Mal eine Frage an die Muslime unter euch.

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von seikon 25.02.11 - 09:09 Uhr

Guten morgen. Ich habe eben in der Zeitung einem Artikel gelesen, worin es um die Kündigung einer Aushilfe ging. Der Mann ist Muslim und hatte sich geweigert, Alkoholische Getränke ins Regal zu räumen, weil sein glaube ihm jeglichen Kontakt zu Alkohol verbietet. Nun frage ich mich natürlich, ob sich das nur auf das konsumieren bezieht, oder eben auch auf das bloße berühren der Flaschen. Ich meine, wenn man nicht mal die Flaschen anfassen darf, dann dürfte ein Arzt sich ja auch nicht Desinfizieren, weil da ja auch Alkohol drin ist. Oder rasierWasser. Kann mich mal ein Koran sicherer aufklären, ob das wirklich So krass ist, oder ob das hier wieder ein übertrieben radikaler ist, der dem Koran nach gut dünken auslegt?

LG

Beitrag von alkesh 25.02.11 - 09:20 Uhr

Ich denke mal, das ist Auslegungssache!

Wenn das alle so krass sehen würden, wieso gibt es dann Raki?

LG

Beitrag von amirah 25.10.11 - 23:59 Uhr

Weil nicht alle Muslime sind die sich so nennen.
Dazu gehören nicht nur das man sich so nennt sondern viele andere sachen wie gebet,spenden,glaubensbekenntnis,pilgerfahrt,fasten

und weil man in der türkei mit kopftuch raki trinkt ist das leider die tradition und erlaubt ist es keinenfalls

Beitrag von rose1980 25.02.11 - 09:25 Uhr

Guten Morgen

Es stimmt... Muslime dürfen Alkohol nicht kosumieren, nicht anfassen, und nicht verkaufen, nicht transportieren, nicht herstellen.
Ich glaub das waren alle ;-)

Es gibt da aber auch ausnahmen.....
Mein Mann meinte zu dem Artikel den du gelesen hast, dann sollte der Mann direkt nach Hause gehen :-p
Gerade in Deutschland oder anderen westlichen Ländern kann man es nun mal nicht immer vermeiden, nicht mit Alkohol in Kontakt zu kommen.

Mein Mann arbeitet nebenberuflich in einem Restaurant, und wenn er sich weigern würde den Gästen Alkohol einzuschenken, könnte er gleich nach Hause gehen.

Liebe Grüsse Tanja

Beitrag von seikon 25.02.11 - 10:08 Uhr

"Mein Mann meinte zu dem Artikel den du gelesen hast, dann sollte der Mann direkt nach Hause gehen "

Ja sowas hab ich mir auch gedacht. Wieso arbeitet man als Aushilfe in einem Getränkemarkt, wenn man sich dann weigert Alkoholflaschen anzufassen. Das wäre ja so, als wenn sich ein Muslim in einem Schweinemast,- und schlachtbetrieb bewirbt und sich dann weigert das Fleisch anzufassen.

Beitrag von scrapie 25.02.11 - 10:14 Uhr

Es soll ja Menschen geben, die sich nicht aussuchen können wo sie arbeiten...

Beitrag von michi0512 25.02.11 - 10:40 Uhr

Was? In der heutigen Zeit? Nee, gibt doch Abreit für Jeden!


Finde es ehrlich egsagt doch sehr albern einen Menschen direkt nach "Hause" zu schicken weil er seinen Glauben auslebt!!!

Und mal ehrlich: WENN ein AG einen Muslim einstellt, dann darf man doch erwraten dass er fragt: "Gäbe es irgendeine Tätigkeit die sie NICHT ausführen dürfen/können".

Basta.


Vonwegen Anpassung. Integrations - und dabei vlt. auch mal slebst helfen!

Beitrag von lailaali 25.02.11 - 10:50 Uhr

Danke, Du sprichst mir von der Seele. Die meisten Teilnehmer hier sind immer gleich für das Abschieben in " die Heimat". Und was ist, wenn Deutschland ihre Heimat ist (z.B. Konvertiten oder Menschen mit Migrationshintergrund, die hier in Deutschland geboren wurden)?

Beitrag von marion2 25.02.11 - 11:28 Uhr

Und mal ehrlich:

Würde ein Getränkehändler einen Moslem nicht einstellen, weil dieser eben ein religiös erklärbares Problem mit Alkohohl hat, würde er wegen Diskriminierung verklagt.

Beitrag von arkti 25.02.11 - 15:33 Uhr

Warum sollte ein Arbeitgeber sowas fragen?
Wer hier in Deutschland arbeitet muss sich anpassen und nicht umgekehrt.

Beitrag von shmenkman 25.02.11 - 09:27 Uhr

Albern sowas. Ich nehme ihm das höchstens ab, wenn es einer von diesen Hardcore-Muslimen mit Kaftan und Bart ist. Glaube aber kaum, dass so einer überhaupt in einem Supermarkt eingestellt worden wäre.

Es gibt übrigens inzwischen einige muslimische Parfümerien, die ausschließlich alkoholfreie Parfüms vertreiben, das Alkoholverbot wird bisweilen also schon sehr streng ausgelegt.

Unterm Strich ist es trotzdem übertrieben.

Beitrag von scrapie 25.02.11 - 09:33 Uhr

Ich denke auch, dass es Auslegungssache ist... aber es hat m.M.n. nichts mit radikal zu tun... radikal klingt so negativ... nach Märtyrer und Rucksackbomber...

Eigentlich ist jedes Gottesbuch (ob nun Koran oder Bibel oder weiß-der-Geier-was-für-ein-Buch) Auslegungssache... wenn du zu strenggläubigen Christen in die USA gehst, dann wirst du dort eine andere Situation vorfinden wie bei strenggläubigen in Deutschland... usw usf.

Beitrag von ostsonne 25.02.11 - 10:16 Uhr

Ich finde sowas total übertrieben....zumindest hier bei uns in Deutschland.
Genauso wie das Kopftuch tragen.

Beitrag von lailaali 25.02.11 - 10:39 Uhr

Was stört Dich an dem Kopftuch denn genau?

Warum brüstet sich ein Land mir Religionsfreiheit, wenn es sie praktisch nicht gibt? Oder gilt sie für alle anderen Religionen, nur nicht für den Islam?

Beitrag von michi0512 25.02.11 - 10:49 Uhr

Vorallem verwunderlich, wenn doch auch ältere deutsche Damen bei Wind des öfteren ein Kopftuch tragen....







Ich bin für ein absolutes Kopfbedeckungsverbot. Lasst uns alle Mützen verbrennen! Und damit auch WIRKLICH nichts mehr aufn Kopf bleibt: Nassrasur hinterher!

Beitrag von lucky.luke.1946 26.02.11 - 09:36 Uhr

#rofl
Dann sattle ich sofort um auf HNO-Arzt ;-)

Beitrag von marion2 25.02.11 - 10:50 Uhr

Die Ausübung der Religion wird durch ein Kopftuchverbot nicht eingeschränkt.

Wir empfinden das Kopftuch in gewissen Situationen als "unhöflich" - das ist, als würde jemand mit Straßenschuhen auf meinem Wohnzimmerteppich rumlatschen.

Um die Schultern zu bedecken, reicht ein Schultertuch.

Beitrag von michi0512 25.02.11 - 10:51 Uhr

Kannst Du mal bitte ine soclhe Situation erläutern - also eine in der Du es als unhöflich empfindest?

Beitrag von marion2 25.02.11 - 10:55 Uhr

In geschlossenen Räumen nimmt man sein Mützchen bitte ab.

Beitrag von lailaali 25.02.11 - 11:02 Uhr

Du vergleichst Äpfel mit Birnen!

Beitrag von marion2 25.02.11 - 11:05 Uhr

Mach ich nicht!

Beitrag von lucky.luke.1946 26.02.11 - 09:41 Uhr

Dann ist das deine Vorstellung von Höflichkeit, mehr aber auch nicht.
Und es gibt genug Leute, die ihre Mütze nicht abnehmen oder ihr Basecap.
Du mußt sowieso damit leben, daß nicht jeder die Kniggemanieren so lebt wie du, auch in allen anderen Punkten.
Ist doch echt albern, so etwas zu fordern und sich dann an der Religion aufzuhängen.

Beitrag von marion2 26.02.11 - 15:12 Uhr

Hast du eigentlich Freunde?

Beitrag von lucky.luke.1946 26.02.11 - 17:40 Uhr

Sicher, aber keiner von ihnen heißt Knigge #augen

Beitrag von lailaali 25.02.11 - 11:01 Uhr

Das Kopftuch kann absolut nicht mit dem Tragen von Schuhen in einer Wohnung verglichen werden. Im Islam ist nämlich die islamische Kleider-ordnung für Frauen und Männer (ja, es gibt auch Kleidungsvorschriften für den Mann) eine Pflicht/ein göttliches Gebot.

Es geht beim "Kopftuch" übrigens nicht darum die Schultern zu bedecken.
Was hättest Du davon, wenn Du bspw. meine Haare oder meinen Hals oder oder von mir siehst. Wäre ich ein anderer Mensch für Dich? Macht mich das Kopftuch zu einem schlechteren Menschen oder gar zu einem Menschen zweiter Klasse?

LG, Laila