Mutti Alltag

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von pussydeluxe1990 23.02.11 - 22:52 Uhr

Hallo liebe mamas,

ich schreibe um mal eure erfahrungen im kinder haushalt alltag zu hören. meine kleine ist jetzt 14 monate, mein mann ist den ganzen tag arbeiten und wir beide sind zu hause. ich bin früher barkeeperin gewesen, hatte ein sehr abwechslungsreiches leben, habe viele menschen kennen gelernt und das immer sehr genossen. meine tochter war ein wunschkind und ich würde mich immer wieder so entscheiden. doch oft fehlt mir die abwechslung in meinem alltag, wir gehen oft raus, spielplatz etc, keine frage, aber dennoch habe ich manchmal das gefühl etwas zu verpassen #schmoll ich fühle mich manchmal schlecht und egoistisch, wie war das bei euch? ist das bei allen mal so? danke für jede antwort.

LG sarah und familie #winke

Beitrag von widowwadman 23.02.11 - 23:07 Uhr

Ganz ehrlich? Geh arbeiten wenn dir die Decke auf den Kopf faellt. Ein Kind hat nichts von einer Mutter die zwar den ganzen Tag daheim, aber dafuer kreuz-ungluecklich ist. Mal abgesehen davon, dass einem Kind in dem Alter es auch gut tut mit anderen Kindern zusammenzusein.

Ich arbeite Vollzeit seit meine Tochter 9 Monate alt war. Zum einen weil es hier wo ich lebe nur 39 Wochen lang bezahlten Erziehungsurlaub gibt, zum anderen weil mir das Nur-Hausfrauen-Leben nicht liegt, und Teilzeit funktioniert in meinem Job nur schlecht (mal abgesehen davon, dass die Kinderbetreuung erstmal finanziert werden will und ich mit nem Teilzeitgehalt keine Teilzeit-Betreuung bezahlen koennte).

Es war tatsaechlich so, dass ich mich in den letzten Wochen meiner Zeit daheim echt auf die Arbeit gefreut habe, und nun schon fast ein wenig wehmuehtig bin, wenn ich daran denke, dass ich in 10 Wochen wegen Nr 2 wieder 9 Monate Pause mache.

Du bist keine schlechte Mutter wenn dir Kind und Spielplatz nicht ausreichen, und wenn du deinem Kind eine liebevolle Fremdbetreuung goennst, dann tut es deinem Kind gut und ist auch kein Abschieben.

Beitrag von asimbonanga 23.02.11 - 23:17 Uhr

Hallo,
als ich Mutter wurde war ich 11 Jahre älter als du und froh als die 10 Monate Erziehungszeit rum waren.Nach dem 3. Kind sah das etwas anders aus, da war ich froh über die Elternzeit.

Bevor dir die Decke auf den Kopf fällt-warum gehst du nicht ein oder zwei Abende die Woche arbeiten? Dein Mann arbeitet doch tagsüber.

L.G.

Beitrag von alocin1970 23.02.11 - 23:28 Uhr

Liebe Sarah,

oh ja, das kenne ich, obwohl das bei mir erst viel später kam - dafür aber mit Macht. Eigentlich erst jetzt, 7 Jahre später, meine Kinder sind inzwischen 8, 5 und 2.

Als mein erstes Kind so klein war wie deins jetzt, habe ich es noch sehr genossen, nur das Kind zu haben. Ich hatte aber auch super viel Kontakte, habe bewusst Kontakt zu anderen Müttern mit kleinen Kindern gesucht, durch Krabbelgruppe, Babygymnastik. So war ich eigentlich jeden Tags unterwegs und verabredet, in Cafés, zum Frühstücken, Schwimmbad, Spielplätze, Spazierengehen, Shoppingtouren in die Großstadt etc. Alles mit dem Kleinen. Daneben habe ich mich aber auch abends regelmäßig mit meinen Freunden aus dem "früheren" Leben getroffen, das war mir auch wichtig. Und durch mein Pferd kam ich eh raus, in den Stall, ohne Kind/er.

Wie sieht es mit solchen Mami-Kontakten und Ausgehen mit alten Freunden bei dir aus? Das tut einfach gut. Kontakte findet man ja durch Gruppen schnell.

Gearbeitet und die Kinder fremdbetreut hätte ich mit meinen Kindern in dem Alter niemals, dafür finde ich die Zeit viel zu einmalig und zu schnell vorbei. Meine Kleinste ist jetzt knapp über zwei und wird jeden Tag "größer", ich würde die Zeit am liebsten festhalten, werde ganz wehmütig.

Mir fällt jetzt inzwischen oft die Decke auf dem Kopf. Ich arbeite selbständig, aber ohne große Außenkontakte, da ich im stillen Kämmerlein Bücher lektoriere, da reichen Mail und Telefon. Meine Freundinnen/Nachbarinnen arbeiten entweder oder machen morgens, wenn ihre Kinder in Schule und Kiga sind, Freizeitprogramm mit Sport etc., aber das kann ich auch nicht, da ich ja die Kleine noch zu Hause habe. Na, wenn sie im Sommer in den Kiga geht, bin ich da auch wieder freier. Darauf freue ich mich schon, jeden Vormittag Sport oder Arbeit oder Pferd oder Stadtbummel oder Nichtstun ... herrlich.

Wie gesagt, ich würde mir einfach Kontakte zu anderen Müttern aufbauen, da sind die Tage schnell voll. Und abends ausgehen, wenn es geht. Oder kannst du nicht abends arbeiten, wenn dein Mann da ist, wenigstens stundenweise? Das müsste in deinem Beruf doch gut möglich sein.

LG Nico

Beitrag von anyca 23.02.11 - 23:57 Uhr

Dann geh doch wieder arbeiten? Ich hätte es nicht ausgehalten, länger als ein Jahr nicht "rauszukommen", aber ich fühle mich nicht die Spur schlecht oder egoistisch deswegen. Meines Wissens ist es keine Schande, wenn einem (auch) die Arbeit Spaß macht?

Beitrag von cinderella2008 24.02.11 - 06:48 Uhr

Hallo,

nein, das war bei mir nie so. Ich bin jeweils 6 Monate nach Geburt der Kinder wieder arbeiten gegangen (Vollzeit).

Wahrscheinlich bist Du einfach nicht der Typ Frau, den es ausfüllt "nur" Mutter und Hausfrau zu sein. Such Dir Abwechslung, geh arbeiten. Ein schlechtes Gewissen Deinem Kind gegenüber musst Du nicht haben. Im Gegenteil. Es tut Kindern gut, eine zufriedene Mutter zu haben und es tut ihnen auch gut, nicht ständig an "Muttis" Rockzipfel zu hängen.

LG, Cinderella

Beitrag von berry26 24.02.11 - 09:54 Uhr

Hi,

ich kann mich nur anschließen. Als Barkeeperin könntest du doch ganz wunderbar wieder ein bisschen arbeiten gehen und das warscheinlich sogar ohne dein Kind in Fremdbetreuung zu geben.

Ich finde das keineswegs egoistisch oder verwerflich.

LG

Judith

Beitrag von twins 24.02.11 - 10:42 Uhr

Hi,
bei uns liegt der Fall so:
Ich (damals 35)hatte vor den Kindern einen super tollen Job, war ständig im Flieger unterwegs, tolle Leute kennengelernt nur in 5* Hotels übernachtet - stressig - aber es hat sooo viel Spaß gemacht!!!!

Dann habe ich den Job freiwillig aufgegeben, weil es mit der künstl. Befruchtung nicht geklappt hat. Wir haben dann Zwilling bekommen und was soll ich sagen. Ich genieße es zu Hause zu sein. Wir haben zwei Hunde, einen Garten und ich habe mein Hobby. Ich habe das Nähen angefangen - hatte eigentlich immer zwei linke Hände - und mache jetzt Puppen, Teddys, tolle Patchwork Decken, etc. Die Kinder freuen sich immer riesig, wenn sie was neues bekommen. Und Silke Lafer hat wieder zusammen mit Acufactum ein Stickbuch rausgebracht. Das ist sooo süß. Und nicht so kitschig wie die Oma-Stickvorlagen.....#klatsch

Hätte auch niemals gedacht, das ich zu Hause auf einmal heimisch werde. Da mein Mann so gut wie nie da ist mußte ich einfach ein Hobby suchen um nicht unterzugehen und was soll ich sagen: ich genieße mein Hobby, ich genieße die Kinder und die viele freie Zeit..kann mich mit Freunden auf ein Plausch treffen oder in die Stadt gehen und einen Kaffee trinken..... naja, jetzt habe ich noch einen Homeoffice Job von 20 Std. aber ich muss nicht raus um andere Leute zu sehen oder um mich zu verwirklichen. Das hatte ich vor den Kindern, jetzt habe ich mein Leben neu geordnet, damit niemand zu kurz kommt.
Unsere Kids machen am Nachmittag gerne Sport oder treffen andere Kinder das könnte ich denen niemals bieten, wenn sie ganztags im Kiga wären.

Du siehst wenn man mich sich selber im Einklag ist, ist vieles einfacher. Wir haben uns bewußt für Kinder entschieden, bewußt den Job aufgegeben und ich wußte auch immer, das ich niemals wieder in meinem Job arbeiten kann.....und nur um rauszukommen Stress zu machen - nee, Homeoffice ist einfacher zu handhaben, wenn die Kids krank sind, etc.

Und ich freue mich schon riesig, wenn wir unseren Holz-Kletterturm bekommen, den anzustreichen, auszustatten, etc.

Grüße#winke
Lisa

Beitrag von bensu1 24.02.11 - 11:00 Uhr

hallo,

such dir eine begleitende spielegruppe, so können sowohl deine tochter als auch du neue leute kennen lernen.

lg
karin

Beitrag von zaubertroll1972 24.02.11 - 16:01 Uhr

Hallo,

am Wochenende oder abends zu arbeiten wäre eine Möglichkeit aber tagsüber ist es immernoch total öde zuhause.
Ich habe geschaut daß ich viel mit anderen unternehme aber das waren eben immer alles Mütter und das Hauptthema sind meistens die Kinder.
Ich habe verschieden Gruppen mit meinem Sohn besucht und bin dann viel mit der einen oder anderen Mutter shoppen oder schwimmen gegangen.
Ich war aber auch zügig wieder stundenweise arbeiten. Aber abgeben würde ich mein KInd in dem Alter noch nicht zum arbeiten.
Da muß ich sagen, Augen zu und durchhalten. Die Zeit geht vorbei.

LG Z.

Beitrag von derhimmelmusswarten 24.02.11 - 20:05 Uhr

Hmm. Also meine Tochter ist 19 Monate alt und ich bin zur Zeit zu Hause. Ich gehe in keine Gruppen und wir sitzen auch nicht auf dem Spielplatz rum. Meine Tochter geht morgens in die Kita und ich habe andere Dinge zu tun. Haushalt, kochen, einkaufen, mich um meine Oma kümmern, die ein Pflegefall ist. Dazu gehört sämtlicher Papierkram für sie, Besuche im Krankenhaus oder in der Senioren-WG, mich um ihr Haus kümmern etc. Mich nervt nur, dass ich nicht mehr so flexibel bin wie früher. Shoppen gehen fällt eigentlich so gut wie komplett flach und dass man weniger Geld hat ist auch reichlich doof... Bei deinem Job kannst du doch sicher bald wieder abends oder am Wochenende einsteigen, sofern du eine Kinderbetreuung hast, oder?

Beitrag von oekomami 24.02.11 - 21:53 Uhr

Hallo,

nö geht mir nicht so.

Aber ich treffe mich auch jeden tag mit anderen Leuten und wir unternehmen ganz viel.

Schwimmen, Musikgarten, Spielgruppen, Tanzen, Turnen und jeden Sonntag wir ein Ausflug gemacht.

LG

Beitrag von jule2801 24.02.11 - 21:53 Uhr

Hallo,

ich war bei meinem ersten Sohn gerade 21 Jahre alt und heilfroh, dass ich nach vier Monaten wieder zur Uni gehen konnte (mein Sohn kam damals einfach mit). Nach Nr.2 habe ich ein halbes Jahr ausgesetzt und dann eigentlich umständehalber wieder angefangen (mein Mann wurde arbeitslos), aber war eigentlich total glücklich darüber wieder arbeiten zu dürfen. Dann kam Nr.3 und schon nach drei Monaten habe ich wieder ein wenig gearbeitet - erst nur hier mal zwei Stunden und da mal zwei Stunden, dann zwei vormittage. Ich habe immer gesagt, dass eigentlich jeder froh sein sollte, dass ich arbeite, weil ich so eine furchtbare Hausfrau bin.
Seit dem Mutterschutz mit Nr. 4 bin ich jetzt ganz zu Hause. Meine Kleinste ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und so langsam juckt es mir wieder in Fingern. Im Sommer werde ich wohl wieder arbeiten gehen, zwar nicht mehr als zwei oder drei Vormittage, aber so komme ich mal wieder unter andere Leute mit anderen Gesprächsthemen.

lg Jule!

Beitrag von pussydeluxe1990 24.02.11 - 22:37 Uhr

Gaanz vielen lieben dank für eure Antworten, ich suche mal nach einer spielgruppe, teilweise wieder arbeiten zu gehen würde mich auch sehr ausgleichen. Ich denke beim 2. Kind ist man irgendwann geübter :-)

Danke Muttis! #winke

Beitrag von flesh 28.02.11 - 20:47 Uhr

Hallo!

Nein! Mir geht es ganz und garnicht so. Als mein erstes Kind geboren wurde habe ich mich komplett verändert. Alles war vorher so unglaublich wichtig war, war auf einmal egal. Ich vermisse absolut nichts, ich habe doch jetzt etwas viel viel besseres!

Ich bin das absolute Muttertier und gehe in meiner Rolle voll auf. Ich bin jetzt das 4. Jahr zu Hause und habe das mindestens die nächsten 10 Jahre auch noch vor.

Außerdem arbeite ich doch! Ich koche, wasche, putze, fahre durch die Gegend, regel alles finanzielle. Ich spiele mit meinen Kindern, wir gehen viel raus, mein Großer hilft mir bei sämtlichen Tätigkeiten...

Es ist einfach herrlich zwei gesunde Kinder haben zu dürfen. Die werde ich bestimmt nicht an unterqualifiziertes, überteuertes Erziehungspersonal abschieben.