frage zu scheidungskosten

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von nadberlin 24.02.11 - 19:13 Uhr

hallo,

wir sind seit anfang 2009 getrennt und wollen uns nun scheiden lassen. dabei geht es ja auch um scheidungskosten und diesen versorgungsausgleich. dazu habe ich 2 fragen: die scheidungskosten hängen ja vom nettogehlt ab, oder? ist das für mich zum nachteil, weil ich mehr verdiene als mein mann (vielleicht so 200 euro mehr) oder wird die gesamtsumme sowieso durch 2 geteilt?
und wie ist das mit dem rentenzeugs? ich würde es unfair finden, wenn das mit meinem jetzigen gehalt berechnet wird und ich ihm dann noch etwas auszahlen muss. als wir noch zusammen waren, haben wir ungefährt gleich verdient.


danke, nad

Beitrag von carola63 25.02.11 - 06:36 Uhr

Hallo,

die Kosten für die Scheidung hängen vom Gegenstandswert ab, der aus Eurem Einkommen berechnet wird. Das Einkommen bzw. der Wert wird aber interessanterweise nicht überprüft...
Habt Ihr einen gemeinsamen Anwalt? Sprecht mit ihm über diesen Wert, die Kosten werden dann geteilt.
Zum Versorgungsausgleich: Hier werden die Entgeltpunkte, die während der Ehezeit (also bis zur Trennung) vorhanden waren, zusammen addiert und dann durch zwei geteilt. Auszahlen muss niemand etwas, vielmehr werden die Rentenwerte direkt übertragen.

Grüße
Uwe

Beitrag von sonnenkind1977 25.02.11 - 23:42 Uhr

Aus eigener Erfahrung muss ich das korrigieren, Uwe hat da leider nicht recht... Die Ausgleichsberechnung zählt bis zum Scheidungstermin! Wer also als Verdiener 10 Jahre getrennt lebt, bis er doch mal die Scheidung einreicht, muss unter Umständen deutlich mehr Rentenpunkte abgeben, als bei Scheidung nach einem Jahr:

"Der betroffene Versorgungsträger berechnet den Ehezeitanteil des Anrechts nach der im jeweiligen Versorgungssystem geltenden Bezugsgröße (z. B. Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung oder Rentenbetrag als Euro-Betrag oder Kapitalwert bei einer Direktzusage etc.). Der Versorgungsträger bewertet das Anrecht zum Ende der Ehezeit (am letzten Tag des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags). Wirken sich Veränderungen rechtlicher (z. B. Änderung der Versorgungsordnung) oder tatsächlicher Art (z. B. Karrieresprung mit rückwirkenden Auswirkungen auf Versorgungshöhe) nach dem Ende der Ehezeit auf den Ehezeitanteil aus, sind sie zu berücksichtigen, wenn sie bis zur letzten richterlichen Entscheidung im Versorgungsausgleich eingetreten sind."
http://de.wikipedia.org/wiki/Versorgungsausgleich#Ermittlung_der_Ausgleichswerte

Beitrag von nadberlin 26.02.11 - 11:05 Uhr

oh man, das ist ja ätzend. also kann es doch sein, dass ich, wenn ich deutlich mehr verdiene, ihm noch etwas zahlen muss???? das nervt mich ja gewaltig.

danke trotzdem.

p.s. weißt du vielleicht auch, ob ihm die hälfte des kindergeldes zusteht, wenn das kind auch zur hälfte bei ihm lebt (wir haben einen halbe woche rhythmus)? klingt für mich schon logisch, allerdings kam er jetzt erst auf die idee, möchte aber das geld rückwirkend ab august haben?!