Mein Mann sind uns uneinig (Wir oder HA-Hilfe?)

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Beitrag von tinka85 24.02.11 - 19:58 Uhr

Hallo ihr lieben =)

Also es ist so, dass unser Sohn (7 Jahre alt, 1.Klasse) seit ca 4 Wochen zur Hausaufgabenhilfe geht. Es ist wie eine Art AG (die HA-Hilfe konnte sich auch aus dieser AG-Liste ausgesucht werden).
Er wollte da unbedingt hin und wir haben lange darüber gesprochen und natürlich war es dann in Ordnung für uns.

So und nun noch einmal kurz zur Information: Bei dem Zeugnisgespräch habe ich mit der Lehrerin darüber gesprochen, wie er die Buchstaben quasi auf die Zettel donnert.Husch husch,unordentlich usw. Er kann es aber auf jeden Fall und ist durch jahrelange Logopädieviel viel weiter beim Lesen/Schreiben als die anderen Ersties. Sie hat ihm noch einmal eindringlich gesagt, dass sie von ihm erwartet, dass sauber geschrieben wird und dass er einige Rechtschreibregeln einhält gerade weil er schon so gut ist und das kann (z.B. Nomen am Anfang groß oder ausgiebig durchgekaute Wörter wie jetzt die Monate und Tage richtig zu schreiben). Soweit so gut. Achso, die geschmierten Schreibereien wegradieren und er soll es natürlich neu machen - sofern er geschlust hat. Sollte ich sehen er strengt sich an und hat halt mal einen schlechten Tag dann soll ich ihn natürlich nich 3 Stunden neu schreiben lassen.

Naja, heute kam mein Sohn dann um halb 15 Uhr nach Hause und wir haben seine Hausfgabenmappe durchgesehen. Er sagte er hätte alles fertig, ich bräuchte nicht mehr nachsehen. Naja es waren dann 1,5 Seiten die ich wegradieren wollte. Er weinte natürlich sofort los und rannte zu Papa dass das total unfair ist usw. Eigentlich kein Problem, mein Sohn und ich reden danach dann immer nochmal wenn er 3 Minuten Ruhe hatte. Er sagte mir dann auch, dass er nur eine halbe Stunde bei der HA-Hilfe war und dann schnell raus ist um 1,5 Stunden auf seine Freundin zu warten weil sie ja Bonbons kaufen wollte beim Kiosk - da lag auch der Hund begraben. Klatsch klatsch, fertig , raus.

Mein Mann war nun aber der Meinung er müsste das nicht nochmal machen weil er dafür ja dahin geht und er hats ja gemacht. Ich sehe das anders. Sollte er da nur Däumchen drehen dann sitzt er hier halt am Donnerstag 4 Stunden. Aber ich lasse ihn deswegen gewiss nicht eine leere Mappe abgeben Freitags. Dazu kommt die Absprache mit der Lehrerin zwischen ihr, mir und meinem Sohn.

Es gab ja nun auch keinen Ärger oder so. Mein Sohn hat das dann ja auch super gemacht (sein Kumpel hat in der knappen Stunde zwar 4 mal geklingelt wo er denn bleibt und mein Sohn fand das alles andere als toll, aber hat trotzdem super weiter gemacht und macht sie nächstes mal gleich sauberer).

Aber mein Mann sagte dann er brauch dann auch nich mehr hingehen zur HA-Hilfe. Das ist natürlich albern. Ich habe ihm Extra gesagt, dass er wenn er sich dafür anmeldet auch das Halbjahr durchziehen muss und bisher klappte das ja auch gut und mein Gott...hat er halt einmal gehetzt da und durfte es nochmal machen, aber auch kein Weltuntergang. Und er geht da auch super gerne hin.

Nun wollte ich mal die Frage in den Raum werfen.

Seht ihr das wie ich oder sagt ihr da auch eher, dass er sie ja nun da macht, also ist es unfair für ihn wenn er das jetzt nochmal machen soll?

Ich bleibe bei meiner Meinung, aber neugierig bin ich natürlich trotzdem =)

Beitrag von gr202 24.02.11 - 20:11 Uhr

Muß Dein Kind in der Schule bleiben, weil Ihr berufstätig seid? Oder bist Du sowieso zu Hause?

Wenn Du zu Hause bist, wäre ich dafür, dass Dein Kind nach der Schule nach Hause kommt und die Hausaufgaben zu Hause macht. Ich weiß, das werden viele total unmodern und altmodisch finden.

Wenn Du berufstätig bist und er sowieso betreut werden muß, soll er seine Hausaufgaben in der Schule machen.

Da Dein Sohn 1/2 Stunde für die Hausaufgaben gebraucht hat, sollte er die Hausaufgaben nicht nochmal machen. Länger als 1/2 Stunde sollen Kinder in der 1. Klasse nicht an den Hausaufgaben sitzen. Vielleicht schreibst Du der Lehrerin noch einen kleinen Kommentar unter die Hausaufgaben.

Gruß
GR

Beitrag von tinka85 24.02.11 - 20:25 Uhr

Hallo,

ich bin berufstätig (15 Uhr zu Hause) und bin die meisten Abende auch nochmal in der Schule (17-23 Uhr außer Haus) weil ich nebenbei auch noch das Abitur nachhole. Mein Mann arbeitet auch, aber ist zu der Zeit in der er von der Schule kommt - so oder so - zu Hause.

Wenn er kommt isst mein Mann mit ihm Mittag und es werden Hausaufgaben gemacht. Er wollte da halt gerne hin weil seine anderen Mitschüler da auch hingehen und damit wenn er nach Hause kann fertig ist und raus kann - außer es muss halt noch etwas gemacht werden ( weil er nicht fertig wurde zB). Erst war ich nicht so sehr dafür, weil ich der Meinung bin ich bin einfach für die HA zuständig. Und ich möchte einfach auf dem aktuellen Stand sein. Lesen und Kopfrechnen mache ich ja auch trotz der wenigen Zeit mit ihm. Gerade Kopfrechnen läuft so nebenher wenn wir zB einen Termin haben und unterwegs sind oder ich noch schnell irgendwas aufräume.

Aber eigentlich find ich das auch albern. Warum nicht in Anspruch nehmen? Es schadet keinem, es entlastet mich sogar ein Stück und klappt super. Wenn ich jetzt nach Hause komme haben wir Zeit für andere Dinge weil er die HA schon fertig hat (idR) und den Durchblick hab ich ja immer noch da ich mir jeden Tag die HA und den heutigen Stoff anschaue.

Aber ich finde jetzt nichts altmodisches - weder an der einen noch an der anderen Methode =)

In der halben Stunde ist ja noch Begrüßungsrunde und alles drin .
Und ich sagte ja auch, wenn er da angemessene Zeit (in Absprache mit der Lehrerin 1 Stunde) dran arbeitet und sich dabei Mühe gibt dann lass ich auch mal 5 gerade sein. Aber wenn er garkeinen wirklichen Bock hat und das da so hindonnert dann sitzt er bei mir auch gern mal 1,5 Stunden. Er muss das saubere Arbeiten nunmal lernen.

Beitrag von ichclaudia 25.02.11 - 10:46 Uhr

Hallo,

bei uns ist es so, dass die Kinder nicht länger als eine halbe Stunde (!) vor den Hausaufgaben sitzen DÜRFEN. Wenn diese Zeit "abgelaufen" ist, sollen die Eltern unter die Hausaufgaben den Kommentar "Kind hat 1/2 Stunde vor den Hausaufgaben gesessen und nicht mehr geschafft" schreiben und dann ist alles super !
Für Erstklässler ist 1/2 Stunde Konzentration Hochleistung, wenn das Kind in der 1. Klasse schon 1 Stunde oder gar 1 1/2 Stunden vor dén Hausaufgaben ist, ist das Quälerei und man nimmt dem Kind die Freude an der SChule....

Das wurde uns so schon auf dem ersten Elternabend vermittelt (mein Sohn wird jetzt erst im August eingeschult), dass wir darauf achten sollen, dass das Kind auf keinen Fall länger davorsitzt...


LG

Beitrag von susanne85 24.02.11 - 20:14 Uhr

Hallo

ich würde versuchen deinem sohn klar zu machen, das er von anfang an sauber schreibt, was er in der ha ag nicht schafft, kann er daheim ! weiter machen... er muss dort doch nicht fertig werden, oder?

hinschicken würde ich ihn weiterhin.

Beitrag von zaubertroll1972 24.02.11 - 20:20 Uhr

Hallo,

ich bin ganz ehrlich und frage mich warum ein 1. Klässler zur Hausaufgabenhilfe geht.
AG hin oder her....mein Sohn könnte gerne an einer AG teilnehmen aber wenn ich zuhause bin würde ich wollen daß mein Kind zuhause die HA macht.
Ich möchte sehen was mein Sohn macht, was überhaupt gemacht und erwartet wird. Ich schaue nach ob es ordentlich ist und wenn nicht sage ich es ihm gleich.
Natürlich ist es blöd wenn er alles nochmal machen muß weil es Dir nicht gefällt aber dann soll er seien Aufgaben eben zuhause erledigen wo Du alles gleich nachsehen kannst und die Kontrolle hat.
Ich würde eine Hilfe nur in Anspruch nehmen wenn ich wegen der Arbeit meinen Sohn in einer Betreuung hätte, mir nicht zutrauen würde meinen Sohn bei den HA zu unterstützen oder ich keinen Bock hätte- sollen sich andere kümmern dann habe ich damit nichts am Hut.

Also meins wäre das nicht!

LG Z.

Beitrag von tinka85 24.02.11 - 20:27 Uhr

Sieh mal, ich habe auf die erste Antwort auch geantwortet =)

Beitrag von farina76 24.02.11 - 20:33 Uhr

Hallo!

Ich bin auch berufstätig und mein Kind macht in der Mittagsbetreuung die Hausaufgaben.

Wir hatten das selbe Problem. Schnell hingeschmiert und dann ab zum spielen.

Mein Mann und ich haben uns ohne Kind hingesetzt und eine Linie besprochen. Kinder sind schlau und kriegen das schnell raus wenn sie die Eltern gegeneinander ausspielen können. Einigt euch auf eine Linie und fahrt die dann.

Bei uns ist es so, unordentliche Hausaufgaben werden wegradiert und müssen sauber gemacht werden und es gibt an dem Tag kein Fernsehen. War am Anfang ein Kampf und sie hat teilweise ne ganze Woche nicht Fernseh geschaut. Aber ich habe es durchgezogen und mittlerweile liefert sie saubere Hausaufgaben ab. Wenn mal ne unordentliche dabei ist dann wieder kein Fernsehen und neu machen. Ich muck mich aber auch nicht auf wenn jetzt die Hausaufgabe ordentlich ist aber sie 3 Seiten auf hatten und eben auf der letzten paar unordentliche Sachen drauf sind. Ich hör da auf mein Mama-Gefühl. Ich will merken sie hat sich Mühe gegeben und das hab ich eigentlich gut im Gefühl.

Mittlerweile hat sie selber rausgefunden dass es schön ist ordentliche Hausaufgaben zu machen, man kriegt nämlich viel mehr Lob und lachende Gesichter.

Nur Mut! Ihr kriegt das schon hin!

LG Sabine

Beitrag von tinka85 24.02.11 - 20:40 Uhr

Danke dir =)

Nein,nein das war auch das einzige Missverständnis und er konnte uns da auch nicht ausspielen.

Schönen Abend noch

LG Tinka

Beitrag von anira 24.02.11 - 21:52 Uhr

DU bist unfair

meldet ihn von der HA ab wenn er es net gut genug macht
aber macht sowas nicht!

Beitrag von risala 25.02.11 - 08:31 Uhr

Hi,

unser Sohn ist mittlerweile in der zweiten Klasse und geht auch von Anfang an in die Hausaufgabenbetreuung - weil er das wollte (es gehen aber auch 85-90% der gesamten Schüler dort hin. Sind aber auch nur insgesamt 65 Kinder).

Dort wird allerdings nuícht nur bei Fragen unterstützt, sondern auch darauf geachtet, dass die Hausaufgaben ordentlich gemacht werden. Da würde ich wohl eher ansetzen, als alles zu Hause nochmal machen zu lassen.

Auch frage ich mich, warum er nach 30min einfach rausgehen kann - bei uns darf kein Kind die Hausaufgabenbetreuung verlassen (außer für einen Toilettengang) bevor die Schulstunde rum ist. Wer früher fertig ist, darf lesen oder leise in der Spielecke spielen.

Gruß
Kim

Beitrag von loonis 25.02.11 - 08:56 Uhr




Unser Großer geht in d.2.Klasse ...er besucht 13-16 Uhr den Hort.
Es gibt in d.Schule (wo d. Kids dann rüber gehen) eine Hausaufgabenhilfe ...
Luca macht selten dort d.Hausaufgaben ,er möchte lieber nach dem Mittagessen im Hort erst einmal spielen...
Irgendwie scheint er das zu brauchen ...erst mal "runterkommen" ...
Denn wir hatten das gleiche Problem ,dass d. Hausaufgaben zwar richtig waren,aber hingeschmiert wurden...
Auch hier ist es so ,dass d.Kids gehen können,wenn sie mit d. HA fertig sind,damit sie d. and. Kids nicht stören....

Ich habe auch IMMER alles wegradiert ,wenn es hingeschmiert wurde ....
wir haben x Mal darüber gesprochen ...Luca ist sehr viel weiter u. dadurch auch schneller als d.and. Kinder in seiner Klasse ,er hat somit genügend Zeit seine Aufgaben sauber & ordentl. zu erledigen...

Wir machen es jetzt so ....dass er sich aussuchen darf wo er d.HA mmachen möchte ,in d. Betreuung od. zu Hause ....
Für mich zählt das Ergebnis ...richtig +sauber+ordentl.

LG Kerstin

Beitrag von zanadu01 25.02.11 - 09:06 Uhr

Hallo, das sit doch garnicht schlecht. meine Jungs machen auch immer abends Hausaufgaben.
Sei aber Vorsichtig, ihr habt noch sehr viele Jahr vor euch.Ich kenne Eltern die sich viele Jahr mit ihren Kindern über die Hausaufgaben gestritten Irgendwann ging dann garnichts mehr.
Wie währe es wenn du ihm für jede gute Hausarbeit einen Stern gibt, und er sich für 10 Sterne etwas aussuchen darf. Besprecht vorher , was gut ist. Dann kannner sich selbst kontrollieren.

Beitrag von janamausi 26.02.11 - 23:56 Uhr

Hallo,

was ist denn eine Hausaufgabenhilfe?

Meine Tochter ist in der Mittagsbetreuung, aber die achten nicht darauf, ob die Kinder sauber schreiben oder nicht. Ich denke mal, dass müssen sie auch nicht?

Die Kinder haben in der Hausaufgabenbetreuung eine bestimmte Zeit um die Hausaufgaben zu machen. Wenn sie fertig sind, können sie spielen. Die Betreuer schauen zwar schon mal drüber, aber rechnen nicht nach etc.

Meine Tochter ist auch eine von der Sorte, die schnell mal etwas hinschmiert, nur damit sie schnell fertig wird. Wenn ich es mir Abends daheim anschau, kam es schon vor, dass sie es nochmal machen musste. Aber meine Tochter hat auch daraus gelernt und es ist besser geworden :-)

Ich radiere es aber nicht weg, sondern lass sie es einfach noch mal schreiben. Das Wegradieren finde ich ziemlich demotivierend. Wenn die Kinder es daneben/dahinter schreiben, sehen sie auch selbst die Unterschiede. Auch die Lehrerin weiß dann, dass es meine Tochter ein zweites mal schreiben mußte und kann dementsprechend handeln (z.B. loben, dass es beim zweiten mal toll geworden ist etc.).

LG janamausi