Wie reagieren bei "anspucken"?

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kess79 23.02.11 - 21:17 Uhr

Hallo,

Meine Tochter (wird im Mai 3) testet gerade extrem aus wie weit sie gehen kann. Sie spuckt zwar nicht mit Spucke, aber sie setzt so ein "Pfffff" ganz gezielt ein. Mit gezielt meine ich z.B. sie schmiert beim bettfein machen mit dem Waschlappen an der Wand rum. Ich sage "Hör bitte auf, sonst nehme ich Dir den Waschlappen weg" und sie macht "Pfffff". Daraufhin habe ich ihr die Gute Nacht Geschichte gestrichen (sie aber trotzdem ganz liebevoll ins Bett gebracht). Heute hatten wir abends schon wieder so eine Situation und ich habe einfach versucht ihr das zu erklären, warum sie das nicht darf.

Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter wirklich einen sehr starken Willen und Dickkopf hat. Bei ihr muss ich immer und ständig konsequent sein. Und viele Konsequenzen stören sie nicht mal.#augen Sie macht schon sooo viele Dinge so toll, aber ich finde dieses Spucken ist wirklich absolut inakzeptabel. Wie reagiere ich da am besten?

Für eure Tipps bin ich euch sehr dankbar!

Liebe Grüße
Kerstin

Beitrag von sternchen730 23.02.11 - 21:27 Uhr

Hallo Kerstin,
ich würde dir das gleich raten, was ich ein paar Threads unter Deinem zum Thema beißen und hauen geraten habe: Ruhig bleiben und das unerwünschte Verhalten so wenig wie möglich thematisieren.
Wenn sie spuckt und Du schimpfst, ist das Aufmerksamkeit. Toll fürs Kind.
Spuckt sie, leg ihr sanft den Finger auf den Mund und sag: "Das machen wir nicht!" Und gut. Und die nächsten 53 mal machst Du das genauso bis es ihr langweilig wird.:-p
Grüße,
sternchen#stern

Beitrag von kess79 23.02.11 - 21:37 Uhr

Hallo,

Gute Idee, dass könnte ich auch mal ausprobieren. Danke!
Ruhig bleiben ist ja sowieso die Devise, die nicht immer einfach ist.#augen

LG Kerstin

Beitrag von sternchen730 23.02.11 - 21:51 Uhr

Genau,
aber das ist meistens das, was Wirkung zeigt.
Ein ganz probates Deeskalationsmittel in allen Altersgruppen. Beeindruckt auch Schulkinder mehr als ein zünftiger Wutausbruch.
Die Devise ist ja eh : Coooool bleiben!;-)
Gute Nacht, sternchen#stern

Beitrag von abenteuer 24.02.11 - 16:25 Uhr

Wenn mein Sohn popelt, nehme ich ihm auch den Finger aus der Nase und sage die gleichen Worte.
Er reagiert mit gequietsche, wenn ich das mache und steckt den Finger provokativ wieder in die Nase! Ignoriere ich es, stellt er sich dann extra in meinen Weg und popelt.

Er popelt aber nicht nur um Aufmerksamkeit zu bekommen, denn er macht es auch, wenn er alleine in einem Raum ist bzw. es ist ihm egal, ob es jmd. sieht oder nicht.

Es wird also nicht langweilig ;-)

Beitrag von sabrina1980 24.02.11 - 17:04 Uhr

#sonne

Bin der gleichen Meinung...mich würde jedoch interessieren wie man sich bei einem größeren Kind verhält..zurückspucken, auf dem Mund patschen..#rofl???

lg
Sabrina

Beitrag von sternchen730 25.02.11 - 08:31 Uhr

Hallo, bei größeren Kinder gilt grundsätzlich das gleiche:
Cool bleiben, ruhig darauf hinweisen, dass das Verhalten unerwünscht ist.#cool
Bei Schulkindern...tja...da würde ich glatt mit Fernsehentzug drohen, hihi!
Gruß. sternchen#stern

Beitrag von sabrina1980 25.02.11 - 16:54 Uhr

#sonne

oder mit Handyverbot:-D

lg
Sabrina

Beitrag von bine3002 23.02.11 - 22:25 Uhr

Die Konsequenz sollte logisch sein. D.h. wenn sie mit dem Waschlappen rumschmiert, dann ist er eben weg. Du solltest das in dem Alter auf jeden Fall ankündigen, auch mehrfach (manchmal brauchen sie einen Moment bis es angekommen ist). Hört sie nicht auf, nimm ihn weg und ignoriere alles was danach kommt. D.h. ob sie dann "Pffff" macht oder auch nach dir haut, tritt... geh nicht weiter darauf ein, weil es lediglich Affekthandlungen sind. Sie ist dann sauer und kann ihre Wut nicht anders äußern. D.h. aber nicht, dass man das dulden muss. Man kann durchaus darüber reden, aber nicht in dem Moment. Da geht es ausschließlich erstmal um die Waschlappengeschichte.

Ich würde deeskalierend auf sie einwirken und nach einer Weile sagen: "Wenn Du den Waschlappen vernünftig benutzt, dann kannst Du ihn wiederhaben." Achte darauf, dass sie das verstanden hat und dich ansieht und nimm ihr ruhig auch ein Versprechen ab. Danach solltest Du den Waschlappen SOFORT und ohne weitere Ankündigug wegnehmen, falls sie es wieder macht.

Die Gute-Nacht-Geschichte würde ich in diesem Zusammenhang nicht streichen. Das wäre eher die logische Konsequenz für "Verzögerungen" beim "bettfein machen", d.h. wenn sie nur Theater macht beim Waschen, Zähneputzen usw. Dann bleibt nämlich schlicht keine Zeit mehr für eine Geschichte.

Beitrag von kess79 24.02.11 - 09:36 Uhr

Danke für Deinen Beitrag. Der Waschlappen war ja schon weg. Es ging mir um das Spucken danach. Aber ich habe es bis jetzt noch nicht als Affekthandlung betrachtet. Stimmt allerdings, sie macht es nur im Affekt auf meine Reaktion, wenn ich z.B. schimpfe.

Beitrag von nadeschka 24.02.11 - 15:16 Uhr

<Die Konsequenz sollte logisch sein. D.h. wenn sie mit dem Waschlappen rumschmiert, dann ist er eben weg.>


Das finde ich aber immer einen Vorschlag, der oft leichter gesagt als getan ist. In dem Fall sollte das Kind sich ja vermutlich mit dem Waschlappen waschen. Ihn ihr dann wegzunehmen, führt ja dann dazu, dass sie sich nicht wäscht.

Oder ähnliches Beispiel: Kind soll Zähne putzen, will aber nicht und schmiert mit der Zahnbürste rum - was hilft es dann, die Zahnbürste wegzunehmen? Sie muss doch die Zähne putzen!

Was würdest du dann machen?

LG
#winke

Beitrag von kess79 24.02.11 - 16:40 Uhr

Also ich finde nicht immer logische Konsequenzen.;-) Vorallem muss eine Konsequenz ja auch "weh tun". Über eine Zahnbürste die weg ist, freut meine Tochter sich.:-p

Ausserdem war der Waschlappen hier nur ein Beispiel für eine Situation. Es ging mir um das Spucken.

LG

Beitrag von simone_2403 25.02.11 - 12:04 Uhr

>>Oder ähnliches Beispiel: Kind soll Zähne putzen, will aber nicht und schmiert mit der Zahnbürste rum - was hilft es dann, die Zahnbürste wegzunehmen? Sie muss doch die Zähne putzen! <<

Genau,sie muss Zähne putzen und aus dem Grund würde ICH ihr dann die Zähne putzen und zwar solange bis sie nicht mehr mit der ZAhnbürste iregndwo rumschmiert ;-)

Beitrag von michi0512 24.02.11 - 08:05 Uhr

Hihi, genau wie meine. Die wird im Mai auch 3 und das PFFF wird auch gezielt einegsetzt - meist mit verschränkten Armen und dann schnell wegdrehen.

Ich ignoriere es. Sage immer: "der Mund ist zum essen und reden da - nicht zum spucken."

Manchmal sagt sie dann nun selbst und das spucken wird echt weniger. Dafür tritt sie nun gern vors Schienbein #schock

Beitrag von kess79 24.02.11 - 13:03 Uhr

;-) Dann scheint das ja "normal" in dem Altern zu sein.

Beitrag von redrose123 24.02.11 - 08:52 Uhr

Mittlerweile würd ich Ihr den Lappen einfach wegnehmen und sie putzen und kurz und knapp sagen wenn du gross genug bist dich zu putzen bekommst du Ihn wieder.

Beitrag von kess79 24.02.11 - 09:33 Uhr

Es ging ja nicht um die Waschlappengeschichte, dass war nur ein Beispiel für das spucken.

LG

Beitrag von redrose123 24.02.11 - 09:45 Uhr

Das würde ich wie schon gesagt wurde ignorieren.....

Beitrag von engelchen28 24.02.11 - 12:18 Uhr

hallo!
ich finde deine konsequenz unlogisch! du sagst ihr, wenn sie nochmal an der wand herumschmiert, dass du ihr den waschlappen wegnimmst. du tust es aber nicht, sondern streichst die gute-nacht-geschichte. nicht logisch.
ich würde es so machen: wenn sie noch zu klein ist, um sich selbst "ordentlich" zu waschen (weil sie sich ja nicht wäscht, sondern die wand abwäscht), dann muss ich sie eben waschen und sie bekommt keinen waschlappen mehr.
lg
julia

Beitrag von kess79 24.02.11 - 13:02 Uhr

Es ging nicht um den Waschlappen sondern um das "Pffff". Natürlich ist die logische Konsequenz den Lappen wegzunehmen. Die Geschichte habe ich aufgrund des "Pffff" gestrichen.

Ich habe auch nicht nach einer Lösung für die Waschlappengeschichte gesucht, sondern nach dem "anspucken". Der Waschlappen war nur das Beispiel einer solchen Situation.

LG