senioren-pflegeheim-sparbuch vorher auflösen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von schnischnaschnappi 23.02.11 - 10:59 Uhr

hallo!

meine eltern sind schon älter. das man schneller, als einem lieb ist, im pflegeheim landet, haben wir im bekanntenkreis erst kürzlich erlebt.

meine mutter hatte gestern ein gespräch mit einer anderen älteren dame. die meinte, solange man kann, sollte man doch die sparbücher auflösen und als bargeld ins schließfach legen. so kämen dann die ämter nicht an das geld.

früher habe ich mal gehört, dass das geld vor dem heim auf ein konto der kinder überschrieben wird. so könnte man sicher sein, dass das bisschen geld, was gespart wurde für zb die spätere beerdigung auf der sicheren seite ist.

habt ihr da schon irgendwelche erfahrungen gemacht? eventuell mit eltern oder großeltern? meine mutter wollte einen rat von mir, weiß aber da im moment auch nicht so recht, was ich ihr antworten soll.

lg und schon mal danke, schnappi!

Beitrag von kruemlschen 23.02.11 - 11:13 Uhr

Jaaaa, da ist er wieder, der superegoistenfred der Woche!

Bööse Ämter, Pfui! Wollen die doch glatt das der Bürger in erster Linie selbst für sich aufkommt ohne der Gemeinschaft auf der Tasche zu liegen #nanana

Sag ihr, sie soll das Sparbuch vorher auflösen und an die Kinder ausbezahlen, die zahlen am Ende vermutlich (hoffentlich?) eh den Heimplatz.

K.

Beitrag von fienchen1101 23.02.11 - 11:28 Uhr

<<<Bööse Ämter, Pfui! Wollen die doch glatt das der Bürger in erster Linie selbst für sich aufkommt ohne der Gemeinschaft auf der Tasche zu liegen <<<

#klatsch

Genau deshalb hat sie doch extra ein Sparbuch für die eigene Beerdigung, damit sie dem Staat oder den Kindern nicht auf der Tasche liegt.

@TE:

Es gibt Möglichkeiten. Lasst euch mal bei eurer Hausbank oder bei eurer Versicherung (Alianz etc.) beraten.

Beitrag von kathi.net 23.02.11 - 11:34 Uhr

Sorry, aber das Auflösen vom Sparbuch und Übertragen von Geld würde ich auch so interpretieren.

Das Sparbuch würde ja sowieso zur Erbmasse gehören, wovon zunächst die Kosten der Beerdigung zu zahlen sind. Also wozu auflösen?

Beitrag von kruemlschen 23.02.11 - 11:38 Uhr

"Genau deshalb hat sie doch extra ein Sparbuch für die eigene Beerdigung, damit sie dem Staat oder den Kindern nicht auf der Tasche liegt."

Ja ne, is klar #augen

Beitrag von josephine2003 23.02.11 - 13:08 Uhr

Aber vorher allen auf der Tasche liegen ist ok, oder wie?

Verglichen mit Heimkosten sind Beerdigungskosten recht gering.

Beitrag von allyl 23.02.11 - 11:30 Uhr

Hi,

wofür brauchen sie das Geld denn, wenn sie im Seniorenheim leben#kratz? Warum sollte man es nicht für die Abdeckung der Kosten nutzen? Verstehe ich echt nicht.

Nach unserer Erfahrung reicht die Rente/Pension allein nicht, um die Kosten für einen Heimplatz zu tragen. Insofern geht natürlich Geld vom "Sparkonto" mit drauf jeden Monat, aber das ist doch auch okay.

Was soll das Geld in einem Schließfach? Das mit der Beerdigung finde ich...hm...vorgeschoben. Deine Eltern müssen doch wohl hoffentlich keine Angst haben, von Euch nicht vernünftig unter die Erde gebracht zu werden.

LG Ally#klee
der es egal ist, wie viel irgendwann vielleicht noch "übrig" ist, solange meine Mom gut versorgt ist (und zwar ohne Zusatzleistungen "vom Amt").

Beitrag von kathi.net 23.02.11 - 11:31 Uhr

Du erwartest doch jetzt nicht allen Ernstes, dass dir jemand Tipps gibt, wie du/ihr Geld beiseite schafft, damit Kosten für eine Heimunterbringung auf die Allgemeinheit abgewälzt werden können?

Im übrigen gilt dafür (die Schenkung) sowieso eine 10-Jahres-Frist.

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 11:41 Uhr

Da hilft man doch gern, wenn Deine Eltern ihren Lebensabend nicht selbst finanzieren, sondern der Allgemeinheit auf der Tasche liegen wollen!

Aber das wird nix - Schenkungen und ähnliche Transaktionen können 10 Jahre rückwirkend ausgehoben werden, wenn eine Bedürftigkeit entsteht.

Gruß,

W

Beitrag von marion0689 23.02.11 - 12:47 Uhr

Hallo!


Findest du es etwa gerecht, dass ein Mann, der mit 18 Jahren in den Krieg musste, schwer verwundet wurde, sein Leben lang zu 80% behindert war aber trotzdem bis 64 gearbeitet hat NUN mit 86 im Pflegeheim sitzt, da er sich wegen der Kriegsschäden nicht mehr allein versorgen kann???

Er hat sein Leben lang gespart, auf alles verzichtet um nach seinem Tod noch seinen Nichten etwas zu vererben.

Tja, und nun sitzt er im Pflegeheim ( geistig topfit!! ) und bekommt keinen Cent vom Amt!! DAS finde ich persönlich eine Schande. Er hat sein Leben lang eingnezahlt und nun kämpfen wir schon Monate mit dem Versorungsamt, damit sie ihm etwas beisteuern. Aber das legt ihm nur noch mehr Steine in den Weg. Und so gehen monatlich 600 Euro von seinen Ersparnissen für das Pflegeheim drauf.
Das ist der Dank, für seine Dienste in der Wehrmacht und seine schweren Verwundungen.
In den Krieg wollte er nicht, aber er MUSSTE!!!

Und bei solchen Vorgeschichten, finde ich NICHTS daran verwerflich, wenn man das Geld von den Sparkonten vorher verschwinden lässt.
Diese Senioren, die so eine Geschichte hinter sich haben und dazu noch jahrzehntelang eingezahlt haben, haben ein Recht auf die Hilfe vom Amt.

Das ist meine Meinung...

LG

Beitrag von josephine2003 23.02.11 - 13:18 Uhr

Solange wir atmen sind wir für uns selbst verantwortlich und haben auch für uns selbst zu sorgen. Wenn ich gleich meiner Vorgeschichte es mir leisten kann mtl. 600€ für meine Versorgung selbst aufzubringen, dann sollte man stolz darauf sein und nicht nach Hilfen schreien, welche für Menschen gedacht sind, die solche Rücklagen nicht haben. Hast du eine Ahnung wieviele Menschen heute im Heim sitzen, den Krieg mitgemacht haben und froh wären noch in der Lage zu sein sich zu refinanzieren? Wie oftmals peinlich es GENAU dieser Generation ist andren -und sei es nur der Gesellschaft im finanziellen- auf der Tasche liegen zu müssen.

Wir leisten uns vielleicht einen Sozialstaat, das bedeutet aber nicht, dass wir es uns deshalb leisten können alles und jeden mitzufinanzieren, der Resourcen hat selbst etwas beizusteuern - Lebenslauf hin oder her.

Zur Not müssen dann halt auch die Nichten für sich selbst aufkommen anstatt sich auf einer Erbschaft ausruhen zu können. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof un wir alle haben schonmal vor der Erkenntnis gestanden, dass es nunmal nicht immer so laufen kann wie wir es uns gerne ausgemalt haben.

Viele wissen hier anscheinend nicht wie gut sie es haben in einem Land zu leben, dass Meihnungsfreiheiten, Soziale Hängematten, solidarische Bildungs-, Gesundheits- und Pflegesysteme und Frieden bietet.

Beitrag von curlysue1 23.02.11 - 13:27 Uhr

Die ihr Leben lang gespart und verzichtet haben sind nunmal wieder die Dummen wie immer.

Die regelmäßig ihr Geld verlebt und verplempert haben, werden unterstützt, so ist es leider in Deutschland.

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 14:09 Uhr

#augen
Wo liegt das Problem, auch im Alter vom eigenen Geld zu leben?

Beitrag von curlysue1 23.02.11 - 14:37 Uhr

Meine Oma zum Beispiel ist eigentlich ein Fall für die Krankenkasse, denn eigentlich müsste sie ins KH.

Da will sie aber keiner mehr haben, denn sie verursacht nur Kosten, da die Krankenkasse nicht alles übernimmt, Behandlung dauert ihnen zu lange, wir wurden schon mind. 10x gefragt ob wir wirklich noch weitermachen wollen mit der Beatmung, es gebe da so möglichkeiten.....

Sie liegt nun seit 3.10.10 auf der Intensivstation, jetzt mußten wir sie in eine private Intensivpflegeklinik bringen, da sie nur mit Beatmungsmaschine atmen kann, die Kosten müssen wir selber tragen, die Pflegekasse will nur den Mindestsatz zahlen, obwohl sie lt. Arzt und Pflegeheim eigentlich Pflegestufe 3+Härtefallregelung bekommen müsste ( wir kämpfen im Moment mit dem MDK, aber das dauert, außerdem würde es auch nicht reichen), da meine Oma aber eine Rente bekommt und ein lebenslanges Wohnrecht in einem Haus hat, will keiner zahlen, Ihre Rente und Pflegestufe ergeben aber nicht die Heimkosten von über 5000€ und jetzt?

Ihre Töchter haben leider nicht genug um die Differenz von den paar Tausend Euros zu übernehmen.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Stecker ziehen lassen (übertrieben gesprochen) oder sie in diesem Heim unter zu bringen und sobald das Ersparte aufgebraucht ist Schulden auflaufen zu lassen.

Allerdings bekommen ALLE anderen in diesem Heim, bis auf ein zwei Ausnahmen alles vom Staat bezahlt und das ärgert mich schon.

Meine Oma hat nur gespart und geopfter und verzichtet, kein Urlaub nix und jetzt sowas, da hätte sie sich doch mal was gönnen sollen, dann wäre sie immer noch gleichgestellt mit all den Anderen die das gleiche Heim bewohnen!!

Beitrag von josephine2003 23.02.11 - 14:29 Uhr

Willst du lieber in ein Land ohne soziale Absicherung? Dann fang an zu packen wenn dir diese Pseudo-Ungerechtigkeiten so auf den Keks gehen.

Solche guten Systeme bringen nunmal auch assoziales Pack hervor - auch wenn das ein verschwindend geringer Teil ist. Und mit assozialem Pack meine ich beide - die, die Ihren "Reichtum" verprassen um dann die hand auf zu halten genauso wie die, welche erstmal alles zur Seite schaffen und dann die Hand aufhalten.

Das eine ist nicht besser als das andre, noch macht rechtfertigt ein Mißbrauch den nächsten.

Beitrag von mansojo 23.02.11 - 19:10 Uhr

das ist nicht richtig

ich spare damit ich im alter gut leben kann und nicht damit meine erben was auf dem konto haben

die können selber sparen

Beitrag von windsbraut69 24.02.11 - 09:54 Uhr

Eben und wenn nach dem eigenen Lebensunterhalt legal nichts übrig bleibt, kann man eben nicht sparen.

Beitrag von curlysue1 24.02.11 - 10:47 Uhr

Aber warum geht es dem Sparsamem dann schlechter als dem, der nichts hat?

Beitrag von mansojo 24.02.11 - 11:23 Uhr

das ist doch wieder eine ganz andere kiste

natürlich ist es mist
aber eben eine folge des sozialstaates


jeder kann leistung in anspruch nehmen wenn er denn in not ist

wie die not definiert ist steht auf einem anderen blatt

Beitrag von marion0689 23.02.11 - 19:22 Uhr

Schon mal was von Kriegsopferfürsorge gehört??
Sogar die Heimleitung ist fest davon überzeugt, dass dieser Onkel meiner Mutter eigentlich die Kosten durch das Versorgungsamt bezahlt bekommen müsste.

Dieser Mann hat keinen einzigen Tag seines Lebens auf Kosten des Staates gelebt, und darauf ist er natürlich auch sehr stolz. Denn er hatte immerhin sein Leben lang starke Beschwerden.
Trotzdem ist nun auch er der Meinung, dass er wenigstens einen Anspruch auf einen Zuschuss hat. Er sitzt dort nunmal nicht zum Spaß.

Er hat vor allen Dingen gespart um sich seinen letzten Wunsch zu erfüllen: Nämlich in seiner Heimat beerdigt zu werden. Dort war er seit seinem 18 Lebensjahr nicht mehr, möchte dort aber seine letzte Ruhe finden.
Tja... Bald sind die Ersparnisse aufgebraucht ( es waren nämlich keine zigtausende ) und somit werden wir ihm seinen letzten WUnsch bezahlen müssen. Was er NIE wollte --> jemandem auf der Tasche liegen.

Und bei solchen Fällen finde ich es nur gerecht, dass der Staat etwas beisteuert. Und das sage ich nicht nur weil es ein Verwandter ist, sondern das sage und denke ich für alle Senioren, die solche Geschichten hinter sich haben.

Außerdem: Niemand der Nichtet wartet da auf Kohle, das war schon etwas drastisch geschrieben.

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 14:08 Uhr

Man kann nicht auf Kosten anderer leben, um seinen Nichten etwas zu vererben.
Was ist das denn für eine Logik?
Wenn Deinem Opa sein eigenes Geld für seinen Lebensunterhalt und die Pflege zu schade ist, dann soll er den Service nicht in Anspruch nehmen.

Sorry, ich kann Eure Logik überhaupt nicht nachvollziehen - warum soll "ich" Euch Euer Erbe finanzieren? "Ich" hab ihn nicht in den Krieg geschickt.

Gruß,

W

Beitrag von marion0689 23.02.11 - 19:29 Uhr

Das mit den Nichten war natürlich drastisch geschrieben.

Er hat vor allen Dingen gespart, damit er in seiner Heimat, in der er seit seinem 18 Lebensjahr nicht mehr war ( Oberschlesien ) beerdigt werden kann.
Bald ist das Ersparte aufgebraucht und wir werden ihm den Wunsch irgendwann finanzieren. Und das ist nun genau das, was er nie wollte.

Du finanzierst hier niemandem ein Erbe.
Außerdem fällt mein Großonkel laut Ärzten, Heimleitung unter die Kriegsoperfürsorge.

Man sollte vielleicht auch bedenken, dass er nicht freiwillig in den Krieg gegangen ist #aha

Heute finanziert der deutsche Staat die verletzten Soldaten, die aus Afghanistan kommen. Man bedenke aber, dass diese sich ALLE freiwillig bei der Bundeswehr verpflichtet haben. Wer von den Soldaten des 2. Weltkriegs hat sich freiwillig verpflichtet?? Mein Opa ist an Heilig Abend abgeholt worden! Aber für diese alten Leute bleibt da natürlich nichts mehr übrig.

Beitrag von windsbraut69 24.02.11 - 09:56 Uhr

Dein Opa bekommt doch aber genau das, was allen in seiner Situation zusteht und - sorry - wenn ich nichts zu beißen habe, kann ich auch keine besonders teuren Wünsche hinsichtlich meiner Bestattung haben..

Natürlich würde "ich", also der Steuerzahler nach Eurer Logik entweder Euer Erbe finanzieren oder seine besonders aufwändige Bestattung und das ist eben nicht vorgesehen.

Gruß,

W

Beitrag von marion0689 24.02.11 - 11:48 Uhr

Ja vor allen Ding lies erst mal gescheit...es ist NICHT MEIN OPA!!!

Naja...du lässt deine nächsten Verwandten halt dann im nächstbesten Loch verbuddeln und gut ist, oder??

Ich hoffe für dich, dass du nie in solch eine Situation kommen wirst, in der man dir als 90 jährgie Frau auch noch den letzten Wunsch nimmt.

Beitrag von line81 24.02.11 - 13:24 Uhr

RICHTIG!!!

Genau meine Meinung!

LG Line