Freundin hat Brustkrebs

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von barbara67 25.02.11 - 11:10 Uhr

Meine Freundin hat Brustkrebs:-( Wir haben gestern lange telefoniert und sie war so aufgelöst. Mir hat es zuerst die Sprache verschlagen und ich habe nicht wirklich viel heraus bekommen#hicks aber ich möchte gerne für sie da sein. Nur wie? Sind hier Betroffene Frauen oder Angehörige von Betroffenen, die mit Tipps und Ratschläge geben können, wie ich am besten für sie da sein kann und was ich am besten ganz lassen soll?
Was kommt nun auf sie zu?
Ich wäre euch dankbar für viele, viele Antworten, danke!
Barbara

Beitrag von enni12 25.02.11 - 11:56 Uhr

Hallo Barbara,

das ist auch für dich ein Schock :-(

Tja, was kann man raten? Versuche, sie immer wieder aufzumuntern und nicht mit ihr zusammen Trübsal zu blasen!

Und ganz wichtig: Den Brustkrebs nicht zum Gesprächsthema Nr. 1 erkären sondern ruhig auch mal über deine Sorgen oder was lustiges reden, auch wenn es, vor allem am Anfang, schwer fällt!

Ich wünsche deiner Freundin und dir alles Gute

Dani

Beitrag von barbara67 25.02.11 - 19:53 Uhr

Danke, das ist lieb von dir. Ich werde versuchen für sie mit stark zu sein udn hoffe, ich mache alles richtig.
Danke!
Barbara

Beitrag von hinterwaeldlerin09 25.02.11 - 12:08 Uhr

Hallo Barbara,

was auf sie zukommt, das ist schwer zu sagen. Es kommt sehr auf den Krebs an und das Stadium, in dem er gefunden wurde.

Meine beste Freundin ist vor einigen Jahren an Brustkrebs...gestorben. Ich war einfach da. Und ich habe mich immer wieder zur Hilfe angeboten. Und wenn wir zusammen waren, habe ich zugehört, geschwiegen und sie gehalten.

Ich kann mich erinnern, ich war im Aufwachraum nach der OP, wo sie ihr die Brust abgenommen haben. Ich habe einfach ihre Hand gehalten, sie ist langsam aus der Narkose erwacht, hat immer wieder geweint, gemurmelt, geweint.

Mach dir eines klar: Es ist nicht leicht, als Frau auf einer Brustkrebsstation herumzulaufen. Es wird auch tiefe Ängste in dir auslösen.

Alles Gute
die hinterwäldlerin

Beitrag von barbara67 25.02.11 - 19:54 Uhr

Das sind die größten Ängste:-( Ich hoffe, ich bin so stark wie du es warst!
Danke!
Barbara

Beitrag von leiahenny 25.02.11 - 14:28 Uhr

Sei für Sie da. Ganz wichtig ist zu sehen es gibt ein Leben mit Brustkrebs
(Meine Mutter hat 10 Jahre mit dem Krebs gelebt) und es gibt die Chance auf Heilung.
Schau mal für Infos für Freunde und Angehörige die Broschüre
Was ist los mit der Frau, die wir lieben? Gibt es dDirekt hier:
http://www.komen.de/cms/website.php?id=/de/ueberbrustkrebs/broschueren.htm

#liebdrueck für dich und dein Freundin und ganz viel Kraft.

Beitrag von barbara67 25.02.11 - 19:56 Uhr

Danke schön, die Kraft kann ich jetzt gebrauchen, fühle ich mich doch gerade richtig hilflos. Dabei bin doch nicht ich es, die krank ist. Schon verwirrend. Weißt du zufällig, was deiner Mutter wichtig war und was ihr geholfen hat und was eher nicht?
Deinen Link speicher ich mir ab, im Moment ist der Kopf zu verwirrt zum lesen. Danke dir dafür!
Barbara

Beitrag von leiahenny 28.02.11 - 08:32 Uhr

Wichtig war immer das nächst möglich Schöne zu sehen und es dann zu genießen. Der nächste Konzertbesuch, die nächste Wanderung etc.
Kleine Erlebnisse - nicht die großen Ziele.

Beitrag von schwilis1 25.02.11 - 21:42 Uhr

Meine mom hatte zwar kein Brustkrebs, aber einen Hirntumor.
Sie wollte einfach immer nur die dinge tun die sie auch vor der Erkrankung getan hatte. Lesen, sich mit den Freunden treffen. spaß haben lachen.

Aber sie war auch nie der Mensch der in schwere Depressionen wegen sowas lächerlichem wie Krebs gefallen wäre (Humor ist wenn man trotzdem lacht, nicht wahr?)

ich finde, als sehr gute Freundin darf man auch für eine weile mit der Freundin verzweifelt und traurig sein, aber irgendwann muss man sich aufraffen. (meine mutter hatte es uns da einfach gemacht, da sie uns immer mitgezogen hatte)

Beitrag von barbara67 26.02.11 - 18:49 Uhr

Ich denke, im Moment ist es noch zu früh für Galgenhurmor.
Ich schaue mal, wie sie mit der Situation umgeht und stehe ihr einfach immer bei. Normal mag ich keine Stimmungsschwankungen udn kann da sehr schlecht mit umgehen, aber dies ist jetzt eine Ausnahmesituation. Und Stimmungsschwankungen kommen bestimmt, oder?
Danke für deine Worte!
Barbara