Da braucht man nerven... wisst ihr Rat!???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sandramutti 23.02.11 - 19:05 Uhr

hallo!

meine kleine (4) wird immer schlimmer...
sie weint immer gleich los, ist sehr trotzig und das hauptproblem:
die trennungsangst bzw. klammert extrem an uns eltern/der großen schwester (6)

heut gabs wieder tränen, diskussionen... große schwester ist krank, wird morgen zuhaus bleiben vom kiga. geplant ist, dass natürlich die kleine, die gesund ist, geht.

jetzt weint die kleine heut ständig, weil sie morgen nicht in den kiga geht, weil sie nicht alleine in den kiga geht, sie will nicht, sie will nicht, sie hat sonst angst, sonst weint sie, sonst haut sie uns, sonst zieht sie sich nicht an... und jetzt ist sie auch "krank"... ihr knie tut nun weh, hat nun fieber (kopf ist aber kalt!), hole sie immer zu spät ab und sie will nicht und will nicht ....#bla
#heul:-[#heul

ist die große nachmittags zb bei freunden, die kleine bei mir zuhaus, weint sie den ganzen nachmittag, weil sie ihre schwester zum spielen braucht, egal wie ich sie ablenke... alleine geht die kleine auch zu niemanden, außer ich oder die große schwester geht mit.

gehts anderen mamis mit 4jährigen denn auch so!? oder habt ihr tipps ein wenig ruhe einkehren zu lassen, der kleinen ihre trennungsangst zu nehmen?

habe auch schon versucht sie alleine mit freundinnen ins ballett gehen zu lassen... dort muss sie aber auch nach kurzem zu weinen angefangen haben, hat nach der "mama" geschrien und ging auch nach hinten los. #zitter

meine große versucht zu trösten, sagt: "du kannst doch mal auch alleine irgendwohin" und und und. aber alles reden bringt nichts.
bin etwas verzweifelt, da meine große das absolute gegenteil schon immer war.
sie geht sogar sehr gerne alleine überall hin, ab 3 jahren schon zu freunden, in den kiga und nicht 1x wurde nach der mama usw. gefragt.

lg!

Beitrag von zahnweh 23.02.11 - 21:24 Uhr

Hallo,

meine 3,5 Jahre hatte immer mal wieder Phasen mit Trennungsangst. Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht.

Ich lasse sie dann einfach. Braucht sie mich beim Sport, dass ich direkt zu schaue, bleibe ich halt in der Halle. Obwohl ich die Wochen vorher in der Umkleide gelesen habe.
Wenn sie die andere Familie noch nicht kennt, nur das Kind, würde sie noch nicht bleiben. Wenn sie schon öfter mit mir dort war, bleibt sie auch ohne mich problemlos.

Je weniger ich sie dränge, desto schneller löst sie sich wieder von mir.

Ich selbst wurde als Kind immer wieder gedrängt, dass ich mich mehr lösen oder mehr trauen soll. Ergebnis, ich habe bis zur Pubertät geklammert oder wollte nur unter Protest irgendwo alleine bleiben. Durch das "endlich mal sollen" fühlte ich mich sehr unsicher und an schlechten Tagen auch etwas "abgeschoben".
Ich weiß, dass es meine Mutter gut gemeint hat. Aber durch die Versuche mich zu etwas zu bringen, wofür ich noch nicht bereit war, wurde es nur schlimmer statt besser. In der Pubertät habe ich mich dann wirklich gelöst. Aber bei weitem nicht so leicht wie meine Freunde, weil immer so ein Beigeschmack war: ich muss ja, obwohl ich auch wollte.



Was mir bei deinem Text aufgefallen ist: sie sagt sie hat Angst. Warum denn? Steckt da mehr dahinter?
Hat sie im Kindergarten eigene Freunde? (der Großen würde ich schon versuchen ihre Freunde und Freiräume zu lassen. Aber ohne die Kleine dabei zu Überfordern).
Ist irgendwas mal vorgefallen im Kindergarten?
Wenn sie mal dort ist, auch ohne Schwester, wie ist es dann? Was sagen die Erzieherinnen?

Wenn sie eigene Freunde hat: wie reagiert sie, wenn sie bei euch zu Hause sind?

Brütet sie vielleicht wirklich was aus?
Steckt sie in einem Schub?
Ist das schon länger so?

Meine wird total anhänglich, wenn
sie mitten im Entwicklungsschub steckt. Dann verändert sich so viel für sie, dass sie ganz viel Mama braucht.
wenn sie einen Infekt ausbrütet oder wegbrütet bevor er ausbricht.
Was soll's, dann laufen wir eine zeitlang als Dreibein durch die Gegend ;-)
Im Kindergarten wird sie sehr, sehr gut aufgefangen. Das macht es auch leichter. Bei allen anderen Aktivitäten bin ich dann einfach wieder dabei und dann wieder nicht, wenn sie genug getankt hat.


Nicht so viel reden. Lieber Situationen schaffen/ihr zugestehen, wo sie ohne wenn und aber klammern darf. Wo sie sich einfach so hinter Mamas Rockzipfel verkriechen kann und einfach mal Sicherheit tanken kann. Ganz ohne wenn und aber oder andere Aufmunterungskommentare ;-)

Bei meiner hilft das total viel und ich selbst hätte mir das als Kind viel öfter gewünscht. Hier und da mal eine Rückversicherung, wo ich so sein darf wie ich bin und mich grade fühle. Mut tanken und dann von selbst los.

Beitrag von sandramutti 24.02.11 - 10:36 Uhr

danke für deine lange antwort.
ich dachte bisher tatsächlich, ich "muss" #schwitzsie dazu bringen, allein irgendwo zu bleiben ohne zu weinen usw. aber stimmt... ich lasse ihr viell. etwas mehr zeit. vergleiche sie halt gerne/oft mit der großen schwester, die ja das absolute gegenteil ist... aber ja, jedes kind ist anders....


zu deiner frage:
"Wenn sie eigene Freunde hat: wie reagiert sie, wenn sie bei euch zu Hause sind?"

die kleine hat tatsächlich schon immer wenig freunde, sie orientiert sich stark an der großen schwester und sie haben auch quasi schon immer den gleichen freundeskreis.
meine kleine denkt sie "gehört zu den großen".#schock und lässt sich nicht davon abbringen.
wir treffen auch öfter geschwisterkinder, zb junge mit fast 4, bruder 8. dann spielt die kleine stets mit meiner großen und dem großen jungen, den kleinen beachtet sie kaum...der sitzt dann meist alleine da und tut mri leid. gleiches spiel auch mit geschwistern mädchen 7, kleine schwester so alt wie meine maus... da läufts ähnlich ab.
oder ich ab und zu alleine mit ihr (ohne der großen schwester) zu einer bekannten, das mädchen ist fast 5. mit ihr spielt sie sehr gerne. aber nur kurze zeit, dann guckt sie wieder aus dem zimmer, ob mama noch da ist...
und das obwohl sie das mädchen/ihre mami schon von geburt an kennt...#schock

sie klammert halt schon immer stark und dachte mir, langsam mit 4 1/4 sollte das ganze besser werden... aber wird ja immer schlimmer...#schwitz

lg!