Nur am heulen, meckern und zetern... was tut Ihr dagegen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nele27 23.02.11 - 15:47 Uhr

Moin,

Anton (3,5) hat schon wieder seine Heul-Mecker-Zeter-Phase #augen Diesmal ists besonders schlimm.

Er kommt z.B. morgens tränenüberströmt aus dem Bett und schluchzt "ich will was essen" - als hätte ich es ihm jemals verboten. Und so geht das den ganzen Tag. Statt "ich möchte gern malen, gib mal meine Stifte" oder so fängt er an zu heulen. Er fragt dann nach den Stiften, aber schluchzt die ganze Zeit. Wenn ich es ihm verboten hätte, würde ich das Geheul ja verstehen, aber ohne Grund?? #kratz

Außerdem ist er nur am Meckern. Wenn er zB was essen will und ich schlage ihm 3 Sachen vor, findet er überall was zu meckern. Wenn ich frage, was er denn dann stattdessen essen will, fängt er an zu heulen (s.o.).

Das ist echt extrem zurzeit. Ich hab ihn auch schon gefragt, ob ihm was anderes fehlt, aber er sagt nein.

Jeden Morgen nach dem Aufstehen bemüh ich mich, freundlich und lieb zu sein, ihm zu sagen, was wir heute machen etc. Aber das Geheul geht dann meist gleich morgens los :-(

Was ich am schlimmsten finde: Es endet immer im Streit. Irgendwann nervt mich das ewige Gemecker und ich ermahne ihn bzw, mecker selbst rum. Muss doch nicht sein! Ich kann damit aber auch nicht sonderlich gut umgehen, wenn ich, egal was ich vermeintlich Tolles vorschlage, angemotzt und vollgeheult werde.

Kennt jemand sowas? Geht das von selbst wieder weg?

LG, Nele

Beitrag von mamavonyannick 23.02.11 - 16:00 Uhr

Hallo Nele,

das erinnert mich an meinen Sohn. Er hatte eine zeitlang einen äußert nölig-jammernden Ton an sich. Da half nur konsequent zu sagen, er soll vernünftig mit mir reden, dann kann ich gern auf seine Wünsche eingehen. D.h.: Je mehr du diesem Verhalten Beachtung schenkst, umso mehr verstärkst du es.
Und was das aussuchen von Essen angeht. Wenn er nicht weiß was er will, dann soll er drüber nachdenken und dir sagen, du wirst es ihm dann geben. Fertig, aus.
DAS hat bei UNS geholfen.

vg, m.

Beitrag von nele27 23.02.11 - 16:07 Uhr

Das probier ich mal aus.
Selbst der schlimmste Trotzanfall ist nicht so schlimm wie dieses ewige Gejammer. Da könnte ich echt platzen.

Und es artet auch richtig aus. Er heult zB "Ich will was essen". Ich sage willst Du Brot oder einen Apfel. Er heult und jammert weiter "Brot". Dann gehts weiter - Käse oder Wurst, heul, jammer, mecker.

Wenn ich dann sage, dann komm zu mir, wenn Du überlegt hast, was Du essen willst und jammer mich nicht voll, verzieht er sich heulend ins Zimmer. Als hätte ich ihm sonstwas angetan. Aber es besser sich nicht...

Bei Ausflügen/Unternehmungen ists dasselbe.
Ich habe heute jegliche Unternehmungen abgesagt. Ich hab echt keinen Bock mehr. Komm mir vor wie der Entertainer, an dem dann doch nur gemotzt wird :-( Daher gibts heute kein Kinderprogramm, sondern ich miste aus. Er kann mir helfen oder es lassen. Ist mir egal.

Bin heute echt frustig, ich weiß :-)

Beitrag von mamavonyannick 23.02.11 - 16:10 Uhr

"Ich habe heute jegliche Unternehmungen abgesagt. Ich hab echt keinen Bock mehr. Komm mir vor wie der Entertainer, an dem dann doch nur gemotzt wird Daher gibts heute kein Kinderprogramm, sondern ich miste aus. Er kann mir helfen oder es lassen. Ist mir egal. "

Na zumindest merkt er, dass ihn sein Gejammer nicht weiter bringt, eher im Gegenteil.;-)

Beitrag von nele27 23.02.11 - 16:15 Uhr

Genauso hab ich ihm das auch gesagt. Nicht schön, aber heute reichts mir.
Jetzt spielt er allein im Zimmer #gruebel

Beitrag von kruemlschen 23.02.11 - 16:02 Uhr

Hallo Nele,

das kenn ich, meiner hat die Phasen auch. Meistens macht er dann gerade einen Entwicklungsschub und ist danach entweder enorm gewachsen, oder er kann irgend was neues (zumindest meine subjektive Beobachtung ;-) )

Ich geh damit ganz unterschiedlich um, je nach meiner eigenen Gemütsverfassung.

Entweder ich bleib ganz ruhig, nehm ihn in den Arm, erklär "da musst Du doch nicht weinen" #bla (schaff ich meist nur am Anfang dieser Phasen) oder ich ignoriere das Weinen und geb ihm eben das verlangte einfach (mach ich lieber als genervt zu antworten).
Oft heule ich aber dann einfach demonstratif mit! So richtig in riiiiiiiiiichtig jammerndem Ton antworte ich ihm dann, dass ich ja nicht riechen konnte das er Hunger hat und wir dann eben jetzt in die Küche gehen und er was zu essen bekommt, etc.
Tja und meist gegen Ende (welches ich da natürlich noch nicht absehen kann) dieser Phasen bin ich auch oft einfach nur noch genervt und sag dann auch mal "mensch Dominic, jetzt hör halt mal auf zum jammern und sag mir einfach normal was Du willst"

Viel mehr als diese Jammerphase nervt mich aber das meckern.

Am besten ist es morgens um 06:15 Uhr wenn man sein Kind liebevoll aufwecken will und dann schon ein "ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH LASS MICH" kommt, gefolgt von einem "WILL ICH NICH" beim Frühstück bis hin zu "MAG ICH NICH" beim Anziehen #augen und das alles vor dem ersten Kaffee #zitter

Da bemüh ich mich meist einfach nichts dazu zu sagen, gibt halt Morgenmuffel, da kommt dann meist nur ein mehr oder weniger scharfer Hinweis meinerseits dass ich seine schlechte Laune verstehen kann, er sie aber bitte nicht an mir auszulassen braucht.

Hilft nix, muss man einfach durch schätz ich ;-)

Gruß
K.

Beitrag von nele27 23.02.11 - 16:10 Uhr

Genauso ists bei Anton auch. Exakt diese Phasen. Nur dass es erst aufhört, wenn ich losschimpfe und das gefällt mir überhaupt nicht.
Würde das lieber zumindest jedes 2. Mal ordentlich klären ohne immer zu schimpfen. Ich kann diesen Stress für eigentlich nichts so schlecht ab ...

Dazu habe ich gerade ein total unzufriedenes Baby im Arm #augen
Ok, da kann Anton nichts für, aber es nervt. Alle heulen mich voll #schwitz

Beitrag von emilia72 23.02.11 - 16:41 Uhr

Hallo Nele,

wenn ich die bereits gegebenen Antworten lese, scheint das eine reine "Jungskrankheit" zu sein. Bei unserem war es so von ca. 2 1/2 bis er 3 Jahre alt war. Kaum zum Aushalten. Bin eh ein recht ungeduldiger Mensch...

Seit er im Kindergarten ist, ist es besser geworden. Aber wenn er morgens raus muss, weil ich arbeite, und er hat nicht ausgeschlafen, dann geht der Tag auch mit Tränen los. Wir haben gemerkt, dass an diesen Frühaufstehtagen das Gejammere noch vorhanden ist. Schläft er eine halbe Stunde länger (das ist dann bis ca. 7.15 Uhr), ist alles gut...

Chris

Beitrag von nele27 23.02.11 - 20:04 Uhr

Anton ist schon länger im Kindergarten, seit neustem allerdings nur noch bis 13 Uhr. Vielleicht hat er von mir die Schauze voll :-)

LG, Nele

Beitrag von familyportrait 23.02.11 - 20:06 Uhr

Liebe Nele,
DANKE für diese Beschreibung Deines Sohnes. DANKE für die Beschreibung Deiner Reaktionen. Ich fühle mich plötzlich nicht mehr wie ein Alien!!!!

Ich weiß nicht, ob das jemals wieder weggeht. Und leider habe ich Dir auch keinen Lösungsansatz, denn ich mache es wie Du: Bemühe mich, freundlich und lieb zu sein und gebe vor, wie man etwas ohne Jammern und Heulen erfragen kann. Bis mir der Kragen platzt und wir uns anmeckern. FURCHTBAR.

DIr alles Gute. Du bist nicht allein!

LG

Beitrag von nele27 23.02.11 - 20:48 Uhr

Ist doch schon mal gut zu wissen, dass nicht nur das eigene Kind so komisch tickt :-)