Trinkgeld - oder nicht?

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Beitrag von accent 24.02.11 - 10:06 Uhr

Guten Morgen,
ich bin total verunsichert:
Wir haben seit einer Woche wegen eines defekten Wasserrohres im GEMIETETEN Haus einen Handwerker hier. Es musste eine Wand und der Boden im Bad rausgerissen werden. Abgesehen von dem ganzen Lärm und Dreck (ich muss jeden Tag alles durchwischen) ist die Bude saukalt, weil die Haustüre offen steht, da er ständig raus- und reingeht. Mit anderen Worten: Diese eine Woche ist absolut nicht lustig.
Morgen wird der Handwerker endlich fertig. Soll ich ihm nun ein Trinkgeld in die Hand drücken oder eher nicht - der Rohrbruch ist ja nicht unsere 'Schuld' und unser Eigentum ist es auch nicht. Ich möchte nicht kleinlich sein, aber irgendwie sehe ich das nicht ein, dass ich zu dem ganzen Ärger auch noch löhnen soll. Würdet Ihr ein Trinkgeld geben und wenn ja, wieviel?
Danke und Grüße
accent

Beitrag von tauchmaus01 24.02.11 - 10:11 Uhr

Nein. Ich hätte ihm wohl immer Kaffee oder mal ein Stück Kuchen angeboten aber mehr auch nicht. Trinkgeld...wozu? Er macht seinen Job, bekommt seinen Lohn fertig.
Die Verkäuferin beim Supermarkt arbeitet auch hart und bedient mich immer, dennoch bekommt sie kein Trinkgeld.

Es sieht vielleicht anders aus wenn es Eigentum ist, aber selbst dann wäre ich einfach "Gastfreundlich" und fertig.

Mona#

Beitrag von sunshine1176 24.02.11 - 10:26 Uhr

Hallo Accent,

nein, ich würde auch kein Trinkgeld geben!

Ich weiß allerdings auch nicht, ob ich das bei Eigentum machen würde, denn er macht ja seinen Job für den er eh bezahlt wird. Ich habe immer im Büro gearbeitet, da gab es von den Kunden auch kein Trinkgeld.

Vielleicht wenn er etwas ausser der Reihe machen würde, aber im Normalfall nicht.

LG sunshine

Beitrag von bensu1 24.02.11 - 10:29 Uhr

hallo,

handwerker, die länger als eine oder zwei stunden bei mir im haus arbeiten, bekommen ein essen angeboten, vielleicht mit kaffee noch dazu. sollten sie das annehmen, gebe ich kein trinkgeld. sonst schon.

lg
karin

Beitrag von kti2805 24.02.11 - 12:33 Uhr

Hallo,

wir hatten letzte Woche die Handwerker im Haus, ich habe den Leuten Kaffee, süße Teilchen und diverse Kaltgetränke hingestellt und als sie fertig waren, habe ich ihnen auch ein Trinkgeld gegeben. Warum ? Weil sie einfach nett, schnell und unheimlich hilfsbereit waren.

Für den Lärm und Dreck, kann der Handwerker ja nur bedingt etwas :-)

Gruss
kti2805

Beitrag von spatzl27 24.02.11 - 12:41 Uhr

Also wenn Handwerker bei uns im Haus was machen, was vom Vermieter veranlasst wurde, dann gebe ich nichts.

Aber, netten Handwerkern, die in meiner Wohnung eine größere Reparatur hätten oder dem KfZ-Meister in meiner Autowerkstatt gebe ich gern was. Ja klar, bekommen sie ihren Lohn oder Gehalt, aber warum sollte man keine Anerkennung für einen freundlichen und schnellen Service geben.

In der Gastronomie bekommt jeder Kellner Trinkgeld und geht auch mit Lohn aus dem Haus. Warum ist es dort ok und bei anderen nicht.

Hat mir grad in meiner Werkstatt noch nichts geschadet mal 5 Euro locker zu machen. Ich kann jederzeit dort anrufen und werde auch mal zwischendrin mit rein geschoben, da ich meinen Wagen beruflich immer brauche..

LG

Beitrag von valerita 24.02.11 - 12:58 Uhr

Doch, würd ICH schon.
Er macht seine Arbeit gut, und wenn die Rechnung vom Vermieter bezahlt wird, wird der wohl auch kein Trinkgeld geben.
Wir hatten die netten Leute vor 2 Wochen da. Na gut, war nur einer. Der hat seine Arbeit TOP gemacht, war aber auch in 2 Tagen fertig. Dafür kam er 3-4 Tage, um den Trockner zu kontrollieren, und wir mussten abends warten, bis er kam, weil er nach der Arbeit vorbeischaute.
Meine Mutter (bei ihr ist es passiert) hats auch nicht soo dolle, und hat ihm trotzdem was gegeben. Wir wissen, was man in dem Job verdient, und wo bitte sollte der große Fehler sein, Menschen auch mal ein kleines Dankeschön zu zeigen (und eben auch finanziell).
Er ist nicht schuld am Wasserrohrbruch - er will dir nur helfen, auch wenns sein Job ist.
Ich geb doch im Gasthaus, Friseur, etc auch Trinkgeld. Oder an der Supermarktkasse. Da lass ich auch das Kupfergeld hinten.

Aber so gesehen: Tu was dir am Herzen liegt.

Ich würd 10 Euro und ne Schoki geben.

lg

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:04 Uhr

Oder an der Supermarktkasse. Da lass ich auch das Kupfergeld hinten.


Supermarktkassierer-innen DÜRFEN gar kein Tip annehmen!

Beitrag von valerita 24.02.11 - 13:53 Uhr

wo? in D?

bei uns in Österreich schon.
Neuestens auch bei Mäcci

Beitrag von diebina 24.02.11 - 13:04 Uhr

nein, ich gebe den Handwerkern kein Trinkgeld, weil sie idR bei mir etwas zu essen und/oder zu trinken bekommen.

aber um die Diskussion mal etwas auszuweiten:

wieso ist es eigentlich üblich gewissen Berufen Trinkgeld zu geben. Mein Friseur ist teuer genug, aber da wird man blöd angeschaut, wenn man kein Trinkgeld gibt. Und der Handwerker bekommt anscheinend entweder Essen oder Trinkgeld. von den Kellnern ganz zu schweigen.

aber warum gibt man der Floristin keins? oder der Krankenschwester? oder dem Briefträger? auch alle unterbezahlt... oder?

LG
die bina

Beitrag von spatzl27 24.02.11 - 13:14 Uhr

Doch, ich hab hier in der Nähe ne super Floristin und die bekommt IMMER nen Trinkgeld. Weil alles passt. Service, Blumen und auch Flexibilität!!!

Physiotherapeutin bekommt auch was... also ich bin da eigentlich so, dass ich gern was gebe. Friseur eh klar...

Beitrag von diebina 24.02.11 - 13:16 Uhr

das ist ja löblich...;-)

auch wenn ich es etwas merkwürdig finde, dass idR "erwartet" wird, dass man zum vereinbarten Preis für eine Dienstleistung zusätzlich noch Trinkgeld zahlen muss... sozusagen als Anerkennung

Beitrag von spatzl27 24.02.11 - 13:27 Uhr

Na ja, das ist aber nicht nur in Deutschland so. Wenn man im Urlaub ist und nen Reiseführer liest, ist es ja dort niedergeschrieben, wieviel man angehalten ist, zu geben...

Ich kenns nicht anders, für ne nette Leistung, egal wer.. auch Krankenschwester.. eine Anerkennung zu geben.

Ich denke mal, dass das GERECHTFERTIGTE Anerkennen einer Leistung - ob in finanzieller, materieller oder Verbaler Form - immer weniger zum Einsatz kommt.

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:18 Uhr

B riefträger und Müllwerker bekommen normalerweise zur Weihnachtszeit von jedem Anwohner ihren Obulus. Krankenschwestern stecke ich schon bei Einlieferung auf Station nen 20er zu (zahlt sich aus wenn man gut betreut werden will oder anders gesagt besser behandelt werden will).

Beitrag von diebina 24.02.11 - 13:21 Uhr

wow, dann wirst Du ja echt arm! :-)

ich habe einfach ein Problem damit, dass ein Preis verienbart wird und ich dann ZUSÄTZLICH noch etwas geben muss.

Diese Menschen suchen sich ihren Beruf aus, weil sie ihn mögen (in der Regel ;-)) und ich verstehe nicht, wieso manche Berufe dann mit Trinkgeld bedacht werden. Gibst Du auch in der Reiningung? an der Kinokasse? der Arzthelferin? dem Schornsteinfeger? dem Hausmeister? dem Telekomtechniker? ...verstehst Du was ich meine?

gruß

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:27 Uhr

ich weiß was du meinst aber z.B. Schornsteinfeger sind in der regel selbstständig und Selbständige bekommen keine Tip.

Müllwerker und Briefträger handeln keine Preise aus....

Kellner , Friseure, Taxifahrer und Krankenschwestern leisten persönliche Dienstleistungen und genau da liegt der Unterschied.

Handwerker bekommen kein Tip sondern Käffchen/Wasser und Brötchen...

Beitrag von spatzl27 24.02.11 - 13:30 Uhr

Na also ich denke nicht, dass man davon arm wird. Man kommt ja nicht täglich in die Situation, wo man Trinkgeld gibt.

Anders gefragt, was würdest Du denken, wenn Du Kellenerin wärst und man würde bei Dir, weil Du nett warst großzügig aufrunden..? Wärste sicher nicht böse oder? ;-)

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:43 Uhr

Kellner sind anders, denn... in diesem Beruf gehört das Trinkgeld ( siehe Name Trink!!!geld) zum Gehalt. Denen gibt man üblicherweise 15-20% vom Rechnungsbetrag.

Beitrag von nochmal 24.02.11 - 13:52 Uhr

Hallo,

ich gehe täglich zum Bäcker, zum Fleischer, zum Gemüsehändler ....
das wäre schon 3x Trinkgeld.

Dann gehe ich in die Kita und hole mein Sohn und müsste ja der Erzieherin ebenfalls Trinkgeld geben, denn sie arbeitet ja nun auch und in der Schule dann auch nochmal.

Nee, nee - bei mir bekommt nur ein Kelnner/in oder die Friseuse etwas.

Gruß

Beitrag von diebina 24.02.11 - 13:55 Uhr

ich wär aber auch nicht böse, wenn meine Kunden mir mal ein nettes Trinkgeld überweisen würden - mache meinen Job namlich auch außerordentlich gut ;-) aber leider sitze ich im Büro und da gibts sowas nicht :-):-)

Beitrag von 5678901234 24.02.11 - 16:04 Uhr

nur mal so als tipp von ner krankenschwester.

wer bei entlassung zufrieden war, darf gerne ein pfund kaffee, schocki oder auch was für die kasse dalassen.

bei uns werden alle leute gleich behandelt, egal ob die angehörigen meinen sich schon bei aufnahme mit "bestechungsgeld" anbiedern zu müssen oder nicht.
sowas ist echt daneben, als wäre man käuflich!

echt unglaublich dass du der meinung bist dafür bessere pflege zu bekommen.

Beitrag von kawatina 24.02.11 - 20:55 Uhr

Hallo,

bei uns ist das nicht erlaubt, das Müllmänner oder Briefträger "Frohe Weihnachten" wünschen und die Hand aufhalten....ist schon ganz lange her, das dies mal üblich war...#kratz

Die Gesundheitspfleger, die sich so nett um meine Tochter kümmerten, durften auch nichts annehmen. Vielleicht von der Region abhängig

Beitrag von hexe3113 24.02.11 - 17:38 Uhr

Hallo,

also ich habe nach einem Krankenhausaufenthalt (sei es wegen mir selbst oder meiner Kleinen) immer ein Trinkgeld gegeben - sprich, einen Beitrag in die Kaffeekasse eingezahlt.

Und unser Briefträger bekommt Trinkgeld in Form einer guten Flasche Wein oder den "Edlen Tropfen in Nuss" (ca. 2-3 mal im Jahr)...

...das mache ich aber erst, seit wir einen wirklich netten Postboten bekommen haben, der auch immer wieder mal ein Leckerlie für den Hund oder Bonbons für die Kinder einstecken hat...;-)

Ich finde Trinkgeld bei einer Dienstleistung eher selbstverständlich.

Gruß,

Andrea

Beitrag von hsicks 24.02.11 - 13:34 Uhr

Hallo #winke Accent ,

nein, ich würde kein Trinkgeld geben, Du kannst einen Kaffee kochen und ein paar Kaffeeteilchen dazu spendieren oder einen Kasten Softdrinks, aber mehr bist Du - wenn überhaupt - einem Handwerker nicht schuldig.

Die einzigen, die von uns Trinkgeld erhalten, sind Friseur(in), Kellner(in) und Taxifahrer(in) und im Hotel das Zimmermädchen.

Ich denke mir oft, wie viel Arbeit wir uns in der Apotheke machen und wer gibt uns etwas ???

Der Handwerker ist angestellt und in der Rechnung ist sein Lohn mit einkalkuliert . Punkt !

Ganz liebe Grüße,
Heike

Beitrag von nochmal 24.02.11 - 13:46 Uhr

Hallo,

nein, ich würde kein Trinkgeld geben.

Gruß

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