rezeptive sprachstörung/ late talker

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von orsa 23.02.11 - 22:37 Uhr

hallo!

meine frage geht an eltern, deren kinder sprach-entwicklungs-verzögert sind/waren.

unserer wird im mai 3 jahre alt, hat z.zt. einen wortschatz von ca. 100 wörtern, hauptsächlich substantive, kaum verben, kaum 2-wortsätze,...

hörtest mittelmäßig, wegen dauer-schnupfens, hätte laut hno und logopädin aber durchaus für normalen spracherwerb reichen müssen. (macht auch sinn, manches versteht er ja...)

also, diagnose: vielleicht noch late-talker,
anscheinend rezeptive sprachstörung, allerdings scheint er jetzt so langsam die voraussetzungen zum spracherwerb zu haben.
empfehlung: logopädie und evtl. integrativ-kita.

wie sind eure erfahrungen? wie unterstütze ich mein kind? wo finde ich anleitung/ hilfe/ literatur?

danke!!!!!!! orsa

Beitrag von lene76 24.02.11 - 10:08 Uhr

huhu,
bei meiner tochter (3) wurde auch kuerzlich eine rezeptive sprachstoerung/verzoegerung festgestellt. wir bekommen logo.

um ihr zu hause zu helfen wurde uns gesagt, dass es ganz wichtig ist, in kurzen saetzen (1-3 woerter) mit ihr zu sprechen. ausserdem viele rollenspiele etc.

ausserdem stehen demnaechst noch arztbesuche an - es soll abgeklaert werden, ob es eine reine sprachsache ist oder doch mehr dahinter steckt
(wie autismus).

Beitrag von orsa 24.02.11 - 20:44 Uhr

danke für die antwort!
wieviel spricht denn deine tochter?
und ihr habt ganz klar gesagt bekommen, es sei eine rezeptive sprachstörung?
woran machen die das fest?
autismus dürfte es bei uns nicht sein. aber hab jetzt schon öfter gelesen, dass das wohl manchmal verwechselt wird.
unser kind ist recht offen, auch mit fremden, findet ganz gut kontakt zu anderen kindern, teilt ganz gerne, (manchmal auch nicht, und dann streitet er auch, wie ein ganz "normales" kind. "nein" geht ihm ganz flüssig von den lippen...),
ist zwar manchmal ordnungsliebend aber dabei nicht zwanghaft oder so, und auch sonst ein freundliches, lustiges kerlchen.
non-verbal kommuniziert er ganz gut... nur das mit dem sprechen haut halt nicht hin. bin schon etwas verunsichert, muss ich sagen.
hast du sonst noch tipps?

Beitrag von lene76 25.02.11 - 13:13 Uhr

sie hat so 200-300 woerter, aber trotzdem kaum 2-wort-saetze. die logopaedin hat ihr verschiedene aufgaben gestellt und geschaut, wie sie diese umsetzen kann und sie versteht eben z.B. keine komplexen auftraege, sondern nur sehr einfache...

meine kleine kommuniziert auch nonverbal gut - mit gesten etc ist aber sonst auch etwas schwierig. sehr sozial mit erwachsenen, kann aber mit kindern absolut nix anfangen. ist noch in windeln (obwohl sie jetzt zu hause seit kurzen das toepfchen benutzt), wahnsinnige wutanfaelle, ganz schleche gefahreneinschaetzung, laeuft gerne weg. ihr spielen ist auch nicht altersgerecht... also bei uns sinds halt noch ein paar andere dinge, die auffallen.

aber wenn das sprachverstaendnis gestoert ist, wuerde ich auf alle faelle abklaeren lassen, ob da noch was anderes mit reinspielt.

viele kinder sprechen mit 3 jahren recht wenig, aber verstehen altersgemaess und so wie ich das verstehe, ist das was ganz anderes als wenn kinder auch im sprachverstaendnis hinterher sind.

hoertest wurde bei euch gemacht, oder?

Beitrag von orsa 26.02.11 - 20:24 Uhr

hallo!
ja, hörtest wurde gemacht, aber er ist ständig verschnupft, was wohl auch zu flüssigkeit hinter den trommelfellen führt, daher war das ergebnis dieses testes, der die schwingungen des trommelfells misst, nicht berauschend.
erstaunlicherweise hat er beim reaktionstest (also beim piep den becher in den anderen stellen etc.) ganz toll mitgemacht, und rechts auch gut gehört, links nicht ganz so gut, aber insgesamt meinte die hno, wäre das auf jeden fall ausreichend zum sprache aufnehmen.
naja, wer weiß.
wünsche euch alles gute, und starke nerven!

Beitrag von kati543 24.02.11 - 10:39 Uhr

Ist dein Kind denn im Kiga?
Mir kommen 100 Wörter mit 3 Jahren gar nicht sooo wenig vor. Mein Sohn hate bei dem Test 1 Monat vor seinem 3. geburtstag genau 31 Wörter gesprochen. Damals hat uns die Logopädin gesagt, das Doppelte wäre die unterste Grenze des normalen gewesen.
Als mein Sohn dann in den Kiga gekommen ist (mit 3,5 Jahren) hat er rasante Fortschritte gemacht. Also Logo würde ich per Ferndiagnose ;-) auch auf alle Fälle machen, aber I-Gruppe allein deswegen halte ich eher für nicht notwendig - es sei denn, er hat z.B. noch Probleme auf andere Kinder zuzugehen oder mit ihnen zu kommunizieren. Dann wäre eine kleinere Gruppe und eine zusätzliche Kraft schon hilfreich. Vielleicht wenigstens für das erste Jahr. Eine I-Kita/HPK würde ich definitiv ablehnen. Die allermeisten Kinder machen einen riesengroßen Schritt in ihrer Entwicklung, wenn sie in den Kiga kommen. Dein Sohn wird dann dort gerade Freunde gefunden haben nach einem Jahr und muss dann raus, weil er (vielleicht) den I-Status verliert. Ein Regelkiga mit I-Gruppe ist da schon eher eine Möglichkeit.

Wieso hat dein Sohn noch nicht alle Voraussetzungen zum Spracherwerb? Er spricht doch schon. Voraussetzungen zum Spracherwerb (laut unserem SPZ) sind:
* grundsätzliche Aufmerksamkeit für sprachliche Äußerungen
* triangulärer Blickkontakt
* Turn Taking
* Objektpermanenz

Vielleicht wäre für deinen Sohn noch Frühförderung etwas. Uns hat das sehr geholfen. Den Spielkreis mag mein Jüngster sehr.

Ansonsten mußt du eben sehen, auf was dein Sohn besonders reagiert. Reime, Lieder kommen bei vielen Kindern gut an. Wenn es dann noch Lieder/Reime sind, bei denen man etwas machen oder zeigen muß, dann machen Kinder auch gerne mit. Und irgendwann kommen dann die ersten Worte mitgesprochen. Meine Söhne lieben "10 kleine Zappelmänner" ganz besonders. Viele Kinder reagieren auch positiv auf Bilder/Photos. Also ruhig die Kamera immer dabei haben und ein Photo schießen. Und das gibst du dann deinem Kind, dass es erzählen kann, wo es da war und was es gemacht hat. Ein sog. Erlebnisbuch und ein Ich-Buch hat mein Großer im Kiga.

Beitrag von orsa 24.02.11 - 20:32 Uhr

hallo!

danke für die antwort.

meine kinderärztin hat uns zu hno/ logo geschickt, weil der kurze mit 2 (zur u7) seine 50 worte noch nicht voll hatte, und keine 2-wort-sätze sagt. bis heute nicht.
(also mir scheinen 30 worte mit 3 jahren dann wohl auch sehr wenig. bist du sicher, dass es nicht mehr waren?)

er geht seit ca. 6 monaten in die kita, kleine, altersgemischte gruppe, hat kontakt zu fast allen kindern, und 3 gleichaltrige engere freunde. bauen zusammen lego, spielen mit puppen etc.

morgenkreis mit singen und so machen die jeden morgen, einmal die woche kommt der musik-typ.

das kommt ganz gut an, aber ansonsten ist die begeisterung für fingerspiele etc. äusserst gering. vorlesen ist auch sehr unbeliebt...

und so weit, dass er erzählt, wo er war, ist er nicht. bezeichnet sich selber weder mit namen, noch mit "ich", wenn überhaupt sagt er "du" zu sich selbst...

spreche schon immer extra-deutlich, versuche, immer die selben worte zu benutzen, kommentiere alltags-handlungen mit einfachen sätzen, mache aus seinen 1-wort-sätzen ganze sätze (er sagt "katze", ich wiederhole: "oh, ja, da ist eine katze!" usw.

hab eigentlich das gefühl, er hat schon ein ganz förderliches umfeld.

hätte halt gern mehr infos über diese "störung", und hintergrundwissen, und würde mich gern abgleichen mit anderen, um rauszufinden, was es ansonsten sein könnte, und was man am besten tut...

was wird denn bei "frühförderung" gemacht?

Beitrag von kati543 24.02.11 - 22:51 Uhr

Ja, mit den 31 (! - wir sind auf jedes Wort stolz ;-) ) Worten bin ich mir sicher. Ich musste so einen Bogen ausfüllen. Abgesehen haben wir natürlich auch entsprechende Berichte von Therapeuten, Ärzten und SPZ. Omar hat eine massive expressive und rezeptive Sprachentwicklungsverzögerung. Mittlerweile hat er aber schon aufgeholt und hinkt nur noch ca. ein Jahr hinterher. Bei Daniel sieht es nicht so positiv aus. Er spricht mit seinen nunmehr 3 Jahren noch nicht ein einzigstes Wort.
Was bei Frühförderung gemacht wird, hängt davon ab, wo du wohnst. Es gibt in Deutschland 2 verschiedene Formen der Frühförderung. Bei uns ist die Lebenshilfe der Träger der Frühförderung. Man muß sich dort selber anmelden - es gibt also keine Überweisung oder so. Mit dem KiA hat das nichts zu tun. Irgendwann bekommt man Bögen zugeschickt und schließlich einen Termin, wo das Kind "begutachtet" wird. Dort wird dann gesagt, ob Förderung notwendig ist, oder nicht. Bezahlt wird das Ganze vom Sozialamt über die Eingliederungshilfe. Bei uns gibt es Einzelförderung und Gruppenförderung. Bei Gruppenförderung gibt es einen Spielkreis (vergleichbar mit einer geleiteten Krabbelgruppe für Kinder bis 3 Jahre), Psychomotorik, Erlebnisgruppe Wasser und heilpädagog. Rhytmik. (http://www.lebenshilfe-main-taunus.de/html/fruhforderung.html).
Bei dem anderen "Modell" der Frühförderung gehören alle gängigen, vom KiA verordneten Therapien mit dazu. Also Logo, Ergo, Physio,... werden dann im Rahmen der sog. komplexen Frühförderung erbracht.
Ich persönlich finde die Frühförderung sehr positiv. Das ist eben nicht so eine sture Therapie. Dort sind z.T. auch andere Kinder und die Kinder spielen einfach auch miteinander.
Ansonsten zeige deinem Kind doch einfach mal ein Familienphoto wo er selber, seine Eltern und evtl. Geschwister zu sehen sind. Viele Kinder reagieren dann sofort darauf. Entweder freuen sie sich nur, das Bild und sich selber zu sehen oder sie kommentieren das sogar. Falls er das tut, dann solltest du wirklich häufig Photos machen und ihn die dann schnell zeigen und ihn erzählen lassen. Du warst ja dabei und kannst notfalls gezielte Fragen stellen. Ich hätte nie gedacht, dass Bilder einen so extrem positiven Effekt auf Sprache haben können. Aber ich habe es bei meinem Großen selber erlebt. Erst hat er nur die Personen mit Namen benannt (Mama, Papa, Omar, Daniel). Dann kam die Stufe wo er gesagt hat "Da Mama,..." und jetzt sind wir bei "Mama, sieh doch, da bin ICH." (Omar lernt Sätze auswendig und benutzt sie dann in der jeweiligen Situation. Daher ist dieser Satz so "komplex"). Diese ganzen Schritte hat er innerhalb weniger Wochen gemacht. Jetzt schaffen wir es manchmal sogar, ihm einen Satz zu entlocken, was er im Kiga gemacht hat.

Beitrag von orsa 28.02.11 - 21:26 Uhr

danke für die ausführliche antwort!

das mit den fotos werde ich mal probieren, das mag er nämlich ganz gerne. nur erzählt er ausser "da" nie etwas.

sich selbst bezeichnet er als "du". namen hat er auch nicht so drauf.
mama scheint immer die person zu sein, die sich vorrangig um ihn kümmert (bzw. kümmern soll), papa ist die im moment für ihn "unwichtigere" person. war jetzt unsere interpretation...wir sind immer beides durcheinander, bzw. manchmal sind auch andere mama/papa...

wie reagieren deine beiden denn auf gesten/ gebärden?

gruß, orsa

Beitrag von kati543 01.03.11 - 14:28 Uhr

Daniel ist geistig behindert. Er ist jetzt so weit, dass er bei Liedern (er lernt Gebärden mit Liedern) langsam anfängt die Hände locker so zu legen, wie ich es ihm vorzeige - nach 1,5 Jahren Gebärden. Es ist also ein sehr, sehr langer Weg.
Omar benutzt keine Gebärden, da er sprechen kann. Allerdings arbeitet er mit dem Ich- und Erlebnisbuch. Das klappt super.

Beitrag von orsa 01.03.11 - 20:34 Uhr

wow, was du leistest ist enorm!
2 kinder, die besondere aufmerksamkeit brauchen, und davon scheinbar nicht zu knapp, das muss unglaublich anstrengend sein. respekt!!!
und vielen dank, dass du dir nebenher noch die mühe machst, mir zu antworten und rat zu bieten.
alles gute und viel kraft#blume

Beitrag von mukkelchen 11.03.11 - 20:21 Uhr

Ohhh je,
meine Tochter hatte gestern mit 23 Monaten und 10 Tagen Ihre U7 und kann grad mal 2 Wörter. Von 30 oder sogar 50 sind wir meilenweit entfernt!

Mukkelchen

Beitrag von kornflakes 25.02.11 - 11:42 Uhr

Hallo Orsa,
also erst einmal finde ich, dass Deine Kleine für eine Sprachverzögerung einen relativ hohen Wortschatz hat... Ich kenne das bei meinem leider anders... Mein Sohn spricht mit 4 1/4 lediglich ca. 20 Wörter und hat daneben seine eigene Sprache...
Du schreibst von rezeptiver SEV. Mit Rezeptiv, ist das Sprachverständnis gemeint. Kann Deine Tochter komplexen Aufforderungen folgen? Beispielsweise: Nimm den grünen Stift, steck ihn in die Kiste und gib ihn Mama? Bei einem Logopädischen Entwicklungstests kann man dieses ganz genau überprüfen und dann den richtigen Ansatz für die Therapie finden.
Mein Sohn versteht beispielsweise alles, kann aber die Sprache (noch?!) nicht richtig einsetzen.
Liebe Grüße
Kornflakes

Beitrag von orsa 28.02.11 - 21:49 Uhr

hallo!
danke erstmal.
also, die hundert worte sind größtenteils sehr unscharf ausgesprochen, wir bezugspersonen verstehen das meiste davon, aber auch nicht alles.
(banane heißt "ba", käse heißt "keh", brot heißt "bo", die hab ich alle zu den 100 gezählt)
komplexe anweisungen gehen, wenn er sie aus dem kontext schon kennt.

sowas wie " komm, wir ziehen uns an, und gehen raus. hol mal deine schuhe" geht schon.

aber bei der logo gab es zum beispiel eine karte mit vier hunden.
einer saß vor einem napf, einer aß einen knochen, usw.. auf die frage nach dem hund, der den schuh trägt, kam nix sinnvolles. hat nacheinander alle hunde gezeigt, und weil er der logo nicht am gesicht ablesen konnte, welcher es ist, kam er auch nicht drauf...
er kennt die worte schuh und hund, und er fand das spiel mit den karten super, hat gelacht, und gut mitgemacht.

hab das jetzt auch noch mal getestet, und ihm aufgaben gegeben, die er noch nicht kannte, aber verstehen hätte müssen, weil er die worte eigentlich kennt.
"geh mal bitte durch die tür dahinten und hol den besen!" und er ist losmarschiert, sogar in die richtige richtung, wahrscheinlich, weil ich unbewusst eine kopfbewegung gemacht habe, dann blieb er stehen, und schaute mich hilfe suchend an... auch bei wiederholung des satzes in einzelnen abschnitten kam er nicht drauf, was ich wollte. bin ihm zu hilfe geeilt, und hab ihm gezeigt, was ich wollte. da war er erleichtert.

je mehr ich auf solche dinge achte, um so mehr fällt mir auf.
ansonsten ist er echt pfiffig, und scheint das gut zu kompensieren, so dass es nicht so sehr auffällt.
aber da er sehr zierlich ist, halten ihn alle halt für jünger...
#winke

Beitrag von ronja22805 26.02.11 - 21:02 Uhr

Hallo!

Mein kleiner, wird im Juni 3 und hat auch eine Sprachstörung. Wir haben auch die Diagnose, das er vielleicht noch Late Talker ist. ABER er hat einen Wortschatz von genau 8 Wörtern, die so sind, das ihn jeder verstehen kann. Zusätzlich hat er noch so ca.10-15 Wörter, die wir als Eltern verstehen.

Hörtest war bei meinem super und das schon 3 mal.

Wir sind seit 5 Monaten bei der Logopädin, allerdings ändert sich nicht viel. Im Moment denken wir über einen Therapeutenwechsel nach.

Über den integrativ Kindergarten wurde auch schon nachgedacht, aber das wurde dann wieder zerschlagen, weil er dann evtl. keinen Anreiz hat, weil andere dort sind, die genauso schlecht sprechen wie er.

Ach so unser Kleiner hat allerdings ein altergemäßes Sprachverständnis.

LG

Yvonne

Beitrag von orsa 28.02.11 - 21:56 Uhr

hallo!
beim sprachverständnis hapert es eben etwas.
(heb es gerade etwas weiter oben genauer erläutert...)
hoffe natürlich auch, dass es irgendwann einfach "plopp" macht, und er hat den dreh raus, und fängt an, zu plappern, aber naja, lieber ein bisschen tief stapeln, und hinterher überrascht werden, als enttäuscht zu werden, wenn es doch nicht klappt...
wünsche euch, dass eurer die kurve noch kriegt,#bla orsa

Beitrag von geli0178 01.03.11 - 14:10 Uhr

Hallo,

ob ein Therapeutenwechsel da was bringt, bezweifle ich.
Mein kleiner Sohn (4,5Jahre) besucht seit seinem dritten Geburtstag die Logo, sowie zusätzlich die Frühförderung und einmal im Jahr wird ein EEG geschrieben und durch die Leute vom SPZ ausgewertet.
Stand derzeit bei uns: der Kleine Kerl ist vom Sprachverständniss altersgerecht entwickelt, von der Sprachmotorik ist er jetzt bei einem zweijährigen Kind (juhee) angekommen. Er geht in einen regulären Kindergarten der auch Integrativeinrichtung ist, aber er kein Integrativkind ist. Grund: das Sozialamt zahlt entweder Frühförderung (incl. Logo) oder den Integrativplatz. Irgendwann meinte dann die Kinderärztin und Psychologin vom SPZ, nach der Auswertung des jährlichen EEG´s das unser Sohn eine Sprachstörung hat. Für uns als Eltern was das ein Befreiungsschlag, denn so komisch das auch klingt - ein Kind mit einer Sprachstörung wird leichter akzeptiert als ein Kind was nicht bzw schlecht spricht. Als im letzten Jahr die erste Vorschuluntersuchung stattfand, machte er prima beim Hörtest mit - beim Sprachtest fiel er erwartungsgemäß durch. Die Ämtsärztin machte uns den Vorschlag ihn in einen Sprachheilkindergarten zu geben, was wir aber ablehnten, da er sehr gut in seiner Gruppe integriert ist. In zwei Jahren wird er eingeschult werden und inzwischen wissen wir das es nicht allzuviele Möglichkeiten gibt für ihn, da bei den Kindern mit einer schweren Sprachstörung eine LRS nicht ausgeschlossen werden kann. Viele Kinder haben beides. Da er aber Spaß am Lernen haben soll wird es entweder eine Sprachheilschule werden (Regelschule mit extra Sprachteil), eine gute Förderschule (mit der Option zu wechseln) oder die Regelgrundschule mit einem Integrationshelfer der die ganze Zeit neben ihm sitzt. Letzteres wäre ein Traum, doch da die meisten Stadtkassen nicht allzuvoll sind wird es das wohl nicht werden.
In den knapp zwei Jahren die er in der Logo ist, hat er kleine Fortschritte gemacht, aber sie sind da. Allerdings freuen wir uns inzwischen auch über jedes neue Wort, inzwischen versuchen wir Zweiwortsätze und jedes Mal wenn unser großer Sohn nicht übersetzen muss ist ein Erfolg. Akzeptiert die Sprachverzögerung des Kleinen und den Rest bringt die Zeit.

Alles Gute

Geli

Beitrag von ronja22805 06.03.11 - 09:26 Uhr

Hallo!

Niemand sagt das wir das nicht akzeptieren, aber uns wurde auch vom SPZ zum Wechsel geraten.

Also vielleicht erstmal nachfragen und nicht gleich die eigene Situation mit einer anderen vergleichen.

LG

Yvonne

Beitrag von vollmond73 04.03.11 - 14:28 Uhr

hallo ,

meine tochter war 2 1/2 und hatte kein wort gesprochen, einzelne wörter.

dann war ich mal beim JA, weil ich stress mit meinem ex hatte...und die nette Dame dort, ist ihr eben auch aufgefallen das meine kleine kaum gesprochen hatte....sie sprach mich daraufhin an und ich meinte zu ihr...ja sie will wohl nicht richtig.

Sie stellte einen Antrag auf Frühförderung und ich musste dann noch zum Amtsarzt und musste meine tochter dort vorstellen und miene war sowohl sprachlich als auch motorisch nicht auf ihren stand, den sie sein musste.

2 jahre bekam ich frühförderung, die dame kam dann zu mir nach hause und es hatte tatsächlich was gebracht...ihr sprachschatz wurde besser und sie redete mehr...jedoch nicht in einem 2 oder 3 wort sätzen.

dann kam sie in den kindergarten...selbst dort wollte sie nicht reden und wenn konnte man sie kaum verstehen...und ich war schon am verzweifeln.

im kindergarten gekommt sie heute noch sprachförderung( obwohl sie das nicht mehr nötig hat) und einzelintegration.

mit den erziehern hat si ein ganzes jahr lang kaum gesprochen aber dafür hier zu hause hat sie mir ein ohr abgeknabbert.

ich bekam sowohl von meiner familie als auch aus dem kindergarten positive nachrichten wie toll sie sich entwickelt hat.

nun war kürzlich die schulärztliche untersuchung gewesen und die ärztun dort kannte uns ja schon von damals und meinte zu mir...sie hatte schon gesagt für dieses, also mein kind...bräuchte sie mehr zeit.

am ende der untersuchung meinte sie nur zu mir....meine güte was hat dieses kind einen sprung gemacht, die aussprache klar und deutlich, man kann sie super verstehen...ihre artikulaion und ihre grammatik sind einfach super.

mein kind war zu jung für eine logopädin.

ich kann jedem nur raten, solche angebote wie frühförderung in sprache udn motorik wahr zu nehmen...damit wird dem kind ja auch geholfen.

ich muss dazu sagen...das ich auch einen super kindergarten hab, die mit drauf geachtet haben und meine tochter super mit gefördert haben.

lg vollmond


Beitrag von bald-mama81 06.03.11 - 01:19 Uhr

Mein Sohn ist 2 1/2 Jahre alt und er spricht 8 Wörter. Hier in der Schweiz sagen sie, es ist normal, wenn Kinder bis 3 Jahren nicht reden. Finde ich quatsch. Hörtest ist schlecht, hat wasser hinterm Trommelfell. Er bekommt seit dieser Woche Frühförderung. Und nächsten Monat haben wir eine Logopädische Abklärung.

Beitrag von wellnessplus 16.03.11 - 18:26 Uhr

Hallo,

ich habe auch Probs mit meinem Sohnemann, aber wo beantragt man denn Frühförderung?