Schwieriger 15-Jähriger u das Jugendamt

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 01:07 Uhr

Seit fast drei Jahren habe ich eine Beziehung zu einer Frau, die 3 Kinder hat. Seit fast einem halben Jahr wohnen wir zusammen und es gibt fast täglich Ärger wegen der Kinder und Streit. Der 15-Jährige ist am schlimmsten. Er ist gewaltätig, hat auch schon Mutter mehrmals geschlagen, lügt, klaut ständig Sachen, zB CDs, Werkzeug und Süßigkeiten von mir, benutzt uns gegenüber Ausdrücke wie "Schlampe", "Fotze", "Halts Maul".
Sein Zimmer sieht aus wie eine Müllhalde - dreckige Klamotten überall, Essensreste (auch Verschimmeltes), gebrauchte Teebeutel, dreckiges Besteck und Teller, ich weiss nicht was alles. Und wenn er im Bad war, ist das Handtuch unten, Haarreste überall, das Waschbecken oder die Dusche sehen entsprechend aus usw. Neulich hat er zum zweiten Mal in einem Wutanfall sein Zimmer demoliert, die Schränke eingetreten, den Spiegel kaputtgemacht, Löcher in den Wänden gemacht, den Tisch gegen die Tür geschmissen, es hörte sich an wie im Krieg. Rauchen tut er auch schon lange.
Heute ist meine Freundin zum Jugendamt gegangen, um Hilfe zu erhalten. Was sagt man ihr, dass er meine Sachen klauen würde wäre nicht so schlimm, kein Diebstahl, ich wäre immerhin eine Beziehung mit seiner Mutter eingegangen. Hallo, darf er deshalb an meine Sachen drangehen als wären es seine! Zu dem rauchen, er wäre immerhin schon 15, da ist es normal, wenn man zu rauchen anfängt, könne man eh nicht verbieten. Wozu ist denn dann das Jugendschutzgesetz?! Er will nicht aufräumen, dann soll er es nicht, soll er in seinem Müll ersticken.
Ich verstehe die Welt nicht mehr, was sind denn das für Typen (wollte ein anderes Wort benutzen :-[) beim Jugendamt!
Soll man sich also alles gefallen lassen von einem 15-Jährigen????! Wie sieht ihr das?

Beitrag von ippilala 24.02.11 - 01:36 Uhr

Was hat das JA denn dazu gesagt, dass er seine Mutter geschlagen hat?

Über seine Unordentlichkeit kann man ja zumindest in seinem Zimmer hinwegsehen, lasst ihm dort seinen Freiraum. Wenn er diesen zerstört, muss er damit leben.

Beim Rauchen kannst du auch nicht bei ihm ansetzten, da müsstest du an die Personen ran, von denen er die Zigaretten hat.



Weswegen hatte er den Wutanfall?

Welche Gründe nennt er denn für sein Verhalten, wenn ihr redet? Er wird ja nicht dauerhaft nur wütend sein oder?

Inwiefern klaut er denn die Sachen? Benutzt er sie nur, ohne zu fragen oder entwedet er sie aus der Wohnung und zerstört oder verkauft sie?

Wie reagiert ihr, wenn er deine Sachen nimmt oder euch beleidigt?

Was sind die Streitthemen zwischen euch und ihm?

Wie ist das Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater?

Ist es schlimmer geworden, seit du dort wohnst?

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 02:04 Uhr

Ohhh, das sind aber viele Fragen#schwitz. Ich war leider nicht dabei, ich denke es wurde auch einiges zu meinem Ungunsten gesagt. Seine Mutter hält wenn zu ihm und nicht zu mir.
Ich sehe das nicht so mit dem Zimmer, ganz davon abgesehen, dass man Ratten dort befürchtet bei den Zuständen, außerdem müssen die anderen Kinder auch aufräumen, warum soll er das nicht müssen? Und was man als Kind lernt macht man eher als Erwachsener.
Ich finde es in Deutschland unmöglich, dass Kinder schon rauchen/rauchen dürfen und das es überall toleriert wird - von den Schulen, von der Polizei, vom Jugendamt. Muss das denn sein, es ist sehr ungesund und stört zudem auch andere. Wenn man als Erwachsener seine Gesundheit kaputtmachen will mit Alkohol und Nikotin ok, aber doch nicht schon als Kind. Er hat Rauchverbot im Haus, hat sich aber auch daran nicht gehalten. Den anderen hinterher zu rennen ist natürlich unmöglich, aber es gibt soviel Erwachsene, auch ältere, die den Kindern und Jugendlichen auf ihrer Bitte hin denen eine Zigarette geben, finde ich auch unmöglich.
Wutanfälle hat er wenn er beispielsweise Hausarrest bekommt, weil er mehrmals etwas getan hat was er nicht darf oder es Ärger in der Schule gab. Wenn er tobt nennt er keine Gründe, oft gibt er uns die Schuld für sein Verhalten.
Früher hatte ich Süßeigkeiten im Schrank unten, die verschhwanden dann in grossen Mengen über einige Zeit und dann kamen wir drauf, dass er sie nimmt. Selbst als der Schrank verschlossen wurde fand er einen Weg den Schrank heimlich zu öffnen. Werkzeug hatte er genommen, um Löcher in den Wänden zu machen. Er hat auch von seiner Mutter Geld geklaut und geht gerne in ihr Zimmer und nimmt Sachen raus, wenn sie schläft, aber sie verharmlost alles und meint es wäre nicht so der Rede wert, eine Kleinigkeit mit dem klauen.
Es ist schon mittlerweile sehr oft passiert und da platzt mir auch oft der Kragen und ich werde laut, beim letztenmal wollte ich die Polizei rufen, aber meine Freundin wollte es nicht.
Die Streithemen sind bei mir, dass er ständig Sachen nimmt, die ihm nicht gehören, die Unordnung, die er im Haus hinterlässt und seine Frechheiten.
Sein Vater ist ein arbeitsloser Alkoholiker, sie haben keinen Kontakt.
Was heisst schlimmer, ich dulde nicht soviel wie meine Freundin und bin viel strenger. Da er nie sein Leergut hochbringt, habe ich zB gesagt er bekommt keine Flaschen mehr unten im Zimmer, weigert er sich über einen längeren Zeitraum die Zähne zu putzen, gibt es keine Nutella usw., ganz einfach.
Danke für deine Antwort :-)

Beitrag von stormkite 24.02.11 - 07:57 Uhr

Ganz schön Mutig von dir, zu einer Frau mit einem echten PuMo - Pubertierenden Monster - zu ziehen.

Mein Sohn ist auch gerade 15. Auch sein Zimmer ist eine Müllhalde, aber hin und wieder bringt er dann doch mal eine Ladung Geschirr in die Küche, und wäscht weine Klamotten. Meist dann, wenn er nichts mehr zum anziehen hat. ICH mach das nämlich nicht mehr - nur hin und wieder mal, wenn er auch nettes für mich getan hat.

Er steht morgens als erster auf, macht frühstück und weckt uns. Nach den Duschen liegt auch alles rum, aber eine freundliche Bitte um Abhilfe stößt nicht auf taube Ohren. Er trägt das Zeug vom Einkaufen hoch, und hilft beim wegräumen. Er lernt mit seiner kleinen Schwester Mathe.

ABER:
Wenn ich meinen Freund hier einziehen lassen würde, dann wäre es vorbei mit der Herrlichkeit. Unser Gefüge käme total durcheinander. Es gäbe nichts mehr als Streit und Zoff. Zu unterschiedlich sind die Lebenseinstellungen und die Bedürfnisse.

Ich muss auch ehrlich sagen, das ich es eine Zumutung finde, einem jungen Mann so mir nichts dir nichts einen neuen Mitbewohner aufzudrücken. Bei uns in der Familie jedenfalls herrscht eine demokratischere Haltung: Einer so gravierenden Änderung wie "neuer Mitbewohner" - das würde ich nie im Alleingang durchdrücken, wenn ich einen Teenager im Haus hab, der ja durchaus schon eine eigene Meinung und eigene Lebensvorstellungen hat.

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Wie hat sich denn der junge Mann verhalten, BEVOR du in die Wohnung mit eingezogen bist? Du hast ihn doch sicher vorher schon gekannt? Es kann wohl kaum ein freundschaftliches Vertrauensverhältnis gegeben haben zwischen euch, denn sonst hättest du jetzt nicht diese Probleme mit ihm.

Also, Frage an dich: WARUM ziehst du in eine Wohnung mit einer Person, mit der du dich nicht gut verstehst? Man kann vielleicht drauf hoffen, das man Kleinkinder rumkriegt, und sie sich an einen neuen "Papa" gewöhnen, aber einen Teenager, der eh schon rebelliert?

DU hast dem Jungen eh nichts zu sagen. Du hast keine natürliche Autorität (durch Elternschaft, oder als Lehrperson) über ihn, und du hast keine durch Zuneigung, Respekt, Vertrauen erworbene Autorität.

Euer Verhältnis ist das von Gleich zu Gleich - wie in einer Wohngemeinschaft. Aber da er diese Wohngemeinschaft ablehnt, sieht er natürlich keine Veranlassung, dazu beizutragen, das etwas klappt, was ihm sowieso gegen den Strich geht.

Ich weiß ja nicht, warum du glaubst, das er sich dir gegenüber freundlich verhalten soll? Er hat da sicher keine Motivation. Wieso auch?

Das du seine Mutter unter Druck setzt, was zu ändern, ist zwar verständlich - aber kontraproduktiv. Erstens zwingst du damit deiner Frau einen Loyalitätskonflikt auf, der auf lange Sicht immer zu deinen Ungunsten ausfällt. Es geht schließlich um ihren Sohn, da wird sie keinen Spaltpilz dulden auf Dauer. (Egal, das du es gut meinst. ES ist nicht gut, wenn du dich da reindrängst.) Außerdem sieht dich auch der junge Man als den, der seine Mutter gegen ihn aufhetzt und Unfrieden stiftet.

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Das einfachste wäre, du ziehst wieder aus, vielleicht in die Nachbarwohnung, falls möglich. Dann hast du dein Ding, und sie kann ihr Ding machen, und ihr könnt trotzdem Zeit miteinander verbringen.


Alles Gute Euch.

Kite









Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 14:18 Uhr

Ich muss eine Sache als erstes klären, es ist MEIN Haus in das wir wohnen. Ansonsten finde ich das ganze eine ziemliche Frecheit, wenn auch jeder ein Recht auf seine Meinung hat. Es stimmt wie Sie sagen, sie sind Monster in der Pubertät, aber wo käme man denn er Erwachsener hin, wenn man darauf eingeht, auch noch bitte bitte macht ständig. Schliesslich hat jeder in einer Familie Pflichten zu erledigen.
Jeder Erwachsene hat doch wohl auch das Recht auf einen gleichaltrigen Partner von wegen "Zumutung, einem jungen Mann so mir nichts dir nichts einen neuen Mitbewohner aufzudrücken".
Aber wer sagt eigentlich, dass wir uns früher nicht verstanden haben?? Wir kennen uns seit 2007, ich habe ihnen oft geholfen, auch finanziell, sie haben auch 2008 für einige Monate bei mir gelebt. Ich musste die kleinen auch nicht "rumkriegen" wie Sie sagen. Nach dem 20. Mal bitten ist aber bei mir schluss mit dem Nettsein. Ist es so unmöglich sein Zimmer ordentlich zu halten, ein Handtuch aufzuhängen nach dem benutzen, den Klodeckel runterzutun, sein Leergut und Müll rauszubringen??? Es gibt Familien wo die Kinder viel mehr müssen.
Als Partnerin seiner Mutter habe ich also nichts zu sagen Ihrer Meinung nach. Und Kinder müssen also auch keinen Respekt vor Erwachsenen haben oder wie? "Schlampe", "Fotze", "Halts Maul" und vieles mehr darf man also zu seiner Mutter sagen, sie auch schlagen??
Die antiautoritäre Erziehung ist doch schuld, dass die Kinder und Jugendlichen alle so verkorkst sind heutzutage, nicht einmal richtig deutsch können sie. Ich kann auch nicht seine Mutter gegen ihn aufhetzen, Ihre Worte, warum sollte ich auch, sie wird so oder so immer zu den Kindern halten, egal was sie anstellen.

Beitrag von redrose123 24.02.11 - 14:44 Uhr

Da muss wohl die Mutter mal durchgreifen.....Ich bin froh das die Töchter meines Mannes wo wir zusammenkamen grade 2,5 und 3,5 jahre alt waren. Aber auch sie werden in die Pubertät kommen.

Wir haben damals beim Zusammenzug Regeln zusammen mit den Kindern ausgefochten, und die werden eingehalten und wenn sie mal zu solchen Monstern werden, müssen die Regeln wie Gewalt und verbale entgleisungen trotzdem eingehalten werden ansonsten Zimmerarrest oder Mama kanns richten, die zur zeit alles tut damit die Kinder lernen wie man über andere herzieht etc

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 17:41 Uhr

#danke redrose123 :-) Mir hat man schon das Gefühl gegeben eine Bestie zu sein, die keinerlei Rechte hat dem jungen Mann gegenüber und sich alles gefallen lassen muss, die Mutter ja dann wohl auch.

Sehe ich auch so, Regeln müssen sein, hat man im Leben überall - im Straßenverkehr, bei der Arbeit...

Ach, es werden ja nicht alle Teenager zu Monstern ;-)

Beitrag von redrose123 25.02.11 - 11:04 Uhr

Ich hoffe es doch das ich das nicht mitmachen muss :-P

Beitrag von tingeltangeltinchen 26.02.11 - 03:47 Uhr

Hoffe ich dür dich auch :)

Beitrag von saskia73 25.02.11 - 21:28 Uhr

Da wäre ich mir nicht so sicher ;-).

Beitrag von gsd77 24.02.11 - 14:46 Uhr

Hallo,
ich habe ebenfalls 2 Mädchen in der Pupertät ( 13 und 14 Jahre ), wobei ich dazu sagen muss das sie an und für sich sehr brav sind!! Natürlich haben sie auch ihre "Aussetzer", aber sie wissen a) immer wie sie mit uns zu reden haben, und b) was sie für Aufgaben im Haushalt erledigen müssen!

Bin auch absolut dafür das ALLE in einer Familie zusammen helfen müssen!!!

Ich sehe es so oft bei den gleichaltrigen Mitschülern, rauchen, Aggressionen, Schimpfwörter usw ist da ganz normal! Aber diie die immer auffallen haben definitiv viel zu wenig Aufmerksamkeit!!!!! Entweder sind beide Elternteile berufstätig und die Kids sind Nachmittags auf sich alleine gestellt, oder es ist nur noch ein Elternteil da der sich rein zeitlich nicht um alles kümmern kann!

Gerade in der Pupertät brauchen die "jungen Erwachsenen" wieder sehr viel Aufmerksamkeit! Wir nehmen uns sogar die Zeit und lernen noch mit den beiden Mädls, zusätzlich geht mein Mann 1 mal die Woche mit den Mäusen in Jiu Jitsu obwohl er täglich (Mo-Fr erst gegen 18 Uhr nach Hause kommt) und wir noch einen 2 Jährigen Sohn zu Hause haben!
Hinzu kommt das wir uns auch am WE einen Tag für die Kids nehmen, sprich einen Familienausflug machen!
Und obwohl sie schon 13 und 14 Jahre sind kommen sie immer noch mit JEDER noch so kleinen Nichtigkeit zu mir und das ist auch gut so!! ( Egal ob Jungs, ihre Tage, Pickel usw. ich tat es nicht mehr in diesem Alter).

Also so leid es mir jetzt tut dies sagen zu müssen, ich denke das er lediglich nach Aufmerksamkeit schreit!!! Vielleicht sollte die Mutter einfach einen Tag (zb einmal im Monat) nur mit ihm und seinen Problemen/Ängste/Wünschen verbringen. Sie werden sich ganz bestimmt langsam wieder annähern und er wird sich dann auch ins Familienleben einfügen!
Ich denke nicht das man was erreicht wenn man ihm das Gefühl vermittelt das man Abneigung empfindet und zum JA rennt!

Wobei ich zb schon für eine Jugendpsychologin wäre, um rauszufinden was wirklich mit ihm los ist!

Wünsche Euch alles erdenklich Gute und hoffentlich eine friedliche Einigung!

Beitrag von stormkite 24.02.11 - 15:39 Uhr

Wie darf ich Sie verstehen?

Der Junge war lieb und brav, bis er bei ihnen eingezogen ist? Ordentlich, Fleißig, freundlich, voller Respekt ihnen und ihrer Frau gegenüber? Sie waren bereits in der Situation, als sein Erziehungsberechtigter zu fungieren, und das hat der Junge auch anerkannt? Sie konnten also nicht im geringsten davon ausgehen, das er sich dann um 180° dreht, und zu einer Belastung des Haushalts wird?

Dann stellt sich mir die Frage, warum es zu so einer eklatanten Verhaltensänderung gekommen ist?

Oder war der Junge vorher auch schon so wie Sie ihn jetzt beschreiben: Unordentlich, frech, faul, aggressiv? Dann müssen Sie sich die Frage gefallen lassen, warum Sie ihn in Ihren Haushalt aufgenommen haben.

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Sicher haben SIE und IHRE Partnerin das Recht auf einen gleichaltrigen Partner. Und wenn die KINDER der Partnerin, für die sie die Verantwortung trägt, sich gut in den gemeinsamen Haushalt einfügen können und wollen, dann spricht noch nicht mal was gegen eine gemeinsames WOHNEN.

Das scheint mir aber bei Ihnen gar nicht der Fall zu sein, oder? Die Mutter hat also rücksichtslos und verantwortungslos ihre Interessen durchgesetzt, als sie mit Ihnen zusammen gezogen ist. Die Quittung kriegen sie jetzt vom Junior.

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Es hätte verschiedene Lösungen geben: Getrennte Wohnungen behalten. Oder ein Wechsel des Sohnes zum Vater, oder einem anderem Verwandten, väterlicher oder mütterlicherseits.

Wenn ihre Frau keinen Plan davon hat, wie sie mit einem rebellischen Teenager fertig wird, wäre das vielleicht sowieso eine gute Idee - das sie nämlich eine Verantwortung abgibt, mit der sie offenbar überfordert ist.

Wenn sie dieser nämlich gerecht würde, dann würde sie dafür sorgen, das der Junge Mann genügend Respekt aufbringt, das er ihr gegenüber nicht gewalttätig wird, und ihr Eigentum respektiert. Holla die Waldfee, hier wäre was los, wenn mein Junior sich soweit versteigen würde.

Wenn er sein Zimmer demoliert, dann lebt er in Zukunft eben mit kaputten Zeug weiter. Das nennt man "Lernen aus Konsequenzen". Sein Zimmer ist sein Zimmer, es geht Sie gar nichts an, was er darin treibt. Seine Mutter vielleicht. Aber Sie nicht.

Sich wegen einem nicht geschlossenem Klodeckel aufzuregen ist schlicht kleinkariert, und liegen gelassene Handtücher scheinen altersspezifisch zu sein. Dafür ein Fass aufzumachen ist lächerlich.

Sie können von dem Jungen erwarten, das er sie höflich behandelt, und keine Schimpfwörter ihnen gegenüber benutzt. Sie können erwarten, das Sie gefragt werden, wenn Ihr Werkzeug benutzt wird, und das es pfleglich behandelt wird. Ein Rauchverbot in Ihrem Haus ist einzuhalten. Süßigkeiten sind in Familien an sich Allgemeingut, wenn er sich da nicht Bedienen darf, dann sollten diese Süßigkeiten in ihrem Privatraum (Schlafzimmer, Arbeitszimmer) aufbewahrt werden.

Was wäre die Konsequenz, wenn sie einen Volljährigen im Hause hätten, der sich so verhält? Richtig, sie würden ihn rausschmeißen. Wenn er nicht alleine gehen kann, dann muss er eben mit seiner Mutter gehen.

Wie er sich seiner Mutter gegenüber verhält, ist ein Ding zwischen Mutter und Sohn. Da haben Sie sich rauszuhalten. Wenn es ihnen zu bunt wird, da zuzusehen, muss die Frau eben samt ihren Kindern ausziehen.

Nach wie vor glaube ich, das Sie meinen, Sie könnten einen Teenager wie ein Kleinkind erziehen. Funktioniert aber nicht.

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Wie gesagt - Sie haben einen großen Fehler gemacht, als sie mit der Familie zusammengezogen sind.

Kite

PS: In Foren ist das DU üblich. In diesem Kontext wirkt das Siezen ziemlich steif und arrogant. Sind sie im wirklichen Leben auch so? So auf Umgangsformen bedacht und distanziert? Dann wundert es mich nicht, das Sie Schwierigkeiten mit den Kindern haben.

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 17:33 Uhr

Auf DEINER Antwort werde ich nicht eingehen, denn das empfinde ich als persönlicher Angriff, kränkend, und du kennst mich nicht einmal. Komisch auch, dass alle anderen nicht deiner Meinung zu sein scheinen.
Ich bin neu hier wie man denke ich sehen kann, es ist für mich selbstverständlich Fremde zu Siezen. Wenn dein Jugendlicher die Rechte eines Erwachsenen und machen kann was er will, bitte.

Beitrag von gh1954 24.02.11 - 18:13 Uhr

Die Antwort von @stormkite habe ich als durchaus konstruktiv empfunden.

Wenn du so extrem empfindlich und stur reagierst, wundert es mich nicht, dass du ständig mit dem Pubi zusammenrasselst. Wie soll denn da ein Dialog entstehen?

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 21:11 Uhr

Gut, dann bin ich halt empfindlich, stehe ich zu. Nenne mich auch altmodisch, aber ich bin so erzogen worden, dass man höfflich mit anderen umgeht und nicht gleich anderen gegenüber persönlich wird, vor allem Fremden.

Ich habe nichts gestohlen, keine Wände oder Gegenstände kaputtgemacht und solche Wörter und Ausdrücke wären mir nicht einmal in den Sinn gekommen als Teenager, aber ok wenn manche es so sehen, dann bin ich die Schuldige.

Beitrag von gh1954 24.02.11 - 21:14 Uhr

Schon wieder pikiert.

Wie du erzogen wurdest, hat aber nichts mit dem Leben des Sohnes deiner Freundin zu tun.

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 21:21 Uhr

Komisch nur, dass die Jugendlichen und Kinder immer auffälliger und krimineller werden, also läuft irgendwas in der Gesellschaft und in der Erziehung falsch heutzutage.

Beitrag von gh1954 24.02.11 - 21:30 Uhr

Nein, nicht DIE Jugendlichen.

>>>also läuft irgendwas in der Gesellschaft und in der Erziehung falsch heutzutage. <<<

Da wirst du punktuell recht haben, deine Freundin "erzieht" ja auch nur inkonsequent.

Beitrag von tingeltangeltinchen 24.02.11 - 21:34 Uhr

Verstehe ich nicht ganz?#gruebel Wie nicht "DIE" Jugendlichen?

Mit Inkonsequenz, tja, dazu sage ich nichts, sie müsste sich selbst dazu äußern.

Beitrag von gh1954 24.02.11 - 21:39 Uhr

Du hast geschrieben:

>>>Komisch nur, dass die Jugendlichen und Kinder immer auffälliger und krimineller werden<<<

Das kannst du nicht verallgemeinern, es sind nicht DIE (also alle) Jugendlichen, sondern nur einige.

Außerdem ist es doch so, dass immer die derzeitige Jugend verteufelt wird.

>>>Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.<<<

(Keilschrifttext aus Ur, Chaldäa, um 2000 vor Christus)



>>>Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.<<<

(Aristoteles, gr. Philosoph, 384-322 v. Chr.)

Beitrag von tingeltangeltinchen 26.02.11 - 03:44 Uhr

Eine Statistik ist immer nur ein Querschnitt und beeinhaltet nie alle, ist auch unmöglich. Aber, es gibt genug Stoff was belegt, dass die Kriminalität unter Kindern und Jugendlichen drastisch gestiegen ist. 1963 z.B. wurden etwas weniger als 3000 Fälle polizeilich registriert, 2002 dagegen waren es schon 8000.

Und um 300 BC war mit zuchtlos sicher was anderes gemeint als das was man heute darunter verstehen wurde.

Du bist Jahrgang 1954, hättest du dir damals leisten können, was der junge Mann sich geleistet hat, die Ausdrücke, das Zimmer demolieren, die Mutter schlagen??

Beitrag von gsd77 25.02.11 - 16:23 Uhr

Würde auch mal sagen das es zu 80% an der Erziehung liegt!!!!

Denn "MEINE" Jugendlichen zu Hause wissen genau wo sie sich zu benehmen haben....

LG

Beitrag von tingeltangeltinchen 26.02.11 - 03:24 Uhr

Tja, aber wenn ich so viele Aussagen hier lese entnimmt man, dass man ihm, den Jugendlichen, freie Hand lassen soll mehr oder weniger zu tun was er will/was sie wollen. Wie soll man sie dann erziehen?

Beitrag von saskia73 26.02.11 - 08:53 Uhr

Jugendliche kannst du nicht mehr erziehen...dafür ist es zu spät...

Man muss auch sie respektieren und nicht verlangen, dass sie funktionieren wie man möchte. Sie sind auf dem Weg des Erwachsen werden und schlagen dabei sicherlich auch mal über die Stränge.

Wenn dein Stiefsohn solche Schwierigkeiten hat bei euch/ mit euch DANN geht endlich zur Beratungsstelle/Erziehungsberatung z.Bsp. Caritas. Das Jugendamt ist die völlig falsche Stelle.

Beitrag von gsd77 26.02.11 - 10:42 Uhr

Nunja, die Erziehung hätte wohl schon viel früher anfangen müssen!

Aber, man kann ihn sehrwohl noch in die richtige Richtung lenken, aber dafür braucht man eine Menge Geduld und sehr gute Nerven!!!!!

Wenn man aggressiv/laut oder patzig reagiert wird dies auf absoluten Widerstand stossen, was klar ist in der Pupertät!
Aber selbst in dieser Zeit brauchen die "jungen Erwachsenen" klare Grenzen und Linien!

Klingt jetzt alles so hochgestochen, ich weiss, aber ich bilde mich wegen meines Berufes immer wieder weiter mit verschiedenen Kursen/Seminaren und war mit meiner ältesten Tochter vor ein paar Monaten in einem Seminar das hiess "Wenn Kinder zu Teenagern werden" und das kann ich nur JEDEN Elternteil empfehlen, man sieht die Jugendlichen tatsächlich mit anderen Augen ( auch meine Tochter sah mich mal ganz anders :-) ).

Kostet zwar ein weig mehr, aber dafür ist es mehr als hilfreich!

LG

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