Erfahrung nach Ganglion OP am Handgelenk

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Beitrag von kejezin 25.02.11 - 07:46 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe schonmal bezüglich meines Handgelenks hier geschrieben.
Folgendes, ich wurde letztes Jahr Anfang Oktober aufgrund eines Ganglions am rechten Handgelenk operiert. Ganze zwei Wochen durfte ich die Gipsschiene behalten und hab es dann abbekommen.
Sofort nach dem entfernen von der Gipsschiene hatte ich auf meiner Handoberfläche ein dumpfes Gefühl.

So nun sind ca 5Monate um und das dumpfe Gefühl ist immer noch und meine Hand schwillt an nach Überlastung. Ich werde weiterhin eingeschränkt in meiner Bewegung wie zum Beispiel kann ich meine Hand nicht dehnen, strecken und belasten. Durch diese Verspannung bekomme ich auch noch Sehnenscheidenentzündung. Hatt auch Krankengymnastik bekommen hat aber nicht wirklich viel gebracht 6 Behandlungen.

Mein Arzt sagt bis zu einem Jahr ist dies normal erst dann werden weitere Maßnahmen erfolgen. Ich arbeite im Büro bin wie ein Zwilling mit meiner Tastatur :0) wegen meiner Arbeit. Ich möchte nicht ausfallen aber es fällt mir auch schwer.

Welche Erfahrung habt ihr gemacht? Was schlägt ihr vor?

Vielen Dank fürs lesen :0)

Lieben Gruß
Kejezin

Beitrag von myimmortal1977 25.02.11 - 08:24 Uhr

Hast Du es mal mit Kühlen versucht? 3 - 4 Mal am Tag ein Eispack draufpacken für max. 20 Minuten. Nicht mehr, da die Kühlung auch die Adern zusammen zieht und so der Abtransport nicht mehr richtig funktioniert.

Eis zieht Entzündungen raus.

Wie groß war denn das Überbein? Hat es Dich so sehr eingeschränkt, dass man operieren musste? Eine OP sollte immer nur dann erfolgen, wenn alle anderen Maßnahmen fehlgeschlagen sind.

Man hätte es alternativ auch "zerschlagen" können. Das wurde bei meiner Mutter mal gemacht. Seit dem war für eine sehr lange Zeit Ruhe.

Da wird mit roher Gewalt das Überbein mit äußerer Einwirkung über der Haut zerquetscht.

Das dumpfe Gefühl kommt sicherlich von der noch vorhandenen Schwellung. Die Schwellung kann auch noch auf die Sehnen und Nervenbahnen drücken. Das kann auch zur Sehnenscheidenentzündung geführt haben.

Letzten Endes wirst Du wohl jetzt durch die OP eine chronische Reizung drin haben.

Versuch es erstmal mit Kühlen. Sollte es sich durch das Kühlen verschlimmern, lass es sofort nach.

Wie es sich weiter entwickeln wird, ist schwierig zu sagen. Nach einem halben Jahr nach OP sollte sich schon eine deutliche Besserung eingestellt haben.

Wenn Dir KG nicht gut tut, dann mach keine KG. Hast Du es mal mit Lymphdrainage probiert? Ggf. hilft Dir das mehr. Bei der Lymphdrainage streicht jemand immer über Deine Hand und streichelt somit die Schwellung (vor allem Wundwasser) Richtung Herz zum Abtransport. Das hilft wirklich sehr gut.

KG ist ja oftmals auch Stärkung der Muskulatur und kräftigende Übungen für mehr Beweglichkeit ausgelegt. Wenn aber die operierte Stelle noch innerlich entzündet ist und da wird immer wieder einer drauf gegeben auf die entzündete Stelle, beruhigt es sich nicht wirklich.

Versuch es erstmal über einen längeren Zeitraum mit konsequenter Kühlung. Aber wie gesagt, sobald Du merkst, dass es dadurch mehr weh tut, lass es weg und hole Dir ggf. eine 2. Arztmeinung ein.

LG Janette

Beitrag von kejezin 25.02.11 - 08:41 Uhr

Vielen Dank Janette,

ich habe zwei ganze Jahre unter diesem Ganglion gelitten. Mindestens 2 mal im Monat ist dieses Ganglion neu gewachsen.
Jedesmal in der Wachstumsphase hatte ich höllische Schmerzen und konnte nichts mehr mit meiner rechten Hand machen. Ich bin Rechtshändlerin.

Nach zwei Jahren habe ich mich mit meinem Arzt zu dieser Operation entschlossen.

KG ist schon abgeschlossen da wurde so wie du erwähnt hast Lymphdrainage gemacht, aber um ehrlich zu sein habe ich nicht wirklich eine Besserung gespürt. Vielleicht waren aber auch gesamt 6 Behandlungen zu wenig?

Eine Kühlung habe ich bislang noch nicht empfohlen bekommen aber setzte es gerne in Taten um.

Ich besorge mir jetzt eine Handganglionbandage damit es mich auf der Arbeit entlastet.


Die Methode "zerschlagen" habe ich gehört aber nicht jeder Arzt hält viel von dieser Behandlung. Zumindestens meine Erfahrung.

Aber du bist der Meinung das die Symptome normal sind? Soll ich kühlen und noch ein weiteres halbes Jahr warten und dann nochmal zum Arzt?

Der Schnitt war 3cm wie groß genau der Ganglion war weiß ich nicht :0(


Bist du vom Beruf beim Orthopäden?

Lieben Gruß
Kejezin

Beitrag von myimmortal1977 25.02.11 - 08:58 Uhr

Ob die Symptome "normal" sind nach diesem Zeitabstand zur OP kann ich Dir nicht sagen. Wichtig ist nur, dass sich um den Zeitraum zur OP schon eine Besserung eingestellt hat. Wenn sich seit dem keinerlei Besserung eingestellt hat.... Na ja, dann bleibt es wirklich fraglich, ob das alles so wie es jetzt ist, in Ordnung ist.

Ne, ich bin nicht beim Orthopäden. Habe aber gesundheitlich auch meinen Packen zu tragen. Mit Entzüngen in und um Gelenke und Weichteilen kenne ich mich leider bestens durch eigene Erfahrung aus.

Wurde erst selbst im April 2010 am Fuß operiert, wo man mir das Großzehengrundgelenk entfernt hat. Wirklich mobil war ich erst nach 4 Monaten nach OP. Die Schwellung gibt es heute noch, zwar minimal und ohne Schmerzen.

Ich musste aber auch viel herum experimentieren, um den wieder so gehfähig zu bekommen, wie er jetzt ist. Und bei mir war Kühlung das A & O.

#winke

Beitrag von kejezin 25.02.11 - 09:05 Uhr

Kühlung wird das Erste sein sobald ich daheim bin :0)

Ich kenn das, leider. Dafür habe ich mich im Bereich Hormone etwas durch eigene Erfahrung spezialisieren müssen :0)

Ich wünsche dir gute Besserung.