Wie weit soll ich ihm entgegen kommen?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von mini-sumsum 23.02.11 - 12:05 Uhr

Hallo zusammen,

ich versuche mich kurz zu fassen, mal schauen, ob's gelingt :-)

Knapp 10 Jahre war ich mit meinem Mann zusammen. Er hatte mir anfangs immer wieder gesagt, dass er keine Kinder möchte. Und so stellte ich ihn irgendwann vor die Wahl, da ich mir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen konnte. So wie es aussah, konnte er sich mit dem Gedanken, Vater zu werden, anfreunden.

Im Sommer 2006 kam unser erster Sohn zur Welt. Doch er war alles andere als begeistert. Dies lies er mich und unseren Sohn auch die ersten fast 3 Jahre ordentlich spüren. Alles was er mit ihm machte, war nur lästige Pflicht und geschah nur nach Aufforderung. Danach wurde es ein klein wenig besser, aber auf Familienleben als solches hatte er nicht wirklich Lust. Er unternahm immer öfter Dinge alleine und beschwerte sich dennoch, dass er keine Zeit für seine Freunde hatte. Ich habe mich um alles alleine gekümmert, Kind, Haushalt, Freizeit, etc.

Irgendwann hatte ich die Nase voll und trennte mich im Sommer 2009. Doch ich war so blöd, und trug ihm trotzdem noch den ... hinterher. Ich besorgte auch ihm eine neue Wohnung, kümmerte mich um alles was zu regeln war, besorgte neue Möbel, und und und. Auch die Finanzen regelte ich weiter für ihn mit.

Er konnte seinen Sohn in der Zeit so oft sehen, wie er wollte. Allerdings führte das dazu, dass zwischen uns keine "echte endgültige" Trennung statt fand, sondern alles so wischi-waschi lief. Nach einer Familienfeier sind wir ein letztes Mal miteinander im Bett gelandet. Und ich wurde schwanger. Er kam damit überhaupt nicht klar, und zog sich zurück.

2 !!! Wochen später zog er bei seiner neuen Freundin ein, welche 4 Kinder hat ?!?!

Ich bot ihm als feste Regelung für seinen Sohn an, ihn alle 14 Tage von Fr-So und jede Woche Mittwochs nachmittags abzuholen. Doch es lief auch weiterhin nicht so, wie ich es mir vorstelle. Er bringt ihn in der Woche entweder schlafend hier her, dann wird er wach, und ich kann zusehen, wie ich seinen normalen Rhythmus beibehalte. Oder er bringt ihn ne halbe Stunde später als vereinbart. Das Kind kommt jedes Mal mit Hunger hier an.

An den Wochenenden gibt es Chips und Schokolade zum Frühstück. Er verspricht ihm für die Wochenenden Aktivitäten, und hält sich dann nicht dran. Da unser Sohn ein wenig bewegungsfaul ist, hab ich ihm vorgeschlagen, er könne ja einen Tag die Woche mit ihm zum Turnen gehen. Es dauerte 3 Monate, bis er sich endlich mal drum gekümmert hat; dann kommt immer wieder was dazwischen, so dass er nicht jedes Mal hin kann. Ich habe ihn gebeten, ihm doch eigene Sportsachen zu kaufen, damit ich ihm nicht immer alles zum Kindergarten mitgeben muss. Doch auch da passiert nichts. Vom Geburtstagsgeld unseres Sohnes (von seiner Familie) fragte er mich, was er denn holen soll. Da er genug Spielzeug hat, bat ich ihn, eine neue Regen-Kombi für den Kindergarten zu holen.

Und was soll ich sagen, der Geburtstag ist 5 Monate her, und nichts ist passiert. Dann hab ich mitbekommen, dass er gemeinsam mit unserem Sohn PS-Spiele mit FSK18 spielt.

Seit unser zweiter Sohn auf der Welt ist (jetzt 10 Wochen alt), hat er ihn genau 2 mal für 20min gesehen. Obwohl ich ihm angeboten hatte, jedes mal wenn er den Großen holt, kann er gerne noch ne halbe Stunde reinkommen. Doch scheinbar hat er keine Lust.

Während der SS hat er mir zugesichert, dass er auf das Sorgerecht für beide Kinder freiwillig verzichten will. Er will nur sein Umgangsrecht wahr nehmen. Das hat er nun zurück genommen, "damit niemand seine Kinder adoptieren kann". So ein Schwachsinn.

Da mich das alles so verdammt wütend macht, und er sich nicht ordentlich kümmert, habe ich den Umgang vorerst etwas eingeschränkt. Den Großen hat er nun "nur" noch alle 14 Tage am WE, den Kleinen gar nicht.

Ich habe ihm gesagt, dass es solange so bleibt, bis er sich Gedanken zur Situation gemacht hat und sich darüber klar wird, was er eigentlich will. Er soll mal drüber nachdenken, was das "Sorgerecht" ist, was es beinhaltet, und wie er sich um seine BEIDEN Kinder kümmern will.

Morgen nachmittag haben wir beide hierzu ein Gespräch. Ich habe mich gut vorbereitet. Mal sehen, was er zu sagen hat.

Und nun meine eigentliche Frage: Wie weit soll ich ihm entgegen kommen? Er erwartet, dass er seinen Großen wieder öfter als alle 14 Tage sehen kann, und den Kleinen am besten sofort mitnehmen kann?!

Für mich ist klar, dass ich erst sehen will, dass es ihm ernst ist, und dass er seine Pflichten ordentlich wahr nimmt, bevor wir den Umgang mit dem Großen wieder erweitern. Den Kleinen kann er meinetwegen einmal die Woche hier besuchen. Wenn das gut klappt, kann er ihn mal für 2 Stunden oder so mitnehmen. Und wenn ich Stück für Stück merke, dass er sich verändert hat, kann man auch das ausbauen.

Oder sollte ich ihm der Kinder zu Liebe mal wieder einen "Vertauens-Vorschuss" auf seine Aussagen geben?

Wie würdet ihr das machen...

LG und danke für's Lesen,
mini-sumsum

Beitrag von lichtchen67 23.02.11 - 12:18 Uhr

Vielleicht solltest Du Dich einfach langsam mal aus dem Leben Deines Ex-Mannes zurückziehen und aufhören ihm tausend und eine Vorschrift zumachen? Kauf Sportsachen, geh zum turnen, hol ihn dann, hol ihn dann nicht.....

Dein Sohn hat einen Vater.... der ist anders als die Mama und der "regelt" die Dinge anders als die Mama. Kein fünf jähriger stirbt davon, wenn er Schokolade zum frühstück bekommt. Er wird unterscheiden können, was er bei Papa darf und was bei Mama. Einzig das mit den FSK 18 spielen würde mir sauer aufstoßen, da bin ich pingelig.

Warum bitte soll er seinen großen Sohn denn nicht öfter als alle 14 Tage sehen können/dürfen? Weil er ne halbe Stunde später als vereinbart zurückgebracht wird?

Warum müssen Mütter gängeln, wann Väter ihre Kinder sehen dürfen? Sind die automatisch weniger "wert" als Elternteil weil sie männlich sind? und manche Dinge einfach anders machen? Lass doch Deinen Sohn seine eigenen Erfahrungen mit papa machen....

lichtchen

Beitrag von thea21 23.02.11 - 12:27 Uhr

<<<Warum müssen Mütter gängeln, wann Väter ihre Kinder sehen dürfen? Sind die automatisch weniger "wert" als Elternteil weil sie männlich sind? und manche Dinge einfach anders machen? Lass doch Deinen Sohn seine eigenen Erfahrungen mit papa machen....

lichtchen>>>

Du sprichst mir sowas von aus der Seele!

DANKE!

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 12:23 Uhr

Ja, Du solltest in erster Linie an die Kinder denken und Deine Position nicht unnötig ausnutzen, um Deinen Ex zu erziehen oder zu bestrafen.

LG

Beitrag von schullek 23.02.11 - 12:29 Uhr

hallo,

nimm dich doch aus seinem leben ab jetzt komplett raus. wenn ihr was zu besprechen habt, dann wegen der kinder.
und auch wenn du dinge auszusetzen hast, würde ich den kontakt nicht einschränken, denn erstens haben die kinder ein recht auf den vater udn andersherum und zweitens kann es passieren, dass du dir und den kindern damit mehr schadest als hilfst. am ende zieht er sich nahezu gänzlich zurück. du willst ihn erziehen durch erpressen (an der falschen stelle) udn das geht so nicht.
ihr habt feste termine, die würde ich so beibehalten. dann würde ich klipp udn klar sagen, dass er dem kind altersgerecht die mediennutzung nahe bringen kann, alles andere ist inakzeptabel. leg ihm doch mal artikel und dergleichen dazu vor. oder schaltet einen vermittler ein.


lg

Beitrag von mini-sumsum 23.02.11 - 14:00 Uhr

Ich habe inzwischen versucht, mich aus seinem Leben gänzlich rauszuhalten.

Und ich würde gerne Dinge wegen der Kinder besprechen. Doch das geht nicht.

Er äußert weder seine Meinung, noch hat er eigene Vorstellungen. Er kann keine eigenen Entscheidungen treffen. Daher fragt er mich zu allem. Und wenn ich dann meine Einstellung dazu äußer, sagt er ok. Und macht dann doch nichts, oder was ganz anderes.

LG
mini-sumsum

Beitrag von clautsches 23.02.11 - 13:08 Uhr

Anstatt froh zu sein, dass der Vater sich um seine Kinder kümmert, die er in Wahrheit nie wirklich wollte, machst du es ihm so kompliziert und mischst dich in Dinge ein, die dich nichts angehen.. über manche Frauen kann ich mich echt nur wundern..

Zu deiner Frage: du solltest ihm so weit entgegenkommen, wie du das umgekehrt erwarten würdest. Also voll und ganz. Er hat als Vater genau den gleichen Stellenwert im Leben eurer Kinder wie du als Mutter.

Beitrag von mini-sumsum 23.02.11 - 13:23 Uhr

Hi,

ich habe unter dir nochmal ausführlicher geantwortet.#

Ich bin ihm bisher immer mehr als entgegen gekommen. Aber er soll endlich mal selbst seinen Mund aufmachen, und sagen was er will.

Ich höre von ihm immer nur:

- Was meint du denn wie oft ich die Kinder holen soll?
- was würdest du denn vorschlagen?
- was soll ich zu Weihnachten holen
- was könnte ich mit denen unternehmen?

Er ist 40 Jahre alt, seit fast 5 Jahren Papa. Da sollte er wohl in der Lage sein, eigene Entscheidungen zu treffen und eigene Vorstellungen zu äußern.

Denn wenn ich ihm auf die o.g. Fragen mal keine Antwort gebe, dann passiert auch rein GAR nichts und er meldet sich 2 Wochen lang nicht mehr.

LG
mini-sumsum

Beitrag von ppg 23.02.11 - 13:34 Uhr

Ich höre von ihm immer nur:

- Was meint du denn wie oft ich die Kinder holen soll?
- was würdest du denn vorschlagen?
- was soll ich zu Weihnachten holen
- was könnte ich mit denen unternehmen?

Was bitte ist daran jetzt nun wieder falsch???

Der KV fragt Dich nach deiner Meinung und Deiner Planung. In meinen Augen ein vollkommen korrektes Verhalten, das von großem Respekt gegenüber Dir, der Mutter seiner Kinder zollt. Denn natülich hast Du einen besseren Einblick in die Interessen Deiner Kinder, da sie bei Dir leben.

Du versuchst nur dem Vater mit jedem sich bietenden scheinheiligen Argument eines reinzuwürgen, weil er deinen Traum der perfekten Familienidylle nicht erfüllt hat. Was Du da treibst sind billige Rachespielchen auf dem Rücken der Kinder

Ute

Beitrag von mini-sumsum 23.02.11 - 13:46 Uhr

Ihr versteht es leider immer noch falsch.

Er ist nicht in der Lage seine Vorstellungen, Wünsche, etc zu äußern. Er ist nicht in der Lage alleine Entscheidungen zu treffen.

Mein Familientraum ist inzwischen in Erfüllung gegangen. Ich durfte nämlich trotz zweier Kinder, die von einem anderen Mann sind, noch erfahren, was echtes Familienleben ist.

Aber darum geht es hier ja nicht.

Und ich trage bisher gar nichts auf dem Rücken der Kinder aus. Seinen kleinen Sohn WOLLTE er nicht öfter sehen, weil er mit Babys nichts anfangen kann. Seinen Großen Darf er natürlich sehen. Ich disukutiere / streite nicht mit ihm, wenn mein Sohn dabei ist, verliere im Beisein meines Sohnes kein schlechtes Wort über ihn.

Und seine Erfahrungen mit dem Papa darf mein Sohn selbstverständlich auch selbst machen. Es ist schön, wenn ich ihn trösten muss, weil er mir erzählt: Ich will nicht mehr mit Papa schwimmen gehen, er hat es mir schon 5 mal fest versprochen, aber er veräppelt mich immer nur.

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 15:45 Uhr

"Er ist nicht in der Lage alleine Entscheidungen zu treffen. "

Hat er doch.

Beitrag von windsbraut69 23.02.11 - 15:44 Uhr

Ich bin mir fast sicher, dieses unschlüssige Verhalten hat Dich nicht so sehr gestört, bevor er Dich verlassen hat, oder?

Kann es sein, dass er aus Eurer Beziehung daran gewöhnt ist, dass DU entscheidest? Die Kinder wollte er ja auch nicht wirklich...

Gruß,

W

Beitrag von mini-sumsum 23.02.11 - 13:20 Uhr

Hi,

ich glaube ihr seht mich etwas extremer, als ich es tatsächlich bin.

Von mir als Mutter und sorgeberechtigte erwartet man, dass ich mich anständig um meine Kinder kümmer. Es soll ihnen gut gehen, sie sollen aber auch erzogen und groß gezogen werden.

Keine Frage. Die Kinder haben einen Papa. Das ist so, und wird auch immer so sein. Dass Väter Dinge anders machen (bzw. jeder Mensch) ist auch völlig in Ordnung, und grundsätzlich ist es mir auch völlig wurscht, was in der "Papa" Zeit gemacht wird und was nicht.

Doch es kann doch nicht angehen, dass er sich als "super-Papa" aufspielt, mir erzählt, er will sich viel mehr um seine Kinder kümmern und NICHTS passiert.

Es ist völlig ok für mich, wenn er "nur" seinen Umgang wahrnehmen will, aber wenn er mehr will, dann soll er auch mehr machen. Denn für mich bedeutet gemeinsames Sorgerecht nicht, dass ich mir um alles Gedanken machen muss, alles vorbereite und er nur noch unterschreiben muss.

Und schließlich hatte er seit unser 2. Sohn auf der Welt ist ca. 20 Möglichkeiten ihn zu sehen; doch er hat nicht mal gefragt, wie es ihm geht, sondern den Großen nur an der Tür abgegeben.

Ich persönlich habe mit der Beziehung zu ihm längst abgeschlossen; ich mache ihm auch nicht tausend Vorschriften, doch er fragt ja immer wieder nach, wie z.B. bei Geschenken oder Freizeitaktivitäten. Wenn ich dann sage, lass dir selbst was einfallen, bin ich die dumme. Und wenn ich Vorschläge mache ebenfalls, oder wie?

Wenn es nach mir ginge, kann er BEIDE Kinder "so oft sehen, wie er will". Er kann in seiner Zeit auch mit ihnen unternehmen was er will, solange es den kindern dabei gut geht. Doch das würde eine gewisse "Planung" seinterseits voraussetzen. Es kann doch nicht richtig sein, dass ich ihm vorschlagen muss, wie oft er seine Söhne sehen will? Er soll endlich mal aus dem Quark kommen, und selbst sagen, was er will.

PS: Das mit der "Einschränkung" im Umgang habe ich vor genau einer Woche zu ihm gesagt. Ich will ihm nicht die Kinder vorenthalten, sondern dass ER sagt, was er wie will.

LG
mini-sumsum

Beitrag von witch71 23.02.11 - 14:05 Uhr

Jetzt misch ich mich auch noch ein, weil ich das gar nicht mit ansehen(-lesen) kann, wie kompliziert Du es Dir machst.

Du bist derzeit die Sprecherin für die Kinder, da sind wir uns einig, denke ich. Die Kinder können sich nicht konkret äussern, was Umgangszeiten betrifft. Das musst Du für sie regeln - in ihrem Sinne.

Nun ist ja, Deiner Aussage nach, der Vater nicht fähig oder willens, sich Gedanken um den Umgang zu machen und diesen auch in der Durchführung einzufordern. Das ist doch Dein Problem, oder hab ich das falsch verstanden?
Wenns stimmt: JA MENSCH FREU DICH DOCH! :-D

Was kann Dir und den Kindern denn Besseres passieren, als dass der Papa sich Euren Wünschen anpasst? Zuerst kommen die Termine, die Du für die Kids und Dich hast und dann schiebt man den Papa einfach flexibel dazu.

So läuft das übrigens bei mir auch, wir sprechen uns einfach immer recht kurzfristig ab. Mein Ex sieht seinen Sohn mehrmals die Woche, regulär mindestens einmal Werktags und einmal am Wochenende mit Übernachtung. Klappts mal nicht unter der Woche, weil er selbst beruflich zu eingespannt ist, dann ists kein Drama. Habe ich mal einen wichtigen Termin, an dem ich meinen Sohn nicht dabei haben kann, dann nimmt er ihn so lange.

Gewinner bei dieser Regelung sind wir alle drei, vorwiegend aber unser Sohn, der so viel mehr von seinem Papa hat, als die Meisten anderen Trennungskinder.

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 23.02.11 - 14:58 Uhr

WAS GENAU soll er denn deiner meinung nach machen?

WAS GENAU erwartest du von ihm - das hast du nicht in einem satz geschildert.


#pro Von mir als Mutter und sorgeberechtigte erwartet man, dass ich mich anständig um meine Kinder kümmer.

denn DU wolltest beide kinder - er hat ausdrücklich gesagt das er keine haben möchte - dennoch wird ein mann nciht ansatzweise gefragt, wenn die frau sich für das kind entscheidet - friss oder stirb!


Es ist völlig ok für mich, wenn er "nur" seinen Umgang wahrnehmen will, aber wenn er mehr will, dann soll er auch mehr machen.

WAS denn? mit ihm ins schwimmbad gehen, wo die anderen 4kinder eine lange nase machen würden weil sie nicht mit können?
ins kindo und die anderen bleiben daheim?

klar, es ist EUER kind, aber er hat sich auch für andere kinder entschieden, die kann man bei dieser lebenswahl nicht außen vor lassen.



er ging doch mit ihm zum sport, was ist dran so schlimm, sportsachen zu hause aus zu sortieren um diese gänzlich beim vater zu belassen #kratz ich habe solch ex-frau meines parteners an der backe, die in jeder situation versucht uns eines rein zu würgen - wo nichts zum reinwürgen ist!



Doch es kann doch nicht angehen, dass er sich als "super-Papa" aufspielt, mir erzählt, er will sich viel mehr um seine Kinder kümmern und NICHTS passiert.

DOCH aber er bekommt den lütten ja nur noch alle zwei wochen weil DU den kontakt eingeschränkt hast #schein


#nananaUnd schließlich hatte er seit unser 2. Sohn auf der Welt ist ca. 20 Möglichkeiten ihn zu sehen; doch er hat nicht mal gefragt, wie es ihm geht, sondern den Großen nur an der Tür abgegeben.

und warum kommt er nicht rein? weil er nicht erfreut war papa zu werden - weil er keine kinder haben wollte - das wusstest du. er interessiert sich nicht für das neugeborene, vielleicht kommt das auch wie im ersten fall mit der zeit, wenn MANN mehr mit einem kind anfangen kann.


warum nimmst du es nicht so hin wie es ist?

das eine ist das leben bei mama, das andere sind die besuche beim papa - wie er sie gestaltet, mus dir vollkommen egal sein, sofern keine kindeswohlgefährdung vor liegt,..

wenn ich deine zeilen so lese, komme ich ebenfalls zu der meinung wie die anderen die bisher geantwortet haben, das du ihn nicht los gelassen hast, sondern noch viel zu viel drin rum wühlst - denn SONST wäre es dir EGAL wie er die we gestaltet und seine leeren worte sollten dir in der zeit schon bekannt sein,...

lass ihn machen, nimm dein leben mit den kindern in die hand,.. und erfreue dich an ihnen #verliebt


vg




Beitrag von dk-mel 23.02.11 - 17:17 Uhr

tja, eigtl. bin ich auf deiner seite.

aber erstmal die kritik: du wusstest lange, dass er keine kinder will (auch wenn er sie nur mit dir nicht wollte, so fies das auch klingt). du hättest also wissen müssen, dass du ihn in eine blöde situation bringst, wenn du ihm sagst, entweder baby oder ich bin weg.

und dann war der kleine drei, du wusstest, dass nichts mit dem kv klappt, und trotzdem wirst du wieder von ihm schwanger. sorry, das war richtig dumm.

so, jetzt aber zu ihm. ja, er ist ein schwein. er hätte sich gegen dich entscheiden sollen, wenn er einfach als vater unwillig ist. und genauso hätte er verhüten können, beim ersten kind als auch erst recht beim zweiten. und dass er jetzt zu einer vierfachen mutter zieht, da würde jeder die hutschnur hochgehen! egal, wie viel abstand man zum kv hat. leider sind männer manchmal so: sie können sich um 180 grad wenden...

wie du dich verhältst, kann ich persönlich nicht kritisieren. passiert ist passiert. und nun versuchst du, neutral mit ihm kontakt zu halten, der kinder wegen. und dazu kann man vom kv verlangen, dass man sich auf ihn verlassen kann.

mach es also so, wie du geschrieben hast.

tipp: satt den jungen weglassen, einen kleinen "überlebensrucksack" mit apfel und co. und als alternative zu den playstationspielen hörspiele oder einen ds mit kinderfreundlichen spielen mitgeben und klare ansagen machen. fsk18-spiele geht einfach nicht, das muss er verstehen oder kann ihn nicht mehr mit zu sich nach hause nehmen, basta.

ich denke, du bist auf einem richtigen weg, lass dich nicht von anderen ärgern!

Beitrag von redrose123 24.02.11 - 08:40 Uhr

Du wusstest doch schon VOR dem ersten Kind das er eigentlich kein Vater sein will, für mich kommt es so rüber als ob er nur nachgegeben hat um dich zu halten....Du machst Ihm vorschriften wie einem Kind halte dich mal raus ne weile vieleicht läufts besser, und wenn die Ex meines Mannes was vorschlägt was man mit dem Kind machen soll soll sie auch fürs Material sorgen ;-)

Beitrag von a11ure 25.02.11 - 10:11 Uhr

Es ist mitunter schon ermüdend, dass generell immer der KV in Schutz genommen wird und die Mutter hier für alle Probleme geradezustehen hat.

Alleine mit Kleinkind und Baby ist alles andere als einfach. Und bei gemeinsamen SR würde ich auch erwarten, dass der Vater sich mehr engagiert und nicht nur den Spaß-Papa mimt, wann und wie es ihm passt. Das ist auch nicht im Interesse der Kinder.

Wenn frau als Mutter so wechselhaft und unzuverlässig gegenüber der Kinder wäre, würde auch ein Aufschrei durch die Reihen gehen.

Also wenn KV und KM gleiche Rechte haben, dann bitte auf der ganzen Linie - nicht nur die Rosinen rauspicken.

Und zu einer kooperativen Elternebene gehört respektvoller Umgang von beiden Seiten.

Und dieser immer wieder gern genommene Vorwurf "Du hast doch vorher gewußt, dass er ein "schlechter Vater" wird, warum bist Du schwanger geworden" - nützt ja nun wirklich keinem mehr was - am wenigsten den Kindern, um die es hier in erster Linie gehen soll.

Ja, Kinder haben ein Recht auf beide Eltern. Eltern können verschieden sein - sollten sie sogar. Aber eine gleichsinnige Erziehung ist auch im Interesse der Kinder. Ein Spaß-Papa ab & an und eine Mama für den Alltag kann die Lösung nicht sein.

Wenn der KV die Wäsche wäscht, da ist, wenn die Kinder krank sind und sich Gedanken um's Mittagessen macht, kann er seine Freizeitaktivitäten mit den Kindern genauso verwantwortlich gestalten, wie den Alltag.

Aber ein Streichelzoo sind die Kinder nicht - das ist eine Lebensaufgabe - für beide Eltern!

@ mini-sumsum: Ich kann Dich gut verstehen und wünsche Dir gute Nerven & viel Kraft & alles Gute für die Kids.

Beitrag von mini-sumsum 25.02.11 - 23:02 Uhr

Hi,

ich danke dir herzlich für deine Antwort.

Ich war auch etwas überrascht über die Antworten, die ich hier bekommen habe. Nun ja, scheint wohl gängige urbia-Meinung zu sein.

Ich werde jedenfalls weiter darum kämpfen, dass die Kinder einen verantwortungsbewussten Papa haben. Ich will und werde mich nicht mit der momentanen Situation abfinden.

Zum Glück habe ich meinen neuen Partner an meiner Seite, der sowohl für mich, als auch für die Kinder immer da ist.

LG
mini-sumsum

PS: Wenn man einen ähnlichen Beitrag im Familienleben posten würde (sprich, mit dem Papa noch zusammen wäre), würden sich alle über das Verhalten des Papas aufregen.

Beitrag von a11ure 25.02.11 - 23:17 Uhr

Gern geschehen und nicht unterkriegen lassen.

Die allerwenigesten Mütter machen es einem liebvollen und verantwortungsbewußten Papa schwer, sich um die Kinder zu kümmern - ob getrennt oder nicht.

Dass Zeitgeist zur Zeit mit zweierlei Maß mißt bei den Anforderungen an Mütter versus Väter - insbesondere nach Trennungen - heißt nicht, dass es richtig und gut für die Kinder ist und so bleiben muss.

Nichts gegen die Gleichberechtigung von Müttern und Vätern - aber wie gesagt: dann auch auf der ganzen Linie.

Viel Glück und ich hoffe für Dich & die Kids, dass ein Umdenken beginnt.