 - 10:04 Uhr

Und aus dem Grund sollte "man" vielleicht einfach den Ball flachhalten und im Vorfeld ne Entscheidung treffen, anstatt mit seinem Hintern auf allen Hochzeiten tanzen zu wollen und die eigenen Aufgaben zu Lasten der Kinder dann geschickt auf andere umzuverteilen.

Ich kenne durchaus Leute, die das Optimum wollen, ob das nun im Beruf liegt, oder bei den Kindern.

Beitrag von sonne_1975 23.02.11 - 10:12 Uhr

Wie jetzt? Sollen die Frauen nicht mehr studieren und keinen qualifizierten Beruf ausüben, wenn sie Kinder haben wollen??

Natürlich WÜRDE in den meisten Berufen die Teilzeit gehen. Wenn denn die AG mitspielen würden. Klar, in der Elternzeit müssen noch die AG mitspielen, hier geht es aber um Kinder, die älter als 3 Jahre sind. Und da ist bei den meisten Schluss, da soll die Frau wieder Vollzeit arbeiten.

Ich bin jetzt in der Elternzeit mit dem 2., deswegen arbeite ich Teilzeit. Wie es in 2 Jahren ist, weiss ich nicht. Meinen Job kann man aber gut in Teilzeit machen (Softwareentwicklung), deswegen hoffe ich, dass ich 30 Stunden machen darf. Erlauben muss es der AG nicht, zumal wir nur 5 Mitarbeiter haben.

Und eine neue Stelle in Teilzeit in meinem Beruf gibt es nicht. Da kann man nur von der Vollzeit reinrutschen, durch die Elternzeit.

Beitrag von schnee-weisschen 23.02.11 - 10:22 Uhr

Meiner Meinung nach sollte man frühzeitig ne Entscheidung treffen, ob Kinder, oder Karriere.
Damit meine ich nicht, dass Mütter generell gar nicht arbeiten sollen.
Aber Kinder bekommen und diese dann von anderen vollzeitbetreuen lassen, um die eigene Karriere weiterzuverfolgen, geht gar nicht, sorry.

Hier geht´s nicht um die finanzielle Notwendigkeit (und falls doch, hätte man sich das vorher überlegen können, im Normalfall plant man Kinder), sondern darum, das eigene Ego zu pushen.

Naja, ich hab´s mir gerade überlegt... bei manchen Müttern sind die Kinder wohl doch besser bei ner liebevollen Erzieherin aufgehoben.

Beitrag von kati543 23.02.11 - 10:27 Uhr

Klar, aber wer soll dann überhaupt noch Kinder bekommen? Die Menschen, die in Ehe zusammenleben und wo der Mann ein weit überdurchschnittliches Einkommen hat? Weißt du, wieviele das sind? Und was passiert, wenn diese überaus liebevolle Ehe kaputt geht? Wer zahlt dann Unterhalt für die Mutter, wenn das Jüngste älter als 3 ist? NIEMAND. Die Mama MUSS arbeiten oder sie liegt den anderen (ohnehin schon sehr wenigen) überdurchschnittlich verdienenden Familienvätern auf der Tasche.

Beitrag von sonne_1975 23.02.11 - 10:35 Uhr

Ich glaube, dein Bild geht an der Realität weit vorbei.

Was verstehst du unter Karierre? Mehr als an der Kasse sitzen oder Akten von einer Schreibtischecke zur anderen zu schieben (tut mir leid an alle Sachbearbeiter, aber ich muss an der Stelle etwas übertreiben)?

Meinst du also wirklich Frauen dürfen nur Lehramt studieren, weil sie dann nachmittags zu Hause sind?

Es geht nunmal nicht immer, dass man ausserhalb von Elternzeit noch Teilzeit arbeiten kann. Und es hat nichts mit Karriere zu tun, Karriere ist für mich alle paar Jahre aufsteigen zu wollen. Das will ich z.B. nicht, ich werde bis zum Schluss "Indianer" bleiben, sprich normale Angestellte. Aber es hat nichts mit Kindern zu tun, ich würde es auch ohne Kinder nicht wollen, es liegt mir nicht, ich will entwickeln.

Beitrag von mabo02 23.02.11 - 12:42 Uhr

Es muss ja nichtmal Karriere sein.
Manch einer will einfach nur seinen Job vernünftig machen und das geht nicht immer mit 20h in der Woche.

Ich gehe 35h um meinem Job gerecht zu werden und das mache ich auch gerne.

Beitrag von kolibri1202 23.02.11 - 11:01 Uhr

Also, meine Liebe, planen ist eine super Idee, in der Theorie.
Ich hatte bis 2009 nur Zeitverträge, dann kam endlich der heissersehnte Festvertrag. Mein Mann hatte zu dem Zeitpunkt auch eine feste Stelle. Ich wurde schwanger (geplant) und mein Mann verlor seine Stelle aufgrund der Finanzkrise.
Und nun? Hätte ich Deiner Meinung nach abtreiben sollen?
Ich muss nun nach nicht mal einem Jahr wieder arbeiten gehen, da wir sonst nicht finanziel über die Runden kommen, mein Mann hat, trotz vieler Bewerbungen und Gesprächen, immer noch keinen neuen Job.
Meine Tochter kommt, so wir denn einen Platz bekommen, in eine Kita und wird dort höchstwahrscheinlich, ausser mein Mann hat bis dahin keinen Job, von 7 bis 17 Uhr betreut werden.
Ich würde auch lieber die ersten drei Jahre zu Hause bleiben, aber nicht, weil ich Kitas schlecht finde, sondern weil ich lieber mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen möchte.
Übrigens, ich bin selbst Erzieherin und kann nicht behaupten, dass es den Kindern in den Kitas schlecht geht. Es stimmt, dass manche Kinder den Kita-Alltag schlechter verpacken als andere, das sind aber Ausnahmen.

Beitrag von mabo02 23.02.11 - 12:39 Uhr

Kinder oder Karriere frühzeitig entscheiden..
Soso.
Du würdest deiner Tochter also raten, mit knapp 15-16 Jahren.
Schmeiss die Schule, mach kein Abitur, ja keine Ausbildung oder gar ein Studium wenn du später mal Kinde haben möchtest.
Das ist ja dann vertane Zeit und rausgeschmissen Geld.

Sag mal was hast du denn für Vorstellungen?

Gott beware, dass nur noch Frauen Kinder bekommen, die keinen guten Job haben.

Beitrag von fibia 23.02.11 - 12:42 Uhr

Willkommen im Mittelalter #augen ....

Beitrag von mabo02 23.02.11 - 12:48 Uhr

Komm, ein bisschen moderner ist sie schon.
Im Mittelalter war nichts mit Planung. :-p