Haus angeschaut, viele, viele Fragen, wer kann helfen? lang lang...

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von yozevin 24.02.11 - 20:03 Uhr

Hallo ihr

Wir suchen schon seit langem ein Haus zum Kauf! Haben uns schon wahnsinnig viele Objekte angeschaut, meistens aber für uns nicht machbar, sei es wegen der Finanzierung oder wegen der Renovierung....

Nun haben wir uns heute ein Haus angeschaut, woran wir großes Interesse hätten.... Ob und wie wir das finanzieren können (grundsätzlich wäre das nach unserer Rechnung möglich), klären wir morgen mit der Bank....

Allerdings wirft das Haus trotzdem viele Fragen auf, denn wir haben von sowas so ziemlich gar keine Ahnung (von der Renovierung eigentlich auch nicht, aber wir sind motiviert zu lernen)! Ich fange einfach mal an, denke ich....

Das Haus ist Baujahr 1936, hat 5 Zimmer, 105 m², 840 m² Grundstück, welches nach hinten hin ansteigt.... Beheizt wird (noch) mit Öl, die Tanks und die Heizanlage sind im ehemaligen Stall, welcher direkt vom Haus aus zugängig ist und jetzt als Hauswirtschafts"trakt" genutzt wird... Also da wären zb die Waschmaschinenanschlüsse, auch das Bad ist dort eingebaut.... Das Dach ist 1994 neu gedeckt worden.... Das Haus ist angegeben als teilunterkellert, allerdings ist das mehr ein Rübenkeller, aber er ist trocken! Das Grundstück ist voll erschlossen, es liegt sogar Gas.... Es ist noch eine alte Wellblechgarage auf dem Grundstück, die Terrasse ist mit Plexiglas als "Wintergarten" umgebaut (wie das halt früher so gemacht wurde)

Wir würden gleich eine Gasheizung einbauen lassen, was grundsätzlich möglich wäre.... Allerdings muss dann ja irgendwie die alte Ölheizung und die beiden Tanks entsorgt werden.... Wer macht das? Wie macht man das? Was würde das ca kosten?

Die Wellblechgarage und die Terrassenüberdachung würden wir auch entfernen, die Garage sieht aus, als würde sie beim kleinsten Windhauch das Zeitliche segnen und die Terrassenüberdachung nimmt das Licht in der Küche! Allerdings muss das dann ja auch alles entsorgt werden... Die gleichen Fragen wie oben, wer, wie, was....

Die Fenster sehen auf den ersten Blick eigentlich gut aus, ein/zwei müssten wohl ausgetauscht werden.... Aus unserer Sicht! Allerdings, wie gesagt, haben wir keine Ahnung! Kann man das irgendwie sehen? Gibt es da irgendwie einen Trick, den auch Laien anwenden können (außer evtl eine Kerze ins Fenster stellen)? Fenster sind ja zum Glück auch eine Sache, die man nachträglich im Zweifelsfall machen könnte, allerdings zeigt halt unsere Erfahrung, dass dann meist eh das Geld fehlt...

Genauso sieht es eigentlich mit den Böden aus.... Das Haus wird momentan von einem älteren Paar bewohnt, es liegen also überall Teppiche, PVC, erwähnte ich die Teppiche? Kann man da irgendwie sehen, wie die Bodenbeschaffenheit ist? Im Erdgeschoss wird es ja vermutlich Estrich sein, allerdings hatte ich das Gefühl, dass im Obergeschoss alte Dielen sind....

Wir haben halt "Angst" über´s Ohr gehauen zu werden, wenn wir offen zeigen, dass wir keine Ahnung haben.... Klar, am einfachsten wäre es, einen Gutachter durchzuschicken, das können wir uns allerdings nicht leisten! Gibt es da irgendwas anderes, was wir machen könnten? Hat jemand Erfahrung mit dem Kauf älterer Häuser?

Kann uns da jemand helfen?

LG

Beitrag von oma.2009 24.02.11 - 20:09 Uhr

Hallo Yoze,

das Haus ist toll.... und Dielenfußböden haben "was"......Renovieren müsstet ihr nicht alleine, da gibt es jede Menge Hilfe für euch und alles andere kann man nach und nach machen. Nur die Heizung muß gemacht werden.
Wir schauen uns das Haus nochmal in Ruhe an und dann findet sich auch Jemand, der Ahnung hat. Glaub mir, es wird euer Traumhaus werden....

LG und toi toi für das Gespräch morgen bei der Bank

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 07:05 Uhr

Moin!

Bist Du die VK oder hast Du überschüssige positive Energie?
Wo gibt es denn "jede Menge Hilfe" z. B. ulnd woher weißt Du, daß nur die Heizung gemacht werden muß und die Dielen z. B. okay sind?

Gruß,

W

Beitrag von enni12 25.02.11 - 12:43 Uhr

#rofl

Ich glaub, die Beiden kennen sich

Beitrag von minnie.mouse 25.02.11 - 13:28 Uhr

... schon mal auf die Idee gekommen, dass es evtl. ihre Mutter sein könnte?
#aha

Bin jetzt auch kein Hellseher, aber ich kann logisch denken :-p oft... #schein#zitter

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 22:07 Uhr

Nee, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen, genau so wenig, wie ich auf die Idee gekommen wäre, mich in Internetforen mit meiner Mutter zu unterhalten :)

LG und danke für den Tip!

W

Beitrag von thea21 25.02.11 - 12:04 Uhr

Bist du der "Ich red dir alles schön Verkäufer?" oder irgendwie vom Teufel besessen?

Beitrag von gh1954 24.02.11 - 20:31 Uhr

Wenn ihr euch so unsicher seid, würde ich mit einem Gutachter durchs Haus gehen.
Was soll das Haus denn kosten?

Beitrag von yozevin 24.02.11 - 20:42 Uhr

knapp 100000 Euro inkl Grundstück..... Bei den Preisen hier in unserer Umgebung und der Lage (Waldrand ca 9 km zum nächstgrößeren Ort mit allen Schulen, ca 4 km zur nächsten Einkaufsmöglichkeit) ein echter Schnapper!

Tja, so ein Gutachter nimmt aber echt irre viel Geld! Und unsicher sind wir ja eigentlich nicht.... Wir haben nur keine Ahnung!

Beitrag von gh1954 24.02.11 - 20:54 Uhr

>>>Und unsicher sind wir ja eigentlich nicht.... Wir haben nur keine Ahnung!<<<

Ihr habt keine Ahnung, also holt euch jemanden, der Ahnung hat.

Ein Gutachter kann euch evtl. von einem Riesenfehler abhalten.

Zumal ihr dann auch erfahrt, was wirklich repariert werden muss.

Dann könnt ihr euch ausrechnen, ob ihr euch das leisten könnt, denn Handwerker sind teuer und ihr selber könnt ja nicht renovieren.



Beitrag von yozevin 24.02.11 - 20:58 Uhr

Handwerker würde ich auch nicht unbedingt holen, wenn es nicht Not tut.... Wie gesagt, wir sind sehr motiviert zu lernen! Wir würden schon das meiste selber machen....

Wir werden uns aber wohl trotzdem mal nach einem Gutachter erkundigen, vielleicht gibt es da ja auch "Discount" Gutachter ;-);-)

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 07:06 Uhr

Ihr habt keine Ahnung und wollt ne Gasheizung einbauen sowie Fenster austauschen?
Wenn Ihr übrigens wissen möchtet, welcher Art die Böden sind, fragt doch die VK und schaut einfach mal unter die Teppiche!

Viel Erfolg!

W

Beitrag von yozevin 25.02.11 - 07:53 Uhr

Natürlich werden wir nicht die Gasheizung selber einbauen! Und auch die Fenster, wenn denn welche gemacht werden müssen, werden wir in professionelle Hände geben....

Es kommt halt drauf an, was gemacht werden muss! Wir trauen uns halt zu, uns Wissen über Renovieren selber anzueignen! Und da wollte ich (dachte, dass es sowas evtl gibt) einfach ein paar Tipps haben, ob und wie man sowas selber sehen bzw beurteilen kann.... Aber scheinbar gibt es sowas nicht, also werden wir uns wohl einen Sachverständigen zur Seite holen!

Wirklich Antworten auf meine Fragen habe ich jedenfalls nicht bekommen, dafür scheinen andere unsere finanzielle Situation sehr gut beurteilen zu können auf Grund der Aussage, dass wir uns einen Gutachter nicht unbedingt leisten können....

Naja, das ist Urbia!

Beitrag von sonne_1975 25.02.11 - 09:07 Uhr

##dafür scheinen andere unsere finanzielle Situation sehr gut beurteilen zu können auf Grund der Aussage, dass wir uns einen Gutachter nicht unbedingt leisten können....
##

Natürlich. Wer sich keine 500 EUR leisten kann um ein Haus prüfen zu lassen, der sollte Finger vom Hauskauf lassen. Was ist da für dich nicht verständlich?

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 11:43 Uhr

"..dafür scheinen andere unsere finanzielle Situation sehr gut beurteilen zu können auf Grund der Aussage, dass wir uns einen Gutachter nicht unbedingt leisten können.... "

Ja klar.
500 oder auch 1000 Euro für den Gutachter sind ja nichts im Vergleich zu den Kosten, die auf Euch zukommen und zukommen können, wenn Ihr auf den Gutachter verzichtet.

LG

Beitrag von -sari05- 25.02.11 - 08:36 Uhr

Das habe ich auch gerade gedacht.
Wir haben selber ein altes Haus gekauft (von 1933) und ausser die eigentliche Renovierung ( Bodenbelag, Decken und Wände) haben wir nicht viel machen können weil wir auch noch zwei kleine Kinder haben.

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 07:28 Uhr

Ich sage es mal ganz ehrlich.
Du hörst dich da absolut naiv an.

Ihr wollt lernen und seid motiviert?
Okay, sehr schön, aber von wem wollt ihr denn lernen?
Wenn ihr sanieren wollt, braucht ihr wenigstens fachliche versierte Leute, die euch gut anleiten.


Glaub mir, wir haben inzwischen zwei Häuser entkernt und saniert, beide mehrere hundert Jahre alt.
Und wenn du da gar keinen vernünftigen Plan hast, schlägt die Motivation sehr schnell in Frust und Verzweiflung um.


Du brauchst zumindest erstmal eine vernünftige Bewertung und Aufstellung des sanierungsstaus mit Kosten.

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 07:39 Uhr

##
Wir werden uns aber wohl trotzdem mal nach einem Gutachter erkundigen, vielleicht gibt es da ja auch "Discount" Gutachter
##
Und der soll wirklich Ahnung haben?
Es gibt genug Leute, die unfähig sind und trotzem Gutachten machen, außerdem kann man recht einfach und ohne viel Erfahrung an so einen Job kommen.

Was wollt ihr denn selbst machen?
Ich meine, geht es jetzt um ein bißchen renovieren?
Ein bißchen spachteln und tapezieren, streichen?
Oder geht es um sanieren?

Beitrag von yozevin 25.02.11 - 07:47 Uhr

Ich hoffe, so wirklich was zu sanieren gibt es nicht unbedingt! Dinge, die wir uns selber nicht zutrauen, werden wir natürlich in professionelle Hand geben, das ist klar.... Dazu gehören zb die Heizung (meiner Erachtens nach recht logisch) und die Fenster, wenn denn welche gemacht werden müssen.... Je nachdem, wie die Fußböden aussehen bzw ob was gemacht werden muss (und wenn ja, was) werden wir das auch abgeben...

Es kommt halt drauf an, was gemacht werden muss! Und ich denke schon, dass man sich das Wissen über etwas nicht unbedingt abschauen muss, sondern auch selbst aneignen kann.... Und nach meiner Erfahrung (Schwiegervater hat zb unser Bad gefliest, obwohl noch nie zuvor gemacht, nur besteht dahin kein Kontakt mehr!) sind in solchen Sachen auch Baumärkte sehr sehr hilfreich!

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 08:27 Uhr

Ja, es kommt darauf an, was gemacht werden muß, das ist klar.

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Und ich denke schon, dass man sich das Wissen über etwas nicht unbedingt abschauen muss, sondern auch selbst aneignen kann.... Und nach meiner Erfahrung (Schwiegervater hat zb unser Bad gefliest, obwohl noch nie zuvor gemacht, nur besteht dahin kein Kontakt mehr!) sind in solchen Sachen auch Baumärkte sehr sehr hilfreich!
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Man kann sich natürlich gut informieren und auch danach arbeiten.
Aber man darf nicht vergessen, daß die Theorie das eine ist und und die Geschicklichkeit durch Übung kommt.

Und es gibt auch Leute, die so etwas im Blut haben und sehr schnell geschickt sind und ordentliche Arbeit leisten.

Trotzdem hört es sich für etwas so an, als wenn du solche Aktionen etwas unterschätzt.

Beitrag von yozevin 25.02.11 - 08:52 Uhr

Unterschätzen tu ich das sicher nicht... Ich weiß schon, wieviel Arbeit sowas machen kann, ich habe mitgeholfen, dass Haus meines Bruders zu sanieren und renovieren, während er mit Abwesenheit glänzte! Und bisher hat sich mein Mann als jemand erwiesen, dem solche Sachen (er hat in dem Haus meines Bruders zb das Tapezieren noch von meine Opa gelernt) leicht von der Hand gehen, wenn er es einmal gemacht hat.... Naja, und wie gesagt, die Elektrik ist ja geklärt, das ist schonmal viel wert

Beitrag von miau2 25.02.11 - 09:21 Uhr

Hi,
ich denke, dir ist der Unterschied zwischen "renovieren" und "sanieren" nicht so ganz klar.

Irgendwie Renovieren kann fast jeder, der motiviert ist, der bereit ist, etwas zu lernen und sich Fähigkeiten anzueignen. Das Ergebnis hängt halt vom eigenen Geschick aber, aber im schlimmsten Fall hat man halt fleckig gestrichene Wände oder unschön verlegte Fußböden.

Nicht schön, aber nichts, was einen zwingen könnte, unter der Brücke zu schlafen.

Beim "sanieren" geht es tiefer. Das wären eben die Fenster. Das wären die Fußböden (wenn nicht nur das pVC weg muss). Das wären die Leitung (wie alt sind Rohrleitungen, Elektroleitungen?). Das wären eventuelle Maßnahmen zur Wärmedämmung. Die Heizung usw. usw.

Beim REnovieren kann man Stück für Stück vorgehen und sagt sich eben: dann wohne ich halt vorübergehend in einem nicht wirklich schön aussehendem Zimmer.

Beim Sanieren kann das gewaltig nach hinten losgehen, denn eine unsanierte Rohrleitung kann euch mit etwas Pech das halbe Haus unter Wasser setzen. Klar kann man je nachdem, was notwendig ist auch Stück für Stück vorgehen, nur wenn gleichzeitig die Heizung und das Dach im Eimer sind kann man nicht sagen: ich mache das eine dieses Jahr, das andere in drei Jahren, wenn ich wieder flüssig bin. Wobei, können tut man schon, die Ergebnisse kann man dann in einschlägigen Doku-Soaps bei RTL und co. bewundern.

Holt Euch einen Gutachter, und wenn DAS Geld weh tut: lasst die Finger davon. Das ist nicht böse gemeint, es ist mir vollkommen egal, wie Eure finanzielle Situation ansonsten aussieht usw. - aber alles andere ist für Laien ein ziemlich riskantes Glücksspiel. Und wenn es ganz doof kommt (und das ist durchaus möglich) steht ihr am Ende mit einem unbewohnbaren Haus da. Und 100000 Euro Schulden oben drauf. Umgekehrt kann es natürlich auch sein, dass der Gutachter feststellt, dass es ein echtes Schnäppchen ist. Oder er kann Euch sagen, dass es vielleicht nur eine Summe X weniger wert ist - dann hättet ihr eine bessere Verhandlungsposition. oder oder oder.

Vergessen solltet ihr natürlich auch nicht, dass gerade alte, ungedämmte, Häuser Heizkosten verursachen, die evtl. erheblich über dem liegen, was für die vorherige Wohnung o.ä. gezahlt werden musste. Der Garten will im Sommer Wasser haben (Pumpe? Zisterne? Oder Wasserhahn - das wird teuer.). Wie sehen die sonstigen NEbenkosten aus?

Und wenn ihr alles berücksichtigt habt, das Haus so gut ist, wie es Euch erscheint: viel Erfolg.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von wasteline 24.02.11 - 21:12 Uhr

Keine Ahnung haben ist bei so einem Objekt noch viel schlimmer als unsicher sein.

Das Geld für einen Gutachter ist bei Euch mit Sicherheit jeden Cent wert.

Was ich allerdings nicht verstehe, dass Ihr nicht schon längst bei der Bank gefragt habt, welchen Kaufpreis sie Euch finanzieren würde. Ihr schaut Euch Häuser an und wisst gar nicht, was finanziell überhaupt machbar ist. Einen Immobilienkauf fängt man anders an.

Beitrag von yozevin 24.02.11 - 21:18 Uhr

Wir haben schon mehrfach bei Banken angefragt, was und wieviel für uns machbar ist... Deshalb sind wir ja schon in so vielen Objekten gewesen! Nur bei denen, die wir uns leisten könnten, war halt wirklich meist massig zu renovieren! Gut, hier ist ja auch einiges zu machen, aber das ist nur ein Bruchteil gegenüber den anderen Objekten! Wir haben uns wirklich teilweise Bruchbuden angeschaut (nicht erschlossen mit Brunnen, Abwasser und Flüssiggas im Garten war so ziemlich das schlimmste!)

Aber wir werden wohl wirklich nochmal einen Sachverständigen fragen!

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