Unterhaltsfestsetzung wird nicht vorgenommen wegen Insolvenzeröffnung

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von estefania86 23.02.11 - 10:43 Uhr

Hallo,

die Mutter meines Stiefsohnes hat Privatinsolvenz beantragt und am 12.01. wurde das Verfahren eröffnet.

Ach so, nur zwischendurch - mein Stiefsohn lebt bei uns und seit unserer Hochzeit vergangenen Jahres bekommt mein Stiefsohn keinen Unterhaltsvorschuss mehr (6 Jahre alt).

Die Mutter arbeitet nicht, und hat bis dato auch noch keinen Unterhalt gezahlt.

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Also mein Mann war im Dezember beim Jugendamt und wollte den Unterhalt festsetzen lassen, auch aus Angst, wegen dem Insolvenzverfahren, dass seinem Sohn Ansprüche vergehen, wenn er mal älter sein sollte und seine Mutter evtl. reich heiraten wird.

Die Dame wollte sich darum kümmern und fragte, ob mein Mann darauf angewiesen sei. Er sagte, nee, aber das Geld stünde seinem Sohn und nicht ihm zu. Es kommt wohl nicht allzu häufig vor, dass Väter beim Jugendamt wegen sowas sitzen.

Ende Januar hatten wir immer noch nichts gehört. Die machte uns nur darauf aufmerksam, dass das Insoverf. eröffnet wurde und man nichts machen könne, sie würde in 3 Monaten mal sehen ob die Mutter arbeite.

Meine Frage:

Was passiert mit dem "nicht festgesetzten" Unterhalt, der ja irgendwie schon auflaufen müsste?

Muss nicht trotzdem geklärt werden, wieviel sie wenigstens zahlen müsste, wenn sie wieder arbeitet?

Bis dato steht mein Stiefsohn in der Insolvenztabelle mit 0,00 €, weil wir nichts anmelden konnten.

Ist das alles so rechtens. Das ein 6-jähriger ohne einen festgesetzten Unterhalt darauf warten muss, bis seine Mutter arbeitet oder das Insoverf. beendet ist? Bzw. dass das Jugendamt mal was unternimmt?

Ich hoffe es ist durchschaubar, was ich hier möchte :)
Ich bedanke mich im voraus für die Antworten :)

Beitrag von thea21 23.02.11 - 12:20 Uhr

<<<Bis dato steht mein Stiefsohn in der Insolvenztabelle mit 0,00 €, weil wir nichts anmelden konnten. >>>

Unterhalt ist von der Restschuldbefreiung ausgenommen! Da kann die Gute noch 20 Mal in PI gehen.

Ich würde hier zum Anwalt gehen.

Anders: man hat doch 72 Mon. Anspruch auf UHV!?

Beitrag von estefania86 23.02.11 - 12:21 Uhr

<<<<<<<Ich würde hier zum Anwalt gehen.

Anders: man hat doch 72 Mon. Anspruch auf UHV!?

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Ja, aber nicht wenn man in der Zwischenzeit geheiratet hat - leider!

aA mir ging es auch mehr um das Vorhaben des Jugendamtes - also ob die Festsetzung nicht trotz allem erfolgen müsste.

Beitrag von thea21 23.02.11 - 12:39 Uhr

Aber eine Festsetzung einer Summe KANN doch nur erfolgen, wenn Einkommen da ist?

Also genug Einkommen.

Beitrag von krokolady 23.02.11 - 14:54 Uhr

Die Unterhaltsschulden die bis zur PI aber aufgelaufen sind "verfallen" sozusagen............ mir sind so auch an die 4000 Euro flöten gegangen da mein EX in die PI ging, und der titel noch nicht ganz durch war.

Beitrag von fleckchen73 25.02.11 - 09:34 Uhr

genau!

bei uns handelt es sich in etwa um 12.000€ pro kind (es sind 2 kinder)!

futsch und wech....


LG #herzlich

Beitrag von kruemlschen 23.02.11 - 13:11 Uhr

Hallo,

mensch da hätte sich Dein Mann mal ein wenig früher drum kümmern müssen.

Da ihr bis dato keinen Titel vorliegen habt, sind auch bisher keine Unterhaltsschulden ggü. Eurem Sohn aufgelaufen, lediglich gegenüber dem JA und darum auch die 0,00€ in der insolvenzmasse.

Mensch mensch mensch... ich versteh es echt nicht. UVG ist ja gut und schön, aber doch bekannt dass nur max 72 Monate bzw. bis zum 12 Lebensjahr gezahlt wird, also braucht man trotzdem einen Titel den man dann mal vollstrecken kann sofern mal Geld da ist!

Bringt nichts, der Zug ist abgefahren.

Trotzdem solltet ihr jetzt dringend für den Titel sorgen damit zumindest für die weiteren Jahre einer da ist.
Und wenn in Eurem JA nur solche Pappnasen arbeiten, dann sucht ihr Euch besser einen Anwalt der sich darum kümmert.

Und außerdem könnt ihr die Gute ja bei Zeiten mal anzeigen wegen Unterhaltspflichtverletzung, dass kann man beliebig oft machen, bis es mal zum Verfahren kommt, da hat sich dann schon der ein oder andere doch noch einen Job gesucht ;-)

Gruß K.

Beitrag von manavgat 23.02.11 - 13:41 Uhr

Pfeif auf das Jugendamt!

Nehmt Euch umgehend eine Anwältin, die einen Unterhaltstitel erwirkt.

Im übrigen kann auch eine Strafanzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung die Sache beschleunigen.


Reich heiraten wird da leider gar nix helfen. Da könnt ihr höchstens den Taschengeldanspruch teilweise pfänden...

und wer will schon eine arbeitsscheue, die sich nicht drum kümmert, was ihr Kind braucht?

Gruß

Manavgat

Beitrag von estefania86 25.01.12 - 13:32 Uhr

Hallo ihr Lieben

sorry - danke für eure ganzen lieben Antworten.

Aber das hatte sich dann irgendwie im Sande verlaufen.

Seine Mutter ist im April letzten Jahres verstorben!

Danke für Eure Ratschläge ;)

LG#herzlich