Hilfe!Riesenproblem... Krippenplatz und Arbeit... evtl. Zweitwohnsitz?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von tortenliesel 24.02.11 - 10:06 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ein Riesenproblem:

Meine Tochter (18 Monate) geht in eine Krippe (45 h). Mein Sohn (2,5 Monate) hat ebenfalls eine Zusage für einen Krippenplatz ab August (35 h).

Nun ist es so, dass wir umgezogen sind, die Krippenplätze liegen aber in der Nachbargemeinde (unserem ehemailigen Wohnort) und nicht nur das... auch in einem anderen Kreis. Wir wohnen nur 300 m von der Kreisgrenze weg. Wir haben sogar die gleich Vorwahl wie in unserem anderen Wohnort ohne Rufnummernmitnahme.


Gestern war ich bei meinem Arbeitgeber, der mir klar gemacht hat, dass er mich dringend zurückbraucht, sonst ist mein Arbeitsplatz weg (kleiner betrieb). Zudem bot er mir eine teilzeitstelle an, ein Sechser im Lotto. Ich bin auf diese Plätze zwingend angewiesen, liegen auch in super Nähe zum Bahnhof (mit dem Auto unmöglich zu meiner Arbeitsstelle nach Köln zu fahren).

Jetzt habe ich nicht viele Möglichkeiten:

- Füße still halten und hoffen , dass es keiner merkt
- Offen ansprechen und Plätze sowie Arbeitsplatz verlieren
- Zweitwohnsitz im alten Wohnort anmelden? Meine Mutter wohnt dort. Wenn ja, gibt es da Konsequenzen irgendeiner Art?

Was würdet Ihr tun? Gibt es noch andere (offizielle) Möglichkeiten, die Plätze zu behalten?

LG, Sandra

In meiner Wohngemeinde gibt es wahrscheinlich keine Plätze für meine zwei.


Beitrag von kessita 24.02.11 - 10:21 Uhr

hmmmmmmmm, ich kenn eigentlich keine Landkreis übergreifende Förderung für Krippenplätze, daher würde ich in deiner Situation die Lösung mit dem Zweitwohnsitz wählen und mich ansonsten schön bedeckt halten.

Gemeinde und Kreise zahlen nicht für Kinderbetreuung von Kindern die nicht am entsprechenden Ort wohnen, bzw. Gemeinden tun es leider nur sehr selten.

Solltest du dich gar nicht rühren, und es käme so raus, könnte das zum sofortigen Ausschluß führen.

LG

Beitrag von goldie99999 24.02.11 - 10:37 Uhr

Der Zweitwohnsitz im alten Wohnort nutzt gar nichts! Der Hauptwohnsitz der Kinder muß im Kreisgebiet liegen. Wiederum ist es aber sinnfrei, die Kinder bei der Mutter anzumelden, da du dann den Anspruch auf das Kindergeld verlierst und ggf. steuerliche Nachteile entstehen.

Ich würde erstmal in der Satzung des Trägers nachlesen, ob Betreuungsplätze zwingend oder bevorzugt an Kreisangehörige vergeben werden. Wenn nicht besteht die Möglichkeit, dass Du einfach "nur" den Höchstsatz Gebühren zahlen mußt (als Auswärtige). So ist es zumindest bei uns geregelt.

Du wirst dem Umzug nicht verheimlichen können. Versuch, die Situation zu klären und schau dich parallel nach einer anderen Betreuungsmöglichkeit um, hierbei unterstützen auch die Jugendämter oder die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises.

Beitrag von tortenliesel 24.02.11 - 11:03 Uhr

Hallo,

also, scheinbar gibt es Gedankenübertragung:

Die Kindergartenleitung rief mich heute an (wegen anderer Sachen) und ich erzählte ihr in meiner Not von dem Probelm:

Also, meine Tochter ist gar kein Problem, mein Sohn wahrscheinlich ebenfalls nicht. Meine Gemeinde müsste eventuell nur die Plätze bezuschussen und das werde ich gleich abklären. Ansonsten "empfielt" sie mir, die Kinder nötigenfalls bei meiner Mutter mit Zweitwohnsitz anzumelden, das wäre schon vorgekommen.

Die Höchstsätze zahlen ist bei mir leider nicht drin. Ich müsste dann pro Kind 840 € (Höchstsatz x 2 x 2 wegen unter 3) zahlen und das lohnt sich bei 1000,00 € brutto nicht.

LG, Sandra

Beitrag von kati543 24.02.11 - 11:28 Uhr

"Wiederum ist es aber sinnfrei, die Kinder bei der Mutter anzumelden, da du dann den Anspruch auf das Kindergeld verlierst und ggf. steuerliche Nachteile entstehen. "
Das könnte man aber einfach umgehen, wenn alle Familienmitglieder bei der Mutter mit angemeldet werden.

Beitrag von tortenliesel 24.02.11 - 12:30 Uhr

Hallo nochmal,

also, ich haben eben meinen ganzen Mut zusammengenommen und... ES IST ALLES OKAY! Meiner Gemeinde geht es nur um die Zusage des Kindergartens. Die Stadt oder irgendwer nimmt mir den Platz nicht, wenn die Leitung einverstanden ist. Und bezuschusst werden die Plätze trotzdem.

ich bin echt soooo froh. Und im Notfall, falls sich doch irgendein Ärger von irgendwo ergibt, soll ich die Kids bei meiner Mutter als Zweitwohnsitz anmelden.

LG, Sandra

Beitrag von kati543 24.02.11 - 16:20 Uhr

Siehst du, manchmal siegt eben Ehrlichkeit. Und du kannst nun deswegen wesentlich ruhiger schlafen ;-)