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Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von babyno2 24.02.11 - 20:11 Uhr

bin neu hier,

Also ich bin 23 jahre und verheiratet und habe einen 2 1/2 jährigen Sohn.

nun wurde mir heute gesagt das ich mit ihm mal zur einem hochbegabtentest gehen soll.
Er kann schon die zahlen bis Zehn zeigen und benennen ,genauso das aphabet(in groß und kleinschreibung).und schreiben will er auch schon.
dabei fängt er jetzt erst richtig an zu reden.zum kindergarten geht er noch nicht aber zum sommer.

danke für eure antwort.
Lg
Würde gerne hier mal einen rat hören.

Beitrag von ally28 24.02.11 - 20:26 Uhr

Hallo!
Ganz ehrlich: wir haben hier auch so einen Fall. Mein 2-Jähriger war bei der U7 wohl auch so auffällig, dass noch ein Zusatztest gemacht wurde, den er auch prima gemacht hat. Man könnte jetzt wohl mal in Richtung Hochbegabung schauen. Aber ich bin dagegen. Ich finde, er ist 2, er soll sich wohlfühlen, wenn er was lernen will, dann darf er, und wenn nicht dann nicht. Und daran würde sich nichts ändern, wenn ich wüsste, er wäre hochbegabt. Er soll ein glückliches Kind sein und sonst nichts!!! Ich finde, es wird immer so schnell über Hochbegabung geredet. Ich denke, das ist Quatsch. Kinder einfach mal Kinder sein lassen und neugierig sein lassen reicht doch. Und wenn er wirklich hochbegabt ist, wirst du es schon noch merken. Aber doch nicht mit 2,5 Jahren schon mit sowas anfangen!!!
LG, Ally :-)

Beitrag von spatzl27 24.02.11 - 20:29 Uhr

Hallo,

wer hat Dir denn gesagt, dass Du zu so nem Test sollst?

Klar kannst Du sowas machen. Was ändert sich für Dich, wenn Du wüsstest er wäre hochbegabt oder auch nicht?
Ich denke, Kinder födern ist immer gut. Aber manche Eltern, die wissen, dass ihr Kind hochbegabt ist überfordern es.

Lass ihn zählen und schreiben, wann er will.. das ist ok, solang er es von sich auch möchte.
Wichtig wäre nur, dass Ihr ihn Kind sein lasst..

LG Spatzl

Beitrag von babyno2 24.02.11 - 20:41 Uhr

Also das mache ich auch.
wir wollen jetzt abwarten wie er sich im kindergarten macht.und dann wollen wir weiterüberlegen, ich will ihn auch nicht überforden.
wir förden das was er wissen will und erklären ihm auch alles wenn er fragt.
und wenn er keine lust mehr hat auch gut.
er soll ja schließlich das machen wozu er lust hat und das haben wir bis jetzt auch so gehandhabt.
lg

Beitrag von spatzl27 24.02.11 - 20:47 Uhr

So soll es sein. Weißt, im Prinzip haben die Kids - gerade in diesem Alter - nichts davon, wenn sie auf eine Hochbegabung positiv getestet wurden.

Meist drehen die Eltern ab. Will ich Dir nicht unterstellen ;-)... aber manche meinen dann, mit dem IQ ihres Kindes überall hausieren zu gehen. Heben ihr Kind in den Himmel und wer weiß nicht was.. vergessen aber dabei, dass ein Kind in erster Linie als solches behandelt werden muss und auch solche Dinge tun sollte, die Kinder gerne tun.

Denke mal, es gibt Eltern, die dann einfach die Messlatte für alles höher stecken und mit Misserfolgen, die ja völlig normal sind nicht klar kommen..

So wie Du das machst ist das gut. Erklären, was er wissen will und ihn tüdeln lassen.. dann passt alles!

LG

Beitrag von zahnweh 24.02.11 - 21:16 Uhr

Hallo,

also ich kenne einige Kinder mit Hochbegabung. Auch Erwachsene. Meine Erfahrung ist eher so: sind die Kinder wirklich hochbegabt (egal ob getestet, nicht getestet oder spät getestet wenn massive Probleme auftraten), hausieren tun die allerwenigsten.

Die meisten mit wirklich hochbegabten Kindern versuchen das Können oder Anders sein zu relativieren, ihr Kind möglichst normal/unauffällig wirken zu lassen.
Hausieren gehen meiner Erfahrung nach eher Eltern, deren Kinder aller wahrscheinlichkeit nicht HB sind, die es sich aber wünschten und normale Entwicklungsschritte hochloben.

Emotional sind Hochbegabte Kinder genauso wie alle gleichaltrigen. Die Gefühlswelt entwickelt sich im gleichen Tempo. Geistig sind sie weiter, aber da holen sie sich ihr Futter selbst. Oft schneller als den Eltern lieb ist.

Beitrag von prowin-melanie 24.02.11 - 20:51 Uhr

Hallo,
ich schließe mich den anderen an. Hochbegabung wird bei Kindern in diesem Alter eigentlich noch gar nicht getestet, weil die Ergebnisse nicht verwertbar sind. Man sagt i.A. ab einem Alter von 5-6 mache das erst Sinn.
Beobachte aber, ob diese "Hochbegabung" nur spezialisiert ist auf wenige Gebiete. Manchmal werden Kinder autistisch und es zeigt sich evtl. durch eine solche "Hochbegabung", aber das Kind ist sozial unterentwickelt, redet wenig und will keine Kontakte knüpfen.
Ich will keine Angst machen, aber behalte diese Möglichkeit im Auge.

Keiner kann IN Dein Kind schauen. Wenn DU anfängst, es jetzt zu "fördern", suchst DU die Lerninhalte raus. Gebe ihm/ihr einfach das, was IHN/SIE gerade interessiert, aber überfordere es nicht. Meine Jungs sind auch früh dran gewesen mit sprechen und Redegewandtheit, Wissen usw. Dadurch vergisst man tatsächlich schnell mal das Alter und behandelt sie nicht mehr gerecht.

Beitrag von zahnweh 24.02.11 - 21:25 Uhr

Hallo,

wenn er keine Probleme hat, keine vorzeitige Einschulung wegen Unterforderung/Kindergartenverweigerung oder massive soziale Probleme oder sonstig auffälliges Verhalten zeigt, würde ich einen Test noch nicht machen lassen.
Erst mal reicht oft nehmen wie er ist, abwarten. Den Gedanken verschollen im Hinterkopf behalten und ihn unterstützen für was auch immer er sich interessiert. Sollten je Auffälligkeiten auftreten, sich dann näher zu dem Thema HB informieren.

Hochbegabung ist nicht hochleistung!
Es geht dabei nicht nur um Zahlen und Buchstaben können. Klar, das kein ein Hinweis sein... aber Hochbegabung ist viel mehr eine andere Art zu denken. Nicht besser, nicht schlechter, nur anders.

Z.B. denken Kinder schon sehr früh um 8 Ecken. Da sie emotional aber genauso vier Jahre alt sind reagieren sie entsprechend wütend-hilflos. Da sie vom geistigen Verstehen teilweise mit 40jährigen mithalten können, kann es zu Schwierigkeiten mit Gleichaltrigen kommen.

Sollte sich der Verdacht weiter erhärten, kann ich dir folgendes Buch empfehlen: http://www.amazon.de/mein-Kind-hochbegabt-Bettina-M%C3%A4hler/dp/349960499X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1295389143&sr=1-2
darum geht es weniger um die Frage ob oder ob nicht. Sondern mehr darum, wie ein HB Kind fühlt, Besonderheiten/Andersheiten, die man als Eltern so sonst nicht begreifen kann, ergeben plötzlich einen Sinn.

Dabei geht es weniger allein um früher können, sondern Auffälligkeiten im Verhalten, in der Art zu Denken etc.

Wenn du Fragen hast, jederzeit gerne. Ich kenne einige Kinder/Erwachsene, die auf Hochbegabung getestet sind und habe mich mit dem Thema daher näher beschäftigt.