Würdet ihr alles aufgeben für Traumjob?

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Beitrag von line81 25.02.11 - 11:12 Uhr

Hi,

ich bin echt hin und hergerissen....
Hier mal meien Hintergrunddaten: Realschulabschluss, Ausbildung in der öffentl. Verwaltung und nun da seit 10 Jahren tätig. Unbefristet! Habe 2 kleine Jungs (2,7 und 4,7).

Nun habe ich Erfahren, dass man eine Berufsbgleitende Ausbildung zur Erzieherin machen kann und 3 Jahre 3 x die Woche in der Kita arbeitet und 2 x die Berufsschule besucht.

Ich bin ziemlich unglücklich mit meinem Job und verdiene nun auchnicht den bringer, aber es ist eben sicher und keiner kann mir was.

Ich will schon immer gerne mit Kindern arbeiten und denke, dass das genau mein Beruf ist. Allerdings müsste ich dann kündigen und alles aufgeben. Wenn dann müsst ich wahrscheinlich auch sehr kämpfen, da die mir heut gesgt haben ich müsste nen Praktikum vorher machen (was ich ja bei Arbeitslosen und so einsehe, ich aber nicht kann, da ich ja in Lohn und Brot stehe)

Würdet ihr das tun?

LG Line

Beitrag von mansojo 25.02.11 - 11:14 Uhr

hallo,


nur wenn ich einen ausreichenden finanziellen backround hab

ansonsten nehm ich die sichere seite


allerdings wer nicht der nicht gewinnt


gruß

Beitrag von line81 25.02.11 - 11:22 Uhr

Hi,

naja...

Ich habe ja meinen Mann; sind noch unverheiratet - würden wir ändern wenn es uns dabei was bringt. Er ist Beamter und ich würde auch in den 3 Tage was verdienen. Habe aber sicher soo um die 400€ minimum weniger. Allerdings bleiben ja auch unsere monatlichen Ausgaben..

Es ist echt schwierig. Die Dame bei der Kita-Stelle meinte auch, dass sie das was ich jetzt habe nicht aufgeben würde... Mein Vertrag wär nur für die 3 Jahre der Ausbildung befristet...

Aber mein Job gefällt mir halt sooo gar nicht.

*BLÖD*BLÖD*BLÖD*

Danke erstmal!

Beitrag von cat_t 25.02.11 - 11:27 Uhr

Hallo Line #blum

kennt Dein "Mann" Deine Überlegungen schon?

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von line81 25.02.11 - 11:38 Uhr

Ja.

Ich habe ihm das auch gesagt und er kann sich durchaus mit der Ausbildung anfreunden. Wichtig war in erster Linie zu wissen was ich in der Zeit als "Azubi" verdiene. Nun müssten wir rechnen....

Er weiß auch, dass ich sehr unglücklich bin momentan.

Danke erstmal!

Beitrag von cat_t 25.02.11 - 11:19 Uhr

Hallo Line #blume

ich würde es nicht tun, aber Erzieherin ist nicht mein Traumberuf. Im Gegenteil...

Wäre es schlimm, wenn Du die nächsten 10-15 Jahre nichts verdienen würdest (Ausbildung gemacht, aber keinen Job)? Was verdienst Du im Endeffekt als Erzieherin im Vergleich zu jetzt? Kannst Du die Differenz verschmerzen? Wie groß sind die Chancen, überhaupt eingestellt zu werden? Wie stehts mit unbefristeten Einstellung zu Beginn? Was wäre, wenn Du nach 2 Jahre befristeten Vertrag nicht verlängert wirst?

Träume erfüllen ist schon schön, hab ich auch gemacht. Wenn man sichs monetär leisten kann und die Mißerfolge, die evtl. passieren könnten, verkraftet, macht Vesuch immer klug. Aber will man das?

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von line81 25.02.11 - 11:44 Uhr

Hi,

ich finde immer erstaunlich, dass alle als erstest daran denken, dass es als Erzieherin nicht viel Geld gibt.

Ich bekomme jetzt quasi gleiches Geld. Hab also nach der Ausbildung keine Differenz. Nur eben in den 3 Jahren (ca. 400€ weniger monatlich)Aber ich möchte auch nicht als Erzieherin reich werden! Ich möchte einen erfüllenden Job haben. Der mich fordert und wo ich am Abend weiß was ich getan habe und auch wofür. Nämlich für die kleinen Würmer!

Keine Ahnung was in 3 Jahren wär, wenn ich fertig wär (da ich nur einen Vertrag bis Ende der Ausbildung bekomm) Aber das weiß man ja nie. Zu Not hätte ich ja noch meine Büroausbildung, oder?

Ich bin echt überfordert mit der Entscheidung!

LG Line

Beitrag von cat_t 25.02.11 - 11:55 Uhr

Hallo Line #blume

kommt drauf an, was Du jetzt verdienst. Wenn sich zu Deinem jetztigen Gehalt nicht viel ändert, isses doch ein Pluspunkt für Dich.

Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Aber wenn Du jetzt schon überfordert bist, dann würde ich es lassen.

Klar haste Deine Büroausbildung dann noch, aber dann mußte auch erst wieder neu Fuß fassen in einem Job, der Dir jetzt schon nicht gefällt. Ob das so einfach sein wird, wieder in eine unbefristete Beschäftigung zu rutschen? Ich weiß nicht...

Bilde Dich doch aus Deiner jetztigen Stelle weiter. Werde z.B. Dozentin für Kinderkurse, frag in Vereinen, obs dort Bedarf gibt oder was auch immer. Versuch doch, die Vorteile, die Du jetzt mit Deine Beschäftigung hast (sicher Job, sicheres Geld), mit Deinem Traum, mit Kindern zu arbeiten, zu kombinieren. Wäre das keine Idee?

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von line81 25.02.11 - 12:09 Uhr

Da bringste mich gerade auf eine schöne Idee... Sportlehrer/ Übungsleiter oder sowas für Kinder, um im Verein zu arbeite würde mir auch gefallen...

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 11:23 Uhr

Hallo,
nein, würde ich nicht. Weil mir der Beruf Erzieherin so gar nicht gefiele, von der schlechten Bezahlung mal abgesehen- aber es geht ja auch darum, was DU willst.
Wie lange würde denn das Praktikum gehen?
Und gäbe es nicht die Möglichkeit, sich in deinem Beruf irgendwie weiterzubilden oder Qualifikationen zu erwerben, die dich mehr "an die Menschen" bringen? Ich kenne mich da nicht so aus, sorry-
aber ich sag dir ganz ehrlich, dass ich das Vorhaben für riskant halte (wenn ich auch selbst nix gegen ein bisschen Risiko hab, aber es muss im Mischungsverhältnis zur Sicherheit stehen)

Beitrag von line81 25.02.11 - 11:48 Uhr

Hi,

das Praktikum wollen die gern evon ca. 6 Monaten haben. Kann ich aber definitiv nicht. Es ist nun die Überlegung sich da so reinzuschummeln oder eben die ganze Geschichte zu vergessen. ich werde definitiv nicht meinen Job kündigen um ein Praktikum zu machen!

Weiterbildungen gibt es eine Menge für mich, aber das ist immer der gleiche Müll den ich nicht will. PC Programme, Prozesse, Projektcontrolling, Projektarbeiten... Interessiert mich einfach null!

Werd mal weiter grübeln, aber trotzdem Danke für Deine Meinung.

LG Line

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 11:52 Uhr

Hallo,

"ich werde definitiv nicht meinen Job kündigen um ein Praktikum zu machen!"

Damit hast du doch deine Entscheidung bereits getroffen- so wie ich das verstanden habe, ohne Praktikum keine Ausbildung.
Hm,
es gäbe keine Möglichkeit, das Praktikum berufsbegleitend zu machen? Vielleicht nicht in einer KiTa. Erzieher werden doch auch anderweitig eingesetzt, oder nicht? Ich denke da an Jugendeinrichtungen, Heime... Selbst falls du vorhast, später mit kleineren Kindern arbeiten zu wollen, wäre das doch eventuell ein Drops, den du schlucken kannst, um es dir möglich zu machen?

Beitrag von line81 25.02.11 - 11:58 Uhr

Hi,

nein ich denke, dass man mich auch einstellen kann/muss ohne Praktikum. Da würde ich mich dann auch stark machen. Wo ist denn der Sinn davon, dass ich erstmal 6 Monate umsonst arbeiten gehe und dann erst nen Vertrag bekomme. Hört sich m.E. nicht korrekt an. Zumal wer garantiert mir denn, dass ich dann den Vertrag auch bekomm?

Praktikas wären unbezahlt und das geht definitiv nicht. Auch kann ich nichts nebenher machen, denn ich gehe ja arbeiten und habe wenn ich nicht arbeiten gehe meine Kinder zu betreuen...

Beitrag von gretchens.armee 25.02.11 - 12:16 Uhr

Wieso sollten alle anderen ein Praktikum machen, die sich für den Ausbildungsweg entscheiden, nur du nicht? Du hast doch gar keine Qualifikation in dem Bereich.

Beitrag von line81 25.02.11 - 12:39 Uhr

Aber ein praktikum qualifiziert einen ?

Die logik versteh ich nicht. Sicher, wenn ich nun arbeitslos oder was auch immer wär, aber es kann doch nicht sein, dass ich kündigen muss um ein Praktikum zu machen. Zumal das nicht vom Senat gefortet ist. Es gibt formale Vorraussetzungen, die vom Senat in 2010 festgelegt wurden, die ich genauso erfülle wie jeder andere. Auch ohne Prktikum.

Darum ist ja nun meine Überlegung mich da reinzukämpfen oder es halt ganz sein zu lassen.

Zumal die Dame heute auch meinte, dass dieser Fall quasi enmalig ist, denn es ist schon so, dass die meisten bis alle arbeitslos sind...

Beitrag von nele27 25.02.11 - 11:28 Uhr

Nein, alles aufgeben mit 2 Kindern würde ich nicht. Zumindest nicht, um als Erzieherin, die auch nicht die Welt verdient, noch mal von vorn anzufangen.

Das heißt aber nicht, dass Du bis zur Rente auf demselben Stuhl sitzen musst.
Bilde Dich weiter!!! Und zwar auf Deinen jetzigen Beruf aufbauen (da gibts bestimmt Nischen, die Dir gefallen).
So kommst Du raus aus dem ungeliebten Job und das bisher Erreichte war nicht umsonst.

Allerdings ist jeder Mensch anders. Wenn es Dir nur um die Verwirklichung im Beruf geht, d.h. Karriere, Geld etc. Dir nichts bedeuten, dann ist es vielleicht das Richtige.

LG, Nele

Beitrag von line81 25.02.11 - 11:52 Uhr

Hi,
danke!

Ich habe vorhin schon einmal geantwortet, dass mit der Verdienst relativ egal ist. Ich würde als ausgelernte Erzieherin in etwa das gleiche Geld haben wie jetzt.

Um Karriere geht es mir echt so gar nicht. Das könnte ich jetzt auch haben und da gebe es eine menge Möglichkeiten bei meienm Arbeitgeber, aber das will ich gar nicht. Aber ich will eine Arbeit die mir Spaß macht und bei der ich nicht Depris bekomme, wenn ich daran denke noch über 35 Jahre arbeiten zu gehen. Verstehst Du was ich meine?
Vielleicht sollte ich mir eine andere Stelle im ö.D. suchen, bei der es mir vielleicht besser gefällt...

LG Line

Beitrag von marion2 25.02.11 - 11:33 Uhr

Hallo,

Erzieher werden gesucht ohne Ende.

Es gibt inzwischen Ausbildungsgänge, die auf 1,5 Jahre verkürzt wurden.

Kannst du "frei" nehmen und ein längeres Praktikum in einem Kindergarten machen? Bevor du alles über den Haufen wirfst, würde ich das tun.

Gruß Marion

Beitrag von line81 25.02.11 - 12:03 Uhr

Hi,

"frei" nehmen hieße: Kein Gehalt zu haben und das geht nicht.

Danke trotzdem.

Beitrag von hinterwaeldlerin09 25.02.11 - 11:38 Uhr

Hi,

ich würde es machen. Du hast nur ein Leben.

Ist dauerhaftes Unglück das Geld wert? Wenn dein Mann ein Einkommen hat, kannst du es versuchen.

Wir wissen alle, dass uns nicht wirklich die Niederlagen am meisten schmerzen, sondern die Sachen, die wir so gern gemacht hätten, es aber aus Verzagtheit und Angst nicht gewagt haben.

Vielleicht kannst du deinen Job erst kündigen, wenn du eine Zusage für einen Praktikumsplatz hast.

Wenn du Mitglied der evangelischen Kirche bist...in den Kitas der Berliner Kirchengemeinden werden immer wieder händeringend Erzieherinnen gesucht (der Tarifvertrag ist nicht so der Hit), vielleicht kannst du da ein Praktikum machen.

Wenn du schon weißt, was du willst...warum solltest du etwas tun, was du nicht willst?

Sei froh, viele Menschen wissen ihr halbes Leben lang nicht, was sie eigentlich wollen.

Ich drücke dir die Daumen

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von line81 25.02.11 - 12:00 Uhr

Vielen Dank.

Das sind ja mal schöne Worte.

Ich denke genauso, allerdings sehe ich halt auch das Risiko und das mach es mir echt schwer. Ich werd nun auch mal mit meiner WunschKita-Leiterin sprechenund hören, was die sagen...

LG Line

Beitrag von sabrina1980 25.02.11 - 18:19 Uhr

#pro#pro#pro

Finde ich auch ...Warum sein Traum nicht verwirklichen...schliesslich müssen wir noch bis 67 Jahren arbeiten.. und dann doch wenigstens in einem Job der Spass macht:-)

lg
Sabrina

Beitrag von sonntagsmalerin 25.02.11 - 11:55 Uhr

Also ich sehe das auch so, dass du es versuchen solltest, wenn es WIRKLICH das ist, was du tun willst. Das Leben ist kurz und einmalig - und Arbeit füllt einen großen Teil davon aus. Da sollte es schon das sein, was man gerne tut.
Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man arbeitet, nur um Geld auf dem Konto zu haben, oder weil man es einfach gerne tut und montags federleicht aus dem Bett hüpft :-) (spreche aus eigener Erfahrung).

Vielleicht solltest du nur überlegen, ob es wirklich Erzieherin sein soll - oder auch andere Berufe mit Kindern / Menschen in Frage kommen?

Da gibt es ja viele Möglichkeiten - und sicher auch genügend, die in einen besser bezahlten Job münden und / oder sich auch nebenberuflich erlernen lassen (z.B. Fernstudium o.ä.).

Beitrag von lina1975 25.02.11 - 13:56 Uhr

Hallo

Ich bin Erzieherin und würde es wieder machen. Obwohl man nicht reich wird...

Aber, erkundige Dich nochmal genau (falls Du´s noch nicht getan hast). Von dieser Art Ausbildung, auch über 2. bildungsweg hab ich noch nie was gehört.

Kann aber auch sein, dass es von Bundesland zu Bundesland unterchiede gibt.

Alles Gute
Lina

Beitrag von lena1309 25.02.11 - 15:46 Uhr

Hallo Line,

das Praktikum im Vorfeld ist unerlässlich, es soll auch dazu dienen, dass du vor Ausbildungsbeginn testen kannst, ob du dem Alltag als Erzieherin wirklich gewachsen bist und er dir länger als 5 Tage Spaß macht, denn Erzieherin ist ein Beruf für den man viel Herzblut braucht.

Wenn du also diese Ausbildung haben willst, musst du auch das Praktikum vorher machen.
Es dient als Zugangsvoraussetzung und hat nichts damit zu tun, ob du jetzt arbeitest oder nicht.

Und wenn du so unbedingt Erzieherin werden willst, sollte es dir diese Anstrengung wert sein.
Ich musste für mein Studium auch 6 Monate Praktikum nachweisen, ohne hätte ich nicht studieren dürfen. Bei Einschreibung mussten 3 Monate schon abgeleistet sein, die letzten 3 Monate konnte ich bis Ende des 3. Semesters nachreichen.

Wenn ich meinen absoluten Traumberuf gefunden hätte, würde ich mich nicht von diesen 6 Monaten abhalten lassen.
Und wenn dein Mann hinter dir steht, trägt er ja die Verantwortung mit dir.
Du kannst ja für 400€ noch nebenbei arbeiten, dann kommt ein wenig Geld rein.

LG
M.

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