Wer hatte denn schonmal eine Lymphknotenpunktion oder Entnahme

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Beitrag von barzoli 24.02.11 - 14:50 Uhr

Hallo Zusammen,

es reicht wohl nicht, dass meine Tochter schon an Krebs erkrankt ist, nun habe ich eine Überweisung für die Onkologie in der Hand.

Seit mindestens 2 Jahren, wenn nicht auch schon länger, habe ich am Hals rechts einen geschwollenen Lymphknoten.
Ebenso finden sich beim MRT der Halswirbelsäule ( bereits 2 mal) erstmalig 2007, multible teils grenzwertig vergrößerte Lymphe entlang der Halsnervenscheide.

Bei einem MRT Schädel wurden auch schon submandibulär 2 mal vergrösserte Lymphe festgestellt. ( 2005) Diese sind seither so geblieben und tastbar.

Als ich das damals bei meinem Hausarzt versuchte zu besprechen ( mir war das auf dem Befund aufgefallen, er hatte ihn vermutlich gar nicht gelesen) fragte mich dieser : Ja was soll ich denn nun machen? Soll ich ihnen einen Tumormarker abnehmen......
Danach traute ich mich nichtmehr nachzufragen.

Gestern stellte mir der gleiche Arzt eine Überweisung in die Hämatologie aus um das Geschehen onkologisch abklären zu lassen.

Hatte denn jemand schonmal so eine punktion oder entnahme eines Lymphknotens? Und kann mir evtl. berrichten, wie das funktioniert und was da so dabei herauskam?

Viele Grüsse
Barzo

Beitrag von myimmortal1977 25.02.11 - 08:49 Uhr

Hallo :-)

Bei meinem Vater wurde eine Entnahme gemacht. Man nimmt den Lymphknoten oder die Lymphknoten als erstes, die am Leichtesten zugänglich sind.

Bei der Punktion wird mit einer Hohlnadel versucht Gewebe und Flüssigkeit zu entnehmen. Dieses wird i. d. R. unter örtlicher Betäubung gemacht.

Bei der Entnahme macht man je nach Lage des Knotens einen Schnitt. Auch da geht man als erstes an Lymphknoten heran, die von außen am Besten zu erreichen sind. Dann wird das Ding einfach entnommen und man wird wieder zugenäht.

Dann heißt es warten auf das Ergebnis der Pathologie. Besteht ein dringender Krebsverdacht, wird ein Schnellschnitt gemacht. Das bedeutet, dass eine Erstuntersuchung gemacht wird, wo das Ergebnis binnen weniger Minuten bis Stunden vorliegen kann. Man kann anhand dieses Ergebnisses aber meistens nur grob beurteilen, um was für eine Form von Krebs es sich handelt.

Abzuwarten bleibt das Ergebnis der Pathologie, was genauer ist.

Hast Du denn noch andere Beschwerden? Ich habe mal auf der Kur ein Mädchen kennen gelernt, die ein Non-Hodkin-Lymphom hatte. Sie hatte eine sehr deutliche Symptomatik, ist nachher auf der Straße einfach umgeklappt.

Monate vorher hat sie schon gemerkt (sie war Leistungssportlerin), dass sie kaum mehr Kraft hatte und nur noch müde war. Irgendwann kamen Appetitlosigkeit und Fieberschübe dazu und Nachtschweiß.

Vergrößerte Lymphknoten bedeuten nicht immer gleich Krebs. Lymphknoten können bei Infekten reagieren und es muss nicht immer sein, dass sie sich wieder in den Ursprungszustand zurück bilden. Sie können auch vergrößert bleiben.

Es gibt auch Menschen, die ohne erkennbaren Grund immer vergrößerte Lymphknoten haben, die aber absolut gutartig sind.

Ich wünsche Dir viel Glück für die weiteren Untersuchungen und drücke natürlich beide Daumen, dass sich der Befund als gutartig heraus stellt.

LG Janette

Beitrag von barzoli 25.02.11 - 09:00 Uhr

Hallo Jeanette,

hm, die Problematik ist schwimmend.... ich habe in den letzten 2 Jahren durch die Erkrankung meiner Tochter sehr, sehr viel Stress gehabt. Dieser entstand in Form von Schlafmangel....viel Schlafmangel, psychischer und physischer Stress. Die Therapie ist nun seit AUgust 2010 vorbei und gaz langsa kommt hier wieder Normalität auf.
Und als Nebenwirkung merke ich einfach, dass ich total platt bin.
Die B - Symptomatik habe ich eigentlich sonst kaum, ich habe kein Fieber, kein Gewichtsverlust, Nachtschweiß ganz gelegentlich aber das ist ja auch nicht unnormal.

Also ausser einem massiven Leistungsknick, der mit Sicherheit auch psychisch bedingt ist, kann ich keine B Symptomatik erkennen. Die Mädels, die mit NHL auf unsere Station kamen, die hatten schon üble Symptomatik, ich kenne NHL aber auch komplett ohne.

Mir ist das jetzt ganz recht, dass sie das Ding anschauen, wobei, wenn ich es mir recht überlege, habe ich den wirklich schon Jahrelang unverändert, bei Infekten schwillt er manchmal mit an und geht dann wieder in die Ursprungsform zurück..... naja ich werde mich überraschen lassen, ändern kann ich das eh nicht.

Danke Dir für Deine Antwort
Barzo