allergietestung bei kleinkind

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von schwilis1 23.02.11 - 14:00 Uhr

ok, so langsam stoß ich an meine Grenzen.Für mich ist klar: Neurodermitis bzw ekzeme sind Hauterkrankungen, die auftauchen weil der Körper mit irgendwas nicht klarkommt. sei es nahrung, oder Tiere oder Waschmittel.
Nun kann ich inzwischen Tiere und Waschmittel auschließen. beides sind nicht der Auslöser.

Äpfel kann sein, Milch und Eier können sein. Aber eine Vermeidungsdiät alleine hat noch nicht meinen erwünschtne Erfolg gebracht. also entweder ist da mehr, oder was anderes oder oder oder...
Cortison lehn ich ab. da es alle symptome nur deckelt (mit sicherheit, würde mein sohn vor juckreiz und kratzen und schmerzen die halbe nacht weinen, würde ich es mit sicherheit anders sehen), er kratzt aber "nur" total gedankenverloren da rum, und die haut ist auch gott sei dank nicht entzündet und nässt nicht.

so... also wieder von anfang. vegan 10 Tage schauen ob sich die haut dramatisch bessert (letzesmal verschwand der ausschlag nach 10 Tagen, bzw am Tag 10 hat man kaum mehr was gesehen)
aber dennoch, wäre es vll sinnvoll ein allergietest zu machen.

jetzt ist die Frage: wie wird das bei einem 16 monate alten kind gemacht? und wie aussagekräftig ist der?

Beitrag von johanna1972 23.02.11 - 14:03 Uhr

Wir haben heute einen Allergietest bei Anna machen lassen (16 Monate) - dafür wurde beim Kia Blut abgenommen (da keine Vennen bei der Kleinen gefunden wurden wurde Blut aus dem Kopf abgenommen - meine arme kleine Maus) und das Blut wird nun untersucht. Die Kia sagte, der Bluttest wäre sehr zuverlässig - die Blutergebnisse sollen am Freitag - spätestens am Montag da sein - ich bin mal gespannt was rauskommt. Unter anderem soll auch getestet werden ob Anna an Neurodermitis leidet oder es einfach nur trockene Stellen mit Ekzemen die jucken sind aufgrund der Jahreszeit.

Beitrag von singa07 23.02.11 - 14:18 Uhr

hallo!

Bei uns geht der Verdacht in Richtung Asthma/ Hausstauballergie.
Bei unserem 19M alten Sohn wurden dafür gestern VIER (!!!) Röhrchen Blut aus der Armbeuge abgenommen (okay, da waren noch andere Sachen; Eisen, gr. Blutbild dabei) und der Bluttest soll wohl sehr aussagekräftig sein...

Drück euch die Daumen...
singa + Fast-Vampir Clemens (das Pflaster war das Schlimmste an der ganzen Sache!)

Beitrag von schwilis1 23.02.11 - 14:23 Uhr

bei was für einem arzt wart ihr? allergologe? hautarzt? kinderarzt?

ich glaube der arzt bei dem wir letzens waren wollte einen pricktest machen. also über die haut... ich weiß aber nicht ob ich das gut finden soll.
ich hab die 3 Sachen im Verdacht. allerdings ist der papa pollenallergiker und ich würd gern mehr sachen ausschließen koennen und so nen großen rücken hat mein sohn nicht!

Beitrag von johanna1972 23.02.11 - 14:28 Uhr

Bei uns hat es der Kinderarzt gemacht - allerdings ist das ein Kinderarzt/Allergologe - ich denke jedoch, dass du das beim jeden Kinderarzt machen kannst - das Blut wird ja eh ins labor geschickt und dort ausgewertet.

Beitrag von kruemlschen 23.02.11 - 14:52 Uhr

Hallo,

von Allergietests kann ich inzwischen ein Lied singen.

Wir haben innerhalb der letzten 7 Monate folgende Tests gemacht:

Bluttest - Ergebniss: Allergiestufe 2 bei Hühnerei und Kuhmilch
2 Priktests mit: Ei (getrennt klar und gelb), Milch, Joghurt, Käse, Sahne, Butter, Quark, Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer, Reis, Kartoffeln, Soja, Banane, Apfel, Birne, Orange, Mandarine, Karotte, Paprika, Lauch, Gurke, Haselnuss, Erdnuss, Milben, Pollen, Gräser, Blütenstaub - Ergebnis: NICHTS
Epikutantest mit den selben Mitteln des Priktests - Ergebnis: Kuhmilch, Gurke, Karotte, Banane, Haselnuss, Erdnuss und Dinkel

Der Epikutantest war vor etwa 4 Wochen und wir sind nun (mal wieder in der) Testphase, ich lasse also alle getesteten Lebensmittel komplett weg und gebe auch wieder Ei.

Die Haut wird besser und besser, inzwischen ist sie zwar noch trocken und an den Handrücken immer noch vernarbt, aber keine Neuro mehr.

Bedeutet, wir werden nach unserem Termin bei der Allergologin am 9.3. wieder testen: 3-4 Tage täglich ein Lebensmittel das positiv getestet wurde, dann 3-4 Tage sehen ob die Haut sich verändert, solange bis wir alle Lebensmittel durch haben.

Mein Sohn kann übrigens Problemlos Fleisch und Wurst jeglicher Art essen.
Und warum er im Bluttest auf Hühnerei reagiert, in allen anderen Tests aber nicht und umgekehrt im Epikutantest auf Nüsse, im Bluttest aber nicht, kann mir kein Schwein sagen.

Es ist wirklich verdammt anstrengend diese ganzen Arztbesuche, und vorallem die Tests sind ja nicht ohne, mir tut mein Sohn wirklich leid das er das alles mitmachen musste. Wir waren schon bei 3 Hautärzten (kannste alle in die Tonne treten) beim KiA natürlich zuerst und eben jetzt bei der Allergologin.

Aber jetzt nähern wir uns (hoffentlich) endlich dem Ende und können dann vllt. tatsächlich auf 2-3 wirkliche Allergieauslöser einschränken.

Gruß K.

Beitrag von hopelove 23.02.11 - 14:53 Uhr

Hallo!

Mein Sohn hat auch Neurodermitis und ich habe im Januar einen Allergietest machen lassen. Es wurde in der Hand abgenommen.
Raus kam, er hat eine Nuss und Hühnereiallergie. Seit wir das weglassen ist seine Haut abgeheilt und viel besser. Bei uns hat es der Kinderarzt gemacht. Ich bin so froh, dass wir jetzt wissen was er nicht verträgt. Es ist sonst ein reines rumprobieren.

Lg hopelove

Beitrag von tweety12_de 23.02.11 - 15:24 Uhr

wir waren letztes jahr, als unser kleiner 15 monate war in davos.

da wurde ein bluttest und mehrere pricktests gemacht.

in kombination sind die wohl ziemlich aussagekräftig.

wir hatten dann noch je eie provokation auf ein und kuhmilch.

wir haben mit der "weglass" diät die besten ergebnisse und besserungen erfahren.

der kleine hat ab geburt auf unzählige lebensmittel reagiert.

mittlerweile, fas 28 monate später, hat er nur noch ganz wenige reaktionen auf lebensmittel.....

je konsequenter man die lebensmittel wegläßt, auf die dein kind reagiert, je größer ist die wahrscheinlichkeit das sich das verwächst.

die kur in davos war das beste was uns hätte passieren können.... vor allen dingen war es gut, das wir so früh dort waren.

gruß alex

Beitrag von whiteangel1986 23.02.11 - 15:30 Uhr

mein sohn hat auch neurodermitis. Aber ich würde KEINEN allergietest machen und eher die Cortison creme nutzen. Cortison ist bei weitem nicht so gefährlich wie geredet wird. Ist ja schließlich ein körpereigener stoff. Man nutzt sie auch nicht dauerhaft, sondern nur wenn so rote stelle auftauchen. Außerdem gibt es doch inzwischen auch cremen ohne cortison. (habe diese aber noch nicht getestet)

Wenn du nun einen allergietest machen lässt, was würde sich für dich ändern? Alles wogegen dein kind allergisch ist vermeiden??? Nur weil er einen ausschlag bekommt? Das macht doch die eigendliche reaktion noch schlimmer und die gesamtsituation auch. Denke ich.

Neurodermitis lässt in den meisten fällen im zunehmenden alter nach. Wenn du dein kind jetzt im jungen alter von den meisten dingen fern hälst, nur weil er dagegen mit ausschlag reagiert gewöhnt sich der körper nie dran.

Ich würde nochmal mit meinem hautarzt reden, wozu er rät.

LG WhiteAngel

Beitrag von schwilis1 23.02.11 - 16:52 Uhr

naja... wenn man bedenkt dass eine vielzahl von neurodermitiker später unter asthma und anderen erkrankungen leiden finde ich die aussage mit dem cortison leicht fahrlässig.
wie gesagt meine meinung: cortison arbeitet lediglich an den symptomen und nicht an der Ursache.
und ja auch wenn Cortion ein Körpereigener Stoff ist muss man doch beachtet, dass die Nebennierenrinde soviel cortison herstellt wie sie braucht, trägt man nun cortison auf oder nimmt es ein, wird ihr signalisiert dass der Körper weniger davon benötigt und so macht man sich abhängig.

wenn ich nun als bäcker eine mehlstauballergie entwickle härte ich mich nicht ab indem ich weiter mehlstaub inhaliere.

an den Körper gewöhnen? willst du auch einen nussallergiker an nüsse gewöhnen und gefahr laufen dass dieser erstickt? mal ehrlich... ich gewöhne mich auch nicht an abgase oder schimmel ind er Wohnung nur wenn ich lange darin lebe (ok genug der beispiele)

ich halte nichts von cortison. im notfall mit sicherheit ein wirksames mittel. aber man cremt eben ne weile täglich und woechentlich... also das nenn ich abhängig

Beitrag von schwilis1 23.02.11 - 16:57 Uhr

vll liest du ein paar Bücher über Neurodermitis. gerne auch alternativ...
je öfter ich mir das durchlese umso mehr denke ich, dass du ne ziemlich naive meinung was Ekzeme und Cortison angeht.

Hautausschlag ist die letze Bastion des Körpers was ihm bleibt um die "schlechten" stoffe loszuwerden, wenn es über Nieren (harn) und Darm (stuhl) nicht klappt.
Was meinst du denn wieso Menschen davon ausschläge bekommen?
und dann meinem sohn das zeug einflößen in der hoffnung er gewöhnt sich daran? ich kann nur den Kopf schütteln. sorry

Bitte gib diesen Ratschlag nicht weiter. das ist grob fahrlässig!

Beitrag von whiteangel1986 24.02.11 - 06:35 Uhr

ich habe einige bücher gelesen und mich von mehreren fachbazogenen ärzten deshalb auch aufklären lassen. Nicht jeder verlauf von neurodermitis ist gleich. Es ist auch nachgewiesen, das man allergien hervorrufen kann wenn man als kind mit den erregern NICHT in kontakt getreten ist. Beispiel: Man geht mit seinem kind selten raus. Bei schlechtwetter sogar garnicht. Man meidet tiere, vor allem haustiere. Dann ist es auch nicht selten, das genau diese leute heuschnupfen, hausstaub und tierhaarallergien bekommen. Wieso ist denn auch statistisch bewiesen, das großstadtleute eher an allergien leiden, als leute die auf einem dorf aufwachsen?

Sowas kommt nicht von ungefair. Ganz einfach, weil stadtleute kaum was gewohnt sind und 80% in kindernähe nur mit desinfektionsmittel umher laufen.

Ich weis das mein kind neurodermitis hat. Vorallem kniebeugen, armbeugen und handrücken. Bei ihm tauchen sie meistens beim schwitzen und stress auf (während krankheit). Ob es durch lebensmittel aus? Ka so genau beobachte ich das nicht. Er ist alles und selbst wenn ich mal eine woche allergie bekannte lebensmittel auslasse, wird es weder besser noch schlimmer.

LG

Beitrag von schwilis1 24.02.11 - 10:11 Uhr

weißt du was... nach 3 Tagen vegan, seh ich eine deutliche besserung seiner HAut. die Rötung und die schwellung haben stark abgenommen. das reicht für mich

Beitrag von whiteangel1986 24.02.11 - 12:41 Uhr

ok, dann bringt es bei dir was. Ist ja ok. Als mein kleiner in den letzten 2 wochen gezwungener maßen vegan essen musste (magen-darm-infekt,....) hat sich das alles eher verschlimmert. Seit ein paar tagen isst er wieder normal und die haut wurde auch besser.

LG

Beitrag von schwilis1 24.02.11 - 20:31 Uhr

vll hast ja einfach nur ein wenig mehr gecremt?
sorry nimm es mir nicht böse... aber die haut wird schlimmer wenn er sich vegan ernährt? und wenn er fleisch, käse und eier isst, wird sie besser?

Beitrag von whiteangel1986 25.02.11 - 08:33 Uhr

mehr gecremt???? Ich creme ihn nicht täglich ein!!! Nur die geröteten stellen, von zeit zu zeit. Ich sagte nicht das sie komplett besser wird, wenn er geziehlt die sachen ist, sondern nur, das es schlimmer wurde als er es NICHT essen durfte. Ganz besonders schlimm wird es bei ihm nur bei citrus früchten. Mehr weis ich auch nicht. Deshalb lasse ich die früchte aber nicht komplett aus seinem leben.

Beitrag von schwilis1 25.02.11 - 14:58 Uhr

es wird schlimmer wenn er es nicht essen darf? sorry... aber ich glaube du verrennst dich gerade. ja... wenn mein sohn keine zitrusfrüchte verträgt und sich davon ein hautausschlag bildet dann lass ich sie weg. zumal man nicht notwendigerweise orangen und co braucht zum überleben. und es genug heimische früchte gibt.

Beitrag von kruemlschen 25.02.11 - 15:28 Uhr

schon mal daran gedacht, dass das Kind vllt. auf bestimmte Getreidesorten allergisch ist und darum die Haut schlechter wird wenn er sich Vegan ernährt?

Nicht jedes Neuroallergiekind reagiert auf Tierische Produkte.

K.

Beitrag von sabrina1980 23.02.11 - 19:42 Uhr

#sonne

>>>Neurodermitis lässt in den meisten fällen im zunehmenden alter nach. Wenn du dein kind jetzt im jungen alter von den meisten dingen fern hälst, nur weil er dagegen mit ausschlag reagiert gewöhnt sich der körper nie dran<<<

#pro

Unser Kleener leidet seit dem 3Monat unter dem atopischen Ekzem (vom Vater geerbt)...das war natürlich ein herber Schlag ins Gesicht#schock ich hätte heulen können...war total panisch etc. wollte alles richtig machen,habe mich anfangs richtig pedantisch -besonders bei den Lebensmittel- verhalten. Gemacht und getan....als dann die Phase kam wo es nicht so schlimm war habe ich einige Lebensmittel ausprobiert...und bis jetzt fahren wir sehr gut damit...je Älter er wird desto besser wird seine Haut.#huepf

Ich habe nun eine Kinder Reha bei der Rentenversicherung beantragt...hoffe das ich dort auch Neurodermits Schulung (speziell für Eltern)machen kann....und weil das Klima an der See unserem Kleenen guttut.

lg
Sabrina

Beitrag von kruemlschen 24.02.11 - 09:54 Uhr

Wenn Du eine Ahnung von Allergien, Neurodermitis und Cortison hättest, dann wüsstest Du

1. dass sich Nahrungsmittelallergien bei Kleinkindern NUR durch Vermeidung wieder zurück bilden (sagt Dir jeder Allergologe)

2. eine Neurodermitis nicht so lapidar als "nur einen Ausschlag" abtun

3. nicht lieber ständig Cortison schmieren anstatt die Ursache zu vermeiden

Also echt, manchmal frag ich mich schon.

Mag ja sein, dass bei Dir oder Deinem Kind nur eine minimale Nero vorliegt, aber es gibt SEHR schwere Fälle die sich alle ans Hirn langen bei Deinen "Empfehlungen".

K.

Beitrag von schwilis1 24.02.11 - 10:13 Uhr

das ist auch meine Meinung. eine ständige reizung mit dem nicht verträglichen Stoff führt nicht dazu dass der Körper irgendwann umschwängt und sagt: super... vertrag ich ja doch.

mich nervt dieser besorglose umgang mit cortison einfach :( ist ja körpereigen... also was solls...
Mein Darm produziert auch Gase, dennoch moecht ich nicht in nem schwefelbergwerk arbeiten

Beitrag von miss_bucket 23.02.11 - 18:27 Uhr

Melde Dich bei mir in der VK, ich kann Dir dazu was schicken. Hab mit meiner Tochter eine Basisrotation gemacht, und sie war innerhalb von 6 Wo symptomfrei. Sie war auf Ei allergisch, das haben wir auf die harte Tour rausgefunden.
Wir haben angefangen, da war sie 23 Monate. Heute mit 3,5 Jahren geht es ihr sehr gut. Nach wie vor kein Ei, aber alles andere kann sie wieder essen.
Der Allergietest wurde ebenfalls gemacht, kam aber negativ zurueck (soll heissen, der Doc sagte, sie ist nicht allergish auf Ei, obwohl sie starke Schwellungen am ganzen Koerper hatte - Urtikaria).

LG,
Steffi

Beitrag von miss_bucket 23.02.11 - 18:34 Uhr

ach ja, vermeidung des Eis hat damals nicht geholfen, es wurde eher schlimmer...

Beitrag von massai 23.02.11 - 21:35 Uhr

die meinungen gehen sehr auseinander meine KIA ist Allergologin und wir haben ne Hautärztin, beide haben wir vom Alergietest abgeraten weil er noch keine richtige Aussage treffen kann. beide meinten das macht erst ab ca. 3 Jahren richtig Sinn. Gut wir haben auch nur Sachen auf die er direkt reagiert wie Tomaten und Hundespeichel z.B. aber trotzdem selbst das sagen die beiden soll ich nicht komplett meiden, denn gerade durch den Kontakt kann es sich wieder selbst heilen bzw. kann verwachsen. muss nicht passieren, klar aber es geht.