Ich habe mal eine Frage zur "Dritten Seite"

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 10:25 Uhr

Hallo,
und zwar, nutzt ihr die so genannte "Dritte Seite" bei Bewerbungen und wenn ja, was habt ihr für Erfahrungen damit gemacht?
Keine Angst, ich möchte die schon berufsbezogen anlegen. Und mit unnötigen Grafikspielereien auch nicht experimentieren.

Ich bin noch ein wenig unentschieden, da sie inhaltlich gut zu meiner Bewerbung passen würde.
Gruß,
G.-

Beitrag von marion2 25.02.11 - 10:26 Uhr

Hallo,

wenn sie inhaltlich gut passt, dann nutze sie.

Ich hab schon massig Bewerbungen über meinen Schreibtisch geschoben - da war nie ne dritte Seite drin.

Gruß Marion

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 10:29 Uhr

Würde das denn dein Interesse wecken oder käme dir das zu selbstdarstellerisch, zu aufgesetzt vor?

Beitrag von marion2 25.02.11 - 10:33 Uhr

Ich schieb sie ja nur über den Schreibtisch und fälle selbst keine Entscheidungen. ;-)

Lesen würde ich sie wahrscheinlich eher als das 20. Zeugnis.

#gruebel du würdest in der Masse der Bewerbungen wahrscheinlich eher positiv auffallen

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 10:39 Uhr

Ok., es ist ja eh nur ein Versuch. #zitter Ich schlaf noch ne Nacht drüber.

Beitrag von nele27 25.02.11 - 10:41 Uhr

Hi #winke

ich habe sie "Mein Profil" genannt und meine Fähigkeiten / mein Können beschrieben... das ging von technischen Fähigkeiten über Highlights der Karriere bis hin zu Führungserfahrung.

Ich arbeite in einem Kreativjob, da wird das gern gesehen (glaube ich ;-))

Grüße, Nele

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 10:44 Uhr

Mein Karriere-Highlight ist der Studienabbruch.
Nee, ganz im Ernst: Ich bewerbe mich auf eine Stelle, die laut Beschreibung "für Hochschulabsolventen oder Kandidaten mit vergleichbarem Profil" (zur Tätigkeit) ausgeschrieben ist. Ein ähnliches Profil hab ich (erworben), nur den Abschluss hab ich nicht. So, und deshalb muss ich mir was einfallen, da ich vermutlich mit einigen Akadamikern plus Abschluss in Konkurrenz bin.

Beitrag von sonntagsmalerin 25.02.11 - 11:04 Uhr

Gerade bei vielen Bewerbungen finde ich, dass man sich mit einer Profilseite schon etwas von der Masse abheben kann. Zumindest dann, wenn es gut formuliert, nicht übertrieben und aussagekräftig ist :-)

Beitrag von nele27 25.02.11 - 11:05 Uhr

Hmmm, also mir wurde - entgegen dem, was Joy1975 schreibt - beide Male bestätigt, dass man sich durch die Profil-Seite mich sehr gut vorstellen konnte und die Bewerbung daher Interesse geweckt habe ...

Es kommt auch auf die Branche an. In meinem Umfeld könntest Du ganz offensiv da heran, so nach dem Motto "Warum Sie mich trotz meines Makels unbedingt kennenlernen wollen" :-)

Bewirbst Du Dich hingegen bei ner Versicherung, Bank oder Stadtverwaltung mag das weniger angezeigt sein.



Beitrag von joy1975 25.02.11 - 10:42 Uhr

Wenn Du nicht einen verdammt guten Aufhaenger fuer die sog. 3te Seite (die ich uebrigens fuer ein Erfindung der Buchautoren und nicht fuer ein wirkliches Beduerfnis von Personalabteilungen) halte, dann lass es.

Viel schlimmer als keine 3te Seite ist eine schlechte/ueberfluessige etc.

Ich habe auch schon etliche Bewerbungen ueber meinen Schreibtisch gehen sehen. Hoechstens 5% haben eine sog. 3te Seite und von denen fand ich hoechstens 5% gut. Der Rest war so schlecht, dass ich die Bewerbungen allein deswegen ausgesiebt habe.

Also, wenn Du einen guten Aufhaenger hast, dann mach es. Sonst lass es lieber sein. Nicht alle Personaler stehen auf Selbstdarstellung dieser Art.

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 10:48 Uhr

Einen guten Aufhänger habe ich-
aber trotzdem sehe ich auch deine Einwände; die gleichen habe ich ebenfalls im Kopf.
Tja, alles nicht so einfach! :-)
Danke für deine Rückmeldung.

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 11:06 Uhr

Ich sehe es ähnlich wie die anderen. Viele machen keine dritte Seite, in manchen Bereichen ist es aber schon total üblich, sie machen.

Man kann sie gut nutzen, um auch seine beruflichen Erfahrungen als Motivationsgrundlage besser herauszustellen, besonders eben, wenn man die bisherigen Arbeitsinhalte nicht einfach durch die Ausbildung erkennt oder den Lebenslauf.
Außerdem gibt es viele Jobs, bei denen die Details der Erfahrung und der Aufgaben recht unterschiedlich ist.

Beitrag von nele27 25.02.11 - 11:08 Uhr

***wenn man die bisherigen Arbeitsinhalte nicht einfach durch die Ausbildung erkennt oder den Lebenslauf. ***

Genauso sieht es aus!
Wenn man also noch besser ist als sein Lebenslauf quasi ;-)

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 11:33 Uhr

Ja, das meine ich.

Also wenn jemand sich zb als KFZ-Mechaniker oder Optiker oder Zanhtechniker bewirbt und eine entsprechende Ausbildung hat, im Lebenslauf seine bisherigen AG stehen, dann weiß ein AG auch, was der Berufsinhalt und die Erfahrung ist.
Da könnte eine auf Zwang erstellte dritte Seite echt peinlich werden.

Aber es gibt genug Jobs, die eben nicht inhaltlich so klar und einheitlich definiert sind. Und da sollte man am besten in der Bewerbung auch mitteilen, womit genau man denn nun Erfahrungen hat.

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 11:36 Uhr

Ja. Würd ich das ins Anschreiben packen, geschweige denn in den Lebenslauf, würde das Dingen explodieren. Ich halte es ganz gerne schlicht, eigentlich, aber hier hab ich den unwiderstehlichen Drang zu sagen, was ich kann. #rofl
Hab schon Nele geschrieben: Ich mach's einfach, ich habe nichts zu verlieren und von daher, kann es losgehen.

Beitrag von nele27 25.02.11 - 11:48 Uhr

***aber hier hab ich den unwiderstehlichen Drang zu sagen, was ich kann***

Das hast Du mit vielen Männern und wenigen Frauen gemeinsam ;-)

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 11:53 Uhr

Genau, mach es einfach!

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 11:38 Uhr

##
Inhalt der Dritten Seite
Mögliche Seiteninhalte können sein:

Motivation für die Bewerbung
Zu meiner Person
Was habe ich zu bieten?
Persönliche und fachliche Informationen
Besondere Kompetenzen und Qualifikationen
Was ist mir wichtig
Argumente für meine Einstellung
##
Das habe ich mal als Auflistung schnell gegoogelt und mir ist dabei eben sehr wichtig "Besondere Kompetenzen und Qualifikationen"

Ein Qualifikationsprofil eben.

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 11:44 Uhr

Mein Chef hat das einem der Honorardozenten vorgeschlagen. Da wurde ich hellhörig...
So in etwa hab ich die auch aufgezogen- als Qualiprofil.
Was in meinen Augen nicht geht, sind die Vorlagen aus dem Internet.

"10 Dinge, weshalb Sie sich für mich entscheiden sollten" und dann die üblichen Luschi-Phrasen von wegen kommunikationsstark, teamfähig, belastbar und hochleistungsmotiviert.

Beitrag von nele27 25.02.11 - 11:49 Uhr

***kommunikationsstark, teamfähig, belastbar und hochleistungsmotiviert***

Das geht vor allem nicht ohne Beweis. Wenn man z.B. schreiben will, dass man teamfähig ist, muss man auch schreiben, in welchem Team man mit welchen Projekten erfolgreich war.

Das vergessen die meisten und dan verkommt der Absatz zur reinen Adjektivschlacht #contra

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 11:55 Uhr

"Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Teamfähigkeit habe ich im Biologiestudium, vor allem im chemischen Praktikum, des öfteren unter Beweis gestellt, als wir erfolgreich ohne Wissen unserer Betreuer hinterrücks die Versuche, die jeder einzeln durchzuführen hatte, untereinander aufteilten, um püntklich Feierabend zu haben.

MFG,
Gretchens.Armee"!

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 11:58 Uhr

#rofl


Nur das Ziel werden sie nicht mögen #rofl

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 12:01 Uhr

Egal, weil ich kommunikationsstark bin, kann man das noch ausdiskutieren #rofl

Beitrag von ayshe 25.02.11 - 12:05 Uhr

#rofl
Dann setzen sie dich gleich als Abteilungsleiterin ein, weil sie sdonst Schiß haben, daß du machst, was DU willst und sie keine Kontrolle mehr haben ;-)

Beitrag von nele27 25.02.11 - 12:22 Uhr

#rofl Dann schreib doch hintendran:

"Meiner Kommunikationsstärke werden Sie gewahr werden, sobald Sie versuchen, das Thema mit mir auszudiskutieren!"

:-)

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