Hätte ne Frage zum Elterngeld :-)

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 16:40 Uhr

Hätte da mal ne Frage, vielleicht kennt sich damit jemand aus :-)

Mein Mann und ich sind beide Steuerklasse 4. Kann ich kurz vor der entbindung die Steuerklassen auf 3/ 5 ändern lassen???? Damit ich die 65% von meinem Nettogehalt in Steuerklasse 4 bekomme??

Vielleicht kann mir jemand helfen :-)

LG

Beitrag von beat81 24.02.11 - 16:44 Uhr

Huhu,
deine Frage ist etwas schwer zu verstehen. Kannst du das mal umformulieren, was du jetzt genau möchtest? Danke :-)

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 16:47 Uhr

Also, wenn ich meine Steuerklasse jetzt schon auf 5 ändere, bekomme ich ja netto deutlich weniger, was sich ja dann auch auf die 65% elterngeld auswirkt!! Wenn ich aber kurz vor der entbindung meinem mann steuerkl 3 gebe und ich 5, dann ist mein letztes nettogehalt ja noch mit steuerklasse 4 und somit sind dann 65% davon mehr.

Meine Frage ist nur, ob ich das kurz vor der entbindung ändern kann??

Beitrag von supersand 24.02.11 - 16:48 Uhr

Das Elterngeld berechnet sich auf das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten 12 monate. Wenn dann hättest Du es 1 Jahr vor der Entbindung ändern müssen.

LG,
sandra

Beitrag von michaela--86 24.02.11 - 16:45 Uhr

#kratz

Beitrag von supersand 24.02.11 - 16:47 Uhr

Das Elterngeld wird Dir netto ausbezahlt. Die 65% (ode 67%) von Deinem jetzigen Nettogehalt werden nicht mehr versteuert, also keine Lohnsteuer abgezogen. Wir haben es die ganze Zeit über bei 4 / 4 gelassen (verdienen sonst annähernd gleich) und nicht extra geändert.

Hoffe, das hilft Dir jetzt weiter?!

LG,
Sandra

Beitrag von zwerg2011 24.02.11 - 16:51 Uhr

bedenke dass Elterngeld und Mutterschaft dem Progressionsvorbehalt unterliegen und dem zu versteuernden Einkommen bei eurer Einkommensteuererklärung hinzugerechnet wird (auch wenn es steuerfrei ist) - dadurch erhöht sich die zu zahlende Steuer.

Ich glaube es ist dabei egal welche steuerklassen man hat - entweder hat man monatlich weniger oder muss bei der Steuererklärung mehr nachzahlen - also im endeffekt egal

bin kein experte - aber so habe ich das ganze verstanden

Beitrag von tamil1975 24.02.11 - 16:52 Uhr

Also ich versteh Dich! :-)

Ihr habt jetzt 4/4. Irgendwann macht es Sinn, auf 5/3 zu wechseln, nämlich dann, wenn Du nichts mehr verdienst, damit Dein Mann dann mehr netto hat. Fürs Elterngeld macht es natürlich keinen UNterschie... (Oder?? - Am Ende wird es ja doch versteuert, jedenfalls mussten alle Eltern, die ich kenne, mit der nächsten Steuerabrechnung viel Geld nachzahlen...)
So, jetzt die Frage, wann man am besten wechselt. Jetzt wäre ja schlecht, denn dann wäre Carolins Nettogehalt weniger und entsprechend auch das Elterngeld.
Hab ich das so richtig verstanden? :-)
Ich denke, dass es Sinn macht, nach dem Mutterschutz zu wechseln, denn erst dann bekommst Du ja weniger als jetzt...

Beitrag von zwerg2011 24.02.11 - 16:56 Uhr

dein mann hat dann zwar monatlich netto mehr, aber am jahresende müsst ihr entsprechend mehr steuern nachzahlen. Ich glaube dass das im endeffekt gleich ist von der Summe - das was man monatlich dann mehr hat, muss man am ende wieder nachzahlen (steuern).

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 16:58 Uhr

Mein Mann hat einen sehr langen Weg zur arbeit, deshalb denke ich das sich das sogar einfach ausgleicht ....

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 16:57 Uhr

Danke :-) :-) ...du hast mich verstanden :-) !!!!!!!!!!!!
Dann mache ich das am besten wenn der Muttersschutz beginnt.

LG

Beitrag von beat81 24.02.11 - 16:52 Uhr

Also es ist so:

Du bekommst ja monatlich Steuern und Sozialversicherungsbeiträge von deinem Bruttogehalt abgezogen. Übrig bleibt dein Nettogehalt.

Bei Steuerklasse 3 wäre dein Nettogehalt höher, da die Lohnsteuer von einer anderen Bemessungsgrundlage berechnet wird.

Sinnvoll wäre es, wenn du jetzt auf Steuerklasse 3 wechselst, dein Mann auf 5. Dadurch erhöht sich jetzt dein monatlicher Nettolohn und entsprechend höher entfällt das Elterngeld, welches ja prozentual von deinem Nettolohn der letzten 12 Monate vorm Mutterschutz berechnet wird.

Nach der Geburt, aber erst wieder in 2012 wirst du ja vermutlich in Elternzeit sein oder wesentlich weniger verdienen als dein Mann, sodass er dann auf Steuerklasse 3 wechseln sollte, mit 1 Kinderfreibetrag... (Du dann auf 5)

Durch den Progressionsvorbehalt, dem das Mutterschaftsgeld und das Elterngeld unterliegen, kann es 2011 und 2012 zu Steuernachzahungen kommen. Hier ist es ratsam, sich etwas Geld zur Seite zu legen. (Am besten mit dem Steuerberater besprechen).

Hoffe, da war jetzt alles drin, was du brauchst.

LG beat

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 17:00 Uhr

Vielen Dank für den tollen Tipp :-)

LG

Beitrag von herzblatt142 24.02.11 - 17:07 Uhr

Hallo Beat,

allerdings bin ich der Meinung, dass es sich nicht lohnt jetzt von 4 auf 3 zu wechseln, da das nur eine Umverteilung ist, so hatten wir das zumindest ausgerechnet. Das was mein Mann dann jetzt weniger pro Monat bekommen würde, durch Steuerklasse 5, bekomme ich dann in Form von Elterngeld mehr. Wir bleiben bei 4/4.
Und so wie ich das jetzt hier gerade gelesen haben, bleiben wir wahrscheinlich weiterhin während der Elternzeit in 4/4, damit wir am Jahresende nicht so viel nachzahlen müssen.

LG herzblatt142

Beitrag von beat81 24.02.11 - 17:17 Uhr

Überleg mal:

Durch deinen Wechsel von 4 auf 3 geht dein Netto hoch und das von deinem Mann runter. Die Besteuerung vom Gehalt deines Mannes hat nichts mit dem Elterngeld zu tun. Du musst dir das unabhängig voneinander vorstellen. Eure persönliche Steuerschuld bleibt gleich, ob jetzt 3/5 oder 4/4. Das macht man mit der Steuererklärung am Ende des Jahres. Die Steuerklassen haben lediglich Einfluss auf die Vorauszahlungen auf die ESt. Am Ende des Jahres wird geguckt, welche Steuer ihr zu zahlen habt und jenachdem wie viel ihr im Laufe des Jahres vorausgezahlt habt, bekommt ihr dann ne Erstattung oder müsst eine Nachzahlung leisten.

Fazit: Durch den Steuerklassenwechsel erhöht sich nur die Bemessungsgrundlage für das Elterngeld. Auch bei Steuerklasse 4/4 müsst ihr wahrscheinlich nachzahlen, weil eben der anzuwendende Steuersatz steigt. ABER: Wer mehr Elterngeld bekommt, klar, der muss auch mehr Steuern bezahlen... Das ist nicht schlechtes, sondern positiv. Man sollte sich nur übers Jahr das Geld zurücklegen. Grundsätzlich kommt man aber mit dem + raus.

LG beat

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 17:20 Uhr

Danke :-)

Beitrag von beat81 24.02.11 - 17:03 Uhr

Stop, Stop, Stop

Grundsätzlich gilt nicht, dass die Steuernachzahlung höher ausfällt als das zusätzliche Elterngeld. Sowas muss man ausrechnen und aus meiner Erfahrung heraus lohnt sich der vorzeitige Steuerklassenwechsel beinah immer.

Beitrag von carolinl.1982 24.02.11 - 17:10 Uhr

Du meinst ich sollte jetzt schon in die 3 und mein Mann in die 5 und dann vor der entbindung wieder umdrehen??

Beitrag von beat81 24.02.11 - 17:22 Uhr

Jaa!

Jetzt du auf 3 und er auf 5...

Und ihr könnt schwups wenn du in Mutterschutz gehst wieder umänder, sodass er 3 hat und du 5.

:-)

LG

Beitrag von traumkinder 24.02.11 - 17:25 Uhr

das könntest du tun, bedenke aber bitte das du nur einmal im Jahr die steuerklasse ändern darfst!! (soweit ich weiss...) lasse mich aber gern eines besseren belehren... bei uns jedenfalls nur einmal...

Beitrag von beat81 24.02.11 - 17:28 Uhr

Auszug aus den Lohnsteuerrichtlinien:

4In einem Kalenderjahr kann jeweils nur ein Antrag gestellt werden. 5Das gilt nicht, wenn eine Änderung der Eintragung deshalb beantragt wird, weil ein Ehegatte keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn mehr bezieht oder verstorben ist

Ab Beginn des Mutterschutzes erhält man keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn mehr demnach ist in diesem Fall eine zweite Änderung möglich.

LG ebat

Beitrag von staubfinger 24.02.11 - 17:47 Uhr

Hallo,

wir haben uns genau wegen dieser Frage bei Steuerberater beraten lassen und zwar vor der Schwangerschaft. Seit dem habe ich Klasse 3 und mein Mann 5. Das heißt aber auch das wir derzeit weniger Geld haben und uns dies über die Steuererklärung wiederholen.

Wenn ich dann aus der Muschuzeit bin werden wir wieder wechseln und er nimmt die 3 an, damit stellen wir uns am besten bezüglich des Elterngeldes und das wir monatlich weniger haben ist kein Problem.

Ich werde auch durchrechnen lassen ob ich mein Elterngeld ein oder zwei Jahre laufen lasse, da dies auch steuerliche Unterschiede macht aber dazu gibt es heute auf der Urbia Start Seite einen Artikel.

Ich bin echt nicht fit in Sachen steuern, deshalb lassen wir uns immer Beraten und das hat sich bislang für uns gut gerechnent.

Lieben Gruß