Mit dem 2.Kind ins Geburtshaus

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von cosima07 24.02.11 - 12:51 Uhr

Hallo,

ich befasse mich jetzt schon länger mit dem Gedanken bei dem 2ten Krümel im Geburtshaus zu Entbinden.
Wie habt Ihr das mit dem ersten Kind gemacht? Wie sahen Eure ersten Tage daheim aus? Wie habt Ihr was organisiert( Essen, Wäsche, etc..) ???

Über Erfahrungsberichte und Tipps wäre ich sehr dankbar!!

Lg Cosi die sich schon freut wenn sie bald wieder schwanger ist:-)

Beitrag von qrupa 24.02.11 - 13:08 Uhr

Hallo

ich hab meine zweite Tochter zu Hause bekommen. Da es eine lange Geburt war haben wir die große Schwester morgens vom Opa abholen lassen und sie war dann am nächsten Tag kurz nachdem die Kleine geschlüpft war wieder da. Die Wochen vorher hatte ich reichlich vorgekocht und allen Wochenbettbesuchern gesagt, sie sollen statt Blumen lieber etwas zu essen mitbringen. So mußten wir eigentlich das erste Mal nach fast zwei Wochen wieder selber kochen bzw einkaufen gehen. Die Große Schwester war die ersten Tage öfter mal bei den Großeltern, allerdings auf eigenen Wunsch.
Die ersten Tage haben wir fast komplett im Bett bzw auf dem Sofa verbracht und eigentlich ist nur mein Mann hin und wieder aufgestanden um etwas zu essen zu holen. Haushalt war in der Zeit ziemlich egal.

Beitrag von derhimmelmusswarten 24.02.11 - 13:28 Uhr

Entweder viel den Lieferservice bestellen, Familie zum Kochen und Einkaufen einspannen oder viel vorkochen... Anders wird es bestimmt nicht gehen. Ich bleibe für meinen Teil mindestens 3 Tage im Krankenhaus. Meine Tochter ist noch sehr klein und wird sich später ohnehin nicht daran erinnern. Dann müssen meine Mutter und mein Freund eben ran und sie betreuen. Das werden die schon überleben. Ich denke da lieber ein wenig egoistisch, würde mir es aber auch nicht zutrauen, nach der Geburt nach Hause zu gehen, was vielleicht an meiner komplizierten ersten Geburt liegt, die mich 7 Tage Krankenhaus gekostet hat.

Beitrag von belala 24.02.11 - 13:30 Uhr

Hallo cosima,

mein 1. und mein 3. Kind wurden zuhause geboren.

Beim 3.Kind hatte ich einen Notfallplan erstellt.
Alle in Frage kommenden Kinderbetreuer schrieb ich auf, sowie die möglichen Tage der Betreuer und deren Telefonnummern.
Alles notierte ich in einen an der Wand hängenden Kalender, damit mein Mann mit einem Blick wußte wen er anrufen kann.;-)
Großeltern wohnen ca. 200km entfernt und kamen nicht in Frage.

Letztendlich begann die Geburt nachts als die Kinder noch schliefen und endete morgens gegen 8.00 an einem Samstag.
Ich blieb mit der Hebamme alleine, während mein Mann die Kinder versorgte.
Das fand ich im Übrigen sehr angenehm, dass ich mit der Hebamme alleine bleiben konnte.

LG, belala

Beitrag von belala 24.02.11 - 13:33 Uhr

Achso, ich vergaß die Haushaltsfragen zu beantworten.

Nur das Nötigste wurde gemacht.
2 Tage nach der Geburt war ich mit drei Kindern alleine, weil mein Mann arbeiten und am Abend eine Klausur schreiben mußte. Ich fühlte mich überfordert.
Wußte aber dennoch, dass es bei Ausnahmen blieb.

LG

Beitrag von cosima07 24.02.11 - 13:43 Uhr

Jetzt ist die Familie (auf beiden Seiten) sagen wir mal... sehr aufdringlich..
(sie haben sich nach 2Tagen nach der Geburt von Luisa beschwert, warum sie noch keine Fotos hätten!!!)

Wie verkaufe ich es am besten, das ich die ersten 3Tage nur einmal Besuch haben möchte, und dann Ruhe sein soll?!

Beitrag von belala 24.02.11 - 13:49 Uhr

Es muß nichts verkauft werden.
Ehrlichkeit!

Du sagst es einmal deutlich und ärgern werden sich nur die Anderen, aber akzeptieren müssen sie es.

Etwa 24h nach der 3.Geburt stand meine Freundin mit Mann und ihren Zwillingen bei mir im Schlafzimmer, weil sie gerade in der Gegend waren#schock
Ich hatte nur ein eingefrorenes Lächeln und fühlte mich unbehaglich.

Beitrag von cosima07 24.02.11 - 13:54 Uhr

Ich ärgere mich jetzt schon über die Reaktion!!!
Hat Dein Mann Dich den Verstanden??
Wie war das mit der Hebamme. War es eine bessere Betreuung als in der Klinik.

Muss leider gleich los, also wenn ich erst morgen wieder antworte, weißt Du bescheid...

Cosi

Beitrag von belala 24.02.11 - 13:58 Uhr

Selbstverständlich ist die Hebammenbetreuung viel besser als im KH.
Es hat sich über mehrere Monate (oder wie bei mir über mehrere Jahre) sehr viel Vertrauen aufgebaut.
Durch sehr viel Berufserfahrung im Bereich Hausgeburt ist die Hebamme feinfühliger und interessierter an der einzelnen Frau und deren Baby.

Wobei soll mein Mann mich verstanden haben?

LG, belala

Beitrag von cosima07 25.02.11 - 09:51 Uhr

Hi,

na das Du kein Besuch haben wolltest. Hat er dahinter gestanden?

Beitrag von belala 25.02.11 - 10:34 Uhr

Hallo Cosima,

beim 3.Kind war das kein Thema mehr. Somit gab es keine Absprachen.
Aber auch beim 1.Kind hat er es so hingenommen wie ich wollte, d.h. nur die Omas kamen für wenige Stunden an zwei unterschiedlichen Tagen und beide Omas sind grundsätzlich zurückhaltend.

Freunde haben von vornherein gewußt, dass ich zunächst keine Besuch wünsche.
Ich glaube, dass das eigene Heim so persönlich ist, dass Freunde den Besuch eher scheuen würden als das KH.

LG, belala



Beitrag von estherb 24.02.11 - 14:26 Uhr

Hallo Cosima,

die Hebammenbetreuung zu Hause ist viel besser als im Krankenhaus! Meine kam täglich eine Stunde, die ganzen ersten zwei Wochen. Du kannst sie Tag und Nacht anrufen, sie kennt dich und deinen Wochenbettverlauf und hat den Überblick - Wundheilung, Rückbildung, Babypflege, Nabel, Stillen. Der Kinderazt kam für die U 2 auch zu uns nach Hause und macht auch diesmal wieder einen Hausbesuch.

Mein Mann hat mich sogar sehr gut verstanden, dass ich meine Ruhe will. Der fand das nämlich damals auch nicht prickelnd, dass ich dann total gestresst war, als seine Eltern da waren und mir seine Mutter ständig Tipps geben wollte. Insofern steht er da hinter mir, und vom gemütlichen häuslichen Wochenbett ist er total begeistert gewesen.

Als Buchtipp kann ich dir, falls du es noch nicht kannst, Stadelmanns Hebammensprechstunde empfehlen. Sie geht so detailliert auf den Verlauf des Wochenbetts ein, Tag für Tag, dass su sich schon mit diesem Wissen im Hintergrund sehr sicher fühlst. Und was sie schreibt, ist sehr wahr: Frauen, die gleich nach der Geburt zu Hause sind, schonen sich viel mehr und viel länger als im Krankenhaus. Schon alleine, weil du ja nicht nach drei Tagen einen Ortswechsel hast, du bleibst einfach weiter im Bett liegen und ruhst dich aus. Ich war immer total geschockt, wenn ich die Krankenhausmütter mit MaxiCosi über dem Arm nach 5 Tagen im Kindergarten getroffen habe. Ein Neugeborenes gehört meiner Meinung nach in den ersten Tagen gar nicht vor die Tür! Wir sind nach einer Woche das erste Mal für einen 20 Minuten Spaziergang vor die Tür gegangen, und ich weiß noch wie heute, dass ich das Gefühl hatte, mir fällt alles unten raus. Eigentlich ist selbst das zu früh, und diesmal, mit Winterbaby, werde ich das bestimmt nicht machen; damals war Sommer und es hatte 30 Grad. Ich werde diesmal eine Woche komlett im Bett bleiben, es heißt nicht umsonst Wochenbett! Und vor dem 10. Tag werde ich keinen Handschlag Haushalt machen, genau das ist nämlich der Zeitraum des Frühwochenbetts, in dem man nichts tun sollte. Und zu Hause kannst du das viel besser einfordern, weil es eben nicht diesen Break gibt: Nach 3 Tagen Krankenhaus entlassen, dann muss die Frau ja wieder belastbar sein. Mein Mann nimmt zwei Wochen Urlaub, und fertig. Er kann sicher nach ein paar Tagen, wenn die Große im Kiga ist, auch mal stundenweise weg sein, klar. Aber dass er bestimmte Sachen erledigt, das muss vorher sicher sein.

Liebe Grüße, Esther

Beitrag von herzelchen 24.02.11 - 13:53 Uhr

Na ganz einfach :

Klingel aus !

Jeder der nicht so viel Grips im Kopf hat zu wissen das man nach der Geburt Ruhe braucht und Zeit mir der eigenen Familie verbringt, muss dann eben klingeln bis der Finger wund ist ohne das ihr es hört.

Wir wollen demnächst auch an einem zweiten basteln, zum Glück ist meine Freundin Hebamme und sie wird mich unterstützen im Thema Hausgeburt oder auch Geburtshaus.

Und egal wo entbunden wird: Danach is Ruhe !

Kocht euch Spaghetti Soße vor, Nudeln sind schnell gemacht.
Kauft euch eben Kram der schnell geht, oder ruf dein Lieblingslieferservice an.

Und der Haushalt ? Dein Mann unterstützt dich sicherlich die Tage nach der Geburt. Falls er kein Urlaub macht lass es liegen und mach nur das allernötigste.

Wäsche läuft nicht weg, da haben anscheinende viele Angst davor ;-)

LG

Beitrag von estherb 24.02.11 - 14:11 Uhr

Hallo Cosima,

da hilft nur: sehr deutlich werden!!! Ich habe beim ersten Kind niemanden kränken wollen, und obwohl wir gleich nach der Geburtshausgeburt nach Hause sind, was sehr schön und entspannt war, zwar sicherlich weniger Besuch gehabt als wenn ich im Krankenhaus gewesen wäre, aber mir war es immer noch zu viel. Allerdings nicht bei allen, manchen Beuscher haben mich sehr gefreut.

Meine Mutter kam am ersten Abend und hat Essen und Blumen mitgebracht, das Baby angeschaut, sich gefreut und ist wieder gefahren. Dann kamen auf eine Sprung zwei Freundinnen vorbei, die eine mit Kuchen, was ich auch wiederum sehr erfreulich fand. Mein Vater kam am 3. Tag für eineinhalb Stunden, auch das war völlig okay. Nur meine Schwiegereltern kamen am 4. und 5. Tag gleich für das ganze Wochenende, und das war definitiv zu viel. Das lag aber auch daran, denke ich, dass die eigenen Eltern sich da doch anders "anfühlen" als die Schwiegereltern, die ich wirklich gerne mag und mit denen ich mich gut verstehe, aber das war einfach zu viel.

Diesmal beim zweiten Kind werden wir wieder ins Geburtshaus gehen, wir warten drauf, dass es jeden Tag losgeht. Mit meinen Schwiegereltern habe ich vorab besprochen, dass ein zu früher Besuch uns allen nicht gut tut und dass ich mindestens in der ersten, wahrscheinlich auch in der zweiten Woche meine Ruhe möchte. Das haben sie auch eingesehen. Meine eigenen Eltern stören mich nicht, werden aber sicher auch nur kurz kommen. Ansonsten akzeptiert beim häuslichen Wochenbett eigentlich der Großteil der Freunde und Verwandten ganz von selbst, dass Ruhe angesagt ist. Ich kann das auch deshalb sehr empfehlen, man hat viel mehr Ruhe und Geborgenheit zum erholen als im Krankenhaus.

Ich habe 11 komplette Essen vorgekocht und eingefroren, dazu einen ganzen Kuchen und zusätzlich den TK-Schrank voll mit Sachen, die man einfach auf Vorrat haben sollte, um erst mal nicht viel einkaufen zu gehen. Außerdem haben wir ziemlich Vorräte angelegt an Grundnahrungsmitteln und Sachen, die sich etwas länger halten. Für unsere Tochter haben wir mit mehreren Freunden abgesprochen, dass wir zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen dürfen, um soie dort unterzubringen; und da gibt es eben die "Nachtoption" (Babysitterin), die "Kindergartenabhol und Betreuotion) (2 Freundinnen) und zwei "Notnägel", falls die anderen nicht erreichbar sind. Notfalls nehmen wir sie mit ins Geburtshaus und lassen sie dort abholen, falls es ganz schnell gehen muss (ich hatte eine sehr schnelle erste Geburt, und diesmal ist der Muttermiund schon verstrichen und über 2 cm offen, es wird also wohl kaum länger dauern).

Schaun wir mal, wie es klappt, aber ich bin zuversichtlich... unsere Dreieinhalbjährige auf jeden Fall freut sich wie ein Schneekönig, wie das wird, wenn wir mit dem Baby gleich zu Hause sind und nimmt uns eigentlich nur übel, dass wir sagen, zur Geburt selbst kann sie nicht mit.

Wochenbett zu Hause auf jeden Fall ist für mich das einzig vorstellbare. Im Krankenhaus wird man doch ständig gestört und hat nie seine Ruhe, du wirst sehen, zu Hause erholst du dich super! Und es ist sehr schön, wenn man das Frühstück ans Bett gebracht bekommt, zum Wickeln der Mann aufsteht, man zum Essen nie weit laufen muss, man seine eigene Toilette und Dusche hat... ich habe das sehr genossen und kann es mir nicht anders vorstellen!

Liebe Grüße,

Esther

Beitrag von minnie85 24.02.11 - 16:26 Uhr

Hi,

ich möchte mein geplantes drittes Kind auch im GH bekommen. Mein zweites Kind kam ambulant und das ist ja von der Organisation her ähnlich...mein erstes Kind haben wir zu Wehenbeginn zur Tagesmutter gebracht, hatten wir vorher so besprochen (meine Eltern sind nämlich auch berufstätig). Die ersten Tage daheim waren suuuuper entspannt, viel besser als im KKH beim ersten Kind. Wir hatten vorgekocht, haben auch mal Pizza bestellt, war einfach sehr entspannt!
Wäsche haben wir weggebracht.

Beitrag von inis 26.02.11 - 22:01 Uhr

Huhu,

wir haben für unseren Großen eine Art "Betreuungsplan" gestrickt, wann wer auf ihn aufpassen kann, komplett mit Telefonliste (damit die Betreuungspersonen notfalls die "Übergabe" selbst regeln konnten) - nachts der gute Freund und Nachbar, vormittags unsere Bürokraft, mittags die Babysitterin, nachmittags die Mutter seiner besten Freundin. Von all diesen Menschen ist er aber vorher auch schon mal "allein" betreut worden, sodaß er sich wohl und vertraut fühlen konnte.
Auch für die Tage (und Wochen) jetzt nach der Geburt haben wir viel Programm und Babysitting für den Großen organisiert, damit sich eben jemand mit ihm beschäftigt, während Mama mit dem Baby im Bett liegt (mein Mann muß leider arbeiten, wenn auch von zuhause aus).

Das mit der Haushaltshilfe hapert noch ein bißchen, das hätten wir schon vorher klären müssen, sprich wer uns hilft... jetzt hilft halt mal die Babysitterin beim Wäscheaufhängen, und die Freundin macht mal kurz den Einkauf. Wir ernähren uns halt vorwiegend von Fertigessen, aber man hätte ja auch die Möglichkeit, was vorzukochen und einzufrieren. Wer zu Besuch kommen will zum Babygucken, muß sich auch (in Maßen) nützlich machen, sprich hier kochen oder Essen mitbringen oder eben Einkaufen oder mal bei der Wäsche helfen. Achja, einmal die Woche kommt auch eine Putzkraft, die zumindest das Notwendigste mal saubermacht.

Fazit: wir investieren halt einerseits in Hilfskräfte, wie Putzhilfe und Babysitting, und ziehen andererseits unseren Freundeskreis mit ran... da wir hier keine Verwandten in der Nähe haben, die helfen könnten oder die spannungsfrei für mehrere Wochen zu Besuch kommen könnten.

Alles Gute! #klee

inis mit Iulian (2,5J.) und Lionel *21.02.2011