Geld zurückfordern?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von cathy82 24.02.11 - 12:59 Uhr

Hallo ihr Lieben.

Mein Opa hat mächtig Angst, dass das Sozialamt (oder wer auch immer) geschenktes Geld an seine Enkel und Urenkel zurückfordern kann, falls er ins Heim kommt (ist jetzt 90) und dann nicht für alle Kosten auskommen könnte.

Hab jetzt beim Thema "Schenkung" gelesen, dass es für Schenkungen der letzten 10 Jahre zutrifft.

Aber ist eine Schenkung nicht notariell beglaubigt?
Das war ja nur unter der Hand.

Ich wüsste z.B. nicht, wie ich ihm die 10.000,- Euro (vor 8 Jahren für Auto geschenkt) zurückzahlen könnte.

Bitte helft mir, evtl mit Links.

Danke schonmal.

Ratsuchende Grüße.

Cathy

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:02 Uhr

da gilt nur mit dem Zurückfordern wenn die "Schenkung bekannt ist bzw. nachgewiesen werden kann.

Beitrag von cathy82 24.02.11 - 13:08 Uhr

Ein Nachweis wär es, wenn er das Geld direkt an mich überweist.
Was ist mit bar und ich zahl es auf meinem Konto ein?

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:13 Uhr

da du es angeben mußt spielt es keine Rolle wie du das Geld behandelst denn solltest du es verschweigen ist es Betrug und wird gut mit Knast bestraft!

Beitrag von harveypet 24.02.11 - 13:14 Uhr

wenn du es schon cash auf die Kralle bekommst ist es das Dümmste es auf ein Konto einzuzahlen. wenn schon bescheißen dann mit Verstand.

Beitrag von zwiebelchen1977 24.02.11 - 13:03 Uhr

Hallo

Wenn er dir das Geld so gegeben hat, kann dir nichts passieren. Nur wenn er es überwiesen hat.

Bianca

Beitrag von cathy82 24.02.11 - 13:06 Uhr

Aber was ist, wenn er mir das Geld bar gibt und ich es auf meinem Konto einzahle?

Beitrag von zwiebelchen1977 24.02.11 - 13:09 Uhr

Ds ist egal. Du must nicht beweisen, woher du das Geld hast. Es darf nur nicht direkt von seinem auf dein Konto gehen.

Beitrag von cathy82 24.02.11 - 13:12 Uhr

Das klingt doch schonmal gut =)

Kannst du mir evtl noch verraten, wo ich das mal nachlesen könnte?

LG

Beitrag von windsbraut69 24.02.11 - 13:17 Uhr

Unter www.sozialbetrug.de oder auf ähnlichen Seiten findest Du bestimmt was...

Beitrag von windsbraut69 24.02.11 - 13:21 Uhr

Würdest Du ernsthaft verlangen wollen, dass Dein Großvater im Zweifelsfall für Dich lügt und sagt, er hat das Geld versoffen oder anderweitig verbraten?

Beitrag von arkti 24.02.11 - 13:49 Uhr

Muss ein alter Mann immer im Kopf haben was er mit dem Geld angestellt hat?

Beitrag von windsbraut69 24.02.11 - 13:57 Uhr

Muß ein alter Mann sich unnötig zum Deppen machen, um im Sinne seiner lieben Angehörigen den Staat zu bescheißen?

Beitrag von arkti 24.02.11 - 15:24 Uhr

Alte Menschen verschenken Geld um ihren Angehörigen eine Freude zu machen, da denken sie mit Sicherheit nicht an einen Heimplatz vor allem nicht wenn sie noch fit sind.

Beitrag von windsbraut69 24.02.11 - 15:42 Uhr

Er denkt doch gerade darüber nach.

Beitrag von willnix 24.02.11 - 14:18 Uhr

Also wirklich...... wer hebt z.B. Kontoauszüge auf, die älter als 2 Jahre sind?
Woher soll der Sozialleistungsträger wissen, wie der Kontostand von deinem Opa vor 8 Jahren war????
Ohne konkretem Hinweis, dass in der Vergangenheit diverses Vermögen vorhanden war, wird kein Sachbearbeiter diesbezüglich Nachforschungen anstellen. Dafür haben die gar keine Zeit.
Außerdem gehe ich mal davon aus, dass er jetzt nicht völlig Pleite ist und sicherlich noch für einen gewissen Zeitraum die lfd. Kosten tragen kann.
Macht Euch doch mal schlau, was die Heime bei Euch kosten und wie hoch der Eigenanteil bei der jeweiligen Pflegestufe wäre. Diesen Betrag vergleicht ihr mit der Rente von eurem Opa.
Außerdem tritt der Sozialleistungsträger dann erst einmal an die leiblichen Kinder heran.

Beitrag von nobility 24.02.11 - 16:13 Uhr

Hallo Cathiy,

es gibt einen alten Spruch der heißt;

Nichts ist neutraler als Bargeld.

Beitrag von woodgo 24.02.11 - 16:40 Uhr

Hast da nicht eher Du Angst? Deine Geschichte klingt für mich einfach nur so, daß Ihr euch vom Opa schön die Kohle geholt habt und nun keinen Cent für die Pflege zahlen wollt#kratz Da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln

Beitrag von cathy82 24.02.11 - 19:25 Uhr

Nein...#nanana

Stop!!!!!!!!!!!!!!!

Kurz zu unserer Situation:

Meine Oma ist letztes Jahr gestorben und Opa nun alleine.
Meine Mutter wohnt in Frankfurt, meine Schwester in Aschaffenburg.
Ich bin die einzige us der Familie, die "am Ort" wohnt (40 km vom Opa weg).

Ist auch alles kein Ding.
Wenn es nix mehr wird, dann kommt er eh hierher und ich pflege ihn auch mit, aber nicht ausschließlich.
Hab noch Job und Kind.

Ich hab auch meine Oma bis zum Schluss gepflegt und das trotz Schwangerschaft!!!

Ich bin selber in der häuslichen Pflege tätig, habe Krankenschwester und Altenpflegerin gelernt.

Es geht nur darum, dass mein Opa einer von der alten Schule ist:

"Die Verbrecher haben aus dem reichen Deutschland ein armes gemacht.
Schmeißen jedem Geld in den Rachen. Die Ausländer bekommen sonstwas bezahlt und WIR??? NIX...diese Verbrecher. Die kriegen von mir nicht einen Cent!" --- O-Ton mein Opa.

SEIN Problem: Er hat ne Menge Geld, war immer geizig, wir haben selten große Geschenke bekommen (brauch ich auch nicht, nur mal so am Rande).Seit seine Frau nicht mehr ist, sieht er vieles anders, was teilweise gar nicht stimmt (er hätte uns angeblich vernachlässigt...so ein Quatsch).
Naja, auf jeden Fall hat er Angst, dass er ALLES komplett bezahlen müsste, wenn "die" wissen, wieviel Geld er hat und nix von Pflegekasse und so bekommen...

Deswegen will er einen Teil des Geldes verschenken, damit er nicht "zu viel" Geld hat.

Verstehst du?

Natürlich habe ich auch Angst, dass auf einmal jemand vor der Tür steht und sagt "10.000 Euro zurück!".

Aber das hat NICHTS, aber auch rein GAR NICHTS mit abköpfen von meinem Opa zu tun!!!!!

Meine Schwester und ich schimpfen regelrecht mit ihm (haben dieses Jahr zu Weinachten jeder 100,- Euro bekommen), da ist er beleidigt und meint, wir wollen das Geld nicht haben.
Wir sagen ihm dann immer, dass wir es natürlich gebrauchen können, aber nicht so erzogen wurden und nicht richtig wissen, wie wir darauf reagieren sollen...

Nun geht es aber nicht um 100,- sondern um mehr...

Ach...ich weiß doch auch nicht!
Ich möchte auf jeden Fall nicht, dass das hier in den falschen Hals kommt.

Sorry, dass es so lang geworden ist.

LG

Beitrag von willnix 25.02.11 - 11:18 Uhr

Die Pflegekasse zahlt für alle Leistungen, auf die man Anspruch hat (Pflegestufe), unabhängig vom Vermögen. Dafür hat man schließlich seine Beiträge gezahlt.
Wenn er dann noch eine relativ gute Rente hat, kann er davon garantiert die restlichen Heimkosten zahlen.
Als Beispiel: die Heimkosten, die wir für meinen Vater zahlen mussten, lagen bei ca. 1.300 € monatlich. Zuzüglich "Taschengeld etc.) kamen wir auf etwa 1.500 bis 1.600 €. Das bei Pflegestufe I.
Davon dann die Rente abziehen und ihr habt in etwa den Betrag, der monatlich anfällt oder übrig ist.