Rechtfertigen wegen arbeiten"

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Beitrag von hopeful09 24.02.11 - 09:56 Uhr

Hallo, guten Morgen!

Mein Sohn wird im Sommer 1 Jahr alt und dann werd ich auch wieder auf Teilzeit arbeiten gehen. Gestern war ich bei meinem Chef und wir haben alles besprochen. Er kommt mir da sehr entgegen und ist auch mit meinem Wunschstundenplan einverstanden.

Aber so bei fast jeder zweiten Mutter stößt das auf Unverständnis und ich werde mit ganz großen erstaunten Augen angeschaut. So nach dem Motto "Wie kannst Du denn nur jetzt schon wieder arbeiten gehen?!!?"

Jedesmal hab ich das Gefühl mich deswegen rechtfertigen zu müssen #aerger

Klar fällt es mir schwer, jetzt schon wieder arbeiten zu gehen und ich würd auch lieber noch 1 oder 2 Jahre zu Hause bleiben. Aber es lässt sich nun mal nicht anders machen.

Kennt ihr das auch?
Ach das ärgert mich manchmal so....!

LG
hopeful09

Beitrag von emmy06 24.02.11 - 09:59 Uhr

nein, ich kenne das nicht...

beim großen bin ich mit 25 stunden in der woche im schichtdienst los, da war er gerade 9 monate...

jetzt beim mini bin ich letzte woche los, 1 tag bevor er 5 monate wurde - 10 stunden in der woche.



lg

Beitrag von stefannette 24.02.11 - 09:59 Uhr

Bei uns ist es echt umgekehrt. ICh werde bzw. wurde, (denn bei 5 Kindern sagt das keiner mehr:-p) oft angesprochen,wann ich denn wieder arbeiten geh:-D
Laß Dich nicht verrückt machen, es ist doch Dein Leben!! Außerdem hast Du ja alles gemacht,damit es gut klappt!
ICh finde es auch doof,wenn einem immer reingeredet wird. Man will doch nur das Beste#liebdrueck

Beitrag von sunshine1176 24.02.11 - 10:03 Uhr

Irgendwie hat man das Gefühl, dass man sich, wenn man Kinder hat dauernd rechtfertigen muss.

Nein, eigentlich geht das ja schon vor den Kindern los! Ist man in einer Beziehung kommt immer die Fragen nach der Hochzeit, ist man verheiratet, wird nach Kindern gefragt. Ist man dann schwanger, geht es weiter mit 1000 Dingen und ist das Kind dann da, wird es richtig schlimm!

Steh dazu, dass du wieder arbeiten gehen wirst und gut ist. Ich würde da gar nicht drüber diskutieren, es vielleicht auch einfach nicht jetzt schon an die große Glocke hängen. Wenn die anderen nicht arbeiten müssen oder wollen, dann ist das so. Aber so verschieden eure Kinder sind, so seid ihr auch verschieden!

Ich habe es gestern schonmal zum Thema Stillen geschrieben, ich werde nie verstehen, woher manche Menschen sich das Recht nehmen über andere so zu urteilen! Es ist doch jedem selber überlassen was er macht!

Also lass dich nicht ärgern, freu dich auf die gemeinsame Zeit bis zum Sommer und du wirst schnell merken, dass es dir bestimmt nur Vorteile bringt wieder ein wenig zu arbeiten!

LG sunshine, die auch sehr sehr gerne wieder arbeiten möchte, aber den passenden Arbeitgeber noch nicht gefunden hat!

Beitrag von maylu28 24.02.11 - 10:12 Uhr

Hallo,

ja, ich kenn das auch, vorallem jetzt beim 2. Kind...da kommen so Kommentare: "Ja, aber bei 2 Kinder bleiben sie doch bestimmt zu Hause" oder "ich könnte so was nicht"
Für mich ist es wichtig arbeiten zu gehen....von unseren Männer erwarten wir es, obwohl es für sie auch schwierig ist, den ganzen Tag von den Kleinen getrennt zu sein.....
..außerdem seh ich immer wieder wie gut es Liam in der Krippe gefällt und spielt und tobt..die anderen Kinder tun ihm gut....Was will ich mehr...

Klar, ich arbeite auch nur halbtags, aber das lass ich mir nicht schlecht reden..wir sind nicht nur Mütter sondern Ehefrauen, Frauen, Arbeiter, Töchter, Sportler usw.....

Liebe Grüße,
Maylu

Beitrag von soulcat1 24.02.11 - 10:38 Uhr

:-(

Ich kann Dich verstehen, wenn Du sagt, dass Du wieder arbeiten gehen willst. Oder auch wenn Du sagst, dass Du es musst.
Aber ich bin wieder ein von der Fraktion, die - auch wenn sie es NICHT böse meint - sagt, dass sie das nicht machen würde... :-(

Die Zeit mit meiner Tochter (ich war 3 Jahre zuhause) war sooooooooooooo verdammt schön! Ich hab die Zeit schrecklich genossen. Jeden wichtigen Schritt habe ICH mit ihr zusammen erlebt und keine Tagesmutter oder so.

Dann wurde es erst Zeit für mich wieder arbeiten zu gehen.

Ich meine das wirklich nicht böse... ;-) Hab auch eher ein schlechtes Gewissen, wenn ich höre was Du dazu schreibst, denn das will ich Dir garnicht machen auch wenn ich so denke...

Du solltest genau das tun, was DU für richtig hälst, auch wenn es Menschen (wie mich #schein) gibt, die es anders machen würden.

Liebe Grüße und alles Gute #winke

Petra & Joelina (schon 7) :-p

Beitrag von lisboeta 24.02.11 - 10:52 Uhr

Hi,

ich kenne das auch. Ich bin bei beiden Kindern nach 6 Monaten wieder arbeiten gegeangen. Es ging bei meinem job nicht anders und ich wollte auch nicht für immer zu Hause beleiben.

Ich schalte einfach auf Durchzug bei solchen Kommentaren oder ich sage, jeder sollte das ganze doch zu gestalten wie sie oder er möchte.

Lg
lisboeta



Beitrag von binipuh 24.02.11 - 11:32 Uhr

Hallo hopeful09!

Ich kann sunshine nur beipflichten.
Es ist völlig egal was Du machst, es wird immer Leute geben, die es nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.

Bei uns hat es mit dem Stillen gar nicht geklappt, trotz guter Betreuung durch eine Stillberaterin.
Jetzt pumpe ich ab und der Rest wird zugefüttert.
Ein Freundin fand, dass das gar nicht geht. #aerger
Ich hab nur zu ihr gesagt, dass die Alternative verhungern lassen sei, ich das aber nicht in Betracht zöge.
Danach war Ruhe!

Ich werde ab Sommer auch wieder mit reduzierter Stundenzahl arbeiten gehen. Der Kleine ist dann 7 Monate alt.
Mir macht meine Arbeit Spaß und ich kann mir meine Zeit recht frei einteilen.
Habe da mit meinem Arbeitgeber echt Glück.
Und ich weiß, wer auf den Kleinen aufpasst.

Ich finde, es kommt darauf an, wie man die verbleibende Zeit nach Feierabend nutzt.
Meine Eltern waren selbständig. Sie haben gearbeitet wie es das Wort schon sagt - selbst und ständig.
Dafür haben wir abends, an den Wochenenden und im Urlaub viele tolle Sachen gemacht. #huepf
Es war trotzdem immer jemand für mich da und meine Eltern waren immer erreichbar.

Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Es hat ja schließlich auch jeder seine Gründe für sein Handeln.
Es wird sicher Eltern geben, die froh sind ihr Kind wieder "loszuwerden", aber ich denke, das ist die Minderheit.

Lass Dich nicht unterkriegen!

Liebe Grüße

Bini

Beitrag von sunberl 24.02.11 - 12:29 Uhr

Also ich wohne in Berlin und hier ist das ganz normal und selbstverständlich, dass man wieder arbeiten geht wenn man will. Aber es gibt Gegenden in Deutschland, wo die Zeit leider noch auf 1950 steht und da ist man ab dem Kind an den Herd angebunden und darf nur noch Mama sein. Das kenne ich von meiner Freundin. Ich denke lass die Leute labern. Wenn die meinen dass windeln, Wäsche waschen und einkaufen ihr Leben erfüllt...bitte sehr. Kinder lieben es mit anderen Kindern zusammen zu sein. Dafür gibt es die Kita. Was den Kindern dort geboten wird, kannst Du zu Hause nicht leisten. Vor allen Dingen lernen sie soziale Kompetenz. Und wenn das Kind dann in der Kita ist, was sollst Du dann zu Hause??? Wenn der Job Dich doch erfüllt und Du Dich damit wohl fühlst, dann ist das auch für Dein Kind gut. Also zieh Dein Ding durch!

Beitrag von jazzmin84 24.02.11 - 12:49 Uhr

Hihi
ja das Gefühl kenne ich auch gut....

Ich werde wieder 15 Stunden wöchentlich arbeiten gehen wenn mein Kleiner 13 Monate alt ist. Er wird dann bei einer Tagesmutter sein... Ich musste mir schon oft von anderen Müttern anhören, wie ich denn meinen Kleinen so jung einfach abgeben könnte usw... Fühle mich da auch immer so, als ob ich mich rechtfertigen muss.

Aber zum Glück kenne ich auch viele Mütter, die nach einem Jahr bzw. 1,5 Jahren Elternzeit wieder arbeiten müssen/möchten und das vollkommen ok finden.

Ich denke es muss jeder für sich entscheiden. Solang die Kleinen gut betreut werden finde ich es ok.

LG
Jazzmin

Beitrag von lachris 24.02.11 - 13:31 Uhr

Ich denke dass kommt stark aufs Umfeld an.

Ich kenne hier nur zwei Mütter die nicht nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen sind.

Alle anderen haben sich um einen Krippenplatz oder Tagesmutter bemüht und gehen wenigstens halbtags arbeiten. Manche sogar ganztags.

VG lachris

Beitrag von chriszx9r 24.02.11 - 20:14 Uhr

Was meinst du wohl was bei mir los ist... ich gehe in 4 Wochen wieder Vollzeit arbeiten und meine Kleine ist dann 6 Monate alt. Es geht nicht anders. Und natürlich fällt es mich schon sehr schwer sie in eine Krippe zu bringen allerdings für 3 Tage die Woche. Den Rest wird mein Partner von zu Hause aus arbeiten und dann für sie da sein.

Und dann ganz klasse , wenn dann Eltern,Bekannte und Fremde noch "nachtreten". "wie kannst du nur dein Kind in die Krippe bringen?" " Geld ist doch nicht alles!" etc.

Es wäre toll, wenn die etwas feinfühliger wären... und auch mal ihren Mund halten würden.

Viel Kraft!

Gruss Chris




Beitrag von lumidi 25.02.11 - 07:54 Uhr

Hallo,

ich kenne das auch. Hab mich auch schon öfter darüber ärgern müssen.

Manchen verstehen es halt nicht, dass man aus finanziellen Gründen wieder arbeiten gehen muss.

Bestes Beispiel ist ne Bekannte von mir. Die hat sich während meiner SS darüber ausgelassen wie wir denn ein kleines Wesen mit einem Jahr schon in die Kita bringen können. Da mussten wir uns auch rechtfertigen, dass wir eine Eigentumswohnung abbezahlen müssen und nicht nur von Wasser und Brot leben möchten und unserem Spatz etwas leisten möchten. Da meinte sie, es wäre alles Quatsch. Sie würde 3 Jahre zu Hause bleiben. Tja, da war sie noch nicht schwanger.

Nun ist sie im 7. Monat und hatte mich schon vor 3 Monaten gefragt wie es bei uns finanziell so klappt. Sie wird wohl auch nach einem Jahr wieder arbeiten müssen, weil die sich jetzt auch ne Eigentumswohung suchen. :-[

Da hätte ich mich aufregen können. :-[:-[:-[:-[

Aber manchen kann man einfach nicht helfen!

LG

Lumidi