Psychosomatische Klinik in der SS

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von denise17884 23.02.11 - 13:30 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit zwei Jahren in therapeutischer Behandlung wegen Angstzuständen und ständiger Panik.

In der Schwangerschaft ist mein Zustand alles andere als besser geworden, es wird eigentlich von Tag zu Tag schlimmer und ich verfalle immer mehr in Panik. Ich bin jetzt in der 16. SSW und habe immer noch jede Minute Angst das ich unseren Wurm verliere. Renne alle 5 Minuten zur Toilette um dann das Toipapier genau zu kontrollieren. Schlaf ist für mich mittlerweile ein Fremdwort, weil ich jede Stunde zur Toilette laufe zum kontrollieren. Habe noch keinen 4-wöchigen Abstand der Termine beim FA eingehalten und war schon mehrmals aus Angst im Krankenhaus. Obwohl meine SS bisher völlig ohne Komplikationen verläuft. Aber ich kann mich einfach nicht freuen und habe noch keine Minute dieser SS geniessen können.

Meine Therpeutin meinte gestern das es alles andere als förderlich für mich und vorallem für das Kind ist und das sie mir nur zu einem 4-wöchigen Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik raten kann.

Mein Mann findet das sehr gut und würde sich freuen wenn dann endlich Besserung eintritt, denn er macht sich große Sorgen. Denn nach der SS wird meine Angst wohl nicht besser werden, eher schlimmer wenn der Wurm erstmal da ist.

Was haltet ihr davon? Ist es ratsam während der SS in so eine Klinik zu gehen? Hat es schonmal jemand gemacht? Habe große Angst davor, aber ich möchte meinem Kind nicht weiter mit meiner Panik schaden.

LG und schonmal DANKE für eure Meinungen.....
Denise

Beitrag von wonniproppen 23.02.11 - 13:39 Uhr

Hey,

versteh dich sehr gut . Hab genau das gleiche. Hab sogar bis ich gemerkt hab das ich schwanger bin Medikamente afür bekommen. Aber ich bin mittlerweile soweit das ich sage es bringt mir und dem Würmchen nix wenn ich mich verrückt mache. Ich hab mir jetzt den Angelsound gekauft. Da kann ich selber immer hören was mein Herzchen macht. Und ansonsten mach dich nicht verrückt. Bringt echt nix.
Wünsch dir ganz viel Kraft
LG

Beitrag von mellipirelli1015 23.02.11 - 13:41 Uhr

Ohjeh, das hört sich aber ziemlich verkorkst an.#schwitz
Ich habe selber keinerlei Erfahrung mit solchen Angstzusänden o.ä.
Aber ich denke auch, daß es deinem Baby sicher nicht gut tut.
Eine Schwangerschaft ist etwas ganz Besonderes. Und man braucht diese Zeit auch um sich auf die neue Situation einzustellen.
Und es hilft nichts, wenn du zum ET fix und fertig bist. Denn danach brauchst du Kraft und Energie, um dich um das Kleine zu kümmern.
Nimm den Vorschlag deiner Ärztin doch an. So kannst du vielleicht etwas entspannen.#liebdrueck
Ich finde es toll, daß die zu deinen Ängsten stehst und dich nicht versteckst.#pro Denn nur so kann dir, deinem Baby und sicher auch deinem Mann geholfen werden!
Ganz liebe Grüße und viel Kraft für die kommende Zeit#winke
Melli

Beitrag von pimiko88 23.02.11 - 13:43 Uhr

hallo denis...

also erstmal finde ich es sehr mutig und gut das du so offen über deine problemen redest.
jetzt erstmal zu deiner frage.ich würde es machen.du hilfst dir damit und am meisten deinem ungeborenen würmchen.solche ängste kenne ich.meine freundin hatte das auch und hat ihr kind damit sehr geschadet weil sie so beschäfftitgt war sich um ihr kind zu kümmer und zu beschützen, das sie ihrem mann verloren hat und ihr kind nichts ohne sie macht.
gleub mir, das ist alles andere als schön, wen ein kind ständig an mamas popo hängt und man kein schritt ohne machen kann.mach diese 4 wöchen und du wirst dich besser fühlen, weil du weis das du es für dich aber vor allem für dein baby gemacht hast und wirst dann eine super tolle mama.

lass dich mal #liebdrueck und eine starken wille für die zukunft.

lg tanja mit tizian 2 jahre und #baby-boy 22ssw

Beitrag von northfly22 23.02.11 - 13:44 Uhr

Hallo,

war letztes Jahr Schwanger inkl meinem Großen Sohn in einer Psych Klinik.

Mhh.. ich habe nach 2 Wochen abgebrochen, musste 2 mal in die örtliche Klinik weil mein Bauchkrümel mir deutlich gezeigt hat dass der zusätzliche Stress in der Klinik alles andere als gut ist..

Aber dass muss nicht sein, es war noch eine andere Schwangere dort, aber die war auch alleine ohne ihre andren Kinder..

LG

Beitrag von mai75 23.02.11 - 13:54 Uhr

Hallo Denise,
ich kenne selbst nur ansatzweise das Thema Angst und Panik, habe es aktuell zum Glück sehr sehr gut im Griff und hoffe auch es bleibt so.
Dennoch würde ich mir an Deiner Stelle helfen lassen, jedoch schon sehr darauf achten, in welcher Klinik Du landest und ob sie dort Erfahrungen mit schwangeren Patienten haben.
Durch eine Freundin, die zwar nicht schwanger ist, jedoch wegen Angst und Panik kürzlich in einer Klinik war, habe ich eine grobe Vorstellung davon, wie eine solche Therapie normalerweise abläuft und glaube, dass das während einer SS zu heftig wäre. Bestimmt gibt es aber Therapeuten, die sich mit Schwangeren gut auskennen und das Programm darauf abstellen. Deine Ärztin wird sich da sicherlich vorher erkundigen können und ggü. Deiner Krankenkasse auch begründen können, weshalb Du in eine spezielle Klinik sollst. Wenn das alles klappt dann mach es!
Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute.
Maike

Beitrag von tamil1975 23.02.11 - 13:55 Uhr

Hallo Denise,

nimm doch den Vorschlag Deiner Ärztin an! Dir geht es ja wirklich schlecht und vielleicht kommst Du da etwas zur Ruhe. Ich drück Dir die Daumen, ganz fest, dass Du Deine SS bald geniessen kannst!

#liebdrueck

Beitrag von sizzy 23.02.11 - 14:02 Uhr

Hallo Denise,

wie du schreibst, befindest du dich in einem Zustand, der fuer dich so nicht laenger auszuhalten ist. Das ist somit Grund genug, um sich fuer einen Klinikaufenthalt zu entscheiden.
Ich war selbst auch schonmal in einem Zustand, wo nix mehr ging und musste ueber ein halbes Jahr auf einen Klinikplatz warten. Wenn du die Moeglichkeit hast, sofort einen Therapieplatz zu bekommen, dann wuerd ich das auf jeden Fall tun. Ansonsten quaelst du dich ja nur unnoetig.
Was die Schwangerschaft betrifft: Ein Klinikaufenthalt ist natuerlich kein Zuckerschlecken, sondern die Aufarbeitung von Problemen. Allerdings denke ich, dass die psychische Belastung im Endeffekt groesser ist, wenn du nichts tust, vor allem wenn es, wie du selbst schreibst, von Tag zu Tag schlimmer wird. Ich wuerds an deiner Stelle zumindest probieren.

Ich wuensche dir viel Erfolg!

Beitrag von leana-alissa 23.02.11 - 14:03 Uhr

Hallo Denise,
ich kann Dir so ein Aufenthalt in so einer Klinik jetzt vor der Geburt nur empfehlen. Ich selber war 3 Monate in einer Psychosomatischen FAchklinik in Bay Pyrmont (diese Klinik kann ich nur empfehlen) und die behandeln auch Angst- und Panikzustände. Ich selber war wegen Magersucht und Zwängen dort. Ich denke, dass Du es mit Kind schwerer haben wirst und Du darfst es jetzt nicht als geschlossene Anstalt ansehen :-). Es ist wie ein modernes Krankenhaus, wo Du rausgehen kannst, wann Du magst. Du lernst dort viele nette Leute kennen und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich bin übrigens geheilt: Die Klinik hat dafür den Grundstein gelegt! :-) Ich würde alsbald einen Antrag bei der Krankenkasse mit Deiner Psychologin stellen :-)

Alles Gute Dir und Du bekommst das schon hin! :-)

LG, Silvia

Beitrag von engelchen939 23.02.11 - 14:04 Uhr

Liebe Denise,

ich kann dir nur raten in die klinik zu gehen, da passiert nichts schlimmes, die helfen dir deine Ängste und Panik unter Kontrolle zu kriegen und wenn du dich da nicht wohl fühlst und es dir nicht besser geht kannst du jederzeit abbrechen! Es gibt auch die Möglichkeit einer Ambulanten Psychosomatischen Reha wenn du nicht in eine Klinik möchtest!

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und dass du die für dich richtige Entscheidung triffst!

ich hab meine Freundin in Prien am chiemsee in der Klinik besucht und es hat ihr so gut getan auch auf lange Sicht!

Alles liebe und Gute

engelchen939

Beitrag von grit102 23.02.11 - 14:06 Uhr

Hallo...

also ich hatte das Problem damals ca. 2 Jahre nach der Geburt von meinem Sohnemann.
Ich hatte ganz schlimme körperl. Symptome u.a. Dauerkopfweh, Kribbeln im Oberkörper, Herzrasen u.s.w.
Meine Ärztin hat ewig an mir rumgedoktert, bis sie mich in die Tagesklinik gesteckt hat, weil ich nur noch geweint habe.
Die haben mich wiederrum in eine Klinik geschickt, wo ich den ganzen Tag bleiben sollte.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das bis heute nicht bereut habe.
Ich habe eine Kindheitsaufarbeitung gemacht und auch so habe ich viel gelernt. Ich war zwar 4 Monate dort und hab meinen Kleinen nur am WE und einmal in der Woche gesehen, aber er war bei meinen Eltern.
Bis heute habe ich nie wieder solche starken Symptome gehabt. Sicherlich gibt es Tage, da geht es mir auch schlecht, aber ich weiß woher es kommt und arbeite dagegen. Meditation und ähnliches.
Habe auch sehr viel darüber gelesen.
Mach unbedingt diese Therapie, besser so schnell wie möglich, als wnen es zu spät ist, glaub mir..
So kannst du besser für deinen Nachwuchs da sein!!!
Wenn du magst, melde dich über PN bei mir!!

Viele Grüße!!!