Erfahrungen Fernbez.???? Erzählt mal....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von FERNBEZIEHUNG 23.02.11 - 16:32 Uhr

Hallo,

ich habe jetzt jemanden kennen gelernt,per Internet...
Wir telf. täglich,schrieben uns mails,und traffen uns dann....
Und was soll ich sagen,es hat gefunckt zwischen uns,wir sind verliebt in einander...

Ich habe noch nie eine Fernbez. geführt,und weiss nicht wie und ob es klappen kann ?????

Es sind 175 Km .......

Bis jetzt war er die We immer bei mir,aber es geht halt nur am We..
Was ist wenn ich ihn mal während der Woche sehen möchte,dann geht es wegen unserer Berufe nicht,kann es trotzdem klappen???

Erzählt mir doch bitte eure Erfahrungen und Ergebnisse??? ob was draus geworden ist,oder nicht....
Wie lang ging das mit der Fernbez. und wer ist ab wann zu wem gezogen??

Kann man ein halbes Jahr oder so Fernbez. führen,und dann zusammen ziehen,obwohl man kein Alltag zusammen erlebt hat???

Ach erzähl mal los..... Dankeschön und schönen Mittwoch noch.. :-)

Beitrag von kanische 23.02.11 - 17:04 Uhr

Hallo also selber kann ich nicht bericht, aber von vielen Freunden. Meine Schwägerin und ihr Mann haben jahrelang eine Fernbeziehung geführt. Sie Deutschland er Frankreich. Sie ist dann für 1 Jahr nach Frankreich zum Studieren und dann ist er mit nach Deutschland gekommen. Mittlweile sind sie glücklich verheiratet und haben 2 Kinder. Ob es klappt kannst du nur selber herausfinden. Den Alltag kann man ja auch mal in einem längeren Urlaub bei dem anderen proben. Ich denke bei dem zusammenziehn, muss man halt schaun wer wo bessere Chancen hat im Job, wegen familie und Freunden. Oder man trifft sich gleich auf halber Strecke. Ich denke da kann dir keiner sagen wie genau du es machen sollst.

LG

Beitrag von champagner82 23.02.11 - 19:46 Uhr

Hallöchen,

also mein erster freund hat 300 km weit weg gewohnt haben uns nu jedes 2. WE gesehen. das ging knapp über ein jahr. dann wurde es wirklich schwierig. er is dann zu mir gezogen. hatte ich nen guten job bekommen..

ich hätte mir nicht vorstellen können soweit weg von zuhause zu ziehen.


und nun bin ich verheiratet :-) mit nem anderen. aber hatten 1 jahr und 3 monate eine fernbeziehung. er wohnte 100 km weit weg. man sieht sich halt am WE, feiertagen urlaub. haben aber jeden tag telefoniert, sms, chat. Also es geht wenn man sich drauf einstellt. man sich auf die zeit zusammen mehr freuen. aber ich dneke auch dass es eben nur für ne gewisse zeit geht.

ich denke wenn man mal ein jahr geschafft hat, kent man sich ja doch ein bisschen, um zu wissn ob es was wirklich ernstes is oder ob man eben nichts für den anderen aufgeben will.

in der mitte treffen und zusamen ziehen fand ich doof. dann muss jeder neu anfangen, und keiner hat mehr freunde und familie. das finde ich nicht so toll.. aber ich muss sagen mir gefällt es jez hier ganz gut und ich will gar nemmer weg. meine familie besuche iuch 1 oder 2 mal im monat :-)

also es kann auch widererwartend schön sein ;-)

Mein Fazit: Fernbeziehung kann klappen, wenn mann es sich net selber schwer macht und vertrauen hat !

wenn ihr es beide versuchen wiollt und kompromisse eingehen könnt, dann versucht es. es kann sich lohnen !

Viel Glück

Beitrag von champagner82 23.02.11 - 19:49 Uhr

sorry für die vielen fehler. aber liegend am laptop tippen nach nem anstrengenden arbeitstag ist schwer. bitte verzeiht mir ....

Beitrag von lagefrau78 23.02.11 - 20:06 Uhr

Hallo!

Als ich meinen Mann kennenlernte (ende 2001), wohnten wir 600km auseinander. Wir waren beide Studenten mit Nebenjobs, d.h. wir hatten weder Zeit noch Geld uns allzu häufig zu sehen.
Gefunkt hat es auf einer Party, und wir hatten gleich als allererstes nur ein verkatertes Wochenende, um uns kennenzulernen...

Von da an haben wir jeden Tag telefoniert, uns jedes 2. Wochenende gesehen, was echt hart war am Anfang...
Aber es war einfach alles klar!

2004 sind wir zusammen gezogen, 2006 kam unser Kind zur Welt, 2008 haben wir geheiratet, jetzt bin ich wieder schwanger.

Was will man mehr? Aus meiner Erfahrung kann ich Dir also nur Mut machen. Es kann funktionieren. Dazu gehört natürlich eine Menge Geduld, Vertrauen und eine gewisse Leidensfähigkeit... Aber es lohnt sich - man bleibt verdammt lange frisch verliebt, weil es immer wieder aufregend ist, sich zu treffen.
Man hat halt keinen gemeinsamen Alltag - wenn man sich sieht, herrscht eigentlich immer Ausnahmezustand und Festtagsstimmung.
Aber 175km klingen ja machbar - vielleicht klappt es doch etwas öfter oder man kann mal ein Wochenende verlängern...

Lass es auf Dich zukommen - es geht wirklich!

Beste Grüße!

Beitrag von vifrana58116 23.02.11 - 21:35 Uhr

Kennengelernt haben wir uns mit 18 (ich) und 22(er). Wir haben uns das erste Jahr lang jedes Wochenende gesehen.

Dann habe ich meinen Studienplatz bekommen und mein Freund einen neuen Job, der noch weiter entfernt war. D.h. wir haben uns nur noch aller 2 Wochenenden gesehen. Das war am Anfang hart, aber ich habe mir meine Zeit dann so eingeteilt, dass ich an den WEs wo er da war, auch wirklich sonst nix zu tun hatte. Meine Semesterferien habe ich bei ihm verbracht und dort gejobbt.
Nach 5 Jahren Fernbeziehung bin ich dann zu ihm gezogen. Wir haben dann noch ein Jahr in einer 1-Raum-Whg. gewohnt #rofl Das war dann genau das andere Extrem... Als die Probezeit bei meinem jetzigen Job um war, sind wir in eine große Wohnung gezogen.

Mittlerweile sind wir über 12 Jahre zusammen, haben eine obersüße Tochter und geheiratet haben wir in der Zwischenzeit auch.

Wir wußten immer, dass es das ist, haben uns absolut vertraut (ohne geht es gar nicht!) und hatten v.a. eine Perspektive. Das fanden wir auch wichtig, denn wenn man keine Ende in Sicht hat, ist es anstrengend!

Beitrag von muckel1204 23.02.11 - 22:11 Uhr

Geht alles ;-)

*Zusammen gekommen 1997 im Urlaub
*2000-2001 Jahr zuammen gewohnt auf 26 qm, als er seinen Zivi in meiner Stadt absolvierte
* 2001 verlobt
* 2002 geheiratet
* 2005 bin ich mit ihm zusammen gezogen, in seiner Stadt
* 2006 kam der erste Sohn
* 2008 kam der zweite Sohn

Also es geht. Wir haben es 8 Jahre lang geschafft, sind nun seit 5 Jahren auch räumlich jeden Tag zusammen immer noch verknallt und sind gücklich uns zu haben. Nur Mut #pro

Beitrag von lbeater01 24.02.11 - 08:50 Uhr

Hallo,

ich habe zwei Fernbeziehungen geführt.
Die eine hielt nur 9 Monate. Ich war 16, er 24. Ich lebte in Deutschland und er auf Fuerteventura. Das war echt hart.
Wir haben uns nur alle paar Monate gesehen.

Dann hatte ich eine Fernbeziehung mit meinem jetzigen Partner.
Kennengelernt auf einem Seminar und es hat sofort gefunkt.
Wir wohnten 100km auseinander. Nicht viel, aber gesehen haben wir uns trotzdem nur am Wochenende. Meistens haben wir uns abgewechselt mit den Besuchen.
Nach 3 Monaten habe ich bereits angefangen mir in seiner Nähe einen Job zu suchen.
Nach ziemlich genau einem Jahr Fernbeziehung hat es geklappt und wir sind in seinem Heimatort zusammen gezogen (er hat vorher noch bei seinen Eltern gelebt).

Ja mittlerweile wohne ich nun seit 3 Jahren mit ihm zusammen und nächstes Jahr wollen wir heiraten. #huepf

Die Trennungen waren allerdings besonders für mich immer sehr hart.
ich habe unter der Woche dann viel mit meinen Freunden unternommen um abgelenkt zu sein und wir haben viel telefoniert.
Dadurch, dass die Fernbeziehung begrenzt war, war es gut auszuhalten.

Hätte es aber dieses Ziel vom Zusammenziehen nicht gegeben, weiß ich nicht, wie lange ich das durchgehalten hätte.
Also, wenn es nicht möglich gewesen wäre, dass wir irgendwann mal zusammen leben...

Ich würde es versuchen an deiner Stelle. Es hat nämlich auch etwas positives.
Die Vorfreude ist wirklich jedes Mal riesig. Ich konnte Freitags so gut wie nie etwas essen, weil ich so aufgeregt war.
Und die Schmetterlinge im Bauch halten viel länger an. #verliebt
Und man nutzt die gemeinsame Zeit viel intensiver.

Alles Gute

Janina

Beitrag von fernbeziehungsleidende 24.02.11 - 09:11 Uhr

Hallo,

ich habe von 2007 bis 2010 eine Fernbeziehung geführt (Entfernung 130 km). Wir haben uns auch nur an den Wochenenden gesehen, haben aber auch unsere Urlaube zusammen verbracht (wir sind aber nur einmal weggefahren und hatten sonst den "Alltag" bei ihm zuhause erlebt).
Nach 2 Jahren Fernbeziehung hatte ich die Möglichkeit einen Job bei ihm in der Nähe zu bekommen und bin zu ihm gezogen (von der Großstadt aufs kleine Dorf).
Am Anfang war auch noch alles schön und normal, wie ein langer "Urlaub" halt. Mein Problem war das ich kaum Freunde dort hatte, ich hatte zwar Kontakt mit der Freundin seines Bruders (die beiden wohnten auch dort im Dorf) und mit meinen neuen Arbeitskolleginnen, aber sonst hatte ich niemanden dort.
Mein Freund hat in Schicht gearbeitet und wir hatten dementsprechend auch Tage wo wir uns nur hallo und tschüss gesagt haben oder wo ich schon am schlafen war, wenn er nach hause gekommen ist. Hinzu kam auch noch, dass wenn er dann mal abends zuhause war oder am Wochenende, meistens bei einem befreundeten Nachbarn war oder dieser bei uns. Wir hatten also kaum Zeit füreinander.
Irgendwann fing alles an zu leiden, erst das Sexleben, dann unser Beziehungsleben.
Wir waren vorher mit der Wochenendbeziehung wirklich glücklich, aber der Alltag hat uns das Genick gebrochen.
Ich habe mich dann einem alten Freund anvertraut und mich sozusagen bei ihm ausgeheult, weil ich damit bei meinem Freund auf taube Ohren gestossen bin (und ich habe es weiß Gott oft genug angesprochen),
auch mit der Freundin seines Bruders gesprochen, etc.
Schlussendlich habe ich letztes Jahr alleine Urlaub bei meiner Schwester gemacht und da er sich währenddessen gar nicht gemeldet hab, habe ich meine Entscheidung getroffen und hab mich nach dem Urlaub getrennt.
Dazu muss ich sagen, dass ich auch noch Glück hatte und ziemlich schnell eine neue Arbeit in der Nähe meiner alten Heimat gefunden habe, so dass ich nach dem schnellen Umzug zwar ein paar Monate zu meiner alten Arbeit pendeln musste, aber es noch durchaus im Rahmen war.

Obwohl ich diese Beziehung keinen einzigen Tag bereue und er mir wirklich viel bedeutet hat als Mensch und ich froh bin das ich ihn kennenlernen durfte, bereue ich heute meinen Schritt, dass ich zu ihm gezogen bin. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass ich schon am Anfang ein schlechtes Gefühl hatte, als ich mich dort beworben hatte, aber ich habe auf mein Gefühl nicht gehört, weil ich ihm die Freude machen wollte zu ihm zu ziehen. Ich habe eine super Arbeit aufgegeben und habe nun eine Arbeit die mir nur halb soviel Spass macht.
Dafür habe ich in dem alten Freund, bei dem ich mich ausgeheult habe, meine neue Liebe gefunden #verliebt

Du kannst nur selber für dich entscheiden ob du aus der Fernbeziehung mehr machen willst.
Meine Geschichte soll bitte auch kein abschreckendes Beispiel sein, ich wollte nur damit sagen, dass es auch schief gehen kann und man auf sein Gefühl hören soll, denn hätte ich damals auf mein Gefühl gehört, dann wäre ich wahrscheinlich schon lange nicht mehr mit meinem Ex zusammen, aber wäre noch glücklich mit meinem Job.

Ich wünsch dir alles Gute und viel #klee für deine Entscheidung.

Beitrag von plazafrau 24.02.11 - 09:45 Uhr

Hallo!
Wenn man es wirklich will und genügend Durchhaltevermögen hat, klappt es auch!
Ich habe meinen Freund im Mai 2009 kennengelernt, wie wohnten ca. 650km auseinander und waren beide noch in der Schule (Jahrgangsstufe 12, ich 18, er 24). Wir telefonierten wochenlang, stundenlang und sahen uns ca. alle 3-4 Wochen, weil es ja nicht anders ging. In den Ferien haben wir uns durchgängig gesehen. Wenn wir aber beide nicht gewusst hätten, dass diese Fernbeziehung temporär gewesen wäre, sprich: wenn wir nach dem Abitur NICHT zusammen gezogen wären, dann hätte es vermutlich nicht geklappt.
Die Zeit war unheimlich schwierig, denn Alltag kann man mit dem Partner nicht genießen. Man kann ihn nicht in den Arm nehmen, wenn man es braucht und umsoweniger kann man für jemanden da sein - außer eben am Telefon. Es gab Tage, an denen wir geweint haben, weil es so schwierig war, an denen man alleine war und das Telefon einfach nicht getröstet hat und auch nicht trösten konnte. Nichtsdestotrotz bin ich im letzten Jahr, gleich nach meinem Abitur, zu ihm gezogen (Juli 2010) und seitdem wohnen wir gemeinsam. Und rückblickend kann ich sagen, dass sich dieser ganze Schmerz und Kummer gelohnt hat. Wir lieben uns mehr denn je und das Zusammenleben klappt wunderbar. Wir genießen den Alltag und nehmen ihn wahrscheinlich viel eher war als "normale" Paare und wir finden es unheimlich schön. Ich kann natürlich nicht sagen, was in 5 Jahren ist, aber momentan weiß ich, dass es das beste war, was ich machen konnte! Und ich war mir von Anfang an sicher, dass er der Richtige für mich ist.

Du brauchst viel Mut dazu, aber dann kann man es schaffen!#liebdrueck

Beitrag von spark.oats 24.02.11 - 09:55 Uhr

Hallo :)

Also ich kenne meinen Mann eigentlich schon super lange, allerdings haben wir uns aus den Augen verloren, als ich wegzog. Na ja, haben uns zwischendurch immer gesehen, wie es einem geht und später irgendwann sind wir zusammen gekommen... Es war hart, auch wenn es "nur" 150 km waren.

Wir telefonierten in der Mittagspause, abends, schrieben zwischendurch SMS. Manchmal war die Sehnsucht einfach sooo groß, dass ich einfach runtergefahren bin zu ihm oder er sich ins Auto gesetzt hat und zu mir gekommen ist um eine Nacht neben mir schlafen zu können und um einen Tag mit mir verbringen zu dürfen.

Natürlich ist es schwer, aber wenn man es will, zusammen in die Zukunft blickt, dann klappt das alles wunderbar.

Wir sind im Januar 2009 zusammen gekommen, er ist zu mir gezogen, haben bald darauf geheiratet, und nun bin ich morgen in der 33.Woche mit unserem Wunschkind. Es kann alles so laufen, wie in einem Bilderbuch, oder... es kann zerbrechen. Es kommt immer darauf an. :)

Viel Glück!

Sparki

Beitrag von plazafrau 24.02.11 - 09:57 Uhr

Das ist soo schön, wenn das klappt:) Dann haben wir ja wirklich zwei Glückstreffer gehabt! #herzlich

Witzig, mein Freund fängt mittlerweile auch schon davon an, wie das ist, wenn wir nach dem Studium Kinder haben und wie sie dann heißen sollen etc. #verliebt Auch wenn das noch ein bisschen hin ist, es ist so schön, sich so geborgen und geliebt zu fühlen!:)

Beitrag von spark.oats 24.02.11 - 12:57 Uhr

Oh wie süß :) Aber da habt ihr ja noch määäächtig zeit ;)