Wichtig: ALGI trotz Beschäftigungsverbot?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ostseetraum 25.02.11 - 08:05 Uhr

Guten Morgen,

ich habe ein kleines Problem: und zwar habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag (seit 2007 immer um 1 Jahr verlängert), der ausläuft. Dann sind es noch ca. 1,5 Monate und ich gehe in Mutterschutz. Zeit gleich habe ich aber aufgrund von Blutungen ein Beschäftigungsverbot bekommen und gehe schon seit 2 Monaten nicht mehr arbeiten, daher auch keine ertragserlängerung :-[. Nun war ich beim Arbeitsamt um mich zu melden und da sagte die Dame, sie müsse mt der Chefin sprechen, es gebe da neue Regelungen, ich würde jetzt wohl trotz Beschäftigungsverbot Anspruch haben ... ich fiel aus allen Wolken, daran hatte ich nie gezweifelt. Nun habe ich gerade nochmal im Netz recherchiert und finde nur Urteile aus dem Jahr 2009, wo wirklich steht, Schwangere im Beschäftigungsverbot haben keinen Anspruch auf ALGI, da sie dem Markt nicht zur Verfügung stehen.

Nun meine Frage: Vertraue ich der Mitarbeiterin, fülle den Antrag aus und lege das Verbot als Anlage bei? Kennt sich jemand mit neuen Erlassen aus dem Jahr 2010 oder 2011 aus? Oder spreche ich nochmal mit der FÄ über das Verbot ... zum einen geht es mir wieder besser, denke ich zumindest. Und zum anderen ist die Wahrscheinlichkiet einen AG zu finden, der mich hochschwanger für 1,5 Monate einstellt ja ziemlich gering.

Hab einfach Angst, dass ich eine Absage bekomme, und wir jetzt nicht nur 1,5 Monate kein Geld bekommen, sondern ja dann auch noch das Elterngeld anteilig geringer wird.

Irgendwie alles blöd!

Viele Grüße

Ostseetraum

Beitrag von futzemann2003 25.02.11 - 08:10 Uhr

leg es nicht dazu und bewirb dich "fleissig"! es wird dich ja keiner einstellen...
und du hast anspruch auf alg1!! sind ja nur 1,5 monate bis zum muschu...

lg
steffie+lina 3 wochen

Beitrag von uta27 25.02.11 - 08:16 Uhr

Guten morgen!
Ich würde es dem Antrag nicht anbei legen!
Liebe Grüße, Uta

Beitrag von schneck0 25.02.11 - 08:18 Uhr

Ich weiß nicht, ob sich da was geändert hat, aber ich würde auf Nummer sicher gehen und mich lieber krank schreiben lassen und das BV nicht beilegen. Dann bleibt dir der bewilligte ALG I Anspruch nach Mutterschutz und evtl. Elternzeit erhalten.

Was leider nicht stimmt: ALG I wird dir nicht aufs Elterngeld angerechnet!

Alles Gute!

Beitrag von sweetpumpkin25 25.02.11 - 08:21 Uhr

Guten Morgen!

Ich kann mir nicht vorstellen das Du vorallem als Schwangere dann für 1.5 monate ohne Geld sein sollst. Du hast ja einen Grundbedarf der gedeckt sein muss. Kommt aber auch drauf an ob Du verheiratet bist und wieviel Dein Mann oder Partner verdient. Eine Bekannte von mir, hatte ähnliches Problem und das war eine Rennerei bis sie zu ihrem Recht kam!
Auf jedenfall würde ich mir einen Termin bei deinem zuständigen Sachbearbeiter geben lassen und er oder sie sollen bei der Ausfüllung vom Antrag dabei sein und Dir offene Fragen beantworten.

Wenn Du den Antrag selbst ausfüllst und nur ein Häkchen vergisst dann nutzen die vom Amt das und Du bekommst unter Umständen kein Geld oder andere Schwierigkeiten.

Trotzdem viel Glück und Kopf hoch #klee

Beitrag von loulesca 25.02.11 - 08:24 Uhr

Huhu,
bei mir ist genau das Gleiche.
Geht aber nur um 18 Tage. Allerdings bekomme ich erstmal ALG. Es sollte wohl abgeschafft werden, dass man kein Anspruch drauf hat, aber eine Frau hat da gegen geklagt, und nun wird erstmal ausgezahlt. So wurde es mir beim Arbeitsamt erklärt.
Mein Anspruch bleibt dann auch weiterhin (Restanspruch) nach der Elternzeit.
Ich geh einfach mal davon aus, dass diese Frau damit durchkommt, da wir ja sonst wirklich bestraft werden dafür, dass wir schwanger sind. Ich brauch das Geld und wüsste nicht, wie ich die Zeit sonst überbrücke.
Da man sich ja mir Beschäftigungsverbot auch nirgends bewerben kann.

Liebe Grüße

Beitrag von susannea 25.02.11 - 08:28 Uhr

Du siehst das übrigens falsch, du hast anch der "Elternzeit" (Die du übrigens als Arbeitslose gar nicht hast!) nicht "nur" einen Restanspruch, sondern dadurch werden die Erziehungszeiten als Arbeiszeiten angerechnet und daruch hast du evtl. den vollen Anspruch!

Beitrag von susannea 25.02.11 - 08:25 Uhr

Die erste Frage, die sich mir stellt, gingen deine Verträge immer so einfach zu befristen? Gibt ja da Regelungen wie oft usw. bzw. wann es dann ein unbefristeter Vertrag wird. Würde das wohl als allererstes Überprüfen!

Und ja, die Mitarbeiterin hat Recht mit BV hast du keinen Anspruch auf ALGI.

Also bitte deinen Arzt das BV nur bis zum Auslaufen des Vertrages zu begrenzen, dann bist du aufd er sicheren Seite. Legst du das BV einfach nur nicht dazu, dann erschleichst du dir Leistungen, die du dann sicherlich mindestens zurückzahlen musst!


Beitrag von lisa1101 25.02.11 - 08:26 Uhr

Hallo,

Also es ist leider so! wenn du weiterhin im Beschäftigungsverbot bist,bist du fürs Arbeitsamt nicht vermittelbar und hast somit kein Anspruch auf ALG1!
Hast ja nur noch 1,5 Monate und dich wird kein Arbeitgeber in der Schwangerschaft einstellen,also bewirb dich auf die Vermittlungsvorschläge des Jobcenters und dann bekommst du ALG1.

Wäre bei mir auch fast so gekommen,aber ich hab trotz Schwangerschaft einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen,bin darüber auch sehr froh.

LG Lisa

Beitrag von ostseetraum 25.02.11 - 08:42 Uhr

Danke für eure Antworten!!!

Jetzt bin ich ja ein wenig platt. Könnte mich ärgern, dass ich so weit nicht gedacht habe und das Verbot nicht von Anfang an einschränken lassen habe. Da werde ich wohl nochmal mit der Ärztin sprechen.

Und auch, dass ALGI nicht aufs Elterngeld angerechnet wird, war mir nicht bekannt. Und wisst ihr was ich dann als Mutterschutzgeld bekomme? Angenommen ich erhalte ALGI, zahlt dann die Krankenkasse in Höhe von ALGI oder weniger?

Man ist das alles kompliziert :-(

Viele Grüße

Beitrag von schneck0 25.02.11 - 08:48 Uhr

Mutterschutzgeld bekommst du in Höhe des ALG I von Deiner KK.

Beitrag von sophiamarie 25.02.11 - 10:00 Uhr

Die Krankenkasse zahlt den Sockelbetrag von 13 Euro am Tag dh bei 30 Tagen 390 Euro und den Rest zahlt dir dann das Arbeitsamt als Aufstockung.
Ja und Alg 1 wird defvintiv als 0 monate in die Berec hnung für Elterngeld einfließen und wenn du ein Beschäftigungsverbot weiterhin hast ist die Alg1 Stelle NICHT für dich zuständig da du ja vom Arzt gesagt bekommst du kannst nicht arbeiten,bleibt dann nur Hartz4.Wenn du es schaffst dein BV aufzuheben dann bekommst du Alg1 da du ja trotzallem Vermittelbar bist,wenn dich kein Arbeitgeber will kannst du ja nichts zu!!!!!
Lg

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 09:22 Uhr

Das Elterngeld ändert sich nicht. ALGI wird ohnehin nicht bei der Berechnung berücksichtigt.

Gruß,

W

Beitrag von 13.10.2009 25.02.11 - 09:28 Uhr

morgen #winke

bei mir war das 2009 so das mein vertrag im juli ausgelaufen ist und mein muschu am 01.09 begonnen hat. ich habe mich pünktlich 3 monate vorher gemeldet habe die anträge ausgefüllt und die vom amt sagte zu mir gleich das ich sowieso nicht mehr vermittelbar bin.

ja habe dann juli und august alg1 bekommen und ab 1.9. muschu. ich kann nicht verstehen was das berufsverbot damit zutun hat da du ja dann ebenfalls nicht mehr vermittelbar bist.

ich hoffe ich konnte dir helfen.

lg melli

Beitrag von ostseetraum 25.02.11 - 10:17 Uhr

Hallo,

hab nochmal mit der Ärztin telefoniert und die meinte, sie hat das Beschäftigungsverbot nur für die aktuelle Beschäftigung ausgestellt, bei Arbeitsplatzwechsel wird neu beurteilt #kratz. Daraufhin habe ich mir das Verbot nochmal in RUHE durchgelesen und tatsächlich. Eigentlich sollte das Amt keine Einwände haben. Durch die ganze Panik hab ich das einfach überlesen #hicks. Und da ihr wirklich recht habt (wie konnte ich etwas anderes erwarten ;-), aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt) und das ALGI sowieso nicht aufs Elterngeld angerechnet wird, hätte ich bis auf die 1,5 Monatszahlungen nichts mehr zu verlieren gehabt.

Naja, nun hoffe ich, dass jetzt alles klappt, ich alles richtig verstanden und gelesen habe ;-) und bei der Berechnung der ganzen Gelder ich nicht all zu sehr daneben liege #schwitz.

Ich danke Euch für eure Antworten und wünsche uns allen noch eine ruhige, weniger nervenaufreibende Schwangerschaft #cool

Viele Grüße#winke

Beitrag von ellewoods 25.02.11 - 10:45 Uhr

Das Thema ALGI hat sich ja durch die anderen Antworten schon geklärt.
Wie eine andere Schreiberin aber auch schon empfahl wäre eine Überprüfung sinnvoll, ob der Vertrag tatsächlich ausläuft oder - da die Befristung nicht mehr rechtmässig war - Du mittlerweile Anspruch auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis hast.

Befristungen können - gerechnet auf eine maximale Dauer von 2 Jahren - ohne sachlichen Grund nur 3 mal verlängert werden. Da liegst Du ja nun schon drüber.

Bei Befristungen mit sachlichem Grund ist das etwas anders, ob ein solcher vorliegt kann ich aus Deinem Tread bisher nicht entnehmen.

Wenn Du magst, kannst Du hier nachlesen:

http://www.info-arbeitsrecht.de/Befristeter_Arbeitsvertrag/befristeter_arbeitsvertrag.html

VG, ellewoods

Beitrag von diana128 25.02.11 - 12:28 Uhr

Hallo,
ich frage mich auch, ob das Thema ALGI überhaupt im Raum steht und du nicht evtl. wegen unwirksamer Befristung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gerutscht bist.

hier auch noch mal ein Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Befristetes_Arbeitsverh%C3%A4ltnis

Falls du dir da unsicher bist, lass dich sicherheitshalber von einem Anwalt beraten.

LG Diana