Bin ich geizig?

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Beitrag von berlinergoere 23.02.11 - 21:29 Uhr

Eigentlich wollte ich meinen Freund nichts von der Erbschaft erzählen, die ich 2008 durch den Tod meiner Mutter gemacht habe. Damals kannten wir uns noch nicht und ich hatte die unangenehme Erfahrung gemacht, das mit Geld auch plötzlich "Freunde" auftauchen, die gerne ein Stück vom Kuchen haben wollen.

Einmal bin ich auf diesen Mist reingefallen und habe 1000€ verliehen. Die Person meinte, sie bräuchte es, weil das Amt ihr keine Erstaustattung bewilligt hätte - stattdessen ist sie damit in die Türkei gereist und hat sich dort 3 Wochen braun braten lassen :-[. Das Geld habe ich nur mühsam wieder eintreiben können.

Als dann meine Mutter starb habe ich 4500€ aus der Lebensversicherung geerbt und das Geld bis heute nicht angerührt. Meine Mutter meinte immer, ich solle das Geld dafür aufsparen, wenn mal irgendwas Besonderes in meinen Leben passiert. Ich ein Kind bekomme oder heiraten tue.

2010 habe ich dann meinen jetztigen Partner kennengelernt - ein armer Schlucker, aber total lieb. Geld war nie ein Argument für mich gewesen, mit einen Mann eine Beziehung zu starten, es ging mir darum, wie er mich behandeln tut und mein Freund behandelt mich gut.

Gestern habe ich ihm dann von meiner Erbschaft erzählt. Er war nicht sauer, das ich es ihm verheimlicht habe, er wusste, das ich in Sachen Geld schlechte Erfahrung gemacht habe. Dennoch kam er mir auch gleich mit Wünschen: Einen neuen Laptop, Windows Vista als Programm... könnte man ja davon anschafften. Noch einfacher wäre es, wenn ich ihm 1500€ gäbe und er sich selber die Sachen anschaffen kann. Ich habe darüber gelacht und er meinte draufhin, das ich geizig wäre :-( .

Ja, ich bin im Umgang mit Geld sehr sparsam und ich spare lieber einen Euro wo ein, als einen sinnlos zu vergeuden. Ich bin nicht mit einen goldenen Löffel im Mund geboren worden - ich entstamme ziemlich extremer Armut und habe schon früh gelernt, mit wenig auszukommen.

Dennoch, frage ich mich, ob ich nicht doch geizig bin. Ich hätte das Geld schon ewig und drei Tage durchbringen können. Ich hätte anstatt billigen Mallorca oder Türkeiurlaub, mir mal eine tolle Kreuzfahrt leisten können, aber immer war da dieser Gedanke in meinen Kopf: Lass die Finger von deiner Erbschaft, wenn du in Urlaub fahren willst, dann spare es dir zusammen.



Beitrag von laluna20 23.02.11 - 21:32 Uhr

Du bist nicht Geizig du bist einfach nur sehr vernünftig #pro

Beitrag von sterni84 23.02.11 - 21:35 Uhr

Ich sehe es genauso wie Du!

Du bist nicht geizig. Bei Geld hört die Freundschaft auf.

LG Lena

Beitrag von reethi 23.02.11 - 21:44 Uhr

Hallo!

Du bist nicht geizig... Das hat nichts mit Geiz zu tun, sondern mit Vernunft. Ich finde es gut, dass Du das Geld nicht dafür anrühren willst.

Und eigentlich ganz schön dreist von Deinem Freund Dich so danach zu fragen...Vor allem wenn er es Ernst gemeint hat.

Ich an Deiner Stelle würde das Geld auch nicht anrühren.

VG
Neddie

Beitrag von bensu1 23.02.11 - 21:45 Uhr

hallo,

sehr vernünftig und nachvollziehbar, dass du das geld nicht verbraten willst.

mich würde es allerdings stutzig machen, wenn mein freund wünsche äußert und mir geiz vorwirft, wenn ich ihm kein 1400,- euro-geschenk machen will. #klatsch

lg
karin

Beitrag von lenamichelle 23.02.11 - 21:46 Uhr

Ich hätte anstatt billigen Mallorca oder Türkeiurlaub, mir mal eine tolle Kreuzfahrt leisten können



Wenn man das zuerst liest könnt man meinen Du hast Millionen geerbt#rofl#rofl

Beitrag von ppg 23.02.11 - 21:48 Uhr

Ich frag mich in welchen Kreisen Du verkehrst, 4500 sind doch keine Summe, die man neidet oder wo man abschnorrt.

Das ein eher unterdurschnittliches Polster

Ute

Beitrag von berlinergoere 23.02.11 - 21:57 Uhr

Da wo ich herkomme ist das viel Geld!

4500€ haben hier viele - aber als Schulden auf ihren Konto, ich habe es als Guthaben!

Klar, bis zur Million fehlen mir noch einige Euros, aber es ist ein gutes Gefühl ein kleines Polster zu haben, vielleicht rühre ich es deswegen auch nicht an.

Beitrag von enni12 23.02.11 - 22:32 Uhr

Was manche Leute hier für ein Bedürfnis haben, ihren sozialen Status zu präsentieren #augen#contra

LG

Dani

Beitrag von ippilala 24.02.11 - 00:38 Uhr

Die Frage ist doch völlig berechtig. Insebsondere, wenn sie Angst hat, dadruch falsche Freunde zu bekommen.
Mit ihren mikrigen 4500€ liegt sie doch weit weit unter deutschem Durchschnitt.

Wir sind hier nicht den USA, wo jeder im Durchschnitt einen dicken Minusbetrag auf dem Konto hat.



Beitrag von cinderella2008 24.02.11 - 08:33 Uhr

Warum ist die Frage berechtigt? Die Summe, um die es hier geht, spielt doch im Grunde für die Fragestellung keine Rolle.

Cinderella

Beitrag von ippilala 25.02.11 - 00:25 Uhr

Das ist richtig. Aber solch ein Forum ist nicht nur da, um ausschließlich nur die Eingangsfrage zu beantworten.

Man möchte ja auch mal etwas über die Hintergründe der Leute erfahren, mit denen man hier kommuniziert.

Beitrag von mamavonyannick 24.02.11 - 09:19 Uhr

"Mit ihren mikrigen 4500€ liegt sie doch weit weit unter deutschem Durchschnitt."


Die Quelle für deine Behauptung würde ich erstmal sehen wollen!

Beitrag von demy 24.02.11 - 10:32 Uhr

Hallo,
durchschnittlich hat jeder knapp 58.000,-€ Vermögen.
Stand 2008
http://www.welt.de/finanzen/article1514197/Die_Deutschen_haben_so_viel_Geld_wie_nie.html

Allerdings denke ich dass die meisten zwischen 10.000€ bis 50.000,-€ haben.

Jedenfalls liegen die meisten die ich kenne dazwischen.

Gut, ist jetzt auch nicht grade representativ ;-)

Gruß
Demy

Beitrag von bu83 24.02.11 - 11:13 Uhr

Juhu,

Wo kann ich denn meine 58.000 Euro einfordern;-) ich glaube mit meinem Vermögen macht sich jemand anderes grad nen feinen Lenz ;-)

Lg bu

Beitrag von manscho 23.02.11 - 22:46 Uhr

Meine Güte, wie arrogant ist denn diese Aussage#nanana

wie sagt Homer: Manches Menschen Weltanschauung ist nur eine Geldanschauung.

Beitrag von ippilala 24.02.11 - 00:45 Uhr

Man ist arogant, wenn man hinterfragt, wieso jemand Angst hat diesen Erbe zu beichten, obwohl es deutlichst unterdurchschnittlich ist?

Findest du, dass es normal (duchschnitt deutsch normal), wenn man so eine geringe Summe verschweigt, auch wenn doch eigentlich der Durchschnitsfreund und -nachbar weitaus mehr Guthaben auf dem Konto hat?

Beitrag von mamavonyannick 24.02.11 - 09:18 Uhr

Ich weiß ja nicht, was verschweigen für DICH heißt, aber nur weil ich meinem Freund, mit dem ich gerade mal ein Jahr zusammen bin, nicht meine Konten offenlege, heißt das nicht, dass ich etwas verschweige. Von daher finde ich es durchaus NORMAL, damit NICHT hausieren zu gehen, vor allem dann, wenn der andere noch weniger hat als ich.
Oder was hast du davon, deinem Freund, der nichts hat, zu erzählen, dass du 4000 € auf dem Sparkonto hast?#kratz

Beitrag von ippilala 25.02.11 - 00:30 Uhr

Es geht nicht ums Verschweigen an sich, sondern um ihre Gründe. Sie sagt ja, dass sie es lieber verschweigt, da sie schon erfahren hat, dass sie plötzlich neue Freunde bekommt, wenn jemand mitbekommt, dass sie Geld geerbt hat. Und nicht etwa Millionen, sondern 4500€.

Und ehrlichgesagt finde ich es komisch, wenn man bei solch einem Betrag falsche Freunde bekommt. Bzw. sie Leute kennt, die schon solch einen Betrag neiden.

Beitrag von manscho 24.02.11 - 09:27 Uhr

Die Frage, in welchen Kreisen sich die Fragestellerin wohl bewege finde ich in der Tat sehr arrogant. 4500 Euro sind für den einen viel, für andere nur ein Monatslohn. Man muss aber diejenigen, die weniger haben, nicht auch noch blöd anreden.
Und ja, ich rede NICHT mit Freunden über mein Vermögen. Wozu auch. Und schon gar nicht nach einem Jahr Beziehung.

Beitrag von ppg 24.02.11 - 09:30 Uhr

Nein diese Fragestellung empfinde ich schon als berechtigt:

Mein Freundeskreis würde mir keine Summe neiden, egal ob es 5000 oder 500 000 € sind.

Daher finde ich meine Frage schon berechtigt welchen Freundes - und Umgangskreis man da hat.

Ganz weit ab vom finanziellen Spielraum dieser Menschen

Ute

Beitrag von biene81 23.02.11 - 23:02 Uhr

Oh weh...

Fuer mich sind 4500 Euro auch keine grosse Summe, aber ich habe die Bodenhaftung noch nicht verloren und kann durchaus verstehen und nachvollziehen, dass das fuer andere Menschen eine Menge Geld ist.
Oder bist Du inzwischen dermassen abgehoben, dass Du vergessen hast, dass es Geringverdiener oder Menschen gibt, die nicht so viele Chancen im Leben hatten wie Du und ich?

Beitrag von alkesh 24.02.11 - 08:16 Uhr

In was für Kreisen? Wie arrogant!

Also ich beweg mich in einem Kreis aus arbeitenden Menschen, vom Angestellten/Gesellen bis zum Akademiker ist da alles dabei und alle wüßten genau was man mit 4500 € alles machen könnte!

Wir würden damit unseren Dachboden ausbauen und Du? Shoppen?

Für ein Polster an das man jerderzeit ran kommt ist es völlig ausreichend!

Beitrag von mylittlelittlesecret 24.02.11 - 11:09 Uhr

Hallo,

so eine Arroganz hat ein Politiker in letzter Zeit auch an den Tag gelegt. Momentan ist er mit Entschuldigungen beschäftigt...
Ich finde es nicht angemessen, der Userin einen niedrigen Gesellschaftsrang zu unterstellen.
Du attestierst Dir selbst ein Armutszeugnis, egal was auf Deinem Konto ist.

Großes #contra

Talula

Beitrag von ppg 24.02.11 - 11:16 Uhr

Wo habe ich von Gesellschaftsrang gesprochen? Ich habe falsche Freunde angesprochen. Und das hat meiner Erfahrung nach viel mit Charakter und wenig mit sozialen Status zu tun. Aber verblüffend wie viele hier der Meinung sind, das wenn man arm man ruhig neidisch auf "Freunde" sein kann

Ich finde es augesprochen interessant, was in eine klare und eindeutige Aussage meinerseits so hineininterpretiert würd.

Sagt viel über den Horizont einiger User hier aus.

Übrigens: Herr Gutenberg wurde des Plagiates überführt ( zu Deutsch er hat abgeschrieben !)- und das hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun.


Ute