Arbeitszeugnis, wer kennt sich mit der "Übersetzung" aus?

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Beitrag von redhex 23.02.11 - 15:58 Uhr

Hallo!

Habe eben nach langen Jahren mein Arbeitszeugnis erhalten und würde jetzt wohl gerne wissen, ob das wirklich so gut ist, wie es klingt.
Denn es verstecken sich ja gerne auch einige Aussagen zwischen den Zeilen sozusagen.

Wer kennt sich damit aus und mag sich das Zeugnis durchlesen und "übersetzen"?

Würde das Zeugnis dann gerne per PN hier schicken!

LG redhex

Beitrag von nobility 23.02.11 - 16:18 Uhr

Wenn das Zeugniss deinen Fähigkeiten und Leistungen nicht ausreichend entspricht, verfasse ein dir genehmes Zeugnis mit allen nur erdenklich geschliffenen Formulierungen und schicke es deinem Chef mit der Aufforderung, dir dieses umgehend so auszustellen und dir eiligst in den Briefkasten zu legen.

Beitrag von redhex 23.02.11 - 16:33 Uhr

Hallo!

Da bin ich mir nicht so sicher, denke schon, dass es recht gut ist. Aber ich kenne mich mit der Zeugnissprache auch nicht so wirklich aus.

Das Problem ist auch, dass Zeugnis wurde vor 11 Jahren erstellt!
Ich habe es nur seinerzeit nicht bekommen und habe es nun nachgefordert und hatte das Glück es sogar zu bekommen.

Ich bin seit August 2010 auf massiver Jobsuche und ohne Zeugnis sieht es halt nicht so toll aus. Hatte zwar gehofft ohne dies Zeugnis wenigstens einen 400 € Job zu ergattern, aber mit den Arbeitsplätzen sieht es hier insgesamt sehr schlecht aus.

Heute habe ich mich noch auf einen Reinigungsjob (190 € im Monat) beworben. Bis morgen Mittag bekomme ich den Rückruf ob ich den Job antreten kann oder nicht.
Ich hoffe sehr, dass ich den Job bekomme.
Lebe derzeit in Trennung und sobald die Scheidung durch ist, muss ich meine Krankenversicherung selber bezahlen (solange eben keine Arbeit ab 401 € gefunden habe) und da ich jetzt schon kaum noch über die Runden komme finanziell würde mir das dann das "Genick brechen".

Na ja, und wenn es mit dem Job jetzt nicht klappt, müssen meine Bewerbungen eben einfach "besser" werden und wenn die Zeugnisse komplett sind, dann ist das wenigstens kein Grund aussortiert zu werden. Denn ich denke, fehlende Arbeitsnachweise sind auch ein Grund die Bewerbungen auszusortieren...

LG redhex

Beitrag von nobility 23.02.11 - 16:45 Uhr

Ich brauch mir da nicht sicher sein, das ist 1000%tig, wer in einer heutigen Bewerbung über 11 Jahre alte Zeugnisse, also Zeugnisse die vor 11 Jahren erstellt wurden, angibt, hat von vornherein verloren.

An der Formulierung eines vor 11 Jahren erstellten Zeugnisses was deuteln zu wollen sollte, um sich nicht einem unnützen Gelächter auszusetzen, das lieber lassen.

Gruß
Nobility

Beitrag von redhex 23.02.11 - 21:17 Uhr

Jippie... dann schicke ich also besser weiterhin Bewerbungen ohne Zeugnisse raus...

Denn dummerweise war das die letzte Arbeit bevor ich bei den Kindern zu Hause blieb, bei der ich noch ein Zeugnis bekommen habe.

Nachdem die Kids da waren hatte ich nur noch Miniaturjobs.
Da mein bald ExMann (Scheidungsantrag läuft) ja immer fleißig dafür gesorgt hat, dass ich keine besseren Jobs annehmen konnte.

LG redhex

Beitrag von myimmortal1977 24.02.11 - 00:31 Uhr

In dem Fall nimm lieber das alte Zeugnis mit rein. Sonst kann sich der mögliche zukünftige AG gar kein Bild von Dir machen.

Ganz gut wären aktuelle Schulungen. Sonst strebe bald welche an.

Viel #klee

Janette

Beitrag von redhex 24.02.11 - 07:05 Uhr

Hallo Janette!

Ich muss erst mal Geld zusammenbekommen, DANN kann ich auch die Schulungen machen, denn die gibt es ja nicht umsonst.

Gutscheine oder ähnliches bekomme ich vom Amt nicht. Ich bekomme überhaupt keine staatlichen Gelder (außer dem Kindergeld, welches ja jeder mit Kids bekommt).
Und mein gesamtes Geld geht derzeit für das Leben drauf, da ist nix mit Sparen auf Schulung, deswegen muss erst ein Job her, danach kann ich dann weitersehen.

Klitzekleiner Teufelskreis, der mich langsam in den Wahnsinn treibt.

LG redhex

Beitrag von merline 24.02.11 - 10:39 Uhr

>>wer in einer heutigen Bewerbung über 11 Jahre alte Zeugnisse, also Zeugnisse die vor 11 Jahren erstellt wurden, angibt, hat von vornherein verloren. <<

Also ich habe mit sowas einen Job bekommen! Ich hatte nämlich nur so "alte Zeugnisse", weil ich beim vorletzten Arbeitgeber fast 18 Jahre beschäftigt war.
Also in meiner gesamten Berufslaufbahn gibt es nur zwei Zeugnisse anderer Arbeitgeber, also besser gar keine beilegen als alte? #kratz

LG Merline